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Sechs Talente zum Lernen nach Südafrika
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Geschrieben von Claus-Peter Bach   
Freitag, 20. Februar 2009

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6 Spieler sind bereits in der Sharks Academy eingetroffen

Anfang dieser Woche sind die ersten von 15 ausgewählten deutschen Rugby-Talenten nach Südafrika geflogen, um für mehrere Monate am Ausbildungsprogramm der Natal Sharks in Durban teilzunehmen.

Die Spieler sollen ihre Fähigkeiten im täglichen Training mit den Spitzenspielern des Weltmeisters Südafrika und der Natal Sharks zu verbessern, die im Super-14-Turnier der südlichen Hemisphäre gegenwärtig den siebten Platz belegen. Ein bedeutender Lehrer an der Natal Sharks Academy ist der frühere deutsche Nationalspieler Hans Scriba.

Tobias Apelt (RK Heusenstamm), Steffen Horn (RG Heidelberg) und Dominic Rothfuchs (TSV Handschuhsheim) bleiben bis zum 1. Juli in Durban, Steffen Liebig (Heidelberger RK) und Jacob Scheurich (SC Neuenheim) bis zum 1. September und Anjo Buckman (TSV Handschuhsheim) sogar bis zum 1. November. Im März folgen mit Benjamin Ulrich (RK 03 Berlin), Alexander Metz (TSV Handschuhsheim) und Lukas Hinds-Johnson (Hamburger RC) drei weitere Spieler, Ende Juli besteigen mit Tonio Krüger (TSV Handschuhsheim), Marvin Dieckmann (Hannover 78), Christoffer Kopp (Hannover 78), Mathias Marin (Heidelberger RK), Bastian Himmer (RG Heidelberg) und Timo Vollenkemper (Wiedenbrücker TV) sechs weitere Spieler das Flugzeug nach Südafrika. Alle Spieler sind zwischen 18 und 21 Jahren alt und gehören den Nationalkadern U21, U19 und U18 des DRV an.

Das Austauschprogramm mit der Natal Sharks Academy ist ein besonders wirksamer Teil des zwischen dem DRV und der Wild Rugby Academy (WRA/Heidelberg) beschlossenen Ausbildungsprogramms zur gezielten Verbesserung besonderer Talente in den Nachwuchs-Nationalteams. Die Auswahl dieser Spieler treffen DRV-Bundestrainer Peter Ianusevici (Bochum) und WRA-Sportdirektor Murray Archibald im Einvernehmen mit den Vorständen und Trainern von deren Vereinen.

Ziel des gesamten Ausbildungsprogrammes von DRV und WRA ist die Stärkung der Leistungsspitze im deutschen Rugby mit dem Ziel, 2015 mit der deutschen Nationalmannschaft an der WM-Endrunde teilzunehmen. Dazu werden die besten Spieler der gegenwärtigen Herren-Nationalmannschaft und die besten Talente aus der U21, U19 und U18 benötigt. Zur Vorbereitung darauf wird ab der Saison 2011/12 eine deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaft (U23) unter der Bezeichnung “Wild Titans” am European Challenge Cup (ECC) teilnehmen. Dieses tun die Nachwuchs-Nationalteams von Rumänien (unter der Bezeichnung “Bukarest”) und Portugal schon seit geraumer Zeit. Spanien, Russland, Georgien und Deutschland werden bis 2011 mit ihren Akademie-Auswahlen folgen.

Da in diversen Internet-Foren hierzu immer wieder Fragen gestellt und Merkwürdigkeiten verbreitet werden, sei klar festgestellt: Die für die “Wild Titans” ausgewählten Spieler sind und bleiben Spieler ihrer Vereine in der Bundesliga und 2. Liga und sind Nationalspieler des DRV. Die “Wild Titans” spielen ab 2011/12 im ECC in den Monaten November und Dezember sechs Vorrundenspiele und im Januar und Februar (hoffentlich) weitere vier Spiele. Der Bundesliga-Spielbetrieb wird hiervon nur marginal berührt. Es ist also barer Unsinn zu vermuten oder zu unterstellen, WRA oder “Wild Titans” würden die Vereine ihrer besten Spieler berauben oder die Vereine schädigen.

Alleiniges Ziel der WRA ist die Stärkung des deutschen Rugbys in engster Zusammenarbeit mit dem DRV-Präsidium und dem Bundestrainer. Unter diesem Aspekt steht auch die Unterstützung, die der DRV für die Herren-Nationalmannschaft, die U21 und die U19 von der Firma Wild und der WRA erhält und ohne die Hochleistungssport im deutschen Rugby angesichts der Kostenexplosion längst nicht mehr möglich wäre.

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