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Pokal-Viertelfinal-Vorschau: Final-Rematch am Harbigweg, 78 muss in Neckarsulm ran
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 22. Juni 2018

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Neckarsulm und Heusenstamm sind jeweils noch im Pokal vertreten, ohne dabei größere Titelambitionen zu hegen. Foto (c) Sperl

Es ist die Runde der letzten acht Teams im DRV-Pokal und abgesehen vom Bundesliga-Halbfinalisten Hannover 78 sind nur noch Vertreter der Bundesliga-Südstaffel im Wettbewerb vertreten. Selbst so kurz vorm möglichen Titelgewinn jedoch, wollen einige Teilnehmer immer nicht so richtig warm werden mit dem Wettbewerb, der nach der letzten Spielplanreform genau während der traditionellen Sommerpause ausgetragen wird.

In Neckarsulm findet am Samstag um 15 Uhr das einzige Duell Nord gegen Süd statt - die Sport-Union aus dem Dunstkreis des schwäbischen Heilbronn, die Mitte Mai die Süd-Staffel als Sechster beendet und mit einem Heimsieg über den Hamburger RC den Viertelfinaleinzug geschafft hatte, empfängt Nord-Meister Hannover 78. Dieser hatte sich mit nur 15 Mann an Bord beim RK 03 Berlin durchgesetzt und auch an diesem Samstag werden die Hannoveraner in Neckarsulm lediglich mit einer vollen Mannschaft, aber ohne Ersatzspieler antreten. „Doch wir werden 15 gute Mann an Bord haben“ wie Coach Benjamin Krause betont. Man wolle schon eine Runde weiterkommen, wie der ehemalige 78-Stürmer betont. Sonst wären die fünf Stunden Anreise sicher irgendwo auch verschwendet.

Die Gastgeber wiederum sehen sich gegen den Nord-Meister als „Außenseiter“, zumal der reguläre Trainingsbetrieb eigentlich gerade gar nicht stattfindet. In der letzten Woche habe es, so Trainer Mark Kuhlmann, gar kein Training gegeben und in dieser werde man sich nur mit einer einzigen Einheit vorbereiten. Antreten werde man, wie bereits gegen den HRC, mit einer durchmischten Mannschaft: Einige Stammkräften plus ein großer Teil Spieler aus der zweiten Mannschaft“, wie Coach Mark Kuhlmann gegenüber TR erörtert. Für die NSU-Fans wird derweil gesorgt sein - zum Pokal bieten die Unterländer ihrem Anhang ein verlockendes Angebot: Drei Bier bezahlen, vier Bier erhalten.


Viele Pokal-Teilnehmer sind alles andere als zufrieden mit der Terminierung des Wettbewerbs - NSU-Coach Mark Kuhlmann hat einen Vorschlag zur Reform für die kommende Spielzeit: „Als Vorschlag für die neue Saison, würde ich den Pokal im September beginnen lassen und an an Wochenenden nach einander die Halbfinalteilnehmer ermitteln lassen. Dann haben alle Mannschaften ein bis drei gute Testspiele und damit etwas mehr Vorbereitungszeit für die neue Bundesligarunde. Das Halbfinale und Finale kann man dann im Juni 2019 spielen. So machen es übrigens die Fußballer der unteren Klassen und das ist gar nicht Mal so dumm.“


Gute sechzig Kilometer weiter am Unterlauf des Neckar kommt es in Heidelberg zeitgleich zu einem Rematch des Bundesliga-Finales. Jedoch werden sowohl die RG Heidelberg, als auch der Heidelberger RK wenig mit denjenigen Mannschaften zu tun haben, die sich Anfang des Monats in Berlin ein tolles Duell um die Meisterschafts-Krone geliefert hatten. Der Heidelberger RK wird ohne einen Großteil seiner Leistungsträger in das Duell mit dem Nachbarn und Rivalen gehen - denn elf HRK-Recken treten bereits heute die beschwerliche und über 30-stündige Reise nach Samoa an. Die Mannschaft, so ist von Seiten des HRK zu hören, wird „eine punktuell verstärkte zweite Mannschaft sein“. Das war bereits im Pokal-Achtelfinale gegen Rottweil, lediglich sieben Tage nach dem Bundesliga-Finale, der Fall gewesen. 

Doch auch der Gast, die Orange Hearts von der anderen Straßenseite des Harbigwegs, werden stark geschwächt in dieses Duell gehen. Denn nur sieben Tage vor dem zweiten GPS-Turnier im französischen Marcoussis werden die DRV-VII-Stammkräfte Heimpel, Himmer, Haase, Dieckmann und Lichtenberg nicht zum Einsatz kommen. Auf Seiten der Gäste ist dieses Pokalspiel also ebenso eine Chance dem eigenen Nachwuchs eine Chance zu geben. Da der Achtelfinalgegner Germania List vor zwei Wochen abgesagt hatte befindet sich auch die RGH seit drei Wochen eigentlich im Sommerpausen-Rhythmus.

Noch schlechter ergeht es da den Frankfurtern von 1880, die nach sechs spielfreien Wochen und nachdem Achtelfinalgegner Luxemburg sein Pokal-Heimspiel gegen Frankfurt nur eine Woche nach dem gelungenem Aufstieg abgesagt hatte. Luke Mahoney, einer der beiden Frankfurter Coaches prognostiziert ein interessantes Spiel, nach einer dermaßen langen Pause zwischen den Spielen: „Wir werden unseren Jungs sagen, geht raus und habt einfach ein wenig Spaß auf dem Platz."

Nun müssen die 1880er beim TV Pforzheim ran, der nach der dem erstmaligen Verpassen der Playoffs seit dem Bundesliga-Aufstieg, auf die Verteidigung des Pokal-Titels drängt. Dessen Coach John Willis prognostiziert: „Das wird ein ganz schweres Spiel, aber im Pokal-Viertelfinale gibt es sowieso keine leichten Gegner mehr“. In der Bundesliga hatten sich beide Teams bis zum Saisonende ein Duell um den dritten Rang geliefert, mit dem besseren Ende für die Rhinos aus der Goldstadt. Nachdem man im Achtelfinale mit zahlreichen Spielern aus der zweiten Mannschaft locker und leicht 66:17 gewonnen hatte, werde man dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen verspricht der neuseeländische Erfolgscoach der Pforzheimer. Die Ankickzeit wurde am gestrigen Tag auf 14 Uhr vorgezogen.

In Handschuhsheim wiederum findet morgen um 17 Uhr das letzte Duell um den Pokal-Halbfinaleinzug statt: Die Löwen empfangen die Heusenstammer Füchse. Nachdem die Löwen in den vergangenen Tagen auf dem traditionellen Volksfest Kerwe im Nordheidelberger Stadtteil fleißig am Mannschafts-Zusammenhalt gearbeitet haben, gilt es nun wieder abseits des Platzes zu glänzen. Coach Gordon Hanlon hatte seinen Löwen die Marschroute vorgegeben: Der Pokalsieg ist das Ziel!

Beim Gast aus Heusenstamm ist man indes eher darauf fokussiert die Klasse zu halten. Denn in zwei Wochen steht für die Füchse noch das überlebenswichtige Relegationsspiel bei der Münchner StuSta an. Die Terminierung des Pokal-Halbfinales und des Endspiels jeweils eine Woche davor und danach dürfte den Füchsen nicht sonderlich gelegen kommen. Zudem haben die Heusenstammer mit einer „durchwachsenen“ Personallage zu kämpfen, wie es Coach Jens Steinweg formuliert. Immerhin gehe es um den erstmaligen Semifinaleinzug und in Topbesetzung traue man sich durchaus etwas zu gegen die Löwen, an diesem Wochenende jedoch werde es schwer.

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