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Basti Himmer entscheidet dramatisches Duell mit der letzten Aktion: Deutschland steht im Halbfinale
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Samstag, 8. April 2017

Es war ein Abnutzungskampf bis zur allerletzten Aktion, doch Deutschland ging am Ende siegreich vom Feld. Foto (c) Perlich
Es war ein Abnutzungskampf bis zur allerletzten Aktion, doch Deutschland ging am Ende siegreich vom Feld! Foto (c) Perlich

Es war ein Spiel auf Messers Schneide und das über die gesamte Spieldauer von 14 Minuten und darüber hinaus! Die Marge zwischen beiden Teams war nie größer, als ein Versuch. Hongkong wurde nach der blamablen Niederlage gegen Chile seiner Rolle als einer der Mitfavoriten auf den Gesamtsieg gerecht. Die Gastgeber spielten gegen unsere Siebener-Jungs auch genau, wie der gefährliche Gegner, für den man Hongkong vor dem Turnierstart gehalten hatte. Nachdem die deutsche Mannschaft gegen Ende der ersten Hälfte gleich mehrere Chancen liegen lassen hatte, schien sich das am Ende dieses unglaublich engen Spiels fast zu rächen. Hongkong drückte beim Stand von 7:7 und hatte es bereits tief in die deutsche 22 geschafft, als der DRV VII der entscheidende Konterstoß gelang.

 

Die ersten zwei Minuten des Spiels kamen einer Defensiv-Schlacht unserer Mannschaft gleich. Hongkong neutralisierte, wie über die gesamte Spieldauer hinweg, die deutsche bisher im Turnierverlauf bestehende Luftüberlegenheit und hatte über eine lange Phase hinweg den Ball. Die Gastgeber, unterstützt von den lautstarken Heimfans, war drauf und dran den ersten Versuch zu legen. Doch die deutsche Defensive hielt auch tief in der eigenen 22, weil unsere Jungs ein krachendes Tackle nach dem anderen setzen konnten. Dieses Durchhaltevermögen sollte sich auszahlen, da unsere Mannschaft mit dem Ball in der ersten Hälfte mehr anzustellen wusste, als die hochgehandelten Gastgeber.



DRV Sportdirektor Manuel Wilhelm: Es war ein verdammt schwieriges Spiel, Hongkong hatte natürlich mit dem Publikum den achten Mann hinter sich. Es war eine aufgeladene Atmpshäre, aber unsere Jungs haben es durchgezogen. Wir arbeiten seit vielen Jahren auf dieses Ziel hin. Wir sind wie im Vorjahr im Halbfinale, wollen aber morgen früh zumindest einen Schritt weiter, bestenfalls sogar zwei! Wir haben unsere gesamte Vorbereitung auf Hongkong ausgerichtet. Wir sind bisher zufrieden, wissen aber genauso, dass wir noch genau gar nichts erreicht haben. Nun haben wir einige angeschlagene Spieler. Unsere Physics und Docs werden Uberstunden schieben müssen und dann werden wir morgen um 06:30 deutscher Zeit wieder auf dem Feld stehen. Schaltet alle ein, die Jungs bekommen es mit wie viel Unterstützung sie von daheim haben! Dafür schon Mal Danke und bleibt dabei!

 

 



Sebi Fromm war es schließlich, der einen wichtigen Turnover der deutschen Mannschaft zum Mega-Sprint zur Linie nutzte. Sein Verfolger blieb ihm bis zur Linie auf den Fersen, doch der Dubliner Student konnte ganz außen zum ersten deutschen Versuch ablegen. Verbinder Fabian Heimpel gelang es dann die Erhöhung vom Seitenaus durch die Stangen zu jagen und wie wichtig dieser perfekte Dropkick werden würde, war erst am Ende des Spiels klar.

In der Schlussphase der ersten Hälfte war die DRV-Auswahl vom Trainergespann Shepherd Lane dann drauf und dran nachzulegen. Doch sowohl der Versuch eines Pakets nach einer Fünf-Meter-Gasse, als auch zahlreiche Phasen danach sollten ohne Erfolg bleiben. Als Phil Szczesny einen Straftritt nur Meter vor der Linie schnell anspielte, und es über selbige schaffte, ohne jedoch den Ball ablegen zu können war die erste Hälfte vorbei. Hongkong ging beim Stand von „nur“ 7:0 mit einem moralischen Sieg in die Pause.



Nationaltrainer Chris Lane: Es war ein guter Tag für uns. Wir hatten einen recht langsamen Start gegen Tonga. Im letzten Spiel haben wir dann noch Mal unsere Gefängnis-frei-Karte (Monopoly; Anm. der Redaktion) genutzt. Ich bin erst seit drei Monaten mit dieser Mannschaft unterwegs - aber was mir in der Zeit klar geworden ist - sie können Spiele zu jedem Zeitpunkt drehen! Genau darüber haben wir vor dem Spiel gesprochen und die Jungs haben es erneut geschafft. Was ich noch Mal betonen möchte: Die Jungs von der Bank haben richtig Druck gemacht, über das ganze Turnier hinweg und haben heute das Spiel entschieden. Vier Siege sind es, zwei fehlen noch!



Und tatsächlich kam Hongkong daraufhin mit deutlich mehr Selbstbewusstsein aus der Pause und dominierte in der Folge. Das Stadion erwachte langsam aus seiner Schockstarre und peitschte die Lokalmatadoren von nun an ohne Unterlass nach vorne. Steffen Liebig landete nach einem zurückgeklatschten Ankick äußerst unsanft und Hongkong arbeitete sich nach und nach den Weg in die deutsche Hälfte vor. Nach unzähligen Phasen in der 22 der DRV VII brach der Damm schließlich und Hongkong konnte mit weniger als zwei Minuten auf der Uhr ausgleichen. Die Gastgeber hatten nun Oberwasser und waren innerhalb von kurzer Zeit nach dem Ankick erneut in Ballbesitz.

 



Den in der Nordost-Ecke versammelten zahlreichen deutschen Fans trieb es die Sorgenfalten auf die Stirn. Nach mehreren erfolgreichen Befreiungsschlägen war Hongkong bei abgelaufener Spielzeit und ausgeglichenem Spielstand tief in Deutschlands 22 in Ballbesitz. Nur wenige Meter fehlten den in rot spielenden Gastgebern um den deutschen Traum von der World Series zu beenden. Doch in einem dramatischen Finish kam es anders, als sich das die zehntausende Heimfans gewünscht hätten.

 

Highlights: Deutschland-Tonga (nur aus Deutschland verfügbar)



Deutschlands Siebener-Auswahl erkämpfte sich in einem offenen Gedränge einen Straftritt und der kurz zuvor eingewechselte Basti Himmer schaltete am schnellsten. Nachdem er schnell angespielt hatte, gelang dem RGH-Speedster ein 80-Meter-Lauf für die Geschichtsbücher! Hongkong ist ein gutes Pflaster für den gebürtigen Hannoveraner und der Sportsoldat hatte sogar noch die Nerven unter die Stangen zu laufen, obwohl sein Versuch den Sieg bereits besiegelt hatte!

Für die DRV VII geht es nun morgen um 6:30 deutscher Zeit weiter. Gegner dann wird die Auswahl Chiles sein. Eben jene Mannschaft, die Hongkong mit 31:0 in der Gruppenphase geschlagen hatte.

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