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Vor dem Kenia-Spiel: Fünf Wechsel für ein letztes Hurra in Marseille
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Donnerstag, 22. November 2018

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Zum dritten und letzten Mal in 18 Tagen erwartet unsere Jungs eine heiße Schlacht in Marseille. Foto (c) Kessler

Wieder haben sich zahlreiche deutsche Fans auf den weiten Weg in den Süden Frankreichs gemacht und wieder wird unsere Nationalmannschaft morgen um 18 Uhr auf dem Rasen des Stade Delort mit dem Adler auf der Brust Rugby-Deutschland vertreten. Der Traum von der WM ist ausgeträumt, zumindest vorläufig. Aber noch einmal spielt unsere Mannschaft vor den Augen der Welt-Rugby-Öffentlichkeit und das sollte Motivation genug sein, um noch einmal alles rauszuhauen.

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Unsere Berichterstattung aus Marseille mit freundlicher Unterstützung von Decathlon

Unsere Jungs sehen das definitiv so - es geht nicht nur um einen versöhnlichen Abschluss als Gruppe, wie es Samy Füchsel im TR-Interview erklärte, sondern auch darum, der Rugby-Welt zu beweisen, dass man zurecht hier am Start war und ein Kandidat für die nächste WM ist. Denn natürlich werden auch morgen wieder einige Würdenträger des Weltverbands zu gegen sein, die beispielsweise darüber zu entscheiden haben, ob bereits die übernächste WM im Jahr 2023 in Frankreich von 20 auf 24 Teams aufgestockt wird. Das würde die Chancen für die deutsche Mannschaft im kommenden Zyklus immens erhöhen.

 

Kenianer sind mit ihrer unorthodoxen Spielweise gefährlich

Derweil erwartet die deutsche Mannschaft rein sportlich morgen wieder eine schwere Aufgabe. Kenia hat in den bisherigen beiden Spielen zwar schlussendlich klar verloren, gleichwohl aber unter Beweis gestellt, dass man mit dem unorthodoxen Spielstil jeder Mannschaft wehtun kann. Wenn die Kenianer mit ihren spielfreudigen und dennoch physisch durchsetzungsfähigen Stürmern einmal in ihr Offload-Spiel kommen, hatte selbst Kanada Probleme dies unter Kontrolle zu bekommen. Es wird morgen darum gehen die Kontrolle über das Spiel-Tempo und den Ballbesitz zu bewahren um den Kenianern unser strukturiertes Spiel aufzuzwingen. Auf ein Duell mit offenem Visier will man sich im deutschen Team auf keinen Fall einlassen.

Das bestätigt auch Mouritz Botha, der gegenüber dem DRV betonte: „Wenn man es nur ein wenig schleifen lässt, wird Kenia sehr gefährlich.“ Gerade Andrew Amonde und Willy Ambaka aus dem World Series Siebener-Team, sowie der Premiership-erfahrene Achter Joshua Cisanga, der zuletzt in der polnischen ersten Liga aktiv war, haben für die Simbas in den ersten beiden Partien immer wieder wertvolle Meter gemacht und zum Teil äußerst ansehnliche Versuche gelegt. Wo man den Kenianern morgen wehtun kann, ist aber ebenso klar: Bei den Standardsituationen haben die Kenianer nicht immer geglänzt und in beiden bisherigen Spielen sind sie in den letzten 20 Minuten auseinandergefallen und haben viele Punkte kassiert. Wenn die deutsche Mannschaft morgen lange in Schlagdistanz bleibt, dürfte ihre überlegene Fitness am Ende den Unterschied machen.

Fünf Wechsel für morgen: Props werden rotiert

Dass nach wochenlanger harter Vorbereitung und zwei absoluten Rugby-Schlachten in Marseille mittlerweile der eine oder andere Spieler unserer schwarzen Adler mit Wehwehchen zu kämpfen ist klar. Deshalb rotiert Nationaltrainer Mike Ford erstmals im Sturm und tauscht beide Props aus - Samy Füchsel und Julius Nostadt rücken auf die Bank und werden durch ihre bisherigen Ersatzmänner Jörn Schröder und Matthias Schösser ausgetauscht. Ebenso tauschen Jarrid Els und Ayron Schramm die Plätze - Schramm startet nun und Els wird wohl in der Schlussphase aufs Feld kommen. Auf der Bank nimmt Marcel Henn Platz, der anstelle von Ayron Schramm in die 23 rückt. Hagen Schulte startet als erster Innen und ersetzt Jamie Murphy. Steffen Liebig, der seit Sonntag im Adler-Camp ist, startet als Außen, nachdem Carlos Soteras Merz aus einem freudigen Grund zurück nach Deutschland gereist ist: Der Außendreiviertel wird erstmals Vater!


Verbinder bleibt Raynor Parkinson und hinter ihm ist Chris Hilsenbeck weiter Deutschlands Schluss. An diesem Duo, gemeinsam mit Hagen Schulte, wird es liegen, das Spiel intelligent zu steuern, in die Hälfte der Ostafrikaner zu verlagern und den Kenianern dennoch keine einfachen Konterbälle zu bieten. Mit Blick auf die in weniger als drei Monaten startenden Rugby Europe Championship ist das morgige Spiel auch so etwas wie ein letzter Härtetest für das deutsche Team, das sich auch für die EM viel vorgenommen hat.

Die deutschen Fans vor Ort waren bereits heute in Marseille zu vernehmen und werden morgen sicherlich wieder akustisch den Ton angeben. Für sie ist es die Chance noch einmal gemeinsam zu feiern und auch die Leistung der Mannschaft zu würdigen. Die Rue de la Paix Marcel Paul mit den beiden Irish Pubs „little Temple Bar“ und „O’Malleys“ ist weiterhin der Treffpunkt für alle Fans vor Ort, auch am morgigen Nachmittag. ProSieben Maxx überträgt morgen ab 17:45 mit Jan Lüdeke und Aiman Abdallah.

Wir von TR berichten morgen den ganzen Tag von vor Ort. Wenn ihr wirklich alle Updates haben wollt, dann folgt uns auch auf Instagram, wo ihr uns unter @totalrugby.de findet.

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