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TR-Review Rugby-Bundesliga: Frankfurt nach Derbysieg weiter an der Spitze
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Montag, 6. Mai 2019

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Frankfurts du Plessis mit dem Schlusspunkt - Frankfurts Sturm machte in Durchgang zwei den Unterschied in diesem Derby aus. Foto (c) Seufert-Chang.

1880 konnte sich im Derby keine Blöße gegen befreit aufspielende Füchse leisten und konnte sich nach Startschwierigkeiten am Ende souverän durchsetzen. Damit läuft bei den Frankfurtern alles auf ein Duell mit dem TSV Handschuhsheim um das Heimrecht im Bundesliga-Halbfinale raus. Heusenstamm dagegen kann die Saison entspannt zu Ende spielen - ein Sieg über die RGH zum Abschluss würde den Füchsen den fünften Rang sichern.

Süd / West

Tabelle

Rang Team Spiele Punkte Differenz
1 SC Frankfurt 1880 13 59 +464
2 TSV Handschuhsheim 12
53 +282
3 RG Heidelberg 12 43 +59
4 Heidelberger RK 12 38 +100
5 RK Heusenstamm 13
25 -49
6 RC Luxemburg
12 19
-219
7 SG TV / CfR Pforzheim 12 15 -242
8 Neckarsulmer SU
12 10 -395

SC Frankfurt 1880 26 - 9 RK Heusenstamm

Die Auftaktphase an der Frankfurter Feldgerichtsstraße gehört überraschend den Gästen. Der RKH wirkte wacher und spielte weitaus aggressiver als die anfangs behäbig wirkenden Gastgeber. Die Füchse schienen keinesfalls gewillt sich ihrem Schicksal zu ergeben und gingen durch einen Schuster-Straftritt mit 3:0 in Front. Manch einer in Frankfurt wird sich im ersten Durchgang gefragt haben, wer hier der Tabellenführer und haushohe Favorit war.

Heusenstamm dagegen muss sich vorwerfen lassen in der dominanten ersten halben Stunde nicht mehr aus den Chancen gemacht zu haben. Mehrere Bälle gingen in der Frankfurter 22 verloren, so dass es für die Füchse nicht zu einem Versuch reichen sollte. Die Gastgeber kamen nach viel Anlauf und 30 Minuten auf der Uhr schließlich selbst in die Partie und kombinierten sich mehrmals in die Gäste-Hälfte.

Füchse verschwenden Chancen, Frankfurt nach der Pause gnadenlos effektiv

Quasi mit dem Pausenpfiff dann die Erlösung aus Gastgeber-Sicht - nach einer schnellen Kombination ist Frankfurts rumänischer Außen Adrian Mazare auf ein Mal durch und stellt den Frankfurter Punktestand auf 5 Zähler. Für die Füchse ein Tiefschlag nach sehr couragierter Vorstellung in einer Halbzeit, in der für den Laien nicht unbedingt ersichtlich war, wer hier der Meisterschaftskandidat ist.

Die Pausenansprache des Frankfurter Trainer-Teams verfehlte dann aber ihre Wirkung nicht und 1880 kam völlig verwandelt aus der Pause. Hakler Marcel Becker tankte sich mit dem Leder unter dem Arm direkt nach wenigen Minuten zum 12:3 durch. Sein Erste-Reihe-Kollege Samy Füchsel machte es ihm wenige Minuten nach und stellte auf 19:3 - Heusenstamm konnte mit zwei weiteren Schuster-Kicks noch auf 9:19 verkürzen, ein Comeback schien aber gegen im zweiten Durchgang stärkere Frankfurter nie wahrscheinlich.

Stattdessen brach sich Heusenstamms Christian Scholltisek, der von der Bank gekommen war, unglücklich das Bein und Frankfurt konnte erneut mit der allerletzten Aktion des Durchgangs über Achter Etienne du Plessis punkten - der dynamische Achter brach gegen die müder werdenden Füchse-Defensive durch und sicherte den Frankfurtern dabei noch den Offensiv-Bonus.

 

Weitere Derby-Bilder von (c) Gerold Seufert-Chang

Schwere Verletzung sorgt für bitteren Nachgeschmack bei den Füchsen

Für Füchse-Coach Jens Steinweg ein am Ende frustrierender Nachmittag, wie er im Gespräch mit TR erklärt: „Allem voran war es ein großartiger Kampf von unseren Jungs, ohne Ausnahme.“ Der RKH-Trainer weiter: „Aber im Prinzip ist es wie geplant gelaufen. Wir haben sehr lange mitgehalten und die 80ziger wurden nervös. Leider konnten wir in der ersten Halbzeit die Führung nicht ausbauen, obwohl die Chancen durchaus da waren.“

Für beide Rhein-Main Teams geht es erst in zwei Wochen weiter - für Frankfurt 1880 gegen den TSV Handschuhsheim im direkten Duell um das Heimrecht im Halbfinale der Rugby-Bundesliga. Für den RKH im schlussendlich bedeutungslosen Spiel gegen die RGH, in der die Füchse aber eine aus ihrer Sicht tolle Saison positiv beenden wollen.

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