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TR-Vorschau Rugby-Bundesliga: Germania gegen Grizzlies um den Anschluss, 1880 empfängt TSV
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Donnerstag, 1. November 2018

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Nach dem Hannover-Derby geht es im Fernduell weiter. 78 in Pauli und Germania gegen die Grizzlies. Foto (c) Hannover 78

Die Rugby-Bundesliga geht in den Schlussspurt vor der Winterpause. Im Norden gibt es zwei wegweisende Duelle, in dem sich entscheiden wird, wer in Schlagdistanz zum Spitzenduo bleibt. Dabei hagelte es schon im Voraus Kritik zwischen zwei Duellanten. Im Süden treffen im Topspiel Tabellenführer Frankfurt und die bisher ebenso makellosen Handschuhsheimer aufeinander. Darüber hinaus will Neckarsulm dringend den so wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf schaffen.

Nord/Ost

FC St. Pauli - Hannover 78
Samstag 3. November, 13:00 Uhr

Das Nord-Schlusslicht empfängt den Tabellenführer - die nach dem Derbysieg mit noch mehr Auftrieb anreisenden 78er spielen beim bisher sieglosen Aufsteiger. Paradoxerweise verspürt man bei den Paulianern nach der letzten Niederlage doch so etwas wie Aufwind. Denn beim RK 03 hatte der Underdog bis in die Schlussphase geführt und die Partie nur sehr unglücklich verloren. Damit blieb der Rückstand auf die Hamburger Rivalen, die derzeit Vorletzter sind, bei drei Zählern.

So erklärt auch Pauli-Trainer Fritze Michau: „Das Ergebnis in Berlin war für uns natürlich ein Erfolg.“ Nur um gleich hinterherzuschieben, dass sich nun zeigen werde, ob dies dauerhafte Fortschritte seien: „Fest steht jedenfalls, dass unsere Mannschaft immer dann an ihre Leistungsgrenze gehen kann, wenn die Lage eigentlich aussichtslos scheint. Das gibt natürlich Hoffnung für dieses Wochenende.“ Immerhin geht es für den Aufsteiger gegen die scheinbar übermächtigen 78er und muss dabei zahlreiche Ausfälle verkraften, was die Lage erneut aussichtslos mache.

Die 78er wollen nach dem emotionalen und hauchdünnen Sieg im Hannover-Derby ihre Spitzenposition verteidigen und eventuell gar ausbauen. Coach Benjamin Krause betont im Gespräch mit TR: „Wir wollen den Sieg und auch den Bonuspunkt mit nach Hause nehmen. Wir dürfen Pauli aber auf keinen Fall unterschätzen, da wir wissen wie kampfstark sie sind.“ Der Tabellenführer wird in der Hamburger Rugby-Arena dabei allerdings auf die Siebener-Nationalspieler Phil Szczesny und Jarrod Saul verzichten müssen, die beide mit der DRV VII in Spanien weilen.

TotalRugby-Prognose: Pauli wird daheim gegen 78 engagiert zu Werke gehen. Mit dem Rücken zur Wand war die Leistung in Berlin beachtlich und auch den 78ern werden die Männer von Coach Fritze Michau Paroli bieten. Doch das Spiel des Vorjahres-Halbfinalisten ist für den Aufsteiger, trotz der Abwesenheit der beiden Siebener-Asse, insgesamt eine Nummer zu schnell. Die Gäste aus der Leine-Stadt werden das Spiel im Laufe der Partie immer mehr an sich reißen - am Ende gewinnt 78 mit +14 Zählern.

SC Germania List - RC Berlin Grizzlies
Samstag 3. November, 14:00 Uhr

Für die Germanen war es eine enttäuschende Derby-Schlappe, nach der selbst der Gegner anerkannte, dass die Lister mehr vom Spiel hatten. Mit diesem Rucksack und vier Zählern Rückstand auf Spitzenreiter 78 geht Germania nun in den Schlussspurt bis zur Winterpause. SCG-Trainer Danny Stephens betont, dass man das Derby-Ergebnis schon abgehakt habe, auch gerade weil man sich während des Spiels nach frühen Fehlern stark gesteigert habe. „Wir haben hoffentlich aus diesen Fehlern gelernt, wir müssen uns steigern, denn wir wissen nicht so ganz, was wir von den Grizzlies erwarten sollen. Angeblich haben sie haben sie bei ihrem Sieg gegen den BRC Spieler eingeflogen, wie uns zu Ohren gekommen ist - man wird sehen müssen“, so Stephens im Gespräch mit TR.

