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Am Vorabend der O7s: Großes Rugby endlich wieder in Deutschland
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 20. September 2019

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Phil Szczesny stibitzt Andrew Knewstubb von den All Blacks den Ball in der Luft. Foto (c) Haelke

Die Rugby-Welt blickt heute nach Tokio, wo die Japaner in Tokio Russland beim Auftaktspiel der WM mit 30-10 schlagen konnten. Doch im ovalen Universum sorgte bereits gestern ausgerechnet im zwölf Flugstunden entfernten München etwas anderes für Aufsehen. Die All Blacks 7s waren zu Gast beim FC Bayern München - nicht nur die Bild-Zeitung in Deutschland, sondern auch Zeitungen im kleinen Neuseeland, das sich gerade komplett im WM-Fieber befindet, berichteten über den Besuch ihrer Rugby-Helden beim großen Soccer Club in Deutschland. Dabei fokussieren sich die All Blacks selbst auf die anstehenden Aufgaben beim größten deutschen Rugby-Event.

Dafür lieferten sich die Neuseeländer gestern im Training ein Testspiel mit unseren Jungs vom Wolfpack. Für DRV-VII-Gedrängehalb Niklas Koch eine Riesen-Gelegenheit - „die hatten alle dabei, Knewstubb, Mikkelson und Regan Ware“, wie der Germania-List-Spieler betonte - sich gegen die All Blacks „beweisen zu dürfen“. Tatsächlich war es nur ein Touch-Match, aber dafür ein umso schnelleres. Für die gut 50 Zuschauer am Rand durchaus ein Spektakel und aus nächster Nähe unglaublich schnell.

Dabei zauberten nicht nur die All Blacks. Selbst Deutschlands Anjo Buckman, eher als Brecher denn als Zauberer des DRV-Teams bekannt, sorgte mit einem Pass durch die Beine, der zum Durchbruch führte, für Staunen. Buckman, Heimpel und Himmer waren schon 2017 die Protagonisten des deutschen Teams und sind auch dieses Mal hochmotiviert vor eigenem Publikum einige der großen Teams zu überraschen.


Kann man daraus schlussfolgern, dass unsere Jungs beim Heimturnier im Münchner Olympiastadion eine Chance auf den Titel haben? Nicht unbedingt, aber auch gegen die Top-Teams der Welt werden unsere Jungs nicht ohne Chance antreten. Doch es müssten schon einige Siege über Favoriten her, denn auf dem Papier sind alle Teams höher einzuschätzen als unsere Wolfpack - Fidschi beispielsweise bittet schon am Abend von Tag eins zum heißen Tanz, dem erst zweiten Duell beider Teams überhaupt.

Auch wenn bei den Insulanern nur gut die Hälfte des Teams regelmäßig auf der World Series unterwegs ist, haben die Männer von Coach Gareth Baber doch unglaublich viel Talent mit nach München mitgebracht. Das musste auch das deutsche Team bereits bei zwei Teilnahmen beim wichtigsten Siebener-Turnier Fidschis feststellen, wo 2017 für unsere Jungs selbst gegen fidschiarische Vereinsteams Siege nicht einfach zu holen waren. Fidschianer leben einfach für den Rugbysport, wie auch Trainer Baber einer Gruppe von Schülern erklärte: „Auf Fidschi zählen drei Dinge - Familie, Gott und Rugby.“ Man könnte quasi von Rugby-Missionaren sprechen, die in München antreten.

Noch mehr sind die traditionell in weiß auflaufenden Fidschis aber Botschafter des Rugby-Sports. Das stellten sie bei einem Schulbesuch am Mittwoch, nur wenige Stunden nach ihrer Landung und heute im Olympiastadion unter Beweis. Bei ihrer Feldbesichtigung stimmten die Flying Fijians ein Gebetslied an - abgesehen von einigen Aufbauhelfern und O7s-Mitarbeitern sah niemand den wunderschönen Gesang der Siebener-Asse. Ihre Siebener-Kunst dagegen werden morgen mehr Zuschauer sehen, als bei der ersten Ausgabe der O7s, als 2017 über 20.000 Zuschauer unter das elegante Zeltdach der Münchner Arena strömten.

Das Wetter verspricht am Wochenende zwei weitere wunderbare sonnige Tage in München, nach einer Woche die bereits nichts vermissen ließ und so werden auch morgen wieder tausende Fans auf dem Partystand den Rugbysport und sich selbst feiern. 2017 avancierte Nationalmannschafts-Prop Marcus Bender zum Stadionhelden, als er nach einigen der berühmten Münchner Gerstensäften und einem Umfaller im zweiten Versuch das Dropgoal auf dem Feld versenkte und so mehr Jubel erntete, als so mancher Spieler.

 

Einer der Momente bei den O7s 2017: Marcus Benders Dropgoal

Aber welcher Spieler oder welches Team auch immer in München zum Rugby-Helden avanciert ist nicht unbedingt das entscheidende - in den nächsten zwei Tagen wird Deutschland wieder ein wenig mehr auf der Rugby-Landkarte präsent sein und gleichsam in den deutschen Medien wieder präsenter sein. Nachdem die Münchner Rugby-Klubs in den letzten Jahren ihre Mitgliederzahlen verdoppeln konnten, sind die O7s sicher auch ein Mittel, um Rugby in diesem Land ein Stück weit mehr zu etablieren.

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Kommentare (1)add comment

Werner Cromm said:

67
...
"Fidschi beispielsweise bittet schon am Abend von Tag eins zum heißen Tanz, dem allerersten Duell beider Teams"

Bitte korrekt recherchieren. Danke.

Das letzte offizielle Aufeinandertreffen der 7er Nationalteams von Fidschi und Deutschland fand 2005 statt. Und zwar in Deutschland. Fidschi gewann das Turnier und Deutschland wurde achter.
September 20, 2019

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