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Menzel & Hilsenbeck scheitert mit Vannes im Pro-D2-Halbfinale gegen Brive
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Dienstag, 21. Mai 2019

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Für Adler-Spielmacher Hilsenbeck war es ein

Sonntag Nachmittag, gut 15.000 im restlos ausverkauften Stadion von Brive. Schon das Erreichen dieses Halbfinales der französischen zweiten Liga Pro D2 war ein historischer Erfolg für den bretonischen RC Vannes, der erst seit drei Jahren im Profi-Rugby beheimatet ist. Nach einem starken Start und einer frühen Führung, musste sich der bretonische Klub von Tim Menzel und Chris Hilsenbeck am Ende klar geschlagen geben. Doch für das deutsche Duo und den erst seit drei Jahren im Unterhaus spielenden Klub verheißt die Zukunft viel Gutes.

Die 600 Fans des RC Vannes, die die 530 km lange Anreise nach Brive antraten, trugen mindestens genauso sehr zur Halbfinal-Atmosphäre im mit knapp 15.000 Zuschauern ausverkauften Stade Amédée-Domenech, wie der lautstarke Heimanhang. Das Spiel wurde live im französischen Fernsehen übertragen und die Atmosphäre war dem Anlass mehr als nur angemessen. Verbinder Chris Hilsenbeck, der als Zehner des RC Vannes starten durfte, sprach im Dialog mit TR von einem „Hammer-Erlebnis mit unseren Edelfans“.

Und tatsächlich sah es in der ersten Halbzeit so aus, als könnte Vannes dem mit Abstand besten Team der regulären Saison gefährlich werden. Durch einen Versuch und drei erfolgreiche Hilsenbeck-Kicks führten die Gäste mit 13:9 und lagen auch bis zur letzten Aktion des ersten Durchgangs vorne. Doch die Wende für die Gastgeber kam ausgerechnet in Unterzahl, als Brive-Innen Voisin mit der letzen Aktion der Hälfte auf 16:9 stellen konnte.

Wie so oft in diesem Spiel war ein Turnover der Ausgangspunkt. So auch die Analyse von Hilsenbeck selbst, der gegenüber TR erklärte: „Brive war physisch zu überlegen und hat uns viele Bälle auf dem Boden geklaut, da konnten wir nicht mithalten.“ So sollte das Spiel sich auch im zweiten Durchgang weiterentwickeln - und es war ausgerechnet ein alter Bekannter Hilsenbecks, der Vannes zu schaffen machte. Der georgische Achter Otari Giorgadze, der bereits beim EM-Spiel in Kutaissi gegen unsere schwarzen Adler kaum zu stoppen war, ging durch die Vannes-Defensive wie ein heißes Messer durch Butter.

Schon der Einzug ins Halbfinale der Pro D2 war für Vannes ein riesiger Erfolg, allerdings auch die Endstation

Als Ex-Irland-Nationalspieler Stuart Olding dann mit einem schönen Offload Brives dritten Versuch vorbereitete, der den Gastgebern einen 37:13 Vorsprung mit 17 Minuten auf der Uhr bescherte, war das Spiel den Gästen endgültig entglitten. Ein später Versuch der Bretonen sowie ein Olding-Penalty stellten das Endergebnis her.

Auf den ersten Blick vielleicht enttäuschend, hätte ein Sieg den Bretonen doch gleich zwei Chancen zum Aufstieg in die Pro D2 gegeben: Zuerst im Liga-Finale, das nächste Woche im Stade du Hameau stattfindet, dessen Sieger direkt aufsteigt, während der Verlierer in einem Relegations-Match gegen den Top-14-Vorletzten Grenobles antreten wird.

Doch auch so sieht die Zukunft für den bretonischen Klub besser denn je aus. Bei den bretonischen Fans hat die tolle Form der Vannetais eine wahre Rugby-Euphorie ausgelöst und so ist davon auszugehen, dass Vannes auch in der neuen Saison nach dem erfolgten Stadionausbau im Herbst alle zwei Wochen vor vollem Haus spielen wird. Das Budget des RCV steigt Jahr für Jahr und auch wenn mit dem Fidschianer Kitione Kamicamica (Brive) und Schluss Anthony Bouthier (Montpelier) bereits zwei Leistungsträger von Top-Klubs aufgekauft wurden, dürfte Vannes nun Spielraum für Neuverpflichtungen haben.

Chris Hilsenbeck ist mit einem Vertrag bis 2022 ausgestattet und sein einziger Konkurrent um das Zehner-Trikot, der Neuseeländer Ashley Moeke wird Vannes im Sommer verlassen. Lediglich die Zukunft von Tim Menzel ist noch nicht gesichert. Der Vertrag des Adler-Gedrängehalbs läuft diesen Sommer aus.

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