 Über Wiedenbrück, den SC Frankfurt 1880 und den RK 03 Berlin zum RC Toulon - der 20-jährige Timo Vollenkemper spielt künftig in Frankreich - (c) Jürgen Keßler
Der Berliner RC hat einen neuen Trainer, der RK 03 Berlin verliert einen Neuzugang, hat dafür aber einen neuen Australier an Bord! Außerdem hat sich auch im Pforzheimer-Spielerkader seit unserem letzten Update etwas getan. Wir bringen Euch auf den neuesten Stand in Sachen Bundesligawechseln.
In der Liga-Tabelle steht der Berliner RC nach 7 Spieltagen ganz am Ende, einen Platz den der ambitionierten Hauptstadtclub natürlich schnellstmöglich wieder verlassen möchte. Einer der Gründe für den Absturz der Spreestädter liegt mit Sicherheit darin begründet, dass sich das Team seit Beginn dieser Spielzeit gezwungenermaßen selbst trainieren musste, ein Manko welches von der Vereinsführung erkannt wurde und seit dieser Woche behoben ist. Der Neuseeländer Aaron Satchwell arbeitet seit Wochenbeginn bei den Rot-weiß-Schwarzen und wird versuchen, die Mannschaft um Ex-Nationalmannschaftskapitän Colin Grzanna so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller zu führen. Der ehemalige 38-jährige Kiwi war viele Jahre als Spieler und Trainer in Frankfurt aktiv und war erst zu Saisonbeginn als Chefcoach der Rot-Schwarzen ersetzt worden. "Aaron ist eine sehr sympathische Erscheinung und eine Autoritätsperson, dass hat uns zuletzt gefehlt" so Pressesprecher Elenio Mattera zur Verpflichtung des neuen Übungsleiters.
UPDATE: Der angekündigte Wechsel von Satchwell zum BRC hat sich inzwischen zerschlagen. Zwar stand der Coach mit dem Hauptstadtclub in Verhandlung, der junge Familienvater zog es aber aus privaten Gründen vor, nicht von Frankfurt nach Berlin umzusiedeln.
Einen hochkarätigen Abgang zu verzeichnen hat indes der RK 03 Berlin. Timo Vollenkemper, der erst zu Saisonbeginn aus Frankfurt zu den Ostberlinern gewechselt war, hat sich der Espoir (Nachwuchsmannschaft) des RC Toulons angeschlossen. "Das ganze hat sich ziemlich spontan mit einem Agenten entwickelt, ich habe jetzt erst einmal für ein Jahr unterschrieben und danach schauen wir weiter" kommentiert der 20-jährige Dritte-Reihe-Stürmer, der als eines von Deutschlands größten Rugbytalenten gilt, seinen Wechsel in den Süden Frankreichs. Beim RC Toulon trifft Vollenkemper nicht nur auf ein hochprofessionelles Umfeld und zahlreiche Weltklassespieler (Matt Gitteau, Mathieu Bastareaud, Juan Martin Fernandez Lobbe, Rory Lamont, Bakkies Botha, Carl Haymann, etc), sondern auch auf den Deutschen Nationalspieler Damien Tussac, der Timo in der letzten Saison den Sprung von der Nachwuchsmannschaft in den Herrenkader des französischen Spitzenteams vorgemacht hat. Noch nicht vorgestellt an dieser Stelle haben wir den neuen Australier im Team der Gelb-Schwarzen, den 19-jährigen 1. Reihe-Stürmer Todd Giddy. Dieser kommt vom Kemsey RC, dem Heimatverein von RK-Trainer Allan Nugent und ist laut Auskunft seines Trainers ein technisch starker Gedrängespiele, mit großen Führungsqualitäten und gesundem Vorwärtsdrang. In seiner Heimat spielte er in der NSW Country Competition, dass ist die 1. Liga Nord (Mid North Coast).
Nicht mehr ganz neu, aber an dieser Stelle noch nicht vorgestellt, wurde der Australier Callum Sauer. Der Zweite- und Dritte-Reihe-Stürmer der bereits vier Spiele für Tabellenführer TV Pforzheim bestritten hat, stammt aus der Nähe von Perth und gilt als exzellenter Gassespieler und talentierter Allrounder. Aufgrund seiner deutschen Wurzel wäre Sauer wohl auch für die DRV-Auswahlen spielberechtigt, vermutlich dürfte DRV-Sturmtrainer Kobus Potgieter den 22-jährigen beim Duell seines Heidelberger RK mit dem TV Pforzheim bereits etwas genauer unter die Lupe genommen haben.
31. August
Dass es in der Hintermannschaft der Goldstädter vor Talenten nur so wimmelt, stellte der Bundesligaaufsteiger am ersten Spieltag, gegen den TSV Handschuhsheim, eindrucksvoll unter Beweis. Einer der auffälligsten Akteure auf Seiten der Grün-Weißen war dabei der neuseeländische Schlussmann Jeremey Te Huia, dem gegen den Heidelberger Bundesligisten gleich zwei sehenswerte Versuche gelangen. Der 27 -jährige Kiwi erwies sich trotz seiner geringen Körpergröße, von nur 166 Zentimeter, als äußerst sicher unter den hohen Bällen und bei den Konterangriffen als nur schwer kontrollierbar. Te Huia war in Neuseeland unter anderem für Poneke aktiv und kann neben Schluss auch Verbinder spielen. Ein besseres Bild über die Spielkünste von Pforzheims Neuen könnt Ihr euch in diesem Videoclip verschaffen. Ebenfalls neu im Nordschwarzwald ist der 21-jährige Samoaner Afa Tauli. Der 188 cm große und 108 kg schwere Modelathlet überzeugte gegen die Löwen als harter Verteidiger und guter Ballträger. Tauli war zuletzt in Neuseeland bei den Fielding Old Boys Orua aktiv. Viel geschrieben wurde bereits über den möglichen Wechsel von Ex-RGH-Skipper Mustafa Güngör zu den Schwarzwäldern. Jetzt ist es offiziell der dreißigjährige Sportsoldat spielt mit sofortiger Wirkung beim Aufsteiger, dies teilte er seinen ehemaligen Teamkameraden nach deren erster Partie gegen den Berliner RC persönlich mit. Brisant: Schon am Samstag könnte es in der Bundesligabegegnung der beiden Vereine zu einem Wiedersehen zwischen Güngör und seinen alten Mannschaftskameraden kommen. Auch die Pforzheimer Trainerfrage ist inzwischen entschieden, der Australier Alan Edmond lenkt seit einigen Wochen die Geschicke des ambitionierten Liganeulings. Edmonds hatte in Australien beispielsweise HRK-Kapitän Sean Armstrong unter seinen Fittichen und möchte den TVP Schritt für Schritt an das Niveau der Spitzenteams heranführen.
Deutlich kürzer als geplant gestaltet sich der Aufenthalt der beiden Siebener-Nationalspieler Fabian Heimpel (20) und Florian Wehrspann (22) in Südafrika. Obwohl es in den drei Wochen ihres Aufenthalts sowohl für "Fabs", als auch für seinen Kumpel „Flo" sportlich nach Plan lief, haben sich die beiden DRV-Talente dazu entschieden ihren - eigentlich auf ein Jahr ausgelegten -Aufenthalt am Kap drastisch abzukürzen. Die Auswanderer werden bereits am kommenden Montag in Deutschland zurückerwartet und könnten unter Umständen schon gegen den RK Heusenstamm wieder zum Kader der Orangenen gehören.
