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Schwarze Adler starten EM-Vorbereitung: Neue Gesichter und Testspiel gegen Holland
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Montag, 21. Januar 2019

Die deutschen Spieler bilden nach einem Versuch eine Jubeltraube.
Auf die Erfolge aus Marseille aufbauen, so das Mantra der schwarzen Adler vorm Start der Rugby-EM. Foto (c) Perlich

Knapp drei Wochen vor dem Auftakt zur Rugby Europe Championship (REC) startet die deutsche Mannschaft in die Vorbereitung auf das richtungsweisende EM-Turnier. In diesen Stunden treffen sich die in Deutschland unter Vertrag stehenden DRV-XV-Spieler in Heidelberg zum Trainingsauftakt - erst in der kommenden Woche stoßen dann die Auslands-Profis sukzessive zum Team hinzu und am Freitag kommender Woche steht dann ein Testspiel gegen die in der Rugby Europe Trophy spielenden Niederländer an.

Wochenlang war es still um die schwarzen Adler nach ihrem starken Auftritt in Marseille. Um den Jahreswechsel herrschte, zumindest in der Öffentlichkeit, Unklarheit über Personal und Vorbereitungsfahrplan des Teams. Hinter den Kulissen wurde indes akribisch gearbeitet, um die richtigen Weichenstellungen zu machen, damit man „auf die Erfolge aus Marseille aufbauen“ kann - so zumindest formuliert DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm die Zielsetzung der schwarzen Adler für die EM.

Nun steigt das deutsche Team ins gemeinsame Training ein - gut eine Woche nachdem bekannt wurde, dass Mike Ford Trainer der DRV XV bleibt und nicht etwa bei den Leicester Tigers anheuert, wie in englischen Medien kolportiert wurde. Zuerst werden jedoch nur die Spieler der Bundesliga-Klubs in Heidelberg zusammenkommen.

Von den nun nominierten 27 Spielern dürfte nur gut die Hälfte den Kader für den EM-Auftakt in Brüssel schaffen. Ein wichtiges Signal ist, dass zahlreiche Routiniers um Gedrängehalb Sean Armstrong im Team sind - der Deutsch-Australier hatte noch nach dem Ende der Rugby Europe Championship leichte Zweifel an seiner Zukunft im Nationalteam gesäht. Doch nun wird Armstrong auch für die Rugby-EM wieder ein Antreiber im Team sein.

Mit unter anderem Falk Duwe vom RK 03 Berlin, oder Marcel Becker, Lukas Deichmann von 1880 Frankfurt und Senzo Ngubane von Neuenheim sind auch einige Spieler im Kader dabei, die im Vorjahr Teil der REC-Mannschaft waren, die unter schwierigen Bedingungen am sechs Pleiten kassierte.

Dazu ist mit Felix Lammers vom Heidelberger RK ein potenzieller Neuling mit an Bord. Der ehemalige Jugendspieler der Düsseldorfer Dragons hat es auf seinen Einsatz mit dem Adler auf der Brust abgesehen und wäre auf den Außen-Positionen eine interessante Alternative für Nationaltrainer Mike Ford. Michael Poppmeier wird das Team wohl erneut als Kapitän anführen.

Das größte Kontingent im vorläufigen Kader stellen die Löwen mit neun Spielern. Wobei Innen/Außen Atu Katoa vom TSV nun zwar bereits mit dem Team trainiert, aber erst im Laufe des Jahres ein Thema für die DRV XV werden dürfte. Der gebürtige Neuseeländer absolviert gerade die dritte Saison in Deutschland und wäre nach dieser spielberechtigt - er könnte einer der letzten Spieler werden, die sich über die 36-Monatsregel qualifizieren, nachdem der Weltverband diese vor gut einem Jahr verschärft hatte. 

Folgende 27 Spieler stehen im DRV-Aufgebot zur Vorbereitung:

BSC Offenbach: Wynston Cameron-Dow
Hannover 78: Rafael Pyrasch
Heidelberger RK: Jörn Schröder, Dash Barber, Sean Armstrong, Steffen Liebig, Felix Lammers, Timo Vollenkemper
RK03 Berlin: Falk Duwe
SC Frankfurt 1880: Marcel Becker, Jens Listmann, Michael Poppmeier, Raynor Parkinson, Samy Füchsel, Lukas Deichmann, Elias Haase
SC Neuenheim: Senzo Ngubane
TSV Handschuhsheim: Jaco Otto, Marcus Bender, Paul Schüle, Felix Martel, Nikolai Klewinghaus, Marcel Coetzee, Eden Syme, Sebastian Kössler, Atu Katoa
TV Pforzheim: Lee Murray

Für diese Spieler geht es in dieser Woche sich für den endgültigen Kader zu zeigen und das Grundgerüst des DRV-Teams zu bilden. Erst in der kommenden Woche dann werden die ersten Legionäre aus dem Ausland zum Team stoßen und das Team wird dann einige Tage zusammen in einem Trainingslager in den Niederlanden verbringen, bevor am Freitag kommender Woche ein Testspiel gegen das Nachbarland ansteht.

Härtetest gegen Holland vorm Hexenkessel Heysel-Stadion

Dabei dürfte das Spiel gegen die Oranje durchaus zu einem Härtetest werden - in der Rugby Europe Trophy, die direkt unterhalb der Championship mit unseren schwarzen Adlern steht, liegen die Holländer momentan auf Platz eins und konkurrieren mit Portugal und Polen um den Aufstieg.

Es dürfte ein wichtiger Härtetest werden, bevor unsere Jungs am 9. Februar im Brüsseler Hexenkessel Heysel antreten müssen. Dass dort auch Teams wie Spanien stolpern können, ist hinlänglich bekannt. Mit einem Sieg würde man sich direkt jeglicher Abstiegssorgen entledigen. Denn mit dem Spielen in Rumänien und Georgien stehen direkt zwei weitere harte Nüsse für unsere Jungs an. Da würde man sich mit einer Pleite in Brüssel bereits früh unter Druck setzen.

 

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