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Deutschlands Siebener-Nationalmannschaft: Die Road to Hong Kong führt über Portugal
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Donnerstag, 23. März 2017

Unsere Siebener-Jungs nach den drei siegreichen Spielen gegen den alten GPS-Rivalen Portugal
Unsere Siebener-Jungs nach den drei siegreichen Spielen gegen den alten GPS-Rivalen Portugal

Das in bereits 15 Tagen anstehende World-Series-Quali-Turnier im Rahmen der weltberühmten Hong Kong Sevens - es wird im Hinterkopf aller 17 im Trainingslager im portugiesischem Figueira da Foz anwesenden Siebener-Nationalspielern sein. Das extrem harte Pensum mit drei Trainingseinheiten pro Tag lässt sich so sicherlich leichter ertragen, doch genausowenig hat keiner der Anwesenden seinen Platz im Flieger nach Hongkong sicher. Die einfache Gleichung lautet: Nur 12 Spieler + 1 Ersatzmann von anwesenden 19 noch im Rennen befindlichen Kandidaten wird ein Ticket ergattern können. Dementsprechend groß ist der Trainingseifer an der Atlantik-Küste, ohne dass dabei die kollegiale Stimmung in der deutschen Mannschaft darunter leiden müsste.


Für DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm ist die Zielsetzung des Camps eindeutig: „Wir wollen Portugal mit absoluter Klarheit darüber verlassen, was wir in Hongkong erreichen wollen.“ Dabei stehe in erster Linie die Arbeit an technischen und taktischen Aspekten bei den zahlreichen Trainingseinheiten im Vordergrund. Diesbezüglich wird nach dem Trainingslager in Portugal nicht mehr viel Arbeit möglich sein, da es dann laut Wilhelm vor allem darum gehen wird, die selektierten Spieler so fit wie möglich in den Flieger nach Hongkong und danach in das Turnier selbst zu bekommen.

 

Konkurrenzkampf, Kombinationen und drei Einheiten am Tag

Nationaltrainer Chad Shepherd ergänzt gegenüber TotalRugby, dass man im Trainerteam die Möglichkeit nutze, im Portugal-Camp verschiedene Kombination auszutesten. Gleichzeitig sei der Fokus aber ebenso auf „den individuellen Rollen und Verantwortlichkeiten der DRV VII Spieler.“ Die gestrigen Testspiele gegen den Rekord-Europameister Portugal - die deutsche Mannschaft konnte alle drei Partien für sich entscheiden - seien dahingehend sehr hilfreich gewesen. Die deutsche Mannschaft trat in allen drei Begegnungen jeweils mit veränderter Aufstellung auf und Shepherd und seinem Kollegen Lane bot sich dadurch die Chance „zu sehen wie unsere Jungs auf wechselnde Umstände und Szenarien reagieren, die denen in Hongkong durchaus ähneln können.“ Das Ergebnis der Testspiele sei schlussendlich egal, auch wenn die errungenen Siege natürlich erfreulich seien.

Sein Trainerkollege Chris Lane schlägt derweil in die gleiche Kerbe: „Wir werden die kommenden Tage nutzen, um zu sehen welche Kombinationen am besten funktionieren, sowie zu analysieren welche Spieler unsere Spielidee am besten verstehen und umsetzen.“ Besonders die verbesserte Tiefe, die sich im DRV-Team in den letzten 12 Monaten seit der letzten Hongkong-Teilnahme entwickelt habe, wurde vom australischen Siebener-Experten hervorgehoben. Die hinzugekommenen Fünfzehner-Spieler, aber auch signifikante Steigerungen bei den Veteranen im Kader hätten das Niveau der deutschen Mannschaft erhöht. Dementsprechend schwer werde es für Chad Shepherd und ihn selbst den finalen Zwölfer-Kader auszuwählen. Beide Trainer achten dabei genau darauf, welcher Spieler in Hinblick auf das große Ziel World-Series Qualifikation am meisten anzubieten habe.

Bis zum Sonntag stehen den deutschen Siebener-Jungs noch jeweils täglich zwei Feld-Einheiten, sowie weitere Arbeit im Fitness-Studio bevor, in denen sie sich dem Trainerteam anbieten können. Um dabei das aufgrund der hohen Trainingsintensität nicht zu verachtende Verletzungsrisiko zu minimieren, steht den Siebener-Jungs dabei nach jeder Einheit ein unangenehmes Eisbad bevor. Nach der Rückkehr zum Stützpunkt Heidelberg bleiben der Mannschaft vor Ort nur noch 5 Trainingstage, bis zum Abflug in die asiatische Welt-Metropole.

 

 

Personalsituation: Liebig vor Blitzgenesung, Biniak fraglich, Jaco Otto raus

In Sachen Personal gab es für das Trainerteam indes sowohl gute als auch schlechte Nachrichten. Steffen Liebig, der sich im Training an der Achilles-Sehne verletzt hatte, konnte nach hervorragender Reha-Arbeit am Olympia-Stützpunkt Rhein-Neckar bereits am heutigen Donnerstag wieder ins Lauftraining einsteigen. Damit stehen die Chancen den hochgeschossenen Stürmer in Hongkong zu sehen deutlich. Indes hat sich ein weiterer Stürmer - Tim Biniak - nach einer Gasse am Knöchel verletzt. Das Ausmaß der Bänderverletzung wird genau beobachtet, doch zumindest steht damit ein Fragezeichen hinter der Nominierung des Heusenstammer Sportsoldaten. Sportdirektor Wilhelm sieht Biniak als wichtigen Spieler im Kader der DRV VII, erwähnt aber zugleich, dass man mittlerweile in der komfortablen Situation sei, Alternativen zur Hand zu haben, sollte Biniak tatsächlich ausfallen. Jaco Otto dagegen steht definitiv nicht für Hongkong zur Verfügung. Das Fünfzehner-Sturm-Ass benötigt nach der schweren Gehirnerschütterung im Russland-Spiel und einer schweren REC-Saison nun eine längere Auszeit.

 

 

 

DRV VII Spielansetzungen in der Gruppenphase

Indes wurden in Hongkong die genauen Spielansetzungen für die Gruppenphase des World Series Qualifier-Turniers bekanntgegeben. Für deutsche Rugby-Fans heißt es, am Freitag Vormittag im Büro jeweils zwei Mal eine etwa 20-minütige Abwesenheit und eventuelle Lärmbelästigung der Kollegen anzukündigen.

Freitag 7. April

Deutschland - Jamaika - 13:06 Lokalzeit (07:06 deutscher Zeit)

Deutschland - Uganda - 16:04 Lokalzeit (10:04 deutscher Zeit)

Samstag 8. April

Deutschland - Tonga - 10:06 Lokalzeit (04:06 deutscher Zeit)

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