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TR-Vorschau Rugby-Bundesliga: Hannover- und Harbigweg-Derby
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 10. Mai 2019

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Wenn Germania und 78 zum Tanz laden, elektrisiert das die gesamte Rugby-Szene in Hannover. Foto (c) Janus

Derby-Spieltag im Rugby-Oberhaus: In Hannover, Heidelberg und Berlin stehen packende Stadt-Duelle an. In Hannover will die stark dezimierte Germania Tabellenführer 78 ärgern. In Heidelberg will der HRK seinen Straßennachbarn RGH von Rang drei verdrängen und in Berlin will der BRC vor großer Kulisse das letzte Heimspiel gegen die Grizzlies zelebrieren.

Nord / Ost

Tabelle

Rang Team Spiele Punkte Differenz
1 Hannover 78
12 55 +334
2 Berliner RC
12 47 +202
3 SC Germania List
12 36 +54
4 RK 03 Berlin 12 35
-107
5 RC Leipzig
12 34 +94
6 RC Berlin Grizzlies
12 24 -82
7 Hamburger RC
12 17 -245
8 FC St. Pauli
12 12 -250

Hannover 78 - SC Germania List
Samstag 11. Mai, 14 Uhr

Nachdem sich die beiden Hannoveraner Rivalen über Jahre hinweg packende Duelle um die Spitze im Norden geliefert haben, trennen Germania und 78 momentan ganze 18 Zähler in der Tabelle. Gastgeber 78 ist das Heim-Halbfinale kaum noch zu nehmen, während die Germania Rang drei gegen die Verfolger aus Leipzig und Berlin verteidigen will. Tabellarisch hat es durchaus schon spannendere Ausgangslagen vor dem Hannover-Derby gegeben, doch bei Spielern und Anhängern bleibt das Duell immer noch das Spiel der Spiele.

Bei den Gastgebern ist die Zielsetzung klar: Mit einem Sieg ist 78 das zweite Halbfinale daheim in Folge nicht mehr zu nehmen. Deshalb gibt Coach Benjamin Krause auch eine klare Marschroute aus: „Samstag heißt es volles Rohr, wir werden alles raushauen und wollen natürlich gewinnen!“

Auf die Frage, ob die zuletzt durchwachsenen Leistungen der Germania vielleicht dazu führen könnte, dass man Germania unterschätze erklärt Krause gegenüber TR: „Wir nehmen das Spiel sehr sehr ernst, unsere Spieler vielleicht noch ein wenig mehr als wir im Trainerteam.“

Vor dem Halbfinale wolle man sich keine Blöße mehr geben und natürlich sei man sich der prekären Personallage der Germania bewusst - aber auch bei 78 fehlt mit Phil Szczesny ein wichtiger Spieler aufgrund seines Siebener-Einsatzes mit dem Wolfpack. Dazu fällt mit Pascal Fischer nach seinem Beinbruch für den Rest der Saison aus. Lediglich Jarrod Saul bleibt 78 erhalten, da er ohne deutschen Pass in der Olympia-Quali-Saison nicht in der DRV VII zum Einsatz kommen darf. 

Bei den Gastgebern ist man aber überzeugt, die eigenen Ausfälle mit der besseren Personaldecke verkraften zu können. Mit harten schnellen Sturmphasen und einer knallharten Defensive soll es zum zwölften Sieg im 13. Spiel reichen und zwar deutlicher als beim 24:20 Hinspiel.

Die Gäste dagegen gehen mit ganz anderen Voraussetzungen in dieses Derby - nach zwei deftigen Pleiten in Leipzig und daheim gegen den BRC kommt das Derby nicht unbedingt zum besten Zeitpunkt. Trainer Danny Stephens moniert, dass ihm aktuell 19 Spieler durch Verletzung und anderweitige Verpflichtungen nicht zur Verfügung stehen.

