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RugbyTube - Hits and Dirty Bits
Oxford-Kapitän John Carter kassiert rechte Gerade
Montag, 26. Dezember 2011

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Oxford-Kapitän John Carter bezahlte für den Varsity-Erfolg mit einem beeindruckenden Blinker

Die 130. Auflage des Varisty Matchs zwischen den Rugby-Universitätsteams der renommierten englischen Hochschulen Oxfords und Cambridges wird vermutlich  nicht nur wegen dem gewohnt großartigen sportlichen Niveaus dieser legendären Auseinandersetzung in Erinnerung bleiben. Eine gezielte Gerade von Cambridges Nummer 8 Dave Allen an seinem Gegenüber und Oxford Kapitän John Carter, bescherte dem Getroffenen eines der größten "Veilchen" im Sportjahr 2011.

Um seine Verletzung fachgerecht versorgt zu bekommen, musste Carter zwar die Pressekonferenz im Anschluss an das Traditions-Duell sausen lassen, als er dann wieder sprechen konnte, erwies sich der bärtige Oxford-Skipper dennoch als wenig nachtragend: "Das gehört eben dazu. Es war ein guter Treffer und wenn ich ihn [Dave Allen] heute Abend treffe, dann werde ich ihm sagen, dass die Sache abgehakt ist und ihm ein Bier ausgeben", so Carter.

Lobende Worte gab es übrigens auch für seine siegreichen Teamkollegen, Oxford und Carter gewannen das Match im englischen Nationalstadion Twickenham mit 28-10. "Wir haben die ganze Saison sehr hart an unseren Fähigkeiten gearbeitet. Es ist großartig zu sehen, dass dieser Entwicklungsprozess, der die ganze Saison andauerte, letztendlich Früchte getragen hat", freute sich der "Einäugige".

 
Mohrs Teamkollege bangt nach bösem Foul um sein Augenlicht
Donnerstag, 23. Dezember 2010

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Dave Attwood (hier für England gegen die Australian Barbarians) nutze seine Rugbystiefel auch gegen La Rochelle nicht nur zum Laufen

Es gab nicht nur Grund zur Freude beim knappen 18-24 Auswärtssieg von La Rochelle beim englischen Spitzenteam Gloucester. Vom Schiedsrichtergespann unentdeckt hatte der englische Nationalspieler Dave Attwood nach gegen den am Boden liegenden Petrisor Toderasc, welcher ihn zuvor blitzsauber getackelt hatte, so übel ausgetreten, dass der kräftige rumänische 1. Reihe Stürmer mit einer heftig blutenden Augenverletzung schon in der 17. Spielminute das Spielfeld verlassen musste.

Der 30-jährige Toderasc wurde mit u.a. mit Verdacht auf mehrfach gebrochene Wangenknochen sofort ins Krankenhaus überstellt, wo die Ärzte momentan nach wie vor alle Anstrengungen unternehmen um sein Augenlicht zu retten.

La Rochelle zögerte nicht lange und reichte unverzüglich Protest bei der Disziplinarkommission des ERC ein. Die Anklage wurde mit Fotos des Vorfalles sowie Fotos der daraus resultierenden Verletzungen, des 47-fachen rumänischen Nationalspielers, versehen.

"Es ist sehr ernst. Die Disziplinarkommission hat die Bilder vorliegen. Petrisor hat sogar einige Zähne verloren", so der erboste La Rochelle Präsident Vincent Merling zu den Vorfällen.

Und was geschieht mit Attwood? Der hochtalentierte 2. Reihe-Stürmer trat nicht zum ersten Mal durch übertriebenen Gebrauch seines Schuhwerks negativ in Erscheinung. Der 23-jährige feierte sein Debüt im Kreis der englischen Nationalmannschaft bei der Sommertour 2010, bei seinem ersten Einsatz im Nationaltrikot, im "Midweek-Game" zwischen England und den sogenannten Australian Barbarians, hatte der Lock seine Schuhe gleich in zwei unabhängigen Fällen - je einmal pro Halbzeit - statt zum Laufen dafür benutzt gegen seine australischen Gegenspieler auszutreten und war dafür im Anschluss an die Partie von Disziplinar-Kommissar Scott Nowland vorgeladen worden. Zu einem Verfahren kam es damals jedoch nicht, da die englische Delegation mit einem Einspruch erfolgreich war, der darauf begründet war, dass Nowland, da selbst Australier, nicht als unabhängige Instanz angesehen werden könne.

Ähnliche juristische Kunstgriffe dürften diesmal jedoch nicht genügen, um Attwood vor einer langen Sperre zu bewahren. In zahlreichen Internet-Foren werden schon laute Forderungen nach ähnlich langen Sperren wie im Fall der beiden französischen Augengrabscher David Attoub (70 Wochen) und Julien Dupuy (24 Wochen) laut - gar von einer lebenslangen Sperre ist die Rede. Attwoods-Verteidiger dürften wohl ins Feld führen, dass das Austreten unabsichtlich geschah und dass der studierte Psychologe im Moment des Tretens nicht sehen konnte, welchen Körperteil des unter ihm liegenden Tacklers er da gerade mit seinen Stollen so heftig malträtierte.

Nachtrag: Inzwischen hat La Rochelle offiziell vermeldet, dass das Augenlicht von Petrisor Toderasc nicht in Gefahr ist und auch die befürchteten Brüche im Gesicht konnten nicht bestätigt werden. Allerdings hat der Rumäne sich bei der Aktion von Attwood heftige Platzwunden zugezogen und wie oben beschrieben einige Zähne verloren.