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Rugby-Highlights am Wochenende: Pro-14-Finale in Glasgow, London 7s und Premiership-Halbfinals
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 24. Mai 2019

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Danny Cipriani hat Gloucester zum Meisterschafts-Anwärter gemacht.

Auch wenn in Deutschland an diesem Wochenende das ovale Leder weitestgehend ruht, gibt es doch genug internationales Rugby, um übers Wochenende die nötige Dosis Rugby zu bekommen. In Glasgow findet im legendären Celtic Park das Pro-14-Finale statt und Leinster droht gegen die heimischen Warriors die zweite Final-Schlappe in kurzer Zeit. In London geht es beim vorletzten Turnier der Sevens World Series nicht nur um den Gesamtsieg, sondern im Duell England-Südafrika auch um die Olmypia-Quali. In England stehen derweil die Premiership-Semfinalspiele auf dem Programm - kommt es wieder zum Traumfinale Saracens-Exeter?

Glasgow wird am Wochenende gleich zwei Finalspiele ausrichten. Im Hampden Park treten die Rangers im schottischen Fußball-Pokal gegen Hearts an. Keine fünf Kilometer nordöstlich findet das Finale der Pro 14 statt, wo die Glasgow Warriors es mit Übermannschaft Leinster zu tun bekommt. Dass beim Rugby-Finale mehr Zuschauer erwartet werden, als am anderen Ende der Stadt beim Fußball, ist in der Rundball-Metropole Glasgow schon eine Nachricht wert.

Aber tatsächlich ist es den Glasgow Warriors in den letzten Jahren mit ihrem Hurra-Rugby-Stil gelungen, in der eher für ihre Fußball-Verrücktheit bekannte bevölkerungsreichste Stadt Schottlands immer mehr Anhänger für das ovale Leder zu gewinnen. Mit Stuart Hogg, der in der kommenden Saison für Exeter auflaufen wird, feiert ein prägender Star dieser Ära morgen um 19:30 (live bei DAZN) sein letztes Spiel für die Warriors.

Nach der Halbfinal-Demstration gegen Ulster auch gegen Leinster mit Titelchancen: Die Glasgow Warriors

Nicht nur um Hogg zu verabschieden wollen die Glasgower den zweiten Sieg in der ehemals keltischen Liga Pro 14 einfahren. Nach dem überragenden Halbfinale gegen Ulster, in dem Glasgow über 50 Punkte erzielte, sieben Versuche legte und ganze 17 Mal die gegnerische Defensiv-Linie durchbrechen konnte, soll eine tolle Saison nun mit dem Titel gekrönt werden. Glasgows Coach Dave Rennie, der bereits mit den Chiefs im Super Rugby mit seinem Hurra-Offensiv-Stil Erfolge einfahren konnte, will es seinem Vorgänger Townsend nachmachen, der 2015 mit Glasgow den Liga-Titel holte.

Doch niemand geringeres als Leinster wird morgen Abend der Gegner sein. Die wohl erfolgreichste Mannschaft der letzten zehn Jahre in Europa tritt überraschend ohne Johnny Sexton an. Der in letzter Zeit immer wieder angeschlagene Verbinder ist nicht ein Mal im Kader. Die Begründung von Leinster-Coach Leo Cullen ist aber eine einleuchtende: In der Liga hatte Sexton kaum gespielt und Ross Byrne, der die meisten Spiele als Zehn startete, nun den Platz zu nehmen, sei unfair.

Leinster hatte sich seinerseits mit einem beeindruckenden Sieg über Munster im Halbfinale durchgesetzt und war die gesamte Saison über das wohl souveränste Team. Ob die Niederlage gegen Saracens im Finale des Heineken Cups allerdings körperlich oder mental eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist es für die Dubliner das dritte knallharte Match in Folge.

World Series in London: Wer holt den Gesamtsieg? Kann England Südafrika einfangen?

Im Londoner Rugby-Tempel Twickenham gibt es derweil schon den ganzen Tag lang ab 9:30 (live auf DAZN) Weltklasse-Siebener zu sehen. Das vorletzte Turnier der World-Series-Saison ist in vielerlei Hinsicht spannend. Der Abstiegskampf zwischen Japan, Wales und Kenia, die allesamt nur wenige Zähler auseinander liegen, verspricht ebenso Spannung, wie der Kampf um den Titel. Hier müssen sich vor allem die führenden US-Amerikaner, die endlich ihren Superstar Perry Baker zurück in ihren Reihen haben, gegen die nur knapp dahinter liegenden Fidschianer zur Wehr setzen. Neuseeland könnte im Falle eines Ausrutschers der beiden Top-Teams durchaus noch ins Titel-Rennen eingreifen.

Aus deutscher Sicht spannend ist das Abschneiden von England und Südafrika. Momentan liegen die Blitzboks auf Rang vier der Gesamtwertung und würden sich so direkt für Olympia qualifizieren. England müsste den Weg über die Europa-Quali gehen, wäre also ein weiterer Konkurrent für unser DRV-Team. Sollten die Engländer Südafrika noch abfangen, fiele ein Wettbewerber weg. Doch dazu müsste England daheim besonders gut abschneiden und die Boks sich einen Ausrutscher leisten. Morgen nach der Turnier-Gruppenphase dürfte es dahingehend schon erste Tendenzen geben.


Premiership-Halbfinalspiele

In England sind noch vier Teams im Titelrennen, darunter auch die beiden letztjährigen Finalisten Exeter und Saracens, die sich beide auch als die besten beiden Teams das Heimrecht im Halbfinale gesichert haben. Saracens empfangen daheim eine in dieser Saison großartig aufspielende Gloucester-Mannschaft. Diese hat seit der Verpflichtung von Spielmacher Danny Cipriani, der unbedingt noch in den WM-Kader der Engländer will, noch ein Mal einen Sprung gemacht hat.

Dass Gloucester dabei auch den übermächtigen Saracens gefährlich werden könnte, ist durchaus wahrscheinlich. Die Europacupsieger hatten nach exzessiver Feier-Orgie vor zwei Wochen im letzten regulären Saison-Spiel fast alle Leistungsträger geschont und dürften nun wieder fit sein. Gloucester dürfte sich aber mit seiner südafrikanischen Sturm-Power als formidabler Gegner erweisen. Morgen 14:30 (live auf DAZN) werden diese beiden das erste Duell untereinander austragen.

Hat Gloucester seit seiner Verpflichtung zum Meisterschafts-Kandidaten gemacht

17:30 dann empfängt Exeter dann die Northampton Saints - ein Duell, das der Spielplan schon am vergangenen Wochenende vorsah. Mit dem klar besseren Ende für Exeter - auch in dieses Spiel dürften die Chiefs in der heimischen Festung Sandy Park als Favoriten gehen. Ein Finaleinzug wäre der vierte für Exeter in Folge und auch wenn die Saints durchaus eine Gefahr für Exeter darstellen, ist doch die Überraschung im anderen Halbfinale wahrscheinlicher. Ein drittes Exeter-Saracens-Finale in vier Jahren würden auch nicht alle neutralen Fans in England begrüßen.

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