Besonders die Diskrepanz zwischen der hohen Auswärtsniederlage der Berliner in Leipzig und deren überraschenden Derbysieg gegen den BRC habe ligaweit für Stirnrunzeln gesorgt. „Da müsste von Verbandsseite dringend was gemacht werden, um faire Verhältnisse herzustellen.“ Mit Blick auf den Samstag gelte es, sich auf einen hochklassigen Gegner einzustellen, das Spiel erst zu gewinnen und sich dann um Schönspielerei zu kümmern. „Wir konnten uns in den letzten beiden Wochen vorbereiten und haben unsere Lektionen gelernt“ so Stephens abschließend. Lediglich Niclas Koch und Henrik Meyer fehlen durch ihre Verpflichtungen bei der DRV VII.

Bei den Grizzlies hält man die Vorwürfe der Germania für „lächerlich“ und will sie nicht weiter kommentieren, um ihnen keine Bühne zu bieten - sportlich stellt man sich indes auf ein hartes Auswärtsspiel ein - der australische Coach der Berliner, Ian Fowler betont gegenüber TR: „Wir haben angefangen unsere Spielidee mehr und mehr umzusetzen. Da müssen wir in dieser Woche weitermachen - dabei aber dringend unsere bisherige Auswärtsschwäche ablegen.“

Der Australier ist in seiner Debütsaison bei den Grizzlies, weiß jedoch um die Stärke der Germanen: „Sie haben sich gut entwickelt, werden gut gecoacht und wir werden hart arbeiten müssen, ihre schnellen Angriffsspieler unter Kontrolle zu bekommen.“ Für die Grizzlies, die momentan auf Rang sechs rangieren, dürfte das Auswärtsspiel in Hannover richtungsweisend werden. Könnte man doch mit einem Bonuspunktsieg gar mit Germania gleichziehen und den Anschluss an die absolute Spitze halten.

TotalRugby-Prognose: Unabhängig von den Vorwürfen von Germania-Seite gegenüber den Grizzlies war schon früh klar, dass dies ein heißes Duell werden würde. Germania muss nach der zweiten Hinrunden-Niederlage dringend punkten, um die eigenen Ansprüche auf Playoff-Rugby zu untermauern. Da kommen, so hätte man meinen können, die auswärtsschwachen Grizzlies wie gelegen. Ihre Sturmstärke und ihr direktes Spiel konnten die Hauptstädter bis dato noch abseits der eigenen Willy-Sänger-Anlage noch nicht umsetzen. Doch gleichwohl ist man bei den Hannoveranern gewarnt. Es dürfe ein enges Spiel werden, zumal mit Gedrängehalb Niclas Koch ein absoluter Antreiber der Germanen durch Nationalmannschaftsverpflichtungen fehlt. Doch daheim sehen wir die Germania knapp mit +6 Zählern vorn.

RC Leipzig - RK 03 Berlin
Samstag 3. November, 14:00 Uhr

Nach zuletzt zwei deutlichen Siegen gegen die Grizzlies und den HRC könnte man meinen, dass den Leipzigern zum Feiern zumute sein könnte. Da trifft es sich hervorragend, dass auf dem Gelände des RCL am Samstag das Stahmelner Stadtteilfest zum 555-jährigen Bestehen des nordwestlichen Teils der Sachsen-Metropole. Das Spiel gegen den RK dürfte damit wohl ein paar Zuschauer mehr anziehen, als das normalerweise der Fall gewesen wäre.

Kaum verwunderlich ist die Stimmung im Leipziger Team gut, wie Team-Manager Sven Paukstat im Gespräch mit TR bestätigt: „Das spielfreie Wochenende tat der Mannschaft gut, so dass kleinere Blessuren abklingen konnten.“ Nachdem man im Frühsommer den allerersten Sieg über die Berliner überhaupt eingefahren hatte, rechnet man nun mit einem vom Verletzungspech verfolgten, aber dennoch gefährlichen Gegner. „Sie werden versuchen mit ihrem Sturm das Geschehen zu dominieren. Den Kampf müssen wir aufnehmen und mit unserer schnellen Hintermannschaft Nadelstiche setzen“, so Paukstat weiter. Immerhin winkt den Leipzigern ein Sprung auf Rang drei der Tabelle, vorbei am RK 03 Berlin.