Denn neben dem prall gefüllten Lazarett, fehlen der SCG mit Niklas und Daniel Koch, sowie Henrik Meyer drei wichtige Leistungsträger. Darüber, Stephens im Gespräch mit TR, sei man bei der Germania „stinksauer“. Die Klubs zu bestrafen, die Nationalspieler hervorbringen würde dem Rugby insgesamt schaden, so der Waliser weiter.

Rein sportlich gesehen sieht man sich bei den Gästen vor einer schweren Aufgabe und, so Stephens weiter, gehe man als Underdog in die Partie: „Wie wir 78 stoppen wollen? Es ist immer noch Rugby, wir müssen alles tacklen, was sich bewegt und unsere wenigen Chancen nutzen!“ Eine Pleite würde fast unter Garantie bedeuten, dass Germania von Rang drei abrutscht, dazu geht es gegen den Erzrivalen. An der Motivation dürfte es also nicht mangeln.

TotalRugby-Prognose: Die letzten Duelle zwischen beiden Teams waren unglaublich eng. Die alten Hannoveraner Rivalen haben sich nichts geschenkt und meist trennte beide Teams nicht mehr als ein Versuch. Beide Teams pflegen ein ansehnliches schnelles Rugby zu spielen, 78 sicherlich etwas sturmlastiger und Germania noch breiter. Aber am Samstag dürfte das Duell leider nicht dermaßen spannend werden, wie in den letzten Jahren. Zu sehr leidet Germania gerade an den Ausfällen und zu angeknackst scheint das Selbstbewusstsein der Lister zu sein. Nachdem 78 im Hinspiel mit gerade Mal vier Zählern gewinnen könnte, riecht es hier nach einem deutlicheren Ergebnis für 78. Wir sehen 78 mit +18 Zählern vorne.

Berliner Rugby Club - Berlin Grizzlies
Samstag 11. Mai, 14 Uhr

Beide Teams werden wohl in der Tabelle auf ihren jetzigen Plätzen verbleiben, was für den BRC den Halbfinaleinzug als Nord-Zweiter bedeutet und für die Grizzlies den Ligaverbleib als Sechster. Wer nun aber erwartet, dass beide Teams dieses Duell locker angehen werden, wird sich getäuscht haben. Es ist zwar nicht das große Berliner Derby, der beiden alten Rivalen RK 03 und BRC, aber die Rivalität zwischen den Grizzlies und dem BRC wächst mit jeder Saison der vermeintlichen Treptower Emporkömmlinge im Oberhaus.

Dazu hat auch das unglaublich hart umkämpfte Hinspiel beigetragen, bei dem die Grizzlies am Ende hauchdünn mit 35:32 als Sieger vom Platz zogen, weswegen man beim BRC eine Rechnung mit den Grizzlies offen hat. Das bestätigt auch BRC-Coach Maaser, der gleichwohl einräumt, dass sich der Blick des BRC schon ein wenig Richtung Halbfinale richte: „Letztendlich schauen wir natürlich schon aufs Halbfinale und freuen uns über die großartige Gelegenheit ein paar taktische Variationen unter Wettkampfbedingungen ausprobieren zu können.“

Für das letzte Heimspiel der Saison hat man sich derweil einen besonderen Ort ausgewählt, das Zehlendorfer Ernst-Reuter-Stadion. Nicht nur kann sich die 3.000 Zuschauer fassende Anlage sehen lassen, genau hier hatte der BRC im Vorjahr seine U-18-Meisterschaft gewonnen.

Seitdem hat den Verein eine richtige Euphorie gepackt - die Ergebnisse der ersten Herren-Mannschaft werden stetig besser und damit gehen auch die Zuschauerzahlen nach oben. So sollen am Samstag die tolle Spielzeit und die junge Mannschaft, immerhin mit 9 Akteuren der letztjährigen Jugendmeisterschaft im Spieltagskader, gefeiert und Richtung Halbfinale verabschiedet werden.

