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1. Bundesliga 2011/2012
Spielbericht - 11. Spieltag

Samstag, 06. Dezember 2008 - 14:30 Uhr
DRC Hannover Heidelberger RK

DRC Hannover

Heidelberger RK


11


15


Zuschauer: 150 Schiedsrichter: Frank Frederking


Startaufstellung
Ein- / Auswechslungen
40' ausgewechselt Gehrke, Harmen (Zweite Reihe)
eingewechselt McGee, Andy (Zweite Reihe)
70' ausgewechselt Pausch, Sven (Dritte Reihe )
eingewechselt Yesik, Hüseyin (Zweite Reihe)

Ereignisse


    Zusammenfassung

    Bericht aus Sicht des HRK:

    Hätte jemand vor dem Spiel prophezeit, dass der Klub in Hannover mit einem 15:11 Sieg zufrieden sein muss, wäre er sicherlich von dem ein oder anderen etwas belächelt worden. Zu zielstrebig agierte der HRK in dieser Saison – mit der besten Verteidigung der Liga und dem neben Frankfurt wohl angriffslustigstem und schnellstem Angriffsrugby überzeugte der HRK in den vergangenen Spielen auch seine schärfsten Kritiker. Doch manchmal kommt eben alles anders als man denkt und als der Unparteiische Frederking pünktlich um 14.30Uhr das Spiel anpfiff ahnte noch niemand, dass dem HRK das wohl härteste und knappste Spiel der Saison bevorstehen sollte. Es dauerte einige Minuten, bis sich beide Mannschaften mit dem rutschigen Geläuf an der Beeke angefreundet hatten. Die ersten Minuten dominierten Unsicherheiten auf beiden Seiten die Partie, der HRK hatte jedoch mehr Spielanteile. So war es Pretorius, der nach knapp einer Viertelstunde den HRK per Strafkick mit 3:0 in Führung brachte. Die Angriffe des HRK wurden immer wieder von der stark verteidigenden Hannoveraner Mannschaft gestoppt und die vom HRK gewohnten gefährlichen, weiten Passangriffe waren aufgrund der Verhältnisse kaum umzusetzen. Dies kam dem DRC natürlich entgegen, der mit seinem kompakten Sturm ein ums andere Mal den HRK nach hinten drängen konnte. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass der DRC seinen ersten und einzigen Versuch an diesem Tage nach einem sauberen Aufbruch vom Gedränge durch die Nr.6 Laveta Matanisiga erzielen konnte. Die Erhöhung misslang.

    Die Führung des DRC schien nun endlich der Weckruf für den bis dahin glücklosen agierenden Tabellenzweiten zu sein. Man besann sich endlich auf seine Stärken und das Spiel wurde durch den wieder bestens aufgelegten Gedrängehalb Christoffer Neureuther schneller geöffnet. Der Spielführer des „Team Capri Sonne“, Frederick Potgieter, war es dann, der den ersten Versuch für den Klub an der Eckfahne nach Vorarbeit von Andreas Kerber erzielen konnte. Die Erhöhung misslang und so ging der HRK wieder mit 8:5 in Führung.

    Nur wenige Minuten später war es dann Steffen Liebig, der nach einer schnellen Pass Stafette die Überzahl herstellte und an der Eckfahne ins Malfeld eintauchen konnte. Die Erhöhung von ganz außen war für Pretorius kein Problem und nach einem verwandelten Straftritt durch den DRC Kicker Alexander Luft ging es mit dem Stand von 15:8 in die Halbzeitpause.

