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Die RGH verteidigt gegen Germania den Titel im olympischen Siebener-Rugby, Köln Dritter
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Sonntag, 28. Juli 2019

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Titel Nr. 5 in Folge. Die RGH bleibt das Maß aller Dinge im olympischen Siebener! Foto (c) Kessler

Es ist der fünfte Titel in Folge, der zwölfte insgesamt. Die Rudergesellschaft Heidelberg bleibt das Maß aller Dinge in der olympischen Kurzform des Rugbysports. Angeführt von Kapitän Bastian Himmer setzte sich der Gastgeber im Finale deutlich mit 33-10 gegen Germania List durch. Der erneute Titel krönt die Feierlichkeiten zum einhundertjährigen Bestehen der RGH-Rugbyabteilung. Die große Überraschungsmannschaft des Turniers war indes der RSV Köln, der auf dem Weg zum dritten Platz Fünfzehner-Meister 1880 Frankfurt und den HRK ausschalten konnte.

Der Jubel am RGH-Vereinsgelände kannte am späten Nachmittag keine Grenzen. Die angestrebte Titelverteidigung zum Vereinsjubiläum war souveräner gelungen, als von vielen gedacht, denn auch Germania List musste sich nach 14 Minuten klar geschlagen geben. Kein deutsches Rugby-Team kann den Orange Hearts momentan im Siebener das Wasser reichen. In insgesamt sechs Meisterschaftsspielen an zwei Tagen kassierten die Gastgeber nur insgesamt vier Gegenversuche - zwei davon im Finale gegen tapfer aufspielende aber schlussendlich klar unterlegene Hannoveraner, die wie im Vorjahr Zweiter in der Endabrechnung wurden. Dennoch lieferten sich die beiden Klubs, die mit den meisten Wolfpack-Stars gespickt sind, ein Duell auf hohem Niveau. Im gesamten Turnier auch stieg das Leistungsniveau drastisch, was sich auch darin zeigte, dass personell sehr gut bestzte Teams, die aber keine Siebener-spezifische Vorbereitung hinter sich haben, unter den Erwartungen blieben.

Der am zweiten Turnier-Tag einsetzenden Regen hatte die schwülen Bedingungen beendet, das Leder und den Untergrund aber glitschiger gemacht. Dennoch ging es auf dem nach zwei Tagen und dutzenden Spielen durchaus strapazierten Rasen rasant zur Sache. Gerade RGH-Kapitän Himmer wusste mit seinen Kreativ-Einlagen immer wieder das Spiel an sich zu reißen und sicherte seinem Team souveräne Siege im Viertel- und Halbfinale. Die frühe Führung von Germania List im Endspiel brachte die perfekt eingespielten Orangenen nicht aus dem Konzept. In der Defensiv druckvoll und offensiv verteidigend und im Angriff mit dem gewohnten Speed, waren es am Ende fünf Versuche für Orange.

 

Für die Wolfpack-Spieler der RGH geht nach einer kurzen Sommerpause bereits die Vorbereitung auf die Oktoberfest 7s los

Als DRV-Vize Michael Schnellbach schließlich die Ehrung mit den Worten „es wird schon langsam langweilig“ vornahm, ging ein leichtes Raunen durch die Menge. Zuletzt hatte die RGH wegen der EM- und Olympia-Quali-Vorbereitung monatelang auf ihre Siebener-Stars im Bundesliga-Spielbetrieb verzichten müssen - da ist der erneute Titel aus Sicht der Orangenen nur der gerechte Lohn nach zahlreichen Spielen mit dünner Personaldecke im Oberhaus. Germania hat sich derweil klar als zweite Kraft im deutschen Siebener etabliert. Lokalkonkurrent Hannover 78 konnte im Viertelfinale mit 19-10 besiegt werden und mit dem HRK hatte das Team von Trainer Jakob Clasen kurzen Prozess gemacht. In den nächsten zwölf Monaten wird man an der Schneckenburgstraße daran arbeiten, die Orangenen im kommenden Jahr vom Thron zu stoßen.

Dahinter tummelt sicht, mit etwas Abstand ein weites Feld an im Siebener ambitionierten Klubs. Der in den letzten Jahren immer zu den Titelkandidaten zählende TV Pforzheim war, nachdem die Relegation erst vor wenigen Wochen den Klassenerhalt beschert hatte, nicht am Start. Frankfurt 1880, immerhin Meister im Fünfzehner und mit dem ehemaligen kenianischen World-Series-Spieler Ian Minijire, hat es nach jahrelanger Abstinenz immerhin auf Rang acht geschafft. Der RK Heusenstamm konnte sich nach einer unglücklichen Viertelfinalpleite gegen den HRK mit Siegen über Hannover 78 und den SC Neuenheim zumindest Platz Fünf sichern. Doch die größte Überraschung war der RSV Köln, der mit gut strukturiertem Siebener-Spiel und ohne einen einzigen Nationalspieler bis auf Rang drei in der Endabrechnung kam. Siege über Frankfurt 1880 und den HRK bedeuteten das beste Finish jemals für den RSV, auch wenn die Lücke zu den beiden Top-Klubs, gegen die es in den direkten Duellen klare Ergebnisse gab, noch recht groß ist.

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