Ein weiteres neues Gesicht in der Bundesliga ist Frankfurts Neuzugang Victor Gallo, der kräftige Venezolaner kommt aus der spanischen División Honor an den Main und macht mit seinen 190 cm und 115 kg sowohl als Prop, als auch als zweite Reihe Stürmer eine ausgesprochen gute Figur.
23. August
Den hochkarätigsten „Neuzugang“ hat mit Sicherheit der TSV Handschuhsheim an Land gezogen. Deutschlands Gedrängehalb-Supertalent Tim Menzel kehrt von seinem dreijährigen Gastspiel beim französischen U.S. Colomiers in den Lionspark zurück. Der 19-jährige der in der Fünfzehner-Nationalmannschaft sogar Ex-Kapitän Mustafa Güngör aus dem Trikot mit der Rückennummer 9 gespielt hatte, liebäugelte eigentlich mit einer Verlängerung seines Auslands-Engagement, hat sich aber in Ermangelung adäquater Vertragsangebote zu einer Rückkehr zu seinem Heimatverein durchgerungen. Ebenfalls neu im Kader der Weiß-Blauen ist der Tongaer Sani Lulu, der begnadete Tätowierer – Lulu tätowierte unter anderem zahlreiche internationale Rugbystars – war schon in der 7s-Series für den TSV im Einsatz und soll mit seinem Spielwitz in der kommenden Runde die Hintermannschaft der Löwen verstärken. Dank der guten Connections von Head-Coach Jan Ceselka konnten sich die Löwen nach dem Hannoveraner Kevin Riege ein weiteres Talent aus der U18-Nationalmannschaft „krallen“, vom TB Rohrbach kommt der vielseitig einsetzbare Ali Sürer. Ein besonderes Augenmerk auf die kräftigen Stürmer des Turn- und Sportvereins soll künftig Den Heidelberger Stadtteilverein verlassen wird 1. Reihe-Talent Marcus Bender, unzufrieden mit seiner Reservistenrolle zieht es den kräftigen Pfeiler ins Mutterland des Rugbys, wo er sich, nachdem er bei einem ersten Probetraining einen guten Eindruck hinterlassen hatte, in den „Farmteams“ des Moseley RFC für einen Platz im Kader des englischen Zweitligisten empfehlen möchte. Benders Kumpel und Vereinskollege Yassin Ayachi, der ebenfalls mit einem Wechsel über den Kanal liebäugelte, scheint nun aber doch am Neckar zu verbleiben.
„Nicht nachvollziehbar!“ ist das Verhalten von RGH-Kapitän Mustafa Güngör für seinen Präsidenten Jürgen Baust, berichtete die Heidelberger Rhein-Neckar Zeitung. Der 30-jährige Sportsoldat hatte nach der 7er-Serie seine Freigabe beantragt und war seitdem dem Trainingsbetrieb der Orangenen ferngeblieben. „Was Musti macht interessiert mich inzwischen nicht mehr“ hatte der verärgerte RGH-Vorsitzende gegenüber seinen Spielern und Vorstandskollegen geäußert - das Tischtuch scheint also zerschnitten und die Wahrscheinlichkeit, dass Güngör kommende Saison im Grün-Weißen Pforzheim-Jersey oder im Rot-Schwarzen Frankfurt-Dress aufläuft, nimmt zu. Nach längerer ausbildungsbedingter Rugbyauszeit zurückgekehrt ist der talentierte Hakler Manuel Kedro (21). Der ehemalige U18-Nationalspieler feierte in Holland sein Debüt im Herrenkader der Orangenen und hat sich in den letzten Wochen mit großem Trainingseifer für weitere Einsätze empfohlen.
In Pforzheim dürfte Güngör nun doch auf den stürmenden Spielertrainer Scott Bain treffen, der 28-jährige Kiwi entschied sich für einen Verbleib bei den Goldstädtern und gegen ein Engagement beim Deutschen Vizemeister. In Frankfurt war eine Stelle als Lehrer freigeworden, welche zuvor vom einmaligen Nationalspieler Sam Henderson ausgefüllt worden war, den es aufgrund von Heimweh zurück nach Neuseeland zieht und Bain war sowohl sportlich als auch beruflich als Hendersons Nachfolger gehandelt worden. Vom Rainey Old Boys Rugby Club in Nordirland wechselt der kräftige Prop Nathan Amos zu den Schwarzwäldern, der 120kg-Koloss war von den 80ern zu einem Probetraining geladen worden, konnte aber wohl nicht so nachhaltig überzeugen, als das es für einen Vertrag bei den Hessen gelangt hätte. Stattdessen zieht es Amos nun also zum Aufsteiger TV Pforzheim, wo der 33-jährige israelische Nationalspieler dem Gedränge der Grün-Weißen die benötigte Stabilität verleihen soll. Ebenfalls neu beim Zweitligameister der vergangenen Spielzeit ist der ehemalige Stuttgarter Rod Glessing. Der 29-jährige möchte nach sechs Monaten beim englischen Crawley RFC das Abenteuer 1. Bundesliga wagen. Indes hat Nummer 8 Alex McIntery seinen Wechsel zum TVP gecancelt, der Neuseeländer zieht ein attraktives Jobangebot in Australien, dem Wechsel nach Deutschland vor.
Frankfurts neuer Coach Sam Alatini wird übrigens erst kommenden Freitag (26. August) am Main erwartet. Die 7er-Spieler der Rot-Schwarzen hatten nach dem enttäuschenden 3. Platz beim Finalturnier der 7s-Meisterschaft drei Wochen trainingsfrei bekommen und Zweite-Mannschafts-Coach Daniel Cünzer hatte einige Trainingseinheiten geleitet, nachdem der bisherige Übungsleiter Aaron Satchwell aufgrund der starken Unzufriedenheit seiner Spieler geschasst worden war.
„Jugend forscht“ lautet das Motto beim RK Heusenstamm. Die Hessen planen zunächst sich ausschließlich mit Spielern aus der eigenen erfolgreichen U18 zu verstärken. Insgesamt 8 Ex-Junioren werden in den Bundesligakader aufrücken. Laut op-online.de könnten sich die „Füchse“ aber noch nach Verstärkung für den Sturm umsehen, da sich mit dem 32-jährigen 2,07m-Schlacks Martin Förtsch (Karriereende) und dem 1,92m langen Torsten Seuberth, der 36-jährige kehrt zurück zum SC Frankfurt 1880, die zwei längsten Kerls aus dem Team verabschiedet haben.