    Die zweite Halbzeit begann der Klub zunächst druckvoll, doch dann brachen für die HRK Stürmer die wohl härtesten 30 Minuten ihres Rugby Lebens an. Nach wiederholtem Abseits sah Andreas Kerber die Gelbe Karte und mit Überzahl drückt der DRC nun mit aller Macht auf den Ausgleich und setzte sich für mehr als 20 Minuten in der 22 des HRK fest. Ein ums andere Mal rollte der DRC mit seinem gefürchteten Sturmspiel auf das Malfeld des Klubs zu, doch jedes Mal war die bärenstarke Verteidigung des HRK zur Stelle – es waren jedes Mal nur Zentimeter, die den Klub vor dem Anschlussversuch des DRC bewahrten. Als glücklicher Umstand erwies sich dann letztendlich, dass der DRC mit Biegen und Brechen einen Versuch erzielen wollte. Hätte der DRC die zugesprochenen Straftritte konsequent genutzt (nur ein Straftritt wurde zu den Stangen gesetzt und verwandelt), wer weiß wie das Spiel dann ausgegangen wäre – so war es dann jedoch der HRK, der sich aus der Umklammerung befreien konnte und die letzten Minuten das Spiel tief in der DRC Hälfte routiniert zu Ende brachte.

    Hervorzuheben wäre auf Seiten des DRC der starke Nationalspieler Benjamin Danso, der oftmals erst von mehreren Spielern gestoppt werden konnte und immer für Gefahr sorgte. Der HRK hingegen darf sich vor allem bei seinen eisern verteidigenden Stürmern bedanken – allen voran Carlo Schmidt und Julio Rodriguez sowie Braam Pretorius auf der Verbinderposition verteidigten fehlerlos.

    Es bleibt festzuhalten, dass der DRC in dieser Form wohl für so manche Mannschaft noch ein echter Stolperstein werden kann – Hannover ging von Anfang an volles Risiko und griff mit so gut wie jedem Ball an, auch aus der eigenen 22m Zone. Wenn dann auch noch die schwierigen Witterungsbedingungen, die ihrer Spielweise sicherlich mehr entgegen kamen als den HRKlern, mitspielen, dann wird der DRC aus Hannover noch ein gehöriges Wörtchen mitsprechen im Kampf um den Klassenverbleib.

    Der HRK hingegen kann mit dem errungenen Sieg zufrieden in die lange und dringend benötigte Winterpause gehen, solch ein Spiel hätte man wahrscheinlich zu Beginn der Saison noch verloren. Doch der große Zusammenhalt innerhalb des Teams und die Sprünge, die einige Spieler innerhalb der Saison gemacht haben, stimmen zuversichtlich für die Zukunft der jungen Mannschaft. Platz 2 nach der Hinrunde ist sicherlich mehr als alle erwartet haben und nun gilt es die Winterpause zu nutzen, um sich nach einer ausreichenden Erholung konzentriert auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.



    Bericht von TotalRugby:

    Der Tabellenletzte DRC Hannover hat nur auf Grund eines abgepfiffenen Vorteils die große Überraschung gegen den Heidelberger RK verpasst und unterliegt an der Beeke nach großem Kampf mit 11:15 gegen den Tabellenzweiten. Für ihren großen Kampfgeist wurden die Grünen zumindest mit einem Defensivbonuspunkt belohnt.



    Bei typischem Hannoveraner Wetter ließen die Grünen den Tabellenzweiten nie richtig zur Entfaltung kommen, indem sie die Gäste permanent unter Druck setzten. Lohn der Mühen war ein Versuch durch Dritte Reihe Stürmer Matanisinga. Am Ende wäre aber sogar noch mehr drin gewesen für die stark abstiegsbedrohten Gastgeber, Schiedsrichter Frederking pfiff einen Vorteil der Grünen etwas zu früh ab und verhindert somit einen sicher geglaubten Versuch. Trotzdem waren an der Beeke nach dem Abpfiff vorwiegend muntere Gesichter zu sehen, machten doch die gezeigten Leistungen Mut und weckten bei den etwa 100 DRC Anhängern, die bei bitter kalten Temperaturen den Weg nach Ricklingen gefunden hatten – unter ihnen auch Nationaltrainer Rudolf Finsterer, der extra zur Spielerbeobachtung von Heidelberg nach Hannover gereist war – die berechtigte Hoffnung auf eine Wiederholung des “Wunders von der Beeke”. Jetzt gilt es, den Schwung mit ins neue Jahr zu nehmen, um endlich den ersten Saisonsieg zu verbuchen.

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