 

Nach dem Sieg über die Grizzlies, wollen die Leipziger auch den RK 03 daheim schlagen

Die Berliner sind sich der schweren Konstellation gegen die heimstarken Sachsen bewusst, zumal man zuletzt daheim gegen Aufsteiger Pauli weitaus mehr Probleme hatte, als zuvor antizipiert. Team-Manager Lutz Joachim: „ Wir müssen dort über 100% gehen und mit voller Kapelle auflaufen. Leipzig ist stark drauf.“ Erneut will man über den Sturm ins Spiel kommen, dabei die Hintermannschaft aber mit brauchbaren Bällen füttern und auch so zu punkten kommen. Auch die Berliner wollen dabei den Anschluss an die Spitze auf keinen Fall verlieren.

TotalRugby-Prognose: Beim letzten Duell beider Teams spielte Leipzig ums Überleben und konnte gegen geschwächt antretende Hauptstädter einen unglaublich wichtigen Sieg zum Klassenerhalt erkämpfen. Damals ging es für den RK 03 de facto um nichts mehr, das wird am Samstag ganz anders sein. Es dürfte ein richtungsweisendes Duell werden und nur der Sieger darf realistisch von der Spitzengruppe und damit eventuell den Playoffs träumen. Die Berliner Gäste dürften also mit deutlich mehr Elan in Leipzig zu Werke gehen - es wird auf ein Duell des RK03-Sturms mit der mittlerweile pfeilschnellen Leipziger Hintermannschaft hinauslaufen. Wir sehen die Leipziger dabei hauchdünn mit +4 Zählern vorne.

Berliner Rugby Club - Hamburger Rugby Club
Samstag 3. November, 14:00 Uhr

Nach einem überragenden Saisonstart musste der BRC zuletzt zwei Schlappen in Folge einstecken, steht als Tabellenzweiter mit drei Zählern Rückstand auf Hannover 78 jedoch weiterhin gut da. Einen weiteren Fauxpas im Duell mit dem HRC dürfen sich die jungen Hauptstädter jedoch nicht leisten, sonst würde ihnen ein Absturz auf Rang vier und eine größere Lücke auf die Spitze drohen. Die auswärtsschwachen Hanseaten sind so gesehen sicherlich ein in dieser Situation überaus willkommener Gast.

Uwe Maaser, der im Sommer vom Traineramt bei der erfolgreichen U-18 zum Headcoach befördert wurde, betont, dass die einwöchige Pause seinen Männern gut getan habe: Meine Jungs haben intensiv gearbeitet, sie werden in jedem Training besser und wir freuen uns darauf, wie sie das auf den Platz bekommen.“ Durch die Siebener-Nominierung von Phillip Gleitze, sowie einigen Ausfällen, sieht die Personalsituation bei den Berlinern nicht optimal aus. Jedoch, so Trainer Maaser weiter, würde das einigen anderen Spielern Chancen bieten sich über längere Einsatzzeiten zu empfehlen.

 

Erneut geht es für den HRC gegen einen Berliner Konkurrenten

Beim Hamburger RC sieht man sich, so Pressesprecher Fabian Peters, einer der stärksten Mannschaften der Liga gegenüber. Trotz der „kleinen Formkrise“ der Berliner habe man großen Respekt. Ausgerechnet aus der Leistung des Stadtrivalen Pauli wolle man sich inspirieren lassen und selbst was aus der Hauptstadt mitnehmen, selbst wenn dies schlussendlich nur ein Bonuspunkt wäre.  

HRC-Vizekapitän Andreas Pfeffer erwartet ein „hartes und physisches Spiel“ gegen den BRC. Weiter erklärt der Dritte-Reihe-Stürmer: „Die letzten zwei Wochen haben wir uns gut vorbereitet, und obwohl einige Spieler uns am Samstag fehlen werden, sind wir uns sicher, das wir mit einem starken Kader auftreten und dem Gegner in Berlin ein hartes Spiel machen werden. Ziel ist es, wie letztes Jahr geschafft, die Punkte in Berlin zu holen!“

TotalRugby-Prognose: Es wird keine leichte Aufgabe für die Hamburger beim BRC zu bestehen. Beide Teams mögen das direkte Spiel und so wird es trotz erneut perfekter Bedingungen in der Hauptstadt zu einem harten Duell mit vielen krachenden Kollisionen kommen. Wer dafür besser gerüstet ist, wird sich zeigen. Doch die Berliner gelten als sehr fittes Team und dürften den Hanseaten, gerade daheim, um einiges Voraus sein. Wir sehen den BRC mit +12 Zählern vorne.