Das Rätselraten um SC Neuenheims neuen Zimbabwer ist beendet, die Königsblauen konnten für die neue Spielzeit Gerald Sibanda unter Vertrag nehmen. Der 25-jährige zimbabwische 7er-Nationalspieler ist im 15er-Rugby ein explosiver Außen- und Innendreiviertel - ähnlich wie sein Landsmann und neuer Teamkollege Manasah Sita - und wie man in diesem beeindruckenden Youtube-Clip sehen kann nicht nur ein hervorragender Scorer, sondern auch ein begnadeter Showman. Neu im Neuenheimer Trainerteam ist die ehemalige Weltklasse-Triathletin und Rugby-Nationalspielerin Katja Schumacher. Die Tochter von Neuenheims langjährigem Spieler, Jugendwart und Teamarzt Prof. Dr. Gisbert Schumacher, hatte 2004 nach positiver Dopingprobe Schlagzeilen geschrieben und war für 10 Monate von sämtlichen Wettkämpfen ausgeschlossen worden, um sich 2005 mit einem sechsten Platz beim Ironman in Hawaii eindrucksvoll zurückzumelden. Künftig soll die 43-jährige den Spielern des Sportclubs als Fitnesstrainerin Beine machen. Das dürfte auch US-Boy Kalei Konrad betreffen, der laut Rhein-Neckar Zeitung im Laufe der Vorrunde von der San Diego State University zum mitgliederstärksten Verein Deutschlands wechseln wird. Den SCN verlassen wird der Schweizer Manuel Schneider, der 20-jährige Zweite- und Dritte-Reihe-Stürmer hatte in der vergangenen Spielzeit 13 Pflichtspiele für die Blauen bestritten und wird in der kommenden Runde wieder für den RC Basel auf Eierjagd gehen.
Der neue Schlussmann des Heidelberger Ruderklubs heißt Luke Muggeridge und spielte zuletzt für den Mid Western Rugby Club in der neuseeländischen Provinz Northland. Der gebürtige Waliser gilt als hervorragender Kicker und könnte damit einer der letzten Schwächen im HRK-Spiel, die durchwachsene Kickausbeute, effektiv beheben. Empfohlen hat den Neuzugang 80 Frankfurts ehemaliger Gedrängehalb Adam Clarke, der seinerseits für Northland im ITM-Cup aktiv ist und nicht wie noch vor einigen Wochen spekuliert zum Deutschen Meister wechseln wird.
4. August
Ein ganz großes Stühlerücken zeichnet sich beim SC Frankfurt 1880 ab. Nach dem zweiten Vize-Titel in Folge, wird bei den 80ern scheinbar nicht nur die sportliche Leitung gewechselt, sondern auch einer großer Teil des Spielerpersonals ausgetauscht. Während Flanker Karsten Dobs, eines der Frankfurter Eigengewächse, welchem es trotz großer Bemühungen nicht gelungen ist, sich einen fixen Platz im Profikader der Rot-Schwarzen zu sichern, künftig für den Nord-Zweitligisten HRC auflaufen wird, wird der ehemalige 80-Profi Bevan Gray neuer Spielertrainer bei der TGS Hausen. Der einst so pfeilschnelle Neuseeländer, hatte in der letzten Spielzeit noch einmal einen Anlauf für ein Comeback in der höchsten Spielklasse genommen, war in der Bundesligamannschaft der Hessen aber gar nicht zum Zug gekommen und auch sein Debüt in der 7er-Nationalmannschaft des DRV, im Rahmen der Amsterdam 7s, hatte sich nicht als sonderlich erfolgreich erwiesen. Neben Dobs und Gray haben mit dem bärenstarken Fiji-Achter Peniasi Tokakece, dem gerade aus Schottland zurückgekehrten Kiwi Andrew Porter und dem in der letzten Spielzeit so enorm verbesserten ehemaligen Stuttgarter Carlos Soteras Merz gleich drei Leistungsträger ihre Freistellung bei der DRV-Passstelle beantragt. Zudem ist auch der in der letzten Woche angekündigte Wechsel von Sturmtalent Timo Vollenkemper zum Bundesligakonkurenten RK 03 Berlin bestätigt.
Während die 80er also zunächst eifrig Spieler abbauen, rüstet ihr größter Titelkonkurrent, Meister Heidelberger RK, unbeirrt auf. Neben den bereits in der letzten Woche vermeldeten Wechseln von Prop Luis Vasquez und Hakler Jerome Himmer (beide vom SC Neuenheim) wechselt auch der erfahrene Kiwi Shaun Walker die Neckarseite. Der spielfreudige Neuseeländer ist in der Hintermannschaft vielseitig einsetzbar und kann daher als Ergänzungsspieler zahlreiche Positionen auf hohem Bundesliganiveau abdecken. Der inzwischen 35-jährige Kiwi spielt bereits seit 2008 in Deutschland und war als Verbinder maßgeblich am kurzen Zwischenhoch der inzwischen wieder in die Regionalliga abgestürzten „Rheinfalken“ aus Karlsruhe beteiligt. Ebenfalls aus Karlsruhe kommt Mawuli Amefia, der Rugby-League-Nationalspieler wechselt vom Regionalligisten zum Meister, um sich dort der Herausforderung 1. Bundesliga zu stellen. Angesichts der hochkarätigen Konkurrenz im Kader des Triple-Siegers, dürfte Amefia sich aber zunächst eher im Zweitligakader der Heidelberg-Kirchheimer wiederfinden. Überraschend ihre Freigabe beantragt haben gleich drei HRK-Urgesteine. Flanker Carlo Schmidt hat vermutlich aus Studiengründen seinen Pass angefordert, der ehemalige U21-Nationalspieler studiert seit einigen Semestern in Karlsruhe, worunter seine Trainingsbeteiligung in der letzten Spielzeit so sehr litt, dass der gute Verteidiger seinen Stammplatz im Kader des Spitzenteams hatte räumen müssen. Als Pokerspiel kann man die Freigaben der beiden DRV-Nationalspieler Steffen Liebig (22) und Patrick Schliwa (26) deuten, schließlich waren die beiden zuletzt nicht nur Stammspieler im Meisterteam des Ruderklubs, sondern es dürften sich auch nirgends in Deutschland bessere Rahmenbedingungen für ambitionierte Nationalspieler finden lassen, als beim Meister der letzten beiden Spielzeiten. Bei weiteren Leistungsträgern hat man solchen Hängepartien durch frühzeitige Vertragsverlängerungen vorgebeugt, so wurde der Profikontrakt mit 7er- und 15er-Nationalspieler Tim Kasten jüngst um drei Jahre verlängert, allerdings unter der Auflage, dass Kasten parallel eine Ausbildung zum Sportkaufmann, bei der WRA (Wild Rugby Academy), absolviert. Die Schulbank wird der 28-jährige Hannoveraner wohl gemeinsam mit Innendreiviertel Anjo Buckman (22) drücken, der unter ähnlichen Bedingungen verlängert hat.
