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Drei TotalRugby-Thesen zum Geschehen von Offenbach
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Montag, 27. November 2017

Die Überlegenheit in Durchgang eins konnte die DRV-Not-Fünfzehn nicht in Punkte ummünzen.
Die Überlegenheit in Durchgang eins konnte die DRV-Not-Fünfzehn nicht in Punkte ummünzen.

Das Geschehen rund um das Länderspiel wird in die deutsche Rugby-Geschichte eingehen, so viel steht fest. Wie sich der deutsche Rugby-Sport in den kommenden Monaten entwickeln wird, scheint völlig offen. Wir werfen einen letzten Blick auf das vergangene Wochenende und bewerten das Geschehen auf und abseits des Rasens.


1. Die deutsche Not-Fünfzehn verkaufte sich teuer - der Anlass war traurig, doch gab es auch auf sportlicher Seite Positives vermelden


Am Ende stand eine klare Niederlage, die gegen diese chilenische Mannschaft in der Form niemals hätte passieren dürfen. Doch die in allerletzter Minute zusammengetrommelte deutsche Mannschaft hat sich deutlich besser geschlagen, als das Ergebnis suggeriert. Der Tenor hinter der Kulisse bei den Spielern lautete: Mit ein paar mehr Tagen Vorbereitung hätten wir die geschlagen. Die ersten 20 Minuten wurden, so waren sich beide Trainer nach dem Spiel einig, von deutscher Seite dominant geführt. Chiles Coach schätzte sich gar bei der PK glücklich, dass seine Mannschaft bei keiner der drei dicken deutschen Chancen in Durchgang eins einen Versuch kassiert zu haben.

Während das große Fragezeichen vor dem Spiel der deutsche Sturm war, brillierte dieser unerwarteterweise. Die erste Sturmreihe mit Gennaro und den beiden großartigen aufspielenden Props Marcus Bender und Paul Weiss hielt nicht nur das Gedränge und schlug sich achtbar in der Gasse - Mit starken Läufen und hervorragender Ruck-Arbeit verdiente sich das Trio Bestnoten. Angesichts der Tatsache, dass das gesamte Bundesliga-Kontingent seit drei Wochen spielfrei ist und eigentlich mitten in der wohlverdienten trainingsfreien Winterpause, ist diese Leistung umso bemerkenswerter.

Natürlich kamen die DRV-Stürmer gegen Ende des Spiels das eine oder andere Mal zu spät zum Support - doch mit nur vier Stürmern auf der Bank wurde ihnen auch ein unüblich hohes Pensum abgefordert. Coach Zanqua musste seinen Spielern, in den zwei Tagen vor dem Spiel ein zu hohes Trainingspensum abverlangen, um ein Mindestmaß an Koordination auf dem Feld gewährleisten zu können. Normalerweise finden in den 48 Stunden vor einem Spiel auf solchem Niveau nur noch lockere Einheiten statt, damit die Frische der Spieler beim Spiel selbst gewährleistet ist - in diesem Fall jedoch fand alle Trainingsarbeit in diesem kritischen Zeitraum statt.

Die Firepower der DRV-VII Jungs, die mitten aus ihrer Vorbereitung auf die Dubai 7s gerissen wurden, litt unter den Bedingungen. Während es beim Warmup noch kalt aber trocken war, fing es pünktlich zu den Hymnen an wie aus Eimern zu schütten. Auf tiefem Geläuf und mit glitschigem Ball konnten die pfeilschnellen Siebener-Asse ihr Können nur zum Teil aufblitzen lassen. Der fast-Versuch von Tim Lichtenberg in Durchgang eins sowie der erfolgreiche Abschluss mit der letzten Aktion von Phil Szczesny wären da zu nennen. Drei der chilenischen Versuche resultierten allerdings aus der mangelnden Verteidigungs-Abstimmung nach Gassen und Gedrängen - der Kanal zwischen Sturm und Reihe wurde durch die Chilenen mehrmals mit Inside-Bällen attackiert - zwei Mal mit durchschlagendem Erfolg.

