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Deutschlands Siebener-Nationalmannschaft am Vorabend des letzten EM-Turniers
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 7. September 2018

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Morgen gilt es für das deutsche Team - die Saisonziele stehen für die DRV VII auf dem Spiel. Foto (c) Perlich

Ein gestrichener Flug am frühen Morgen, die ungewollte Umleitung über Warschau und die längere Anreise per Bus, das durch Probleme mit der Platzbelegeung zweifach verschobene Abschlusstraining und dennoch ist man im deutschen Team absolut fokussiert. In Lodz wird die DRV VII morgen und übermorgen in ungewohnter Besetzung beim abschließenden GPS-Turnier (ab 11:28 live auf DAZN) noch einmal über sechs Spiele alles für den Adler auf der Brust geben und viel weniger darf es schlussendlich auch nicht sein.

Für die DRV-Auswahl ist das vierte und letzte EM-Turnier eine besondere Angelegenheit. Gleich drei neue Gesichter im Team und dazu steht die DRV-Auswahl nach dem enttäuschenden Abschneiden in Exeter durchaus ein wenig mehr als unter Druck als sonst. Nicht zuletzt, weil die Modalitäten für die vierte Hongkong-Quali in Folge noch nicht endgültig feststehen. Um absolut sicher zu gehen, müssen die Jungs von Nationaltrainer Zangqa in der Endabrechnung zwei Ränge vor Russland landen, dann ist das Hongkong-Ticket absolut sicher.

Denn durch den enttäuschenden achten Platz in Exeter liegt der World-Series-Absteiger mittlerweile in der EM-Tabelle zwei Zähler vor unseren Jungs. Bei Punktgleichheit, die eintreten könnte, falls die Russen in Lodz einen Platz hinter unserer DRV VII landen, würde das Punkteverhältnis über alle vier Turniere hinweg entscheiden. Dort sind stehen die Russen momentan besser da, obwohl die DRV-Auswahl den direkten Vergleich mit den Russen zwei Mal gewonnen hat. Kein Wunder, dass Russland in Lodz mit allen Stars, wie Ostroushko, Davidoff und Sozonov in Lodz antritt und die Mission Wiederaufstieg anvisiert.

Die Unklarheit herrscht, da World Rugby die Zusammensetzung des zwölf Teilnehmer umfassenden Feldes beim Quali-Turnier in Hongkong noch nicht bekanntgegeben hat. Während in diesem Jahr drei europäische Teams in Hongkong bei der World-Series-Quali antreten durften, kann es durchaus sein, dass World Rugby wie in den Vorjahren nur zwei Teams aus Europa in das Zwölfer-Feld lässt. Doch angesichts der momentan Stärke der Iren (die bereits für Hongkong qualifiziert sind) und dem Abstieg der Russen, dürfte dies als unwahrscheinlich gelten. Mit Russland oder Deutschland würde ein heißer Kandidat für den Turniersieg fehlen.

 

 

Drei Debütanten sind im DRV-Team, darunter der Hamburger Ben Ellermann

Dennoch will man bei der DRV-Auswahl keine halben Sachen machen und an die beiden ersten Turniere in Moskau und Marcoussis anknüpfen, wo es die deutsche Mannschaft jeweils ins Finale geschafft hatte. Frischen Wind hatte sich DRV-VII-Coach Vuyo Zangqa von den drei Neuen im Team versprochen. Während Ben Ellermann, der Hamburger DRV-Stürmer sowie der Nürnberger Siebener-Hakler Onisimo Nayato Seremaia tatsächlich Neulinge auf diesem internationalen Niveau sind und mit ihrer Unbekümmertheit neue Akzente setzten dürften, hat Morne Laubscher bereits Siebener-Expertise der allerhöchsten Güte vorzuweisen. Mit den Johannesburger Lions wurde der jetzige Spieler des RSV-Köln Siebener-Meister in seinem Geburtsland Südafrika. Nun soll Laubscher das Offensiv-Spiel der DRV-Sieben ankurbeln.

Vuyo Zangqa hatte unter der Woche gegenüber TR erklärt, dass man am Spielstil lediglich Feinjustierungen vornehmen werde. Viel eher sei die Ausführung in Exeter das Problem gewesen. Doch nach drei Wochen mit allen Spielern gemeinsam im Camp, darunter auch die drei in England aktiven Calitz, Nurse und Dawes, werde die Verständigung auf dem Feld besser denn je funktionieren. Angesprochen auf den Druck, der auf dem Team laste zeigte sich Zangqa selbstbewusst: „Natürlich hat jeder Hongkong und die Quali im Hinterkopf, aber wir können nicht nur daran denken, als Team. Wir werden schlicht unser allerbestes geben müssen. Das war unsere Herangehensweise, mit der wir zwei Finalspiele erreicht haben. Wir müssen den Glauben daran entwickeln es auch gewinnen zu können. Es ist möglich, das wissen wir. Irland ist für Hongkong qualifiziert, jetzt geht es zwischen Russland und uns.“

Im Trainerteam blickt man also optimistisch auf die Aufgabe, auch da die Vorbereitung optimal verlaufen sei, wie Co-Trainer Clemens von Grumbkow im Gespräch mit TR betont: „Wir sind wirklich zufrieden, auch weil wir erstmals 18 Spieler auf einem Niveau in der Vorbereitung hatten. Deshalb hatten wir Auswahlmöglichkeiten bei fast allen Positionen. Wir sind gespannt was die neuen Spieler zeigen werden“ Nun gelte es, so Ex-DRV-VII-Kapitän Clemens von Grumbkow, Russland zu überholen, um Rang zwei in der EM-Wertung zurückzuholen und Hongkong sicher zu machen.

Ankickzeiten:

11:28 Deutschland - Wales

14:13 Deutschland - Russland

17:20 Deutschland - Polen

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