Die Grizzlies wollen ihren Teil zu einem packenden Berliner Derby beitragen und dem BRC dabei eventuell noch ein Mal in die Suppe spucken. Der australische Trainer der Grizzlies, Ian Fowler betont gegenüber TR: „Ich erwarte von meinen Jungs eine weitere 80-Minuten-Performance. Wir haben gegen Leipzig wirklich hart gearbeitet und müssen das gegen den BRC noch ein Mal machen.“ Für den Gegner hat Fowler derweil nur lobende Worte übrig und unterstreicht, dass der BRC „ein großartiges junges Team“ sei.

Die Gäste glauben an ihre Chance, sei man doch im Laufe der Saison als Team zusammengewachsen. Zudem konnte man die eigene Schwäche bei den Standards in den letzten Wochen beheben, was gerade gegen den BRC wichtig sein dürfte.

TotalRugby-Prognose: Auch wenn die Grizzlies das Hinspiel gewonnen haben, geht der BRC als Favorit in dieses Spiel. Die Euphorie, die sich um den West-Berliner Traditionsklub in den letzten Wochen und Monaten entwickelt hat, ist förmlich greifbar. Der BRC will an seine früheren Sternstunden anknüpfen und vielleicht ist es ja an der Zeit zur einzigen Bundesliga-Finalteilnahme eine weitere hinzuzufügen. Doch zuerst warten die Grizzlies - mit der richtigen Mischung aus körperlich hartem Sturmspiel und mit flinken Dreivierteln will der BRC sich dieses Mal nicht überrumpeln lassen. Wir sehen den BRC in diesem Duell mit +14 Zählern vorne.

RC Leipzig - Hamburger RC
Samstag 11. Mai, 15 Uhr

Auch wenn Leipzig zuletzt in Berlin einen Rückschlag in letzter Sekunde einstecken musste, ist noch immer der dritte Platz in der Abschlusstabelle der Bundesliga Nord drin. Das wäre für den einzigen sächsischen Vertreter im Oberhaus ein historisches Ergebnis. Hamburg muss derweil auch nach dem Derbysieg noch immer ein Auge auf Verfolger St Pauli werfen, denn das Abrutschen auf den letzten Rang droht weiterhin bei nur fünf Zählern Vorsprung auf den Lokalrivalen.

Die Gastgeber sinnen auf Wiedergutmachung, wie Team-Manager Sven Paukstat im Gespräch mit TR betont. Die zwei Wochen seit dem Grizzlies-Duell habe man genutzt um am eigenen Spiel zu arbeiten - Ziel diese Woche sei ganz klar den Sieg einzufahren. Derweil wolle man sich nicht vom Hamburger Sturm überrumpeln lassen und sei ob der Stärke der Hanseaten gewarnt. Ob Kapitän Leroux van Zyl am Samstag zum Einsatz kommen wird, ist derweil noch fraglich. Der südafrikanische Leistungsträger in der Leipziger Hintermannschaft ist angeschlagen.

Beim HRC dagegen will man sich ein Beispiel an Klopps Liverpoolern nehmen, die unter der Woche im Rundball-Europacup das Unmögliche gemacht haben. Hamburgs irischer Kapitän Tom Barry gegenüber TR: „Wer diese Woche Champions League geschaut hat, weiß - im Sport ist niemals etwas sicher. Wir werden weiter Gas geben und uns nicht um Eventualitäten kümmern Es sind noch 160 Minuten Bundesliga zu spielen und wir werden bis zum allerletzten Pfiff spielen.“

Denn auch noch oben könnte für den HRC noch was gehen bei sieben Zählern Rückstand auf die Grizzlies. Doch dazu müsste zwingend ein Sieg in Leipzig her. So oder so sei das Ziel der Klassenerhalt, so die Devise der Hanseaten. Wenn sich dabei die Relegation vermeiden lässt, umso besser.

