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Offenbach trennt sich von Ex-Siebener-Nationaltrainer Lofty Stevenson
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 19. Oktober 2018

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Wynston Cameron-Dow wird künftig bei seinem Verein zum Spielertrainer und löst damit Lofty Stevenson ab. Foto (c) Kessler

Der BSC Offenbach hat sich überraschend vorzeitig von Trainer Lofty Stevenson getrennt. Die Entscheidung sei zwar einvernehmlich gefallen, man habe damit aber auch Signale senden wollen, heißt es. Die Nachfolge wurde zunächst intern geregelt.

Drei Spiele, drei Siege, 15 Punkte – sportlich läuft es für den BSC Offenbach richtig gut in der Regionalliga Hessen. Dennoch hat sich der Ex-Erstligist vorzeitig von Trainer Lofty Stevenson getrennt. Der Neuseeländer hatte das Amt am Eichwaldweg 2017 zum zweiten Mal übernommen und den Neuaufbau eingeleitet – mit Erfolg wie BSC-Sprecher Bruno Vrga betonte. „Ziel war es, eine erste und eine zweite Mannschaft aufzubauen, wobei die erste die Stärke erreichen sollte, um im Mittelfeld der 2. Liga mitspielen zu können“, so Vrga. „Aus unserer Sicht ist dieses Ziel erreicht und Lofty hat einen ganz erheblichen Anteil daran. Dass wir nicht in der 2. Liga spielen, hat andere Gründe, die bekannt sind.“ Unter anderem war dem BSC der Aufstieg verweigert worden, weil der hessische Verband nicht die erforderliche Zustimmung erteilt hatte.

Die Trennung von Stevenson hatte vielmehr strategische Gründe. „Loftys Vertrag wäre im Dezember ausgelaufen“, sagt Vrga. „Wir haben ihn darüber informiert, dass wir den Vertrag nicht verlängern werden, da wir unsere Mittel in den Aufbau einer Jugendakademie stecken und Signale senden wollten, vor allem im Nachwuchsbereich.“ Stevenson habe das akzeptiert und um eine frühere Freistellung gebeten, damit er andere Pläne verwirklichen könne, so der BSC-Sprecher. Dem habe der Verein zugestimmt, „auch wenn wir Lofty gerne bis zum Jahresende behalten hätten“. Letztlich sei alles für beide Seiten „sehr zufriedenstellend abgewickelt“ worden. „Es gab kein böses Blut, wir sind im Guten auseinandergegangen“, stellte Vrga klar.

Stevensons Posten hat zunächst Wynston Cameron-Dow übernommen – als Spielertrainer. Der gebürtige Südafrikaner war vor der Saison vom Erstligisten SC Frankfurt 1880 gekommen und ist nun einer Dreifachbelastung ausgesetzt. Der 29-Jährige, dessen erste Station in Deutschland der SC Neuenheim war, ist nicht nur Spieler und Trainer beim BSC, sondern bereitet sich zudem gerade mit der DRV XV auf das Repechage-Turnier im November in Marseille vor, bei dem sich Deutschland erstmals für die WM qualifizieren will.  Am Samstag (16 Uhr) steht aber zunächst in der Liga das Duell bei der zweiten Mannschaft des Erzrivalen RK Heusenstamm an.

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