Die positive Nachricht aus sportlicher Sicht jedoch: Ein mitten in der Winterpause befindlicher Bundesliga-Sturm, fast ausschließlich mit Spielern bestückt, die ihr Rugby-Handwerk hierzulande gelernt haben, muss sich auf diesem Niveau nicht verstecken. Chile ist international momentan auf dem Niveau von Belgien, Brasilien oder Kenia einzuordnen und war vor diesem Duell bereits seit drei Wochen als Mannschaft zusammen.

Zweifelsohne, wenn es am Samstag gegen Rumänien oder Georgien gegangen wäre, hätte es bei den Standards und im offenen Spiel ganz anders ausgesehen. Doch viele deutsche Vereine müssen sich trotz der vielfach gescholtenen Jugendarbeit nicht für diese schämen - das ist eine Erkenntnis und Grundlage, auf die künftig aufgebaut werden kann.

2. Niemand kann so recht sagen, wie es weiter geht - beim DRV signalisiert man Gesprächsbereitschaft, aber in den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob das Tischtuch endgültig zerschnitten ist

In der deutschen Rugby-Community herrscht Ratlosigkeit darüber, wie es künftig weiter geht im alles überschattenden Konflikt zwischen Verband und Ex-Sponsor. Am morgen des Spieltags kam über die Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung eine klare Ansage durch den WRA-Geschäftsführer Robert Mohr Richtung Verband: „Präsident Klaus Blank, Finanz-Vizepräsident Jürgen Zeiger und Sportdirektor Manuel Wilhelm haben nicht mehr das Vertrauen von Herrn Dr. Wild.“

Was unter der Woche nur in verklausulierter Form und hinter den Kulissen ausgesprochen wurde, war nun für alle schwarz auf weiß in Heidelbergs größter Zeitung zu lesen: Der Chef des ehemaligen DRV-Sponsors WRA fordert öffentlich und für alle zu lesen den Kopf der drei wichtigsten handelnden Personen beim Deutschen Rugby-Verband. In Offenbach waren zahlreiche Vertreter der mitgliederstärksten Vereine des Landes vor Ort: Verständnis für diesen Vorgang gab es so gut wie keines.

Dies ist nicht nur im Rugby ein einmaliger Vorgang und war wenig überraschend Gesprächsthema Nummer eins in Offenbach. Zentraler Vorwurf im RNZ-Interview Mohrs: Die Mehrfach-Rolle von Sportdirektor Manuel Wilhelm, der als Oktoberfest-7s-Gesellschafter, TotalRugby-Gründer/Besitzer (vor gut zwei Jahren hat sich Wilhelm aus der redaktionellen Arbeit bei TR verabschiedet) und Kommentator bei Sport 1 fungiert. Dies habe ein „Geschmäckle“, so zitiert Robert Mohr WRA-Gründer Dr. Wild in eben jenem RNZ-Interview.

Beim DRV legte man nach dem Spiel gegenüber der versammelten Presse seine Version der Dinge dar und wies einen Großteil der Anschuldigungen von WRA- und Spieler-Seite zurück. Um mehr Licht ins Dunkel der Konflikte der vergangenen Tage zu bringen werde man zeitnah den Schriftverkehr mit der Gegenseite veröffentlichen. Gerade angesichts eines Berichts in der Rhein-Neckar-Zeitung unter der Woche, laut dem der DRV das vorliegende WRA-Angebot vor Monaten bereits angenommen und unterschrieben habe, jedoch erst kurz nach dem Verstreichen einer WRA-Frist zurückgeschickt habe, dürfte dieser Vorgang interessant sein. Auch über den so oft besprochenen Plan B, für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen, habe man die WRA informiert und auch dies werde man bei Gelegenheit öffentlich zugänglich machen.

Laut Darstellungen von Klaus Blank und Manuel Wilhelm stehe man indes im engen Kontakt mit World Rugby - der Weltverband fordere drastische Konsequenzen gegenüber der streikenden Spieler. In der Vergangenheit sei World Rugby bereits kritisch gewesen, ob der großen Abhängigkeit des DRVs von seinem Ex-Sponsor WRA und habe „die gelbe Karte gezeigt“ so Präsident Blank. Nun seien Spielersperren für alle am Boykott beteiligten Akteure durch WR gefordert worden.

