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BuLi-Relegation: Pforzheim und Hamburg halten die Klasse
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Montag, 8. Juli 2019

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Auch in der kommenden Saison wird der HRC in Liga eins verbleiben dürfen.

Es muss den Spielern und Verantwortlichen wie eine Ewigkeit vorgekommen sein. Der Bundesliga-Spielplan sah für die Vorletzten der beiden Staffeln des Oberhauses eine sechswöchige Wartezeit vor, bis sie endlich um den Ligaverbleib kämpfen durften. Doch das hat scheinbar weder dem Hamburger RC noch den Pforzheimer Rhinos geschadet, beide Teams konnten sich in der Relegation gegen der Konkurrenz aus dem Unterhaus erwehren und bleiben damit auch in der kommenden Saison erstklassig.

RC Rottweil Rugby 38-51 SG TV CfR Pforzheim

Es hatten sich gut 600 Zuschauer eingefunden auf der Anlage der gelb-schwarzen Schwaben, immerhin winkte dem Traditionsklub die langersehnte Rückkehr ins Oberhaus des deutschen Rugbys. Doch die erste kalte Dusche erfolgte für Fans und Verantwortliche bereits in der Anfangsphase. TVP-Siebener-Star Tafadzwa Chitokwindo hatte einen langen Befreiungskick der Rottweiler tief in der eigenen Hälfte gefangen und war zu einem seiner unwiderstehlichen Solos gestartet. Wie bereits in Hongkong, als der Supersprinter aus Simbabwe einen der Versuche des Turniers legte. Auf der linken Seite ließ er die fast gesamte Rottweiler ausstanzen und legte zur Führung ab.

Erst nachdem Pforzheim mit zwei Straftritten auf 11-0 erhöht hatte, das erste Lebenszeichen der Gastgeber. Doch der Anschlussversuch zum 5-11 von Mo Taufateau sollten die einzigen RCR-Punkte vor der Pause sein. Denn bis zur Pause konnten die im klassischen Grün auflaufenden Gäste durch ihre beiden anderen Simbabwe-Stars Gando und Kamkwindo auf 37-5 erhöhen. Die Ansprache vom venezolanischen RCR-Coach Lopez bewirkte immerhin einen besseren Start in Hälfte zwei: Ex-Jugendnationalspieler Gabriel Jäger sorgte kurz nach der Pause per Pick&Go für den Anschluss.

Doch jegliche Rottweiler Hoffnung wurde quasi im direkten Gegenzug zunichte gemacht - Jerome Himmer profitierte von einer überworfenen Rottweil-Gase und legte ohne zu zögern zum 44:10 ab, was einer Vorentscheidung gleichkam. Erst jetzt spielte der RCR das Spiel, was ihn die Saison über so stark gemacht hatte. Schnelle Stafetten gepaart mit dem Mut der Verzweiflung: Versuche durch Emmanuel Mora, Costi Croitoru und Robert Lehmann brachten den RCR zwar näher ran, aber ein zwischenzeitlicher Versuch von Ali Sürer hatte die Grünen da schon quasi über die Ziellinie gebracht. Den Schlusspunkt konnte Rottweils neuseeländischer Verbinder Sio Kapaga setzen, doch da war diese Partie längst entschieden.

Rottweils Trainer monierte gegenüber dem Schwarzwälder Boten, dass man das Spiel vor allem im ersten Durchgang verloren habe und die Standards nicht unter Kontrolle gehabt habe. Man insgesamt zu recht verloren und wird damit ein weiteres Jahr zweitklassig bleiben. Doch ohne eine Übermannschaft wie den SC Neuenheim in dieser Saison ist der Aufstieg im kommenden Jahr dennoch ein realistisches Ziel. Für Pforzheim war es die wohl beste Saisonleistung zum richtigen Zeitpunkt - die Frage vor der kommenden Saison muss nun lauten: Wird es erneut ein derartiges Personalkarussell geben, wie im Vorjahr? Wenn ja steht den Goldstädtern eine wohl weitere turbulente Saison bevor.

TSV Victoria Linden 10-45 Hamburger RC

Auch im Hannoveraner Stadtteil Linden fand sich mit 700 Zuschauern eine ordentlich Kulisse für das Relegationsspiel der Zebras. Doch anders als im Schwarzwald, wollte in der niedersächsischen Landeshauptstadt nur in der Anfangsphase Spannung aufkommen in einem insgesamt einseitigen Match. Daran konnte auch Neu-Coach Jens Himmer nichts ändern.

Yannick Kumm und der 18-jährige Debütant Maximilian Gust hatten für die Gastgeber eine frühe Führung erzielt. Doch vor und nach der Pause hatte der HRC davonziehen können. Vor allem körperlich zeigten sich die Hanseaten klar überlegen und insgesamt kam ihnen auch die vermehrte gemeinsame Spielzeit auf dem Feld zu Gute. Hatte die Nord-Staffel der zweiten Liga doch zuletzt nur noch vier Teams. Darin sah auch Neu-Coach Himmer einen der Gründe für die klare Niederlage, wie er gegenüber der Hannoverschen Neuen Presse erwähnte.

Hamburgs Co-Kapitän Felix Bodensieck zeigte sich wenig überraschend hocherfreut und analysierte gegenüber TR: „Wir mussten in der ersten Halbzeit zusehen, dass wir unser Spiel solide aufziehen, um in der zweiten Halbzeit dann den Sack zumachen zu können.
Trotz der Überlegenheit in fast allen Spielbereichen war es eine Herausforderung, uns mental der Aufgabe zu stellen und gegen die starke Mannschaftsleistung von Victoria bestehen zu können.“

Für die kommende Saison nimmt man sich beim HRC vor nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und will deshalb auch einige Neuzugänge verkünden. Die stark verkürzte Sommerpause soll erst ein Mal zur Regeneration genutzt werden. Die junge Victoria hingegen hat mit Neu-Trainer Himmer ein weiteres Jahr sich auf die Rückkehr ins Oberhaus vorzubereiten.

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