TotalRugby-Prognose: Leipzig geht favorisiert in das letzte Heimspiel, doch Achtung. Bei nassen Bedingungen und tiefen Boden fühlt sich der HRC pudelwohl und Leipzig kann seine Schnelligkeit nicht dermaßen gut ausspielen - zumal mit Van Zyl ein absoluter Schlüsselspieler auszufallen droht. Wir trauen dem HRC die Überraschung durchaus zu, aber am Ende dürfte Leipzig mit +8 Zählern siegreich vom Feld ziehen.

FC St Pauli - RK 03 Berlin
Samstag 11. Mai, 15 Uhr

Last chance saloon heißt es für den FC St. Pauli. Die Hanseaten stehen nach der Derbyniederlage mit dem Rücken zur Wand und müssen mindestens einen Punkt holen, oder besser noch siegen, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu bewahren. Fünf Punkte Rückstand auf den HRC gilt es aufzuholen und am Ende mindestens einen Punkt vor dem Stadtrivalen zu landen - denn der direkte Vergleich geht eindeutig an die Rot-Schwarzen.

Dementsprechend ist die Stimmung im Pauli-Lager nicht dermaßen euphorisch. Trainer Fritze Michau betont gegenüber TR, dass man wieder in die Spur finden wolle. Auf die Tabelle werde man derweil erst Mal gar nicht schauen, sondern wolle „einen richtig guten Abschluss für die Saison“ zu bewerkstelligen. Das Spiel gegen den physisch sehr starken RK sei da das beste Mittel den Kopf frei zu bekommen.

Bei den Berliner Gästen schielt man indes auf den dritten Tabellenplatz, der bei einer Niederlage von Germania List im Hannover-Derby drin wäre. Doch auch die Berliner haben zum Ende der Saison mit einer längeren Verletzten-Liste zu kämpfen, wie Team-Manager Lutz Joachim gegenüber TR erläutert. Auf dem Papier gehe man als Favorit in die Partie, rechne aber mit einer kampfstarken Pauli-Truppe.

TotalRugby-Prognose: Dass St. Pauli den Berlinern durchaus gefährlich werden kann, hat das Hinspiel bewiesen. Damals hatten die Hamburger in der Hauptstadt nach langer Führung am Ende nur hauchdünn verloren und zwar ziemlich unglücklich. Mit dem Mut der Verzweiflung dürfte auch an diesem Wochenende was gehen, zumal daheim. Wir sehen Sankt Pauli in einem packenden Duell an der Saarlandstraße knapp vorn. Die Braun-Weißen entscheiden das Herzschlagfinale mit +2 Zählern für sich.


Süd / West

Tabelle

Rang Team Spiele Punkte Differenz
1 SC Frankfurt 1880 13 59 +464
2 TSV Handschuhsheim 12
53 +282
3 RG Heidelberg 12 43 +59
4 Heidelberger RK 12 38 +100
5 RK Heusenstamm 13
25 -49
6 RC Luxemburg
12 19
-219
7 SG TV / CfR Pforzheim 12 15 -242
8 Neckarsulmer SU
12 10 -395

Heidelberger RK - RG Heidelberg
Samstag 11. Mai, 15 Uhr

Es ist eine Besonderheiten im deutschen Rugby. Diese beiden Klubs sind in Heidelbergs Süden nur einen Steinwurf voneinander entfernt an der selben Straße beheimatet. Beide Harbigweg-Klubs zählen zu den den erfolgreichsten Vereinen des Landes und stellen eine ganze Reihe von Nationalspielern.

Das Hinspiel hatten die Orange Hearts im heimischen Rugby-Wohnzimmer für sich entschieden, nach einer langen Durststrecke des Klubs aber „nur“ min 41-35 - doch vor diesem Derby sind die Vorzeichen umgekehrt. Der HRK hat bis auf die hauchdünne 45-46 Niederlage gegen den TSV bisher nur Siege im Jahr 2019 verzeichnen können und geht auch in dieses Duell als Favorit. Für die Playoffs wird es beim einstigen Abo-Meister nicht mehr langen, aber immerhin will man dem ungeliebten Nachbar Rang drei abnehmen.