Einen körperlich ganz starken Mann hat sich der Sportclub Neuenheim geangelt, Lucian Drelciuc, letztes Jahr noch für den Heidelberger RK, dort allerdings vorwiegend in der 2. Mannschaft, aktiv, wird der Rumäne in der neuen Runde für die Königsblauen auflaufen. Der 27-jährige Muskelprotz ist mit einer Profi-Volleyballerin liiert, die 2009/2010 für den SV Sinsheim in der Bundesliga aufschlug und wohl in der neuen Saison in die Rhein-Neckar-Region zurückkehren wird. Beim Sportclub wird man sich nach dem gewaltigen Aderlass der letzten Wochen und Monate über die „kräftige“ Unterstützung Drelciucs, der als Innen- und Eckdreiviertel eingesetzt werden kann und ein ähnlicher Spielertyp wie der wechselwillige Udo Schwarz ist, freuen. Außerdem soll zur neuen Spielzeit ein weiterer Spieler aus Zimbabwe den Weg zum Bundesligafünften der letzten beiden Spielzeiten finden, ob und wann der bisher unbekannte Landsmann von SCN-Star Manasah Sita wirklich am Neckar aufschlägt bleibt allerdings abzuwarten. Indes zeichnet sich eine leichte Trendwende im Fall Oliver Paine ab, der schmächtige Verbinder könnte jetzt womöglich doch noch eine Saison in der Kurpfalz dranhängen, während sein Bruder Sam mit dem Ende seines Erasmus-Jahres auf die Insel zurückkehren wird. Angeblich trägt sich auch der ehemalige holländische U19-Nationalspieler Willem van Keele mit Abwanderungsgedanken, der 21-jährige brachte es in der letzten Spielzeit trotz zahlreicher Verletzungen immerhin auf 14 Einsätze im Bundesligateam des Heidelberger Stadteilvereins und überzeugte dabei als grundsolider Außendreiviertel.
Gemessen an den Neuverpflichtungen scheint Bundesliganeuling TV Pforzheim durchaus gewillt das Spitzenduo der Bundesliga 2011/2012 gehörig auf die Probe zu stellen. Für zahlreiche neuseeländische Neuzugänge ist bereits eine Spielererlaubnis für die Bundesligapremierensaison der Goldstädter beantragt worden. Einer von diesen Neuzugängen ist Nummer 8 Alex McIntyre, der 187cm große und 105kg schwere Dritte-Reihe-Stürmer spielte zuletzt Clubrugby für die Auckland University und war mit 13 Versuchen in eben so vielen Partien, Top Try Scorer des Universäts-Clubs. Von den Qualitäten McIntyres könnt ihr Euch in diesem Youtube-Clip ein besseres Bild machen. Ebenfalls neu im Pforzheimer Kader ist der ehemalige neuseeländische U19-Nationalspieler Jacob Kennedy. Der 28-jährige bringt bei einer Körpergröße von 183cm 90kg auf die Waage und ist in der Hintermannschaft vielseitig einsetzbar. Er vertrat die neuseeländischen Farben nicht nur im Jugendbereich, sondern der 7er-Experte, der von den Hakwes Bay Magpies nach Pforzheim wechselt, war 2010 für die neuseeländische Auswahl bei den Roma Sevens u.a. an der Seite von All Blacks-7s-Kapitän DJ Forbes und Superstar Tomasi Cama, aktiv. Im 15er-Rugby stand Kennedy im Kader des spanischen Europacup-Teilnehmers El Cetransa El Salvador und der Wellington Hurricanes. Er gilt als sehr schneller Spieler mit hervorragender Spielübersicht, starker Verteidigung und überdurchschnittlichem Kickspiel, weshalb es nicht verwundert, dass er bevorzugt als Schlussspieler agiert. Mit Jason Kupa haben die Grün-Weißen einen weiteren absoluten Topakteur in den Schwarzwald gelockt. Der 28-jährige Kumpel von Kennedy spielt genau wie dieser im neuseeländischen ITM-Cup (ehemals Air New Zealand Cup) für Hawkes Bay und stand dabei gegen zahlreiche aktuelle All Blacks erfolgreich seinen Mann. Kupa 180cm groß und 89kg schwer ist ein überaus starker Verteidiger und überzeugt im Angriffsspiel durch schnelle Füße und Zug zum gegnerischen Malfeld. Auch von dem dynamischen Außendreiviertel gibt es Highlights in Form eines Youtube-Clips. Den TVP verlassen wieder verlassen wird Dritte-Reihe-Stürmer Asaheli Lelaui, der nach einem nur sehr kurzen Gastspiel an der „Pforte zum Schwarzwald“ nach Neuseeland zurückkehrt.
Vom Berliner RC, dem erfolgreicheren der beiden Hauptstadtclubs, hat man noch nicht viel über Neuzugänge für die kommende Spielzeit gehört. Bis jetzt scheinen die Rot-weiß-Schwarzen auch noch keine neuen Pässe registriert zu haben, müssen aber dafür aber ein paar weitere Abgänge verzeichnen. Verbinder Sandy Oberpilcher zieht es nach seinem zweiten erfolglosen Bundesliga-Gastspiel, zurück zum USV Potsdam und Hakler Jannis Schax, ehemals für Hannover 78 und die Deutsche U19-Nationalmannschaft aktiv, hat vorerst seine Freistellung beantragt und somit bis zum 11. Spieltag Zeit, sich einen neuen Verein zu suchen.
Hannover 78 verlassen hat Routinier Andy McGee, der 32-jährige kehrt nach zwei Jahren „Am Schnellen Graben“ zum DRC Hannover an die Beeke zurück.
29.07.2011
Wo wir bei vereinslosen Spielern sind, kommen wir gleich zum prominentesten Bundesliga-Spieler ohne Verein. RGH- und 7er-Nationalmannschaftskapitän, Mustafa Güngör, hat bei Bundesligaspielleiter Herber Lütge seine Spielerlaubnis angefordert und ist damit zur Zeit offiziell vereinslos. Während man in der Vorstandschaft der Rudergesellschaft Heidelberg bereits mit Planungen für eine würdevolle Verabschiedung des hochverdienten Spielführers begonnen hat, dürfte die ligainterne Konkurrenz ihr Werben um den gebürtigen Aachener weiter intensivieren. Ausgeräumt sind indes die Fragezeichen hinter dem zweiten RGH-Leitwolf, Erste-Reihe-Stürmer Tim Coly. Der 32-jährige Nationalspieler, in der abgelaufenen Spielzeit aufgrund von Vaterfreuden, Verletzungen und beruflichen Verpflichtungen nur äußerst sporadisch im Einsatz, hat Jamie Houston, seinem neuen Trainer und ehemaligen Nationalmannschaftskumpel, im Laufe der Woche signalisiert, dass er in neuen Runde noch einmal voll angreifen wird. Ansonsten bewegt sich nicht viel im Kader der RGH, sicherlich auch deshalb, weil der neue Teammanager Rudolf „Bazi“ Finsterer, in den letzten Wochen im Urlaub weilte und daher wenig Zeit fand, sich allzu ausgiebig mit der Kaderplanung zu beschäftigen.
