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DRV-VII-Coach Zangqa vor dem EM-Turnier in Lodz: „Von den Neuen erwarte ich frische Impulse“
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Dienstag, 4. September 2018

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Andrew Nurse soll in Lodz mit seinen präzisen Ankicks dafür sorgen, dass die DRV VII mehr eigene Bälle behält. Foto (c) Perlich

Die Nominierung der Siebener-Nationalmannschaft gegen Ende der vergangenen Woche war für viele deutsche Rugby-Fans eine Überraschung. Vor dem so wichtigen letzten EM-Turnier in Lodz, bei dem sich die Nationalmannschaft die vierte Hongkong-Teilnahme in Folge sichern will, hatte das Trainerteam der DRV-Auswahl kräftiger als sonst an der Personalschraube gedreht. Verdiente Leistungsträger schafften den Schnitt nicht, während gleich drei Debütanten in Polen den Bundesadler auf der Brust vertreten werden. Im ausführlichen Gespräch mit TR legt Nationaltrainer Zangqa nun seine Gründe offen.

Die Nominierungsentscheidung, so Zangqa, habe das Trainerteam nach einer Bewertung und Abwägung zahlreicher Faktoren getroffen: „Natürlich hat die Leistung von Exeter (mit Platz acht war das schlechteste DRV-Ergebnis der letzten Jahre, Anm. d. Red.) eine Rolle gespielt, die anderen beiden EM-Turniere des Sommers aber auch. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ein paar Wechsel nötig waren und dass wir Spieler vor allem anhand ihrer aktuellen Leistungen nominieren und nicht unbedingt aufgrund ihrer in der Vergangenheit gebrachten Leistungen.“

Mit dieser Neuausrichtung erklärt Zangqa gegenüber TR auch die Nominierung der drei Debütanten Ellermann, Laubscher und Onisimo Nayato Seremaia (Spitzname Simo). Man wolle sicherstellen, dass ein gesunder Konkurrenzkampf im Team herrsche. „Die Jungs müssen wissen, gute Leistungen bringen ihnen Nominierungen ein“, so Zangqa weiter. Andrew Nurse beispielsweise habe im Trainingscamp, sowie im Wolfpack-7s-Trikot bei der DM überzeugend gespielt. Gerade seine Präzision bei den Ankicks werde dem Team helfen mehr Ballbesitz zu haben und Teams unter Druck zu setzen ist man sich im Trainerteam sicher. Von den neuen Spielern erwarte man im Trainerteam vor allem frische Impulse auf dem Feld.

Halbspieler Morne Laubscher zum Beispiel hat das Trainerteam mit seiner Defensivleistung beeindruckt - Zangqas Analyse: „Morne verteidigt Durchbrüche wirklich gut, schneidet als Schluss den Gegenspielern clever den Laufweg ab, gerade in Exeter hatten wir da große Probleme und jeder Durchbruch führte fast automatisch zum Versuch“. Deshalb wird er in der Defensive vor allem als Schluss agieren, während ihm das Trainerteam mit seiner Erfahrung im südafrikanischen Spitzenrugby im Angriff auch die Spielmacherposition zutraut.

DRV-VII-Coach Vuyo Zangqa

Der auf Fidschi geborene Nürnberger Onisimo Nayato Seremaia wiederum bringt laut Nationaltrainer und Ex-World-Series Sieger Vuyo Zangqa eine neue Dimension in das Spiel der DRV VII: „Viele unserer Spiele sind ein wenig zurückhalten, wenn es darum geht Offloads zu spielen. Simo hat damit überhaupt kein Problem.“ Gleich bestätigt Zangqa, dass der Neuling im DRV-VII-Sturm noch nicht viel Spielzeit auf diesem Niveau habe sammeln können, sich aber mit seinen Leistungen das Vertrauen erarbeitet habe.

Der dritte Debütant Ben Ellermann ist in Kreisen der DRV VII indes kein Neuling - der Paulianer war aufgrund von Verletzungen schon mehrmals knapp an Nominierungen für wichtige Turniere vorbeigeschrammt. Er soll vor allem mit seiner Geschwindigkeit und seinem physischen Spiel für mehr Durchschlagskraft im deutschen Spiel sorgen.

Einen weiteren Schub erwartet sich das Trainerteam der DRV VII aufgrund der Tatsache, dass die in England wohnhaften Max Calitz, John Dawe und Andrew Nurse allesamt die vergangenen drei Wochen durchweg mit dem Team verbracht haben. Bisher waren sie nur während der Turnierwoche zur Mannschaft gestoßen. Die zwei zusätzlichen Trainingswochen dürften in Sachen blindes Verständnis mit ihren Mitspielern, aber auch in Sachen Team-Zusammenhalt viel bewirkt haben.

Coach Zangqa, der mit der südafrikanischen Nationalmannschaft jahrelang auf der World Series aktiv war, erklärte abschließend, dass man alle Nominierungsentscheidung auch mit Blick auf mittelfristige Ziele treffe: „Wenn wir den Kader, beispielsweise mit diesen drei Debütanten weiter stärken, haben wir auch im nächsten Jahr mehr Tiefe und Wettbewerb. Dann werden wir im kommenden Jahr eine deutlich bessere Ausgangsposition haben.“

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