Nach der tollten Hinrunde geht der Klub als Favorit ins Derby

Dazu müsste man die RGH aber punktlos halten und genau das ist das Ziel des Klubs. Klub-Coach Pieter Jordaan betont: „Unser Verteidigungssystem funktionierte in den letzten beiden Spielen sehr gut. Nach dem Sieg über Tabellenführer Frankfurt, sind wir gegen Pforzheim aber zu sorglos mit eigenen Bällen umgegangen und wurden eiskalt ausgekontert.“ Das müsse man verhindern, auch wenn das spätere Comeback Beweis für die Charakterstärke des Teams sei.

Gegen die RGH, so Jordaan weiter, wolle man von Anfang an das bestmögliche Spiel aufziehen. Auch wenn mit Siebener-Nationalspieler Niklas Hohl und Timo Vollenkemper zwei Leistungsträger fehlen werden.

Bei der RGH kann man von derlei Problemen ein Lied singen. Neben den sowieso schon für die Olympia-Quali gesperrten Siebener-Spielern Heimpel, Himmer, Lichtenberg und dem verletzten Sebi Fromm wurde nun auch noch Robin Plümpe in die Wolfpack-Mannschaft für dieses Wochenende berufen. Nach der Rekord-Klatsche gegen Frankfurt 1880 vermag das nichts Gutes heißen.

Doch Coach Jeff Tigere möchte dennoch nicht klagen. Man habe sich gewissenhaft vorbereitet und erwartet ein hartes Derby. Ein einziger Zähler würde den Orange Hearts ja bereits reichen um vor dem HRK zu bleiben. Denn die Playoff-Plätze sind ja nach der bisher schwachen Rückrunde bereits außer Reichweite.

TotalRugby-Prognose: Nach dem bisherigen Rückrundenverlauf geht der HRK klar als Favorit in dieses Spiel. Doch beim TV Pforzheim hat der Klub auch gezeigt, dass er weiter verwundbar ist. Die RGH hat auch ohne ihre Siebener-Stars einige schneller Spieler im Kader, die den schnellen Kunstrasen des Klubs zu schätzen wissen. Doch der HRK hat im Sturm deutlich mehr Munition zu bieten und wird sich am Ende deutlich mit +15 Punkten durchsetzen.

Neckarsulmer SU - TSV Handschuhsheim
Samstag 11. Mai, 15 Uhr

Fast schon resignierend geht die NSU in ihr letztes Heimspiel der Saison, das Stand heute, die letzte Bundesliga-Partie in Untereisesheim für eine Weile sein könnte. „Wir gehen davon aus, mit der Niederlage in Heusenstamm abgestiegen zu sein“ so Coach Mark Kuhlmann. Tatsächlich ist die Lage der Neckarsulmer zumindest brenzlig, doch rein rechnerisch ist der Abstieg noch keine besiegelte Sache.

Wenn Pforzheim parallel gegen Luxemburg nicht gewinnt, reicht ein einziger Punkt an diesem Wochenende um in der kommenden Woche gegen die Rhinos im direkten Duell alles klar zu machen. Sollte Pforzheim aber gegen Luxemburg gewinnen, wäre schon ein Sieg gegen den TSV nötig, möglichst mit Bonuspunkt.

Doch von all der Rechnerei will man in Neckarsulm nichts wissen und gibt eine ganz einfache Marschroute aus: „In unserem letzten Heimspiel wollen wir uns unseren Zuschauern noch ein Mal ordentlich präsentieren“, so Coach Kuhlmann.

