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TR-Interview mit Ex-England-Stürmer und DRV-XV-Berater Mouritz Botha
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 17. November 2017

Mouritz Botha lief zehn Mal im Trikot Englands auf und wurde mit den Saracens englischer Meister - nun hilft er im Coaching Setup der DRV XV
Mouritz Botha lief zehn Mal im Trikot Englands auf und wurde mit den Saracens englischer Meister - nun hilft er im Coaching Setup der DRV XV

Es ist erst einige Wochen her, da konnte die WRA äußerst prominente Verstärkung für ihr Trainer-Team verkünden: Ex-England-Stürmer Mouritz Botha steht der DRV XV als Sturm- und Gasse-Coach als Berater zur Seite. Der zehnmalige Nationalspieler Englands, der mit den Saracens Premiership-Sieger wurde, hatte erst im August hatte sein Karriere-Ende verkündet. Wir haben uns mit dem 1,98 m großen Blondschopf über seine neue Roll bei der Nationalmannschaft und ihre Chancen gegen die USA und in der WM-Quali unterhalten.

TotalRugby: Hallo Mouritz, erst einmal vielen Dank dafür, dass du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass du im Trainer-Team der deutschen Nationalmannschaft mitwirkst nachdem du dein Karriereende erst im August verkündet hast?

Mouritz Botha: Ich war schon eine Weile mit Nationaltrainer Kobus Potgieter im Kontakt. Ich wollte Erfahrung im Trainer-Bereich sammeln. Bei meiner letzten Profi-Station, den Newcastle Falcons in der Premiership, habe ich mit Sebastian Ferreira gespielt. Durch ihn ist der Kontakt zustande gekommen. Aber ich hatte die Entwicklung der deutschen Mannschaft schon vorher verfolgt.

Justin Melck ist ein alter Freund von mir, wir haben zusammen bei den Saracens gespielt. Ich habe ihn damals auf die Idee gebracht für Deutschland zu spielen, „das wäre doch eine tolle Sache“ habe ich ihm gesagt. Seitdem habe ich die deutschen Resultate und die Fortschritte, die die Mannschaft gemacht hat, ziemlich genau verfolgt.

Kurz bevor ich dann im Sommer selbst den Entschluss gefasst habe meine Karriere zu beenden, habe ich mit Kobus gesprochen. Die Ambition zur WM zu wollen hat mich beeindruckt. Ich bin dann während der Stade Français Trainingswoche in Heidelberg gewesen, das hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe mich dann mit Robert Mohr unterhalten und diese Position übernommen.

TR: Was sind deine Hauptaufgaben im Coaching-Team der DRV XV?

MB: Ich wurde dafür engagiert die Defensive zu managen. Wir haben da sehr viel Arbeit investiert, genauso in unsere Exit-Strategie. Effizient und strukturiert aus der eigenen 22 herauszukommen. Darüber hinaus die Gasse, was ein weiterer Schlüssel zum erfolgreichen Spiel ist. Wenn deine Gegner keine Versuche erzielt ist es natürlich einfacher zu gewinnen.

Letzte Woche gegen Brasilien war unsere Gasse hervorragend und hoffentlich können wir da in dieser Woche ähnliches hinbekommen. Unsere Exit-Strategie wird hoffentlich wieder gut funktionieren und genauso können wir die Amerikaner hoffentlich unter Druck setzen, wenn sie aus ihrer 22 herausmüssen.

TR: Heißt das, du wirst unsere Nationalmannschaft auch im Frühjahr bei der Rugby Europe Championship betreuen?

MB: Hoffentlich, das ist zumindest der Plan!


TR: Wo siehst du die deutsche Nationalmannschaft gerade sportlich?

MB: Wir können sehr froh sein, dass es die Wild Akademie gibt, so dass die Spieler zusammen trainieren und spielen können und zwar das ganze Jahr über hinweg. Das ist ein Luxus, den viele andere Nationalmannschaften nicht haben. Dr. Wild hat Großartiges für das deutsche Rugby getan und die Fortschritte gehen auf sein Engagement zurück.

TR: Was traust du den deutschen Jungs noch zu? Mit Blick auf die REC im Frühjahr und damit die schwierige WM-Quali?

MB: Der Grund warum ich die ganze Sache gemacht habe ist, weil ich Deutschland helfen möchte es zur WM zu schaffen - das ist mein Ziel. Vorher muss noch verdammt viel Arbeit getan werden, aber das ist Ziel ganz klar. Nach der Rugby Europe Championship analysieren wir und blicken dann weiter in die Zukunft.

TR: Mit Blick auf das Spiel morgen gegen die USA, wie siehst du unsere Chancen und was für eine Herausforderung wird das für die Jungs?

MB: Die USA sind natürlich im World Rugby Ranking ein gutes Stück vor uns und das auch zurecht. Die Amerikaner spielen sehr regelmäßig gegen hochklassige Gegner und sie sind dieses hohe Niveau dadurch auch viel eher gewohnt. Wir freuen uns aber natürlich auf diese Herausforderung. Die Mannschaft ist sehr gut vorbereitet und hoffentlich schafft sie eine Leistung abzuliefern, die für die Rugby-Welt ein weiterer Schock wäre.

Botha war während seiner Karriere für seine Hits bekannt, doch wen im deutschen Team hält er für den besten Tackler?

TR: Zum Abschluss würden wir dich noch um eine persönliche Einschätzung bitten - du warst während deiner Karriere für deine krachenden Hits bekannt. Wer ist jetzt deiner Meinung nach der beste Tackler im deutschen Team?

MB: Ich würde sagen Samy Füchsel. Er hat die Veranlagung dazu, er hat ja Mal als Innen gespielt und liest das Spiel hervorragend. Um einen richtigen Hit zu setzen muss man vor allem Defensiv-Situationen gut lesen können und das macht Samy wirklich sehr gut.

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