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Doppelspieltag am Harbigweg: HRK glänzt gegen Italiener, DRF XV unterliegt British Army
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Sonntag, 10. Dezember 2017

Sean Armstrong und der HRK sicherten sich gegen Petrarca den zweiten Sieg im Continental Shield. Foto (c) Tobias Keil
Sean Armstrong und der HRK sicherten sich gegen Petrarca den zweiten Sieg im Continental Shield. Foto (c) Tobias Keil

Der Schnee war rechtzeitig mit Hilfe der Rasenheizung unter dem HRK-Kunstrasen geschmolzen und so war alles für einen Doppelspieltag der Extraklasse angerichtet. In Durchgang eins hatten Deutschlands Rugby-Damen noch mit der britischen Armeeauswahl mithalten können, kassierten aber in Durchgang zwei einige Tiefschläge durch die Gäste - am Ende stand ein deutliches 6:51 auf der Anzeigetafel. Der HRK machte es in einem erneut sehr engen Spiel gegen starke italienische Gäste besser. Nach einer frühen 10:0 Führung wurde es noch einmal eng. Doch eine starke Kick-Leistung von Raynor Parkinson brachte den HRK am Ende beim 19:15 Sieg über die Ziellinie.

Die British Army war mit einer sehr guten Auswahl unter Führung der walisischen WM-Teilnehmerin Gemma Rowlands am Heidelberger Harbigweg aufgelaufen. Zahlreiche Premiership-Spielerinnen, die ein sehr schnelles Spielniveau gewöhnt sind, setzten die deutschen Mädels von der ersten Minute unter Druck. In der ersten halben Stunde konnte die DRF XV noch gut gegenhalten und selbst Offensiv-Akzente setzen. Zwei Straftritte durch Schlussspielerin Pia Richter hielten Deutschland im Spiel.

Doch Fehler im eigenen Defensiv-Spiel bescherten den Britinnen ein ums andere Mal einfache Meter. Schon zur Pause war der Rückstand mit 6:22 deutlich. In Durchgang zwei lief das Spiel gegen die deutschen Damen: „Wir hatten mit der Physis der Gegnerinnen immer mehr Probleme und haben in der Verteidigung nicht geordnet und aggressiv genug dagegen gehalten“ so die Analyse des Nationaltrainers Markus Trick. So sammelten die Gäste weiter fleißig Punkte während die deutsche Fünfzehn es kaum mehr in die Hälfte der Gäste schaffte. Am Ende stand ein deutliches 6:51 - Nationaltrainer Trick weiter: „ In der zweiten Halbzeit haben die Britinnen dann klar dominiert und das Ergebnis in die Höhe geschraubt.“

Mit Blick auf den jungen Kader ist aber ein solches Spiel dennoch wertvoll und als Standortbestimmung wichtig. Ein Spiel gegen einen Gegner der Kragenweite Schweiz dürfte weniger Schwächen aufdecken als ein solches Spiel. So sieht es auch Coach Trick, der zusammen mit Alfred Jansen das Team betreut: „Das Ergebnis ist natürlich nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, aber wir haben viel Erfahrung sammeln können und unsere Schwächen aufgezeigt bekommen. Insofern war das ein wertvoller Test, zumal einige Spielerinnen erstmals auf diesem Niveau gespielt haben.“

Direkt im Anschluss begann der HRK seine Mission Weiterkommen im European Continental Shield. Verstärkt durch einige Bundesliga-Spieler mit Doppellizenz - Nikolai Klewinghaus, Wynston Cameron-Dow und Marcel Henn - konnte der Klub gegen den Tabellendritten der italienischen Eccelenza mit Sean Armstrong, Hagen Schulte und Raynor Parkinson wieder seine spielstarke 9-10-12-Achse aufbieten. Das Duell begann direkt mit einigen sehr harten Hits - die Italiener schienen die Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht allzuviel anzuhaben. Dennoch erwischte der Klub den besseren Start. Nach zehn gespielten Minuten setzte der HRK einen Straftritt zur Gasse. Nachdem das angesetzt Paket nicht zum Erfolg führte konnte Erste-Reihe-Stürmer Jörn Schröder aus kurzer Distanz erfolgreich vollstrecken. Parkinson erhöhte sicher und legte einige Minuten später noch einen Straftritt zum 10:0 nach.

Doch nun kam Petrarca, bei denen in den 90ern einst Wallabies-Legende David Campese spielte, besser ins Spiel. Einen gefährlichen Boden-Roller von Gedrängehalb und Samoa-Nationalspieler Fu’a konnte Schluss Coetzee in letzter Sekunde entschärfen und totlegen. Doch einige Minuten später war es soweit - Petrarcas Erste-Reihe-Bulle Vannozzi konnte sich ebenso aus kurzer Distanz über die Linie wuchten. Doch die Drangphase der Italiener endete mit einer gelben Karