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Die größten Rugby-Wettbewerbe der Welt
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Geschrieben von Rugbyfan   
Donnerstag, 8. Juli 2010

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Die größten Rugby-Wettbewerbe der Welt

Im deutschsprachigen Raum ist Rugby eine klare Randsportart. In anderen Teilen der Welt sieht dies ganz anders aus. Besonders beliebt ist Rugby in Australien, Neuseeland, Argentinien, Südafrika, Großbritannien und Irland.

Rugby-Weltmeisterschaft

Bei der Weltmeisterschaft treten alle vier Jahre die 20 besten Nationalmannschaften gegeneinander an. Die nächste Rugby-WM wird vom 1. Oktober bis zum 13. November 2027 in Australien ausgetragen, vier Jahre später geht es für die besten Spieler der Welt in die USA. Zunächst wird in einer Gruppenphase gespielt, danach in einem K.O.-System. Neben Olympia ist die Weltmeisterschaft das wichtigste Turnier der internationalen Rugby Union. Die 20 Teilnehmer setzen sich aus den Top 3 jeder Gruppe der vorherigen WM- und regionalen Qualifikationsturnieren zusammen. Ab der kommenden Weltmeisterschaft wird die WM auf 24 Teams aufgestockt.

Aktueller Weltmeister sind die Springboks aus Südafrika. Im Finale des Rugby World Cups 2023 in Frankreich konnte Südafrika Neuseeland mit 12:11 schlagen. Dadurch sind die Springboks mit vier WM-Titeln alleiniger Rekordweltmeister vor Neuseeland mit drei Titeln. Kein Wunder, dass sich einige der 5 bemerkenswertesten Rugby-Momente aller Zeiten bei Weltmeisterschaften abspielten.

Six Nations

Beim Six Nations Turnier treffen jedes Jahr zwischen Februar und März die besten sechs europäischen Nationalmannschaften direkt aufeinander. Das Six Nations kann auf eine lange Tradition zurückblicken, schon im Jahr 1883 wurde es erstmals unter dem Namen „Home Nations Championship” ausgetragen. Damals waren bereits England, Schottland, Wales und Irland dabei. Im Laufe der Jahre kamen Italien und Frankreich dazu.

Pro Sieg erhalten die Mannschaften 4 Punkte und bei einem Unentschieden 2 Punkte. Zudem gibt es einen Bonuspunkt für eine Niederlage mit weniger als sieben Punkten Unterschied. Der Modus ist recht einfach erklärt, denn jede Nation spielt einmal gegen jeden. Sollte ein Team alle fünf Spiele gewinnen, sprechen wir von einem „Grand Slam“. Die Spiele sind meist restlos ausverkauft und finden in den ganz großen Stadien wie dem Stade de France, dem Stadio Olimpico oder dem Aviva Stadium statt. Auch die TV-Quoten in den teilnehmenden Ländern sind gigantisch gut.

Die Rugby-Championship

Rugby Championship ist das größte Rugby-Turnier der Südhalbkugel-Teams. Neuseeland, Südafrika, Australien und Argentinien spielen den Meister des Südens aus. Genau wie beim Six Nations erhalten die Teams für einen Sieg 4 Punkte und für ein Unentschieden 2 Zähler. Los ging es im Jahr 1996 unter dem Namen „Tri Nations”. Damals mit Neuseeland, Australien und Südafrika, 2012 wurde Argentinienaufgenommen und die moderne Rugby Championship entstand. Die Mannschaften duellieren sich einmal im Jahr zwischen August und Oktober. Dabei spielt jeder zweimal gegen jeden, sodass jedes Team insgesamt auf sechs Spiele kommt. Genau wie bei der europäischen Variante gibt es bei einer Niederlage mit höchstens 7 Punkten Unterschied einen Extrapunkt.

Spielerisch unterscheidet sich die Rugby-Championship vom Six Nations. Die Mannschaften spielen körperlicher und weniger taktisch. Das macht es für den Zuschauer häufig interessanter. Zuletzt konnte Südafrika zweimal in Serie gewinnen, davor war Neuseeland zwischen 2020 und 2024 Serienmeister.

English Premiership

Die englische Premiership ist die höchste Rugby-Liga in England und zählt zu den besten nationalen Ligen der Welt. Seit 1995 spielen die 10 Klubs auf Profi-Ebene Rugby. Traditionsteams wie die Leicester Tigers, Bath Rugby oder die Northampton Saints zählen zu den ältesten Rugby-Vereinen überhaupt. Jeder Verein spielt in einer Saison zweimal gegen jeden, klassisch in Hin- und Rückspiel. Die besten vier der Hauptrunde-Tabelle qualifizieren sich im Anschluss für die Play-offs. In einem feierlichen Finale im Twickenham Stadium (London) wird der Gesamtmeister ausgespielt.

Das Punktesystem ist genau wie beim Rugby-Championship bzw. beim Six Nations. Auch hier gibt es einen Bonuspunkt für eine knappe Niederlage. Was beim Fußball oder beim Eishockey etwas befremdlich wirken würde, ist beim Rugby völlig normal. Für Chancengleichheit und finanzielle Stabilität sorgt der Salary Cap. Sportlich zählt die Premiership als recht taktisch, sehr physisch und extrem defensivstark. Rekordmeister sind die Leicester Tigers mit elf Meisterschaften. Amtierender Meister ist Bath Rugby.

Man merkt, dass der Salary Cap die Spannung deutlich erhöht. Seit der Saison 2019-20 konnten fünf verschiedene Mannschaften den Titel gewinnen. Die Spannung spiegelt sich selbstverständlich auf die direkten Duelle nieder, denn die Premiership hat den Ruf, dass jeder jeden besiegen kann. Davon profitieren nicht nur die Fans, sondern auch die Wettanbieter. So gilt Rugby neben Fußball und Pferderennen als die Sportart in England, auf die am meisten gewettet wird. Umfragen zufolge geben etwa 6 % der Sportwetten-Teilnehmer an, auf Rugby gewettet zu haben. Wie groß dieser Markt mittlerweile ist, zeigen Webseiten wie https://www.wette.de/wettanbieter/sportwetten-ohne-verifizierung/.

Top 14 in Frankreich

Top 14 ist die Bezeichnung für die höchste Rugby-Liga in Frankreich. Im weltweiten Vergleich ist die Top 14 sowohl finanziell als auch vom sportlichen Niveau ganz vorn dabei. Genau wie in England wird in Frankreich seit 1995 professionell gespielt. Insgesamt duellieren sich 14 Vereine von August oder September bis in den Juni. Zu den bekanntesten Vereinen zählen Stade Toulousain und Stade Francais Paris. Insbesondere im Süden Frankreichs gilt Rugby nach Fußball als die Volkssportart Nummer 1.

Das Punktesystem ist identisch mit den anderen großen Ligen, gleiches gilt für die Play-offs. Der größte Unterschied besteht darin, dass sich in Frankreich die besten sechs Mannschaften für die Play-offs qualifizieren. Platz drei bis sechs spielen im Viertelfinale die Halbfinal-Teilnehmer aus, wo die beiden besten Teams der Hauptrunde warten. Austragungsort des Finals ist meistens das Stade de France in der Nähe von Paris.

Ähnlich wie in England steht die Top 14 für ein sehr hohes physisches Level und brutale Defensiv Reihen. Die Offensivspieler sind dagegen bei den meisten teilnehmenden Mannschaften ein wenig besser als die englische Liga. Stade Toulousain konnte die Meisterschaft 24-mal gewinnen und ist damit Rekordmeister.

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