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Bilanz bei den Dubai 7s: Gute Leistungen aber viel zu wenig Konstanz
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Montag, 3. Dezember 2018

Anjo Buckman wird mit dem Ball in der Hand von hinten getacklet.
Geglänzt, gestrauchelt, insgesamt zu wenig Konstanz gezeigt. Die Bilanz der DRV VII nach den Dubai 7s. Foto (c) Perlich

Nach einer großartigen Vorstellung an Tag eins der Dubai 7s (Bericht), fällt das Fazit im DRV-Camp zum Abschluss des weltberühmten Turniers in der Wüste ernüchternder aus. Zu wenig Konstanz, so lautet das Urteil im Trainerteam der DRV VII. Noch sind es gute vier Monate bis zu den Hong Kong 7s - Zeit genug, um an diesem Manko zu arbeiten und dabei bekommt das Nationalteam bald wichtige Verstärkung.

Die Stimmung beim Abflug der deutschen Mannschaft, noch am späten Samstag Abend, wenige Stunden nach dem ernüchternden Ende des zweiten Tages bei den Dubai 7s, war bedrückt. Zwar hatte man vor dem Abflug in das Wüsten-Emirat betont, dass die Ergebnisse beim parallel zur World Series stattfindenden Einladungsturnier zweitrangig seien, dennoch überwog ob der gezeigten Leistungen in der Platzierungsrunde Ernüchterung. Das erhoffte Finale im mit 50.000 Zuschauer ausverkauften Hauptstadion, sowie das Duell mit Irland fiel flach.

Nach drei Siegen in der Gruppenphase zum Auftakt des Turniers, darunter gegen den Vorjahressieger und späteren Finalisten Südafrika B, folgte ein aus deutscher Sicht schlussendlich nicht zufriedenstellender sechster Platz - eine Niederlage im Viertelfinale gegen die französischen Froggies, ein knapper Sieg gegen das französische Militär sowie eine weitere Niederlage im Spiel um Platz fünf waren die Resultate. 

„Es war ein sehr ernüchternder zweiter Tag - wir sind in altem Schemen verfallen und haben die Gegner zum Teil nicht ernst genommen“, so die Analyse von Co-Trainer Clemens von Grumbkow, der seine Enttäuschung nicht verbergen konnte. Insgesamt habe man, so der ehemalige Kapitän beider DRV-Nationalteams, die „schlechteste Leistung der letzten Jahre“ abgeliefert: „Wir haben Chancen vergeben, es hat einfach nichts gepasst!“ Selbst der Sieg im Plate-Halbfinale sei spielerisch gesehen keine zufriedenstellende Leistung gewesen.

 

 

Vor allem gegen unstrukturiert spielende Gegnern habe man sich schwer getan, so von Grumbkow analysierend. Zudem habe in erster Linie die Konstanz gefehlt. In den kommenden Wochen wird es für das deutsche Team, so viel dürfte klar sein, viel zu tun geben. Auf der Südamerika-Tour, wo die DRV VII in Uruguay und Chile wieder die beiden hochwertig besetzten Turniere der Südamerika-Serie absolvieren wird, werde es auch darum gehen, an beiden Turnier-Tagen konstant Leistung zu zeigen.

Die beste Nachricht, neben dem dritten Platz der deutschen U-19 in Dubai, aus deutscher Sicht war, dass man weiter an der Breite des Kaders arbeiten konnte. Mit Manasah Sita und Henrik Meyer sind zwei Neulinge ins Team integriert worden - Sebastian Fromm und Leon Hees wurden nach langen Verletzungspausen zurück ins Team begrüßt.

Deutschlands Gruppengegner vom ersten Tag, der Südafrika-Nachwuchs, hat es in Dubai übrigens trotz der Niederlage gegen die deutsche Mannschaft noch bis ins Finale geschafft - wo die jungen Blitzbokke ebenso wie gegen unsere Jungs mit einem Versuch gegen Irland verlor. Das zeigt zum einen, dass unsere Jungs spielerisch das nötige Potenzial haben. Zum anderen aber auch, dass sie es aber nicht immer abrufen können.

Um daran zu arbeiten, hat die Siebener-Mannschaft nun Verstärkung erhalten. Kieran Lees, der bereits unsere Fünfzehner-Nationalmannschaft in der Marseille-Vorbereitung betreut hat, wird nun bis zu den Hong Kong Sevens mit der DRV VII arbeiten. Der Engländer hat als Sportpsychologe reichlich Erfahrung in diesem Bereich und wird dem Team bei der mentalen Vorbereitung auf das so wichtige Event unterstützen. Denn im vierten Anlauf soll es endlich klappen mit dem Sprung auf die Sevens World Series der fünfzehn weltbesten Teams.

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