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TR-Aufstiegscheck Süd: Wer schafft den Sprung ins Oberhaus?
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Montag, 6. Juni 2022

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Im Halbfinale der Aufstiegs-Playoffs tritt Rottweil bei Offenbach an.

Wer schafft den Sprung in die Rugby-Bundesliga? Im Teil eins unserer Analyse blicken wir auf die vier Anwärter aus dem Südwesten und fragen uns: Wer soll den Topfavoriten Offenbach stoppen? Wer wird Luxemburg im Relegationsspiel herausfordern?

Kann irgendjemand die Offenbacher auf ihrem vermeintlich unaufhaltsamen Weg in die Rugby-Bundesliga stoppen? Seit fünf Jahren strebt der Klub aus der Lederstadt nach höheren Weihen. Nachdem Streitigkeiten mit dem hessischen Verband 2018, sowie die Pandemie dem Aufstieg des Traditionsklubs im Wege standen, ist die Erstklassigkeit für das Team von Spielertrainer Cameron-Dow nun zum Greifen nahe.

Nach zehn Bonuspunktsiegen in zehn Spielen sind es noch zwei Mal 80 Minuten Rugby gegen Rottweil, sowie gegen den Sieger des Duells München RFC – Köln, welche noch zwischen Offenbach und dem Aufstieg stehen. Dank der Unterstützung des französischen Software-Millionärs Arnault Dominique, dessen IT-Firma Coretech das Trikot der Offenbacher schmückt, waren in der jüngeren Vergangenheit massive Investitionen in den Kader möglich.

Mit Marvin Dieckmann und Robert Haase landeten zwei Ex-Nationalspieler beim Zweitligisten, 1880-Prop Mthunzi Moloi oder dessen Ex-Teamkollege Christian Holmes wurde vom großen Nachbarn Frankfurt abgeworben. Teils wurden Spieler nur für Spieltage aus Frankreich eingeflogen, was dem Zusammenspiel nicht immer förderlich war, wie Ex-Wolfpack-Ass und Offenbach-Außen Robert Haase zum Start der Hinrunde selbstkritisch betonte.

Einst Star im College Football, dann Außen bei 1880 und nun bei Offenbach: Christian Holmes

Mittlerweile habe man aber den Großteil des Kaders auch unter der Woche beisammen. Vielmehr sieht man das Problem in Sachen sportlicher Weiterentwicklung mittlerweile in der mangelnden Konkurrenz im Unterhaus. Das 47:17 gegen die zweitplatzierten Kölner zeugt von der Dominanz der Offenbacher, die sich von der Stärke ihres Kaders her bereits vor Corona in erstklassigen Sphären sahen, wie Spielertrainer Wynston Cameron-Dow damals gegenüber TR erklärte.

So oder so muss zunächst die Hürde Rottweil im Aufstiegs-Halbfinale genommen werden. Die Rugger aus dem äußersten Süden der Republik kommen am Samstag mit einem ganzen Fanbus im Rücken in Offenbach an. Das dürfte die Aufgabe aber nicht viel einfacher gestalten, war die Rückrunde aus Sicht des RCR doch eher durchwachsen.

Das Team um den rumänischen Verbinder Costi Croutoru unterlag im direkten Duell mit dem Konkurrenten München RFC daheim deutlich und konnte darüber hinaus auch nicht an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Ein Sieg in Offenbach scheint ohne ein ovales Wunder zumindest utopisch, angesichts der Übermacht des haushohen Favoriten Offenbach, womit der RCR-Aufstiegstraum zumindest um ein Jahr verschoben werden musss.

 

Die Halbfinal-Termine:

Rugby Offenbach - RC Rottweil

Samstag 11. Juni, 15 Uhr

München RFC - RSV Köln

Samstag 11. Juni, 15 Uhr

Am 25.6. erfolgt das Aufstiegsfinale. Der Gewinner steigt automatisch auf, der Verlierer spielt die Woche darauf gegen den RC Luxemburg im Relegatiosspiel.


Deutlich offener dürfte dagegen das Duell im Parallelspiel in München sein, wo der RSV Köln den RFC aus der bayerischen Landeshauptstadt fordert. Für die Münchner geht es um die Rückkehr in die Erstklassigkeit nach rund zwei Jahrzehnten Abwesenheit – dafür hatte man zuletzt StuSta-Trainer Umberto Re abgeworben und hochklassige Spieler nach Großhadern gelockt. Köln war zuletzt 2016 erstklassig und will mit Trainer Melvine Smith ebenso wieder zurück ins Oberhaus.

Insgesamt dürfte der München RFC, mit den Nationalspielern Niklas Hohl und Oliver Stein als Achse auf der Zehn und Acht favorisiert in dieses Duell gehen. Zuletzt hatten die Himmelblauen in der Rückrunde einen echten Lauf und konnten die Konkurrenz im Süden geradezu dominieren. Genauso wie die Kölner machen die RFC-Rugger das Spiel gerne schnell – Spielmacher Hohl unterstrich zuletzt, dass man als Team geklickt habe.

Gelingt München nach rund zwei Jahrzehnten die Bundesliga-Rückkehr?

Für die Zuschauer in Großhadern dürfte das eine attraktive Partie versprechen, bei der die Kölner die lange Anreise von knapp 600 km aus den Beinen bekommen müssen. Das betrübt die Stimmung bei den Gästen aber keinesfalls, wie RSV-Verbinder Justus Gerlach gegenüber TR betont: „München ist schwer einzuschätzen, aber wir wissen was wir können – das wird eine enge Angelegenheit!“

Wer auch immer in München gewinnt, dürfte als Underdog gegen Offenbach antreten und dann daheim die wohl realistischere Chance gegen den RFC Luxemburg auf den Aufstieg haben. Die Rugger aus dem Großherzogtum dürften am ersten Juli-Wochenende, egal wer die Himmelblauen fordert, einen veritablen Gegner haben.

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