Ganz und gar nicht untätig war man in den letzten Wochen beim RK 03 Berlin. Nach der enttäuschenden letzten Saison, beerbt der Australier Allan Nugent seinen Vorgänger Lofty Stevenson, mit dem die Ostberliner in seiner einjährigen Amtszeit nie so richtig warm wurden. Nugent ist kein Unbekannter an der Spree, schon in der Saison 2009/2010, der bisher erfolgreichsten in der RK03-Geschichte, stand der Mann mit dem charakteristischen Cowboyhut bei den Gelb-Schwarzen an der Seitenlinie, bevor er aus persönlichen Gründen nach nur einem Jahr sein Gastspiel in der Bundeshauptstadt beendete. In der kommenden Runde soll nun mit Nugent zuletzt so schmerzlich vermisste Dinge wie bedingungsloser Teamgeist, Spielwitz und Angriffslust an die Buschallee zurückkehren. Personel hat sich einiges getan beim Vorletzten der letzten Saison. Sicher ist der Zugang von Rico Schomacker, der Hohen Neuendorfer stand 2009/2010 im Kader von Vizemeister SC Frankfurt 1880, bevor er zu seinem Heimatverein zurückkehrte. Nach einer Saison in der 2. Bundesliga zieht es den schlaksigen Zweite- und Dritte-Reihe-Stürmer nun zurück ins Oberhaus. Beim RK 03 soll der 21-jährige den chronisch unterbesetzten Sturm vor allem in der Gasse sinnvoll verstärken. In Berlin dürfte Schomacker auf einen alten Bekannten treffen. Timo Vollenkemper, die letzten beiden Spielzeiten bei den 80ern aktiv, zieht es wohl aus studiengründen in die Hauptstadt und dort zum Bundesligavorletzten. Dort kann man dem 20-jährigen zwar nicht die erhofften Profibedingungen bieten, dafür möchten die Ostberliner in einem ähnlichen familiären Umfeld wie bei seinem Heimatverein, dem Wiedenbrücker TV, die großen Potentiale des 196cm großen und 106kg schweren Sturmtalents freisetzen. Über großes Potential verfügt auch der dritte Berliner Neuzugang, vom Triple-Sieger Heidelberger RK kommt 7er-Nationalspieler Jerome Ruhnau zum Rugby Klub 03. Dem 20-jährige ehemalige Düsseldorfer, war es zwar nicht gelungen, sich im 15er-Kader des Meisters zu beweisen, doch bei der Deutschen 7er-Meisterschaft war die Sprintstärke des jüngeren der beiden Ruhnau-Brüder der große Sieggarant für das Profiteam aus der Kurpfalz. Beim RK03 dürfte es für den Modelathleten kaum Anlaufschwierigkeiten geben, kennt er doch viele seiner Mitspieler bereits aus der Deutschen 7er-Nationalmannschaft.
Beim SC Frankfurt 1880 dürfte es zur neuen Saison auch einen neuen Trainer geben. Aaron Satchwell, der vor seiner Tätigkeit die 80er als Kapitän aufs Feld führte, scheint nach zwei verpassten Meistertiteln in Folge sein Kredit bei Mäzen Dr. Ulrich Byszio verspielt zu haben, zumal die Fähigkeiten des 37-jährigen als Übungsleiter von seinen Spielern zuletzt hinter vorgehaltener Hand immer wieder heftig kritisiert wurden. Allerdings dürfte der ehemalige US-Nationalspieler den Hessen in einer Managementfunktion erhalten bleiben, da er sich gerade bei der Akquise von hochkarätigen Zugängen aus dem Ausland mit seinem guten Riecher einen Namen gemacht hat. Einer dieser Neuzugänge ist Zweite-Reihe-Stürmer Casey Gibson. Der Neuseeländer kommt vom schottischen Zweitligisten Falkirk RFC und gilt als hervorragender Gassespieler mit einem feinen Näschen für den Weg in des Gegners Endzone. Beides Fähigkeiten, die Gibson auch schon gegen die DRV-Nationalmannschaft unter Beweis stellte, als der Blondschopf für die siegreiche Auswahl der neuseeländischen Botschaft im Einsatz war. Trainiert werden die Frankfurter in der neuen Runde vermutlich vom Tongaer Sam Alatini, der 38-jährige bestritt zwischen 1994 und 2000 als Innendreiviertel sechs Länderspiele für die Nationalmannschaft des Inselstaates und war in den letzten Jahren als Spieler und Trainer in Großbritannien aktiv. Sein jüngerer Bruder Pita (35) brachte es als Innendreiviertel zwischen 1999 und 2001 auf 20 All Blacks Caps und zu zahlreichen Super-Rugby-Einsätzen für die Crusaders, Chiefs, Highlanders und Hurricanes.
Auch bei Frankfurts Halbfinal-Gegner 2010, dem TSV Handschuhsheim, ist Bewegung im Kader. Nach dem Karriereende von Topscorer Alexander Pipa drohen die Löwen mit 7er-Nationalspieler Yassin Ayachi und Prop Marcus Bender zwei weitere Integrationsfiguren zu verlieren. Beide weilen zur Zeit beim englischen Zweitligisten Moseley RFC, ein Klub mit dem die Löwen seit vielen Jahren auf sämtlichen Ebenen enge freundschaftliche Verbindungen pflegen. Insbesondere Bender soll zuletzt mit seiner Reservistenrolle beim Bundesligadritten äußerst unzufrieden gewesen sein, weshalb in ihm der Gedanke reifte das Abenteuer England zu wagen. Ob es für die beiden 23-jährigen Handschuhsheimer Eigengewächse am Ende allerdings für ein längeres Engagement bei den Briten reicht, werden wohl erst die nächsten Wochen zeigen.
Auch beim Zaunnachbarn aus Neuenheim tut sich so etwas. Aufatmen kann man, weil sich die Abwanderungsgedanken von Flügelflitzer Manasah Sita glücklicherweise neuerlich als Ente erwiesen und das obwohl The Herald (Zimbabwe) von bevorstehenden Probetrainings des zimbabwischen 7er-Nationalspielers beim französischen Vizemeister Montpellier und Top14-Absteiger Bourgouin berichtete. Während Sita den Königsblauen also erhalten bleibt, wechselt Erste-Reihe-Stürmer Luis Vasquez Verein und Neckarseite. Der 28-jährige Nationalspieler Venezuelas möchte sich nach überstandener Knieverletzung sportlich weiterentwickeln und zieht daher das leistungsorientierte Umfeld beim Ruderklub den familiären Strukturen beim mitgliederstärksten Rugbyverein Deutschlands vor. „Ich bin nicht hier um Freundschaften zu schließen, sondern um möglichst gut Rugby zu spielen“, rechtfertige Vasquez seine Entscheidung, die bei seinen alten Vereinskameraden nicht auf allzu große Gegenliebe gestoßen ist. Beim Meister passt Vasquez sehr gut in die Personalplanungen, da seinen künftigen Erste-Reihe-Kollegen Widiker, Schliwa und Zeiler, eine Saison mit der Dreifachbelastung aus Europacup, Nationalmannschaft und Meisterschaftsrunde bevorsteht. Ebenfalls in Richtung Ruderklub zieht es Nachwuchsmann Jerome Himmer, der 20-jährige Hakler und Sohn von Ex-Nationalspieler Jens Himmer, beginnt eine Ausbildung bei der Wild Rugby Academy, dürfte aber in naher Zukunft höchstens für die 2. Mannschaft des Meisters in Frage kommen. Neu im SCN-Kader ist der Neuseeländer Sam Harris. Der vielseitig einsetzbare Hintermannschaftsspieler aus Auckland kam erstmals im Rahmen der neuen 7er-Serie zum Einsatz und hinterließ dabei einen durchaus soliden Eindruck. Zurück im Kader der Neuenheimer ist der paraguayanische Dritte-Reihe-Stürmer Oscar Merino, der zuletzt auf der spanischen Ferieninsel Fuerteventura als Rugbyspieler aktiv war. Merino gilt als hervorragender Ballträger und harter Verteidiger und könnte beim SC Neuenheim die Lücke vom in die Heimat zurückgekehrten Holländer Dirk Danen füllen.