Von den Gästen sind derweil keine Gastgeschenke zu erwarten. Denn der TSV braucht die Punkte, um am kommenden Wochenende noch Frankfurt 1880 überholen zu können und das Bundesliga-Halbfinale daheim ausrichten zu dürfen. Coach Gordon Hanlon erklärt, dass er von der NSU trotz ihrer schlechten Saison einen harten Kampf erwartet: „Sie werden uns herausfordern - aber wir müssen dorthin fahrne, hart arbeiten und das machen was wir uns vorgenommen haben!“

TotalRugby-Prognose: Meisterschaftskandidat gegen designierten Absteiger. Die Ausgangslage ist klar und scheinbar hat man bei der NSU bereits den Glaube an den Klassenverbleib aufgegeben. Der TSV hat weitaus mehr Waffen im Arsenal als die Gastgeber und ist klarer Favorit. Aufgrund der anstehenden wichtigen Spiele mögen einige Löwen vielleicht den Kopf anderswo haben, aber am Ende wird sich der TSV doch klar mi +22 durchsetzen.

RC Luxemburg - SG TV CfR Pforzheim
Samstag 11. Mai, 15 Uhr

Abstiegs-Endspiel in Cessange. Der Verlierer dieses Duells muss höchstwahrscheinlich in die Relegation, dem TVP droht sogar noch der direkte Abstieg. Doch bei den Gastgebern will man dieses Spiel dennoch locker angehen, wie Trainer Scott Browne gegenüber TR betont: „Natürlich ist es ein wichtiges Spiel, aber wir sind froh einfach wieder den Spaß am Rugby gefunden zu haben, vor Weihnachten sah es ziemlich düster aus.“

Tatsächlich haben die beiden Siege in der Rückrunde die Ausgangslage für die Rugger aus dem Großherzogtum klar verbessert und selbst die deutliche Pleite habe den RCL „zwar wieder auf den Boden der Tatsachen“ gebracht, sei aber dennoch ein gutes Erlebnis gewesen. „Wir haben uns gut weiterentwickelt“ wie Brown unterstreicht. Gegen die Rhinos soll nun der Klassenerhalt klar gemacht werden.

Bei den Gästen geht man das entscheidende Spiel anders an, Coach John Willis, der die Rhinos noch 2016 zum Titel geführt hatte: „Die Spieler machen sich keine Illusionen über das, was am Samstag auf dem Spiel steht!“ Nun erwartet der Neuseeländer gegen Luxemburg einen Sieg mit Bonuspunkt, ohne dass der RCL selbst punktet. Dann nämlich würde man mit den Himmelblauen die Plätze tauschen.

Wie man das erreichen will, erklärt Willis gleich dazu - er fordert die „knochenharte Grundeinstellung, die den Klub zuletzt so erfolgreich gemacht habe. Die vielen unnötigen Fehler dieser Saison müssten dringend abgestellt werden. Dieses Duell werde man wie ein Finale angehen, so Willis abschließend.

TotalRugby-Prognose: Abstiegskampf pur erwartet die Zuschauer auf dem künstlichen Grün des Luxemburger Rugby Clubs. Doch die Gastgeber gehen die Sache betont locker an, während die Gäste aus der Goldstadt die üblicheren Töne vor einem derartigen Spiel abgeben. Was der bessere Ansatz ist, die eigenen Männer anzutreiben, wird man sehen. Denn weder will man zu locker in eine solche Partie gehen, noch zu angespannt. Die schnellen Spieler der Pforzheimer jedenfalls dürften sich über den schnellen Untergrund im Nachbarland freuen. Doch auch der RCL hat in dieser Rückrunde bereits unter Beweis gestellt auch gegen schnelle Teams wettbewerbsfähig zu sein, wie beispielswiese beim Überraschungssieg bei der RGH. Luxemburg wird sich in diesem Duell am Ende hauchdünn mit +2 Zählern durchsetzen und Pforzheim muss in der Relegation nachsitzen.

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