Jedoch wolle man seitens des DRV lediglich einige wenige Spieler sanktionieren. Grundsätzlich sei weitere Gesprächsbereitschaft vorhanden. Doch ob es dazu kommt, konnte auch auf dem Podium niemand mit Sicherheit sagen. DRV-Präsident Blank schilderte der Presse gegenüber, dass er bereits seit seinem Amtsantritt Probleme habe, Dr. Wild zu erreichen: „Ich weiß nicht, ob Doktor Wild den Hörer abnimmt, wenn er weiß, dass ich anrufe.“

Für das Wohl des deutschen Rugby bleibt zu hoffen, dass er es versucht und dass irgendwo im Schweizer Kanton Zug der Hörer abgenommen wird. Denn sollten die WRA-Spieler tatsächlich nicht mehr für den DRV auflaufen, droht eine katastrophale Rugby Europe Championship im Februar/März. Die Siebener-Nationalspieler werden sich dann in der Vorbereitung auf die Hong Kong Sevens befinden, wo sich ihnen die bisher beste Aufstiegs-Chance in die World Series bisher bieten wird. Weitere Aushilfs-Einsätze wären deshalb nur schwer vorstellbar.

Ebenso wäre es aber auch schwer vorstellbar, dass die von der „Gesellschaft zur Förderung des Rugbysports“ angestellten Spieler während der fünf extrem wichtigen Länderspiele im Februar und März weiter streiken. Zum einen hat auch von WRA-Geschäftsführer Mohr in einem Radio-Interview unter der Woche die Wichtigkeit dieser Spiele betont - zum anderen haben die Streikenden selbst durchblicken lassen, dass die Option Streik bei einem REC-Spiel keine wäre. Die WRA sowie die GFR wurden einst gegründet, um das deutsche Rugby nach vorne zu bringen - die besten deutschen Spieler unter Vertrag zu nehmen und dann davon abzuhalten für Deutschland zu spielen würde den Sinn der WRA/GFR völlig konterkarieren.

Der DRV kann momentan nicht ohne die WRA und andersherum kann auch die WRA eigentlich ohne den DRV - die Frage ist, ob der in den letzten Wochen und Monaten entstandene Vertrauensverlust nicht zu groß ist, um eine einvernehmliche Lösung für die WM-Quali-Spiele zu finden. Die schriftliche Vereinbarung über die Abstellung des GFR-Personals für den November jedenfalls war ja bekanntlich nur 96 Stunden vor dem Chile-Spielbeginn aufgekündigt worden. Außerdem steht weiterhin die Aussage im Raum, dass Blank, Himmer und Wilhelm nicht mehr das Vertrauen Dr. Wilds genießen. Diese Hürden gilt es zu überwinden, um das deutsche Rugby nur zehn Wochen vor dem Start der Rugby Europe Championship aus einer seiner größten Krisen zu hieven.

3. Eine Klärung des Konflikts sollte schnellstmöglich erfolgen - nur so kann weiterer Schaden vom deutschen Rugby abgewendet werden

Man mag es kaum glauben - in Offenbach hatten etliche der 2601 Zuschauer keinerlei Ahnung vom schwelenden Konflikt zwischen WRA und DRV. Trotz aller Medien-Aufmerksamkeit in den vergangenen Tagen werden durch die öffentliche Schlammschlacht mehr potenzielle Fans verprellt worden sein, als man sich das in erster Linie vorstellen mag. Seit der Boykott-Ankündigung vom Dienstag der Vorwoche hatten sich, so die Stadion-Betreiber gegenüber TR, Ticket-Stornierungen und Neubestellungen in etwa die Waage gehalten.

Noch stehen die Orte für die REC-Heimspiele nicht fest, Verhandlungen mit Ausrichtern laufen seit Monaten. Da aber kaum jemand erahnen kann, welche Mannschaft schlussendlich gegen Russland und Georgien auflaufen wird, dürfte der Ticket-Verkauf auch bei baldiger Bekanntgabe der Spielorte schleppend verlaufen. Diese Unsicherheit wird dem deutschen Rugby-Sport weiteren Schaden zufügen, nachdem bereits der Spieler-Boykott für unrühmliche Schlagzeilen um den Globus gesorgt hatte. Selten war wohl von Australien, über Südafrika bis Chile so viel über das deutsche Rugby zu lesen.