Viel ist bisher nicht bekannt von der Kaderplanung des Berliner RC, der zweite Hauptstadtclub soll sich zuletzt ebenfalls um die Dienste von Jerome Ruhnau beworben haben, scheint aber nun im Tauziehen mit dem Ostberliner Stadtrivalen den Kürzeren gezogen zu haben. Immerhin wechselt mit dem Deutsch-Neuseeländer Josh Aitken ein Spieler mit einer durchaus beeindruckenden Rugby-Vita zu den Rot-weiß-Schwarzen. Der Kiwi wuchs in Australien auf und war unter anderem Mitglied der Reds-Academy und im „Queensland Premier Rugby“-Wettbewerb für die Sunshine Coast Stingrays, aktuell trainiert von Ex-Wallaby Toutai Kefu, aktiv. In der letzten Saison spielte Aitken in Braunschweig für die Welfen und war als Dritte-Reihe-Stürmer einer der Motoren hinter dem Zweitligaaufstieg der Niedersachsen.
In der ehemaligen Rugbyhochburg Hannover gibt es mit 78 nur noch einen Bundesligist und der ist spätestens seit der Rückkehr von Headcoach Carsten Segert Ziel der talentiertesten Spieler in der Messestadt. Daher verwundert es nicht, dass mit den ehemaligen Junioren-Nationalspielern Zweite-Reihe-Stürmer Jörn Schröder (TSV Victoria Linden) und Dritte-Reihe-Stürmer Yasar Bauer (VfR Döhren), gleich zwei große Talente den Weg an den „Schnellen Graben“ gefunden haben. Ebenfalls neu im Kader ist Eckdreiviertel Dennis Hoppmann (TSV Victoria Linden), doch der hochkarätigste Neuzugang ist mit Sicherheit 7er-Nationalspieler Timur Tekkal, der in der Bundesliga auch schon für Serienmeister DRC Hannover am Ball war und über jede Menge Länderspielerfahrung in der 15er- und 7er-Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes verfügt.
Auch Aufsteiger TV Pforzheim ist mit seinen Kaderplanungen noch nicht am Ende, aktuell suchen die Goldstädter einen neuen Übungsleiter, als heiße Kandidaten gelten Ex-7er-Nationalcoach Lofty Stevenson und der erfahrene Bundesligatrainer Günther Sträßer.
Meister Heidelberger RK ist mit der Zusammensetzung seines Teams hingegen weitestgehend am Ende. Aus Neuseeland soll noch ein Schlussspieler kommen, wohingegen der Wechsel vom DRV-Nationalspieler Gilles Pagnon inzwischen vom Tisch ist. Angeblich lagen die Gehaltsvorstellungen des Deutsch-Franzosen zu weit von denen der HRK-Führung entfernt.
24. Juni
Den Anfang macht standesgemäß der Deutsche Meister Heidelberger RK, der gerade im Hinblick auf die Europacup-Saison 2011/2012 danach bestrebt ist, seinen erfolgreichen Kader weiter qualitativ zu verbessern. Als größte Baustellen wurden beim Champion die erste Sturmreihe und die Innenpositionen ausgemacht. In beiden Mannschaftsteilen ist der Klub ausschließlich mit Nationalspielern besetzt, wäre aber im Verletzungsfall nicht dazu in der Lage, seine Leistungsträger auf dem gewünschten Niveau zu ersetzen. Es ist also davon auszugehen, dass hier in den nächsten Wochen ein paar spannende Wechsel vermeldet werden. Als beinah sicher gilt der Zugang von Kiwi Adam Clarke, der gelernte Gedrängehalb spielte bereits beim Vizemeister SC Frankfurt 1880, war aber mit dem Setup der Hessen nie so 100% zufrieden. Im 2010 zog es Clarke, der mit den australischen Western Force Super-Rugby Erfahrung sammelte, bevor eine schwere Nackenverletzung die Fortführung seiner Karriere bedrohte, dann zurück nach Neuseeland. Dort spielte er ITM Cup für die neuseeländische Provinz Northland, verpasst es aber sich neuerlich einen der begehrten Super-Rugby-Verträge zu sichern. Der Kontakt mit dem Deutschen Meister, wurde während der Hong Kong 10s 2011 intensiviert. Damals reiste der 27-jährige mit den WILD Titans zu dem weltbekannten 10er-Turnier und war als Innendreiviertel auffälligster Akteur im Trikot der Grünen. Vielleicht trifft der Kiwi in Heidelberg auf einen Weggefährten aus gemeinsamen Frankfurter Tagen. Der 20-jährige Timo Vollenkemper, einst eines der größten Talente Rugby-Deutschlands und von zahlreichen Klubs im In- und Ausland begehrt, denkt nach seiner, von vielen Verletzungen überschatteten, zweiten Spielzeit beim Vizemeister, schon einmal laut über einen Wechsel zum großen Konkurrenten der Rot-Schwarzen nach (Quelle: Frankfurter Neue Presse). Ob allerdings auch Klub-Trainer Kobus Potgieter den 196cm-Schlaks auf seinem Einkaufszettel hat, bleibt abzuwarten. Sollte es mit dem professionellen Vertrag bei den Heidelbergern nicht hinhauen, könnte es Vollenkemper, der einst sogar vom französischen Erstligisten Metro Racing Paris umworben worden sein soll, ins Ausland ziehen. Auch das frühzeitige Karriereende, zugunsten eines Universitätsstudiums, gilt als Option für den talentierten Zweite- und Dritte-Reihe-Stürmer. Verlassen wird den Klub 7er-Nationalspieler Jerome Ruhnau, der 19-jährige Sportsoldat scheiterte in Heidelberg an dem Versuch sich in der Bundesligamannschaft das Meisters zu etablieren und packt nach einer Saison mit nur einem Bundesligaeinsatz, in welchem dem schnellen Eckdreiviertel immerhin zwei Versuche gelangen, seine Koffer und zieht aus studiengründen nach Berlin. Von den beiden Hauptstadtclubs in Liga eins, hat momentan der RK 03 Berlin die besten Karten, den Flügelflitzer in der kommenden Saison in den eigenen Reihen zu wissen.