 

Süd/West

Neckarsulmer SU - SG TV CfR Pforzheim
Samstag 3. November, 14:00 Uhr

Bereits gegen Ende der Hinrunde könnte dieses Duell kaum wichtiger sein, wenn es darum geht, wer sich auch in der kommenden Saison noch erstklassig nennen darf. Denn die Gastgeber empfangen den Meister von 2016 als einziges Team im Oberhaus, das noch keinen einzigen Sieg einfahren konnte. Neckarsulm braucht dringend den Befreiungsschlag - genau dieser war den Pforzheimern am vergangenen Spieltag gegen Luxemburg gelungen.

NSU-Coach Mark Kuhlmann ist sich der prekären Lage seiner Unterländer bewusst: „Gegen Pforzheim brauchen wir jeden Punkt den wir kriegen können.“ Der ehemalige Nationalspieler sieht den Schlüssel zu einem möglichen Sieg in der Fehlervermeidung und betont: „Wenn wir wenig bis keine Fehler machen, können wir mit vielen Clubs mithalten.“ Was man von den Pforzheimern halten kann, weiß man indes noch nicht, will sich aber auf das eigene Spiel konzentrieren und schauen wofür das am Ende reicht.

Die Gäste haben sich derweil den zweiten Saisonsieg zum Ziel gesetzt, um sich vom Tabellenkeller zu befreien, wie man bei den Rhinos verlauten lässt. Die Gleichung lautet: „Es ist ganz simpel, wir brauchen einen Sieg“, wie der neuseeländische Rhinos-Coach John Willis erklärt. Weiter heißt es vom 2016er-Meistertrainer, dass man sich keine Illusionen mache, immerhin wolle die NSU nun auch Mal gewinnen und habe sich, wie Team-Manager Jens Poff weiter erklärt auch noch während der Saison personell verstärkt. Der eigene Star-Einkauf, der samoanische Siebener-Nationalspieler Lio Lolo, hatte sich direkt schwer am Knie verletzt. Um in Neckarsulm zu bestehen, will man den Rhinos vor allem diszipliniert zu werke gehen und in der Verteidigung von Minute eins an kraftvoll zupacken.

TotalRugby-Prognose: Es dürfte kein Zuckerschlecken werden, bei der NSU zu bestehen, ließ sich Pforzheim-Macher Jens Poff zitieren. Damit dürfte der Mann hinter dem Erfolg der Rhinos in den letzten Jahren sicherlich Recht behalten. Neckarsulm kämpft mit dem Mut der Verzweiflung und will im zweiten Spiel auf dem neuen Gelände in Untereisesheim endlich den ersten Saisonsieg einfahren. Das dürfte aber gegen zuletzt aufstrebende Gäste schwer werden - wir sehen die Pforzheimer knapp vorne, der Meister von 2016 gewinnt mit +6 Punkten.

RG Heidelberg - RK Heusenstamm
Samstag 3. November, 14:00 Uhr

Im vorletzten Heimspiel der Orange Hearts im Rugby-Wohnzimmer will der Vizemeister den Anschluss an die Tabellenführer aus Frankfurt halten, der sich mit dem direkten Verfolger Handschuhsheim duelliert. Gegen die Füchse will man einen weiteren Heimsieg einfahren und dabei freue sich die gesamte Mannschaft auf dieses Spiel, wie Trainer Jeff Tigere im Gespräch mit TR bestätigt.

Der ehemalige Leistungsträger der Orangehemden, der in diesem Sommer den Trainerposten von Urgestein Rudolf Finsterer übernommen hatte, sieht seine Männer vor einem schweren Spiel: „Gegen sie war es immer hart, sie haben ebenso einige starke Siebener-Spieler im Kader.“ Gleichwohl sieht der aus Simbabwe stammende Head Coach seine Männer dafür gerüstet. Trotz der Tatsache, dass Fabian Heimpel, Tim Lichtenberg und Wolfram Hacker mit der Siebener-Auswahl unterwegs sein und deshalb fehlen werden, habe man einen guten Kader parat.