Die Beteiligten müssen sich also schnellstmöglich wieder an den Verhandlungstisch setzen. Sollte keine Einigung erfolgen oder absehbar sein muss folgende Frage geklärt werden: Werden die Angestellten der Gesellschaft zur Förderung des Rugbysports wieder mit dem Adler auf der Brust auflaufen? Sean Armstrong hatte in Wiesbaden betont, welche Ehre es sei für Deutschland aufzulaufen. Es wäre kaum auszudenken, dass er und die anderen Streikenden fünf weitere Spiele bestreiken. Also bleibt die Frage ob ihr Arbeitgeber es ihnen erlauben wird und ob der DRV die Streikenden wieder im DRV-Trikot sehen möchte. Letzteres dürfte, so sehr es auch für einig der Handelnden beim Verband als Gesichtsverlust wahrgenommen werden mag, die beste Lösung für das deutsche Rugby sein.

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Kommentare (11)add comment

Robert Martin said:

143
...
Ich fang mal an...
Alle wie sie da stehen haben was den derzeitigen üblen Stand des deutschen Rugby angeht Dreck am Stecken.
Der geht auch später nicht weg egal ob man das Beste wollte und viele Millionen in ein teilweise zu eigensinniges Projekt gesteckt hat oder ob man als ehrenamtlicher Verbandsfunktionär zwar auch immer das Beste wollte aber vielleicht aufgrund der fehlenden Power und Vision nicht hinbekommen hat.

Die weiteren Personen haben sich irgendwie mit etwas beschäftigt was um den Sport oder Gelder oder beides geht haben aber die eigentliche Aufgabe nicht verstanden.

Es ging neben der sportlichen Weiterentwicklung seit drei Jahren darum Profirugby und Amateurrugby in friedliche Koexistenz und zum gegenseitigen Nutzen in Deutschland zu etablieren und auf stabile Füße zu stellen, dabei haben beide Seiten ziemlich versagt und als es allen klar war, war es zu spät. Aber es ist nie zu spät das Richtige zu tun.

Daher jetzt einer von vielen möglichen Pfaden aus der vertrackten Situation.

Als erstes mal Waffenruhe und versuchen in erste Gespräche, gerne mit Mediator, zu kommen.
Erste Regel bis auf weiteres wird niemand "erschossen", "davongejagt" oder an den "Schandpfahl gebunden".

Dann gehen Herr Blank und Herr Wilhelm sowie Herr Dr. Wild und Herr Mohr nach Frankreich und lassen sich von dortigen Funktionären und Managern erklären wie man Amateur und Profi Rugby in einem Club, in einer Region und in einem nationalen Verband unter einen Hut gebracht hat. Hier können wir glaube ich wirklich noch einiges lernen.

Welche Herausforderungen es dabei gibt, welche Fehler man vermeiden kann und was Maßnahmen waren die zum Erfolg geführt haben. Dann besprecht ihr ob ihr das

a: selber auch so oder so ähnlich gerne wollt
b: auch so machen könntet
c: ihr dazu auch den echten Willen habt

Dann schließt man eine entsprechende Absichtserklärung und lässt andere Leute, die sich mit sowas wirklich auskennen, einen 3 Jahres Vertrag zwischen Verband und WRA aufsetzen, der die Zusammenarbeit, die Rechte, Pflichten und Aufgaben regelt und verteilt und trotzdem noch Luft zum Atmen lässt.

Dann wird dieser Vertrag zum DRT vorgestellt, zur Umsetzung vorgeschlagen und entweder zugestimmt oder abgelehnt, es wird aber nicht mehr drin rumgekritzelt!
Und dann eine Woche später, gemeinsam feierlich bei Würstchen und Bier, wird er im Kreise der großen Rugbyfamilie unterschrieben.
Alle haben ihr Gesicht gewahrt, haben noch ihren Job und haben ein neues gemeinsames Ziel.

Ja, ich weiß das klingt jetzt arg nach Hollywood und eigentlich sind noch viele Backpfeifen und Schienbeintritte zu verteilen.

Trotzdem ist es sinnvoller sich bald wieder mit positiven Zukunftsszenarien für das Rugby auseinanderzusetzen als sich wochenlang bei Dauerschmollen, lautem Rumgeheul und Vorwürfen gegenseitig und öffentlich zu demontieren und vom Thron zu stoßen.

Feuer frei...
November 28, 2017

Thorben Lüdde said:

4012
Die Helden von Offenbach
Sie sind wahre Helden. Helden auf andere Art sind aber die DRV-Verantwortlichen (Blank, Zeiger, Sportdirektor, Himmer, etc.) die mit Rückgrat und Nibelungentreue bis zum Letzten Dr. Wild und Robert Mohr trotzen. Anstatt einfach den Bettel hin zu werfen, was so verständlich wäre. Ebenso wie die Schwierigkeit, Bitterkeit zu unterdrücken und angesichts ungerechtfertigter Vorwürfe selbst immer sachlich zu bleiben.
Sofortigen Rücktritt („gegen die Spieler haben wir keine Chance“) oder gleich Rücktritt ankündigen für nach Bestreitung des Chilespiels. So hätten es die meisten gemacht und sich in der Märtyrerrolle wohl gefühlt. Anstatt einen Kampf zu kämpfen, den sie letztendlich verlieren werden.
Denn Dr. Wild will ihren Kopf. Ein Mediator bringt hier nix. Denn niemand hat eine Verpflichtung auch nur einen Cent zu spenden.
Bei Ehrenamtlichen ist er da wohl optimistisch, dass sie nicht in die Geschichte eingehen wollen, als die, die das Verprellen eines Förderers bewirkt zu haben. Mit dem das deutsche Rugby „auf Wasser gehen“ konnte, wie nie zuvor. Und nie wieder (bei einem Außenseitersieg.) Bei Festangestellten wie dem Sportdirektor Manuel Wilhelm denkt er wohl, dass sein Gehalt verblasst hinter seinen Millionen. Und sich für den amtsinhabenden Medien- und Sportunternehmer und gefeierten Kommentator innerhalb des DRV eine andere nützliche Aufgabe finden lässt, wo er nicht mehr durch eigene Meinung und eigenes Schaffen das Fünfzehnerprojekt stört.
So weit hätte es nie kommen dürfen. Aber wann der Punkt gewesen wäre, aus zu steigen kann ein Mensch aus Fleisch und Blut, ohne einen Schutzengel vor sich selber, oft erst im Nachhinein ermessen.
November 28, 2017

Uli Kiste said:

4025
PR-Bericht
Auf Planet Rugby gibt es eine recht viel glaubwürdigere Zusammenfassung der Ereignisse:http://www.planetrugby.com/news/loose-pass-395/.
@Thoben Lübbe: Termini wie \"Helden von Offenbach\" oder \"Nibelungentreue\" scheinen mir in diesem Zusammenhang sehr pathetisch und unangemessen.
@Totalrugby.de: Als professioneller Journalist halte ich Euer Kooperationsverhältnis mit dem DRV durchaus für sehr fragwürdig. Es ist für ein unabhängiges Medium eben nicht üblich, einer solchen Organisation \"Kommunikationskanäle bereitzustellen\".
November 28, 2017

Alexander Kühn said:

401
...
Autor Danny Stephens vom BRC, der vor einigen Jahren von den BRC-Spielern auf TR öffentlich angegangen wurde und danach seinen Hut nehmen musste und danach mehrfach ausfällig wurde, der scheint mir auch sehr objektiv.

Scheint für seinen Artikel so gut recherchiert zu haben, wie er beim BRC coacht.
November 28, 2017

Thomas Geißler said:

4026
rosarote Brille
Ich bin glühender Fan unserer 15: aber wahrscheinlich war ich bei den Spielen gegen die USA und Chile offenbar zu kritisch, da meine Wahrnehmung eine andere war, als durch die Brille von TR gesehen.
1. Weltranglistenplätze, wie die der USA sind auf absehbare Zeit Utopie. Die Amis waren körperlich so was von überlegen, das war ja erschreckend. Wenn dann unsere Profis nicht einmal eine Halbzeit gegenhalten können, zeigt dies: uns fehlt der Unterbau und Spielerpool mit entsprechendem Gardemass.
Gegen im Vergleich zu USA viel schwächere Chilenen das gleiche Bild: es fehlen Größe, Gewicht, Schnelligkeit und vor allem Kondition. Das war auch für einen zweiten Anzug zu wenig.
2. Helden von Offenbach
Weshalb diese Bezeichnung ? Es war ein B-Team und damit fertig, sie gingen ja nicht zur Schlachtbank.
3. Zwist mit WRA
Die WRA mag Fehler machen, sie wird aber so was von gebraucht! Schaut auf die DRV Seite: Übernahme von TR Artikeln, eigene Statements Mangelware. Der Vorstand hat sich nicht Journalisten zu stellen, sondern seinem bisherigen Partner ! Hier müssen Gespräche her oder ein neuer Vorstand.
Sorry, aber ich möchte nicht in die Rugby-Steinzeit zurück.
November 28, 2017

Matthias Hase said:

381
...
Welcher TR-Artikel wurde vom DRV auf seiner HP übernommen? Zudem kritisierst du, dass eigene Statements Mangelware sind, kritisierst aber einen Satz später, dass sich die DRV-Verantwortlichen nicht der Presse stellen sollen, was impliziert, dass sie dort wohl ihre Statements abgeben. Ja, was denn nun?
November 28, 2017

Christian Fischer said:

3424
...
Der DRV braucht die WRA, aber die WRA braucht den DRV nicht.
Nichts ist schwerer als der Rückzug aus einer unhaltbaren Position. Macht das beste.
November 28, 2017

Thorben Lüdde said:

4012
Tabubruch?
Habe eine erboste Email bekommen und eine aufgeregte Nachricht auf meinem AB von einem weiterem: Ich würde hier auf nette Art Rücktritte fordern. Dass das ein Riesentabubruch wäre. Man das von niemanden verlangen könne, egal wie ehrenhaft eingebettet und wieviel Geld und Blockadeauflösen das bringen würde.
Scheinheiligkeit hat mir sonst noch nie jemand vor geworfen. Der Vereinskamerad hat mich schon öfters falsch verstanden und könnte sich ja auch hier der Öffentlichkeit stellen.
November 28, 2017

Ralf Theune said:

3663
Es geht nicht um Personen
Mir wäre viel eher an einer Diskussion um den Status der Nationalmannschaft gelegen. Wenn das Wild-Team antritt, spielen nicht "wir". Mir fehlt die Identifikation. ich möchte betonen, dass es mir nicht um ein völkisch motivierte Abstammungsdebatte geht. Ich selbst habe als Deutscher für Luxemburg gespielt. In anderen Sportarten gab es mal den Begriff des "Sportdeutschen", der Spieler bezeichnet, die ungeachtet ihrer Abstammung in Deutschland von Jugend an ausgebildet worden sind. Das Niveau, das solche Spieler erreichen, zeugt vom Niveau der Sportart in diesem Land. Ein verfälschtes Bild gibt es, wenn voll ausgebildete Spieler in der Fremde angeworben werden.

Ich meine die Nationalmannschaft sollte ein Abbild des Deutschen Rugby darstellen. Wenn dieses sich auf einem Niveau mit Moldau und den Niederlanden bewegt, dann ist es so und kann und muss verbessert werden. Der Blick für Notwendigkeiten verstellt sich, wenn ich durch Zukäufe von Spielern aus der Welt ein Team forme, dass scheinbar von der Größe des deutschen Rugby kündet, aber damit gar nichts zu tun hat. Dazu beitragen kann auch eine oder besser mehrere Profivereinsteams, wenn der Markt das hergibt. Aber Loyalität gegenüber dem deutschen Rugby kann und darf man von diesen Spielern nicht erwarten.
November 29, 2017

Christian Fischer said:

3424
...
Wir stehen vor der Türe vom WC und ihr redet von Holland und Moldau?
"Und auf dem Weg nach unten genießen wir jeden Tag" #bitterschmunzel
November 29, 2017

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Zurab Zhvania (GEO)   3
Adrian Apostol (ROM)   3
Guillaume Rouet (ESP)   3

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Conversions - REC Division 1A

Bradley Linklater (ESP)   6
Valentin Calafateanu (ROM)   6
Dan Snee (ESP)   4
Ramil Gaysin (RUS)   4
Lasha Khmaladze (GEO)   4

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Penalties - REC Division 1A

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Chris Hilsenbeck (DRV)   4

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Yellow Cards - REC Division 1A

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