Beim Sportclub Frankfurt 1880 haben die hochkarätigen Wintereinkäufe John Pareanga, Eugene Smith, Josh Keys und Wayne Hughson bereits die Spinde geräumt und sind nach Neuseeland zurückgekehrt. Dafür ist die Rückkehr von Kiwi-Landsmann Andrew Porter bereits in trockenen Tüchern. Der strohblonde Dritte-Reihe-Stürmer, spielte die letzte Saison in Schottlands erster Liga und wird schon in der 7er-Serie wieder für den 15er-Vizemeister aktiv sein. Ebenfalls an den Main ziehen könnte es Pforzheims Scott Bain, ebenfalls ein Mann für die 3. Sturmreihe. Wenn man den Gerüchten glauben schenken darf, liebäugelt der Spielertrainer der Goldstädter mit einen Wechsel in die Bankenmetropole, wo er gar als Nachfolger des erfolglosen Head Coachs Aaron Satchwell ins Gespräch gebracht worden ist. Ex-U21-Nationalspieler Niklas von Reischach, der zuvor in der Bundesliga für die RG Heidelberg und in Liga zwei für StuSta München nach dem Ei jagte, wechselte studienbedingt von der Isar an den Main und wird in der kommenden Spielzeit versuchen, einen Platz im illustren Kader der Schwarz-Roten zu ergattern. Der 22-jährige kann sowohl als Dritte-Reihe-Stürmer, als auch als Außendreiviertel eingesetzt werden.
Beim TSV Handschuhsheim hat man die Fühler nach Kevin Riege, der zuletzt als Kapitän und Außendreiviertel der Deutschen U18-Nationalmannschaft für Schlagzeilen sorgte, ausgestreckt. Den schnellen Hannoveraner, der in der 2. Bundesliga für die SG Germania List spielte, zieht es aus Ausbildungsgründen an den Neckar. Zunächst schien es zwar, als würde Riege den RGH-Hannoveranern Härtel, Wehrspann und Himmer folgen, doch der Ruf seines ehemaligen Auswahltrainers und Löwen-Coach Jan Ceselka scheint nun den Ausschlag für einen Wechsel zum „Deutschen Amateurmeister“ gegeben zu haben. Dabei war Cheftrainer Jan Ceselka selbst, bis vor kurzem als neuer Trainer des Berliner RC im Gespräch. Eine Einigung mit den Westberlinern kam aber nicht zustande. Der beste Löwe der vergangenen Spielzeiten, Dritte-Reihe-Stürmer Alexander Pipa, hat indes seine Rugbykarriere beendet. Der 28-jährige ehemalige 7er- und 15er-Nationalspieler erzielte in den letzten drei Saisons 59 Versuche in 60 Pflichtspielen und war 2009 und 2010 bester Try-Scoerer der gesamten Rugby-Bundesliga. Ab der kommenden Spielzeit hat sich der Diplom-Betriebswirt aber dazu entschieden sich ins Privat- und Berufsleben zurückzuziehen und seine bemerkenswerte Spielerlaufbahn zu beenden.
Viel Neues gibt es bei der RG Heidelberg. Zur spannendsten Änderung kommt es dabei auf der Trainerbank. Altmeister Rudolf „Bazi“ Finsterer wechselt vom Sportplatz ins Management der Orangenen und überlässt seinen Platz am Seitenrand dem ehemaligen Frankfurter-Profi, Nationalspieler und aktuellen Fitness-Coach der 7er-Nationalmannschaft Jamie Houston. Engländer Houston hatte schon in der Saisonvorbereitung 2010 mit den „Orange Hearts“ gearbeitet und dabei so einen guten Eindruck hinterlassen, dass man bei der Rudergesellschaft große Anstrengungen unternommen hat, um den 28-jährigen, der seine Spielerlaufbahn aufgrund einer Nackenverletzung vorzeitig beenden musste, an den Harbigweg zu lotsen. Keine Angst vor Houstons Fitnessprogramm haben mit Sicherheit die beiden US-Boys Mark Howder und Cameron Freeman. Die kräftigen Soldaten, denen als bärenstarke Innenpaarung jüngst mit den Ramstein Rogues der Aufstieg in die 3. Liga Süd-West gelang, wurden von Ex-RGHler Andreas Hacker empfohlen und haben in der 7s-Vorbereitung bereits einige Trainings beim Bundesligavierten der vergangenen Spielzeit bestritten. Die Dienste der beiden durchbruchstarken US-Amerikaner könnten sich auch deshalb als besonders wertvoll erweisen, weil es RGH-Playmaker Fabian Heimpel (20) und seinen Kumpel, den pfeilschnellen Außendreiviertel Florian Wehrspann (22), für eine einjährige Rugbyausbildung nach Südafrika zieht. Dort wollen die beiden Talente sich, wenn möglich, bis in die 1. Mannschaft des Kapstädter Spitzenteams UCT kämpfen, ein Kunststück welches zuletzt den Nationalspielern Bodo Sieber und Philipp Baier gelungen war. Ersterer wohnt nach wie vor am Kap und unterstützt die beiden tatkräftig bei ihrem spannenden Unterfangen. Auch der Sturm der Rudergesellschaft erwartet Zuwachs, der slowenische Nationalspieler Tit Hocevar, der zuletzt in der englischen National League für u.a. für die Oxford Harlequins und die London Welsh stürmte, wird die 1. Sturmreihe der Rudergesellschaft verstärken. Wilde Gerüchte Ranken sich um einen Wechsel von RGH-Kapitän Mustafa Güngör. Nach dem TV Pforzheim soll auch der SC Frankfurt 1880 in den Poker um den 30-jährigen eingestiegen sein. Frankfurts Mäzen Dr. Ulrich Byszio, gilt seit Jahren als erklärter Fan des trickreichen 7er- und 15er-Nationalspielers und hat schon einige Male versucht den gebürtigen Aachener an den Main zu lotsen. In dieser Saison könnte es gelingen, wenn man in der Lage ist dem Sportsoldaten ein lukratives Paket zu schnüren.
Der Sportclub Neuenheim arbeitet stets heimlich an seinem Kader, einige Informationen sind aber doch durchgesickert. Die Neuenheimer Dauerbrenner Dr. Jan Becker (beruflich nach München) und Shaun Smit (Karriereende) werden in der kommenden Saison vermutlich genauso wenig zur Verfügung stehen, wie der holländische 7er-Nationalspieler Dirk Danen (zurück nach Holland) und die Brüder Sam und Oliver Paine (zurück nach England). Erste-Reihe-Stürmer Klaus Mainzer, in den letzten Jahren nach einem Zerwürfnis mit der Führungsetage der Königsblauen nur im Regionalliga-Team der Neuenheimer aktiv, scheint sich für einen Wechsel zum Bundesligaaufsteiger TV Pforzheim entschieden zu haben. Folgen könnte ihm der Ex-Pforzheimer Udo Schwarz, der nach seinem Kreuzbandriss aber ohnehin noch einige Monate außer Gefecht sein wird. Etwas Wirbel gibt es, wie vor jeder Spielzeit um den Star des Sportclubs, Zimbabwes 7s-Nationalspieler Manasah Sita, doch wie schon in den vergangen Spielzeiten dürften sich die Gerüchte schnell wieder in Luft auflösen und Sita beim Sportclub verbleiben. Seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert hat SCN-Cheftrainer Mark Kuhlmann. Der ehemalige DRV-Nationaltrainer deutete aber bereits an, dass die kommende Saison seine letzte im Trainerstuhl des Heidelberger Stadtteilvereins sein dürfte.