Doch auch die Gäste reisen geschwächt an. Tim Biniak kam angeschlagen vom Training mit der Nationalmannschaft zurück - Zinzan Hees und Sam Rainger sind mit der Siebener-Mannschaft im Einsatz, Patrick Weber, Fernandez und vor allem Kapitän Krimer sind verletzt, weswegen man improvisieren muss. Weiterhin erklärt RKH-Coach Markus Walger, dass die RGH als einer der Titelanwärter auch am Samstag Favorit sei: „Es wird sehr schwer, wir müssen deren Dreiviertelreihe unter Kontrolle bringen. Sein Kollege Mikey Ferrari aus dem Trainerteam des RKH ergänzt: „Wir haben eine große Herausforderung vor uns - wir haben an unserer Angriffsstruktur gearbeitet und wollen mit dem Sturm hart voranpreschen.“

TotalRugby-Prognose: Zwei dezimierte aber ebenso spielfreudige Teams, die am Samstag in Heidelberg aufeinandertreffen, versprechen ein ansehnliches Duell. Heusenstamm tritt dabei mit einer ordentlichen Bilanz in dieser Saison an und konnte die Derbyniederlage am spielfreien Wochenende gut verdauen. Insgesamt geht die RGH, immerhin der amtierende Vizemeister, favorisiert in dieses Duell. Auch ohne drei Siebener-Stars bleiben der RGH noch genug Waffen um sich gegen die Füchse durchzusetzen. Wir sehen die Orange Hearts mit +13 vorne.

SC Frankfurt 1880 - TSV Handschuhsheim
Samstag 3. November, 14:00 Uhr

Für Frankfurt war es bisher eine Hinrunde nach Maß. Sechs Siege mit Bonuspunkt und folgerichtig der Platz an der Sonne. Mit der RGH wurde der engste Rivale knapp besiegt und um komfortable auf dem Platz an der Sonne zu überwintern, bedarf es nur noch eines Sieges. Doch zu Gast ist das einzige andere ungeschlagene Team des Oberhauses, der TSV Handschuhsheim.

Beide Teams werden ohne eine Reihe von Nationalspielern auskommen müssen, die zum Kandidatenkreis für das WM-Qualiturnier in Marseille gehören. Wobei dies Frankfurt und die Löwen ungefähr in gleichem Maße schwächen dürfte - so dürften Marcel Coetzee, Nikolai Klewinghaus und Jaco Otto beim TSV, sowie Samy Füchsel und Michael Poppmeier bei den Frankfurtern nur wenige Tage vor dem Abflug nach Südfrankreich fehlen.

Beim TSV sieht man dies nicht als allzu großen Faktor an: „Frankfurt und wir haben die stärksten Kader, weshalb dies nicht einen allzu großen Unterschied machen dürfte - es wird auch so ein großartiges Spiel“, so TSV-Trainer Gordon Hanlon. Sein Team sieht der Ire gut vorbereitet auf die kommende Aufgabe, man habe hart trainiert und sich auch abseits des Platzes gut vorbereitet.

„Wir wollen ihre Schwächen ausnutzen und haben uns deshalb spezifisch vorbereitet“, so Hanlon weiter. Ein Sieg sei auch in Frankfurt drin, wenn man aufopferungsvoll spiele und alles gebe.

TotalRugby-Prognose: Der Sieger dieses Duells dürfte aller Voraussicht nach als Herbstmeister in die lange Winterpause gehen. Die Tatsache, dass dieses Duell ohne einige der besten Spieler stattfinden wird, ist bedauernswert. Aber die Zuschauer an der Frankfurter Feldgerichtstraße erwartet dennoch ein packendes Duell. Die Gastgeber wollen dabei ihre beeindruckende Serie ausbauen, doch der TSV will mit seinen traditionellen Sturm-Tugenden dagegenhalten und einen Auswärtserfolg einfahren. Wir trauen den Löwen das zu und sehen den TSV mit +4 in einem echten Spitzenspiel vorne.

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 2. November 2018 )
 
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