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Pokal-Viertelfinale: Füchse erlegen Löwen, Neckarsulm knapp gegen 78, RGH gelingt Revanche
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Sonntag, 24. Juni 2018

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Zinzan Hees und die Füchse haben überraschend den TSV Handschuhsheim aus dem Pokal geworfen. Foto (c) Sperl

Die Pokal-Halbfinalisten stehen fest - in der Vorschlussrunde des zweitwichtigsten Vereinstitels der Rugby-Republik hat sich auch der letzte Nord-Vertreter verabschiedet. Lediglich Süd-Klubs befinden sich unter den vier Titel-Anwärtern.

Der RG Heidelberg gelang heute am späten Nachmittag die Revanche im Duell der dezimierten Bundesliga-Finalisten. Die Orange Hearts mussten auf der anderen Straßenseite ohne fünf ihrer DRV-VII-Asse verzichten, doch den Heidelberger RK traf es indes noch härter: Gleich elf Spieler des Klubs sind bereits in Samoa, um mit der DRV XV um den WM-Einzug zu spielen.


Auf dem künstlichen Grün des Ruderklubs entwickelte sich schnell ein munteres Spiel, bei dem die schnellen Gäste früh mit ihrem breiten Spiel Raumgewinn machen konnten. Der HRK, de facto eher die um einige Spieler der ersten Mannschaft verstärkte Reserve des Klubs, konnte selten das Tempo des Lokalrivalen mitgehen. Schon zur Pause lag der Gast mit 26:7 in Front und trotz zweier HRK-Versuche nach der Pause wurde das Ergebnis noch deutlicher. Am Ende stand ein 47:17 zu Buche, was die RG Heidelberg in eine mehr als ordentliche Ausgangslage bringen dürfte in Sachen Pokalgewinn. Auch wenn die Orange Hearts frühestens im Finale wieder mit ihrem starken Siebener-Kontingent rechnen dürfte.

Auf der anderen Neckarseite empfing derweil der Lokalrivale TSV Handschuhsheim die Heusenstammer Füchse. Zwar hatte man bei den Löwen seitens des irischen Coaches Gordon Hanlon Titelambitionen geäußert - jedoch hatte der TSV durch Verletzungen, urlaubsbedingte Ausfälle und nach dem TSV-Highlight abseits des Platzes, der Hendesser Kerwe, mit einigen Verlusten klarzukommen. Überraschend deutlich, erst recht angesichts der beiden klaren Löwen-Siege in der Bundesliga-Saison, setzten sich die Füchse im Lions-Park durch: 14:37 stand es nach 80 Minuten. 

Beim TSV lobte man ausgerechnet den Füchse-Sturm, der am Ende den Unterschied gemacht habe. RKH-Trainer Steinweg zeigte sich wenig überraschend zufrieden: „Das war ein sehr gutes Spiel. Da ist viel gelungen, außer dem Start. Da gab es nach dem Ankick gleich einen Versuch. Gedränge sehr stark, konnten auch Gegnerbälle gewinnen“. Dabei sah Steinweg seine Füchse in allen Belangen überlegen: „Wir waren auf allen Positionen überlegen. Halbfinale ist schon eine coole Sache, Mal schauen, wer der nächste Gegner ist. Jetzt würden wir auch gerne ins Finale.“

Bei den Füchsen stört man sich nicht an der Tatsache, dass man zwischen dem Halbfinale und dem Finale noch in die überlebenswichtige Relegation muss. Im Gegenteil, so bleibt man mehr als einen Monat nach Saisonende wenigstens im Rhythmus. Zudem ergab sich den Füchsen die Chance gleich vier Akteure aus dem zweiten Team beim Bundesliga-Südrivalen einzusetzen, darunter mit Lukas Biniak den mittlerweile dritten Biniak-Bruder im Team.

In Neckarsulm hat die NSU derweil auch ihr Viertelfinale gewinnen können. Nachdem die Unterländer bereits den Hamburger RC aus dem Wettbewerb gehauen hatten, musste nun mit Hannover 78 der letzte Nord-Vertreter dran glauben. Der Halbfinalist war, wie schon gegen den RK 03 im Achtelfinale lediglich mit 15 Mann angereist, doch dieses Mal sollte es knapp nicht zum Sieg reichen. Die Neckarsulmer, angeführt von den überragenden Carrizo und Schumacher, konnten sich mit 33:28 durchsetzen. NSU-Coach Mark Kuhlmann zeigte sich hocherfreut: „Es war ein offener Schlagabtausch. Beide Teams haben mit jedem Ball angegriffen. Unsere Bank hat das Spiel gewonnen.“ Nun werden die Neckarsulmer zwar noch mehr von ihrer Sommerpause opfern müssen, dafür winkt der erste nationale Titel und der Vereinsgeschichte.

Titelverteidiger und Mitfavorit: Der TV Pforzheim nach verrichteter Arbeit gegen Frankfurt

Der Titelverteidiger TV Pforzheim konnte sich indes souverän über den SC Frankfurt 1880 durchsetzen. Schon zur Pause hatten die Rhinos bei bestem Rugby-Wetter und, anders als im nur eine Autostunde nördlich gelegenen Heidelberg, bei Sonnenschein mit 39:12 klar vorgelegt. Auf schnellem Untergrund hatte die von Rob May angeführte Mannschaft vor allem auf den Außenpositionen ihre Vorteile - Simbabwe-Sprinter Tafadzwa Chitokwindo war von den Frankfurtern nicht unter Kontrolle zu bekommen. Zwar kamen die Frankfurter in Durchgang zwei noch einmal auf und nutzten einige Defensiv-Lücken der Rhinos, das 59:33 nach 80 Minuten spiegelt aber die Überlegenheit des Bundesliga-Dritten der abgelaufenen Saison im Süden wieder. Ohne den HRK im Wettbewerb wird man auch bei den Rhinos die Chance auf den erneuten Pokalgewinn erkannt haben und den Fokus in den kommenden drei Wochen auf den Wettbewerb lenken. 


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