Fest steht, dass es beim Berliner Rugby Club in der kommenden Spielzeit einen neuen Trainer geben wird, da Coach Fabian Siebenhörl, nach einer Saison als Interimscoach, aus beruflichen Gründen kürzer treten muss. Der Nachfolger von Siebenhörl kommt aus Südafrika und soll schon Erfahrung als Assistenztrainer im dortigen Currie Cup gesammelt haben. Verlassen wird die Charlottenburger der talentierte Dritte-Reihe-Mann Steven Loock, der sich menschlich nie so richtig ins Mannschaftsgefüge der Rot-weiß-Schwarzen zu integrieren wusste und daher nach nur einer Spielzeit in die 2. Liga zur RU Hohen Neuendorf zurückkehrt. Ebenfalls zurück zu seinem Heimatverein zieht es Hintermannschaftsspieler Christian Schubert, der 29-jährige bestritt insgesamt sieben Bundesligaspiele für die Spreestädter, in denen er immerhin einen Versuch, vier Erhöhungen und 21 Strafkicks verbuchen konnte, bevor eine schwere Verletzung seine Saison frühzeitig beendete. In der kommenden Runde wird Schubert wieder in der zweiten Liga für den USV Potsdam auflaufen.
Ebenfalls zurück zum USV Potsdam wechseln Christoph Hannemann, Sebastian Danicke, Johannes Schneidemesser und Patrick Garate, die in der abgelaufenen Runde alle für den RK 03 Berlin im Osten der Hauptstadt spielten. Doch damit nicht genug der Abgänge für den Bundesligavorletzten der Saison 2010/2011 Erste-Reihe-Stürmer Benjamin Thiering zieht es beruflich nach Darmstadt und der schnelle Eckdreiviertel Robin Knüpfer bereist für ein Jahr den australischen Kontinent. Auch einen neuen Trainer haben die Ostberliner bereits verpflichtet, weitere Details hierzu folgen in unserer nächsten Ausgabe der Wechselbörse...
Alle Wechselgerüchte im Überblick:
Heidelberger RK
Zugänge: Luis Vasquez, Jerome Himmer (beide SCN), Shaun Walker (TSV Handschuhsheim), Arnefi Mawuli (Karlsruher SV), Luke Muggeridge (Mid Western RC/NZ)
Abgänge: Lucian Drelucic (SC Neuenheim), Carl Meyer (Sharks/SA), Jerome Ruhnau (Berlin)
mögliche Zugänge:
mögliche Abgänge: Steffen Liebig, Patrick Schliwa, Carlo Schmidt (alle Ziel unbekannt)
SC 1880 Frankfurt
Zugänge: Andrew Porter, Casey Gibson (beide aus Schottland), Niklas von Reischach (StuSta München), Scott Bain (TV Pforzheim), Sam Alatini (Trainer/ENG), Victor Gallo (VEN)
Abgänge: Bevan Gray (TSG Hausen), Karsten Dobs (Hamburger RC), Timo Vollenkemper (RK 03), Aaron Satchwell (Berliner RC),Rodrigo Eleter (ARG)
mögliche Zugänge: Mustafa Güngör (80)
mögliche Abgänge: Josh Keys (beide Hawkes Bay/NZ), Wayne Hughson (Bay of Plenty/NZ), John Pareanga (Bay of Plenty), Peni Tokacece (NZ), Andrew Porter (Ziel unbekannt), Carlos Soteras Merz (Ziel unbekannt)
TSV Handschuhsheim
Zugänge: Kevin Riege (SC Germania List), Tim Menzel (U.S. Colomiers), Ali Sürer (TB Rohrbach), Sani Lulu (OZ)
Abgänge: Alexander Pipa (Karriereende), Shaun Walker (Heidelberger RK), Markus Bender (ENG)
mögliche Zugänge:
mögliche Abgänge: Yassin Ayachi (beide Moseley RFC)
RG Heidelberg
Zugänge: Tit Hocevar (Oxford Harlequins / ENG), Manuel Kedro
Abgänge: Alexander Metz (Durban/SA), Rudolf Finsterer (Management), Mustafa Güngör (TVP)
mögliche Zugänge: Cameron Freeman, Mark Howder (beide Ramstein Rogues)
mögliche Abgänge: Mike Kerr (Karriereende), Ruan Steyn (unbekannt)
SC Neuenheim
Zugänge: Oscar Merino (Fuerteventura), Sam Harris (NZ), Lucian Drelciuc (Heidelberger RK), Gerald Sibanda (ZIM)
Abgänge: Dirk Danen (RC Hilversum/NED), Shaun Smit (Karriereende), Klaus Mainzer (TVP), Jan Becker (München RFC), Luis Vasquez, Jerome Himmer (beide HRK), Manuel Schneider (RC Basel)
mögliche Zugänge: Kaleid Konrad (San Diego State/USA)
mögliche Abgänge: Udo Schwarz (TV Pforzheim), Oliver Paine, Sam Paine (beide zurück nach ENG), Willem van Keele (Ziel unbekannt)
Berliner RC
Zugänge: Josh Aitken (Welfen Braunschweig), Aaron Satchwell (SC Frankfurt 1880)
Abgänge: Christian Schubert, Sandy Oberpichler (beide USV Potsdam), Steven Loock (RU Hohen Neuendorf), Fabian Siebenhörl (Rücktritt), Jannis Schax (Ziel unbekannt)
mögliche Zugänge: Dustin Eaton (Stockholm Exiles/SWE), Jerome Ruhnau (HRK)
mögliche Abgänge:
Hannover 78
Zugänge: Timur Tekkal, Jörn Schröder, Dennis Hoppmann (alle Victoria), Yasar Bauer (VfR Döhren)
Abgänge: Andy McGee (DRC Hannover)
mögliche Zugänge:
mögliche Abgänge: Dennis Denzin (SC Germania List)
RK 03 Berlin
Zugänge: Alan Nugent (Australien), Rico Schomacker (Hohen Neunendorf), Timo Vollenkemper (80), Todd Giddy (Kempsey RC /AUS), Jerome Ruhnau (HRK)
Abgänge: Christoph Hannemann, Patrick Garate (beie USV Potsdam), Phil Stevenson (BSC Offenbach), Benjamin Thiering (Darmstadt), Robin Knüpfer (OZ), Timo Vollenkemper (RC Toulon)
mögliche Zugänge:
mögliche Abgänge:
RK Heusenstamm
Zugänge:
Abgänge: Willem Carl van der Merwe (SA), Martin Förtsch (Karriereende), Torsten Seuberth (SC 80)
mögliche Zugänge:
mögliche Abgänge:
TV Pforzheim
Zugänge: Klaus Mainzer (SCN), Jacob Kennedy, Jason Kupa (beide Hawkes Bay/NZ), Rod Glessing (Crawley RFC/ENG), Nathan Amos (Rainey Old Boys RC/IRE), Mustafa Güngör (RGH), Jeremey Te Huia (Poneke/NZ), Afa Tauli (Fielding Old Boys Orua/NZ), Alan Edmond (AUS), Callum Sauer (AUS), Mustafa Güngör (RGH)
Abgänge: Asaheli Lelaui (NZ)
mögliche Zugänge: Udo Schwarz (SCN), Lofty Stevenson (beide vereinslos)
mögliche Abgänge:
Alle Angaben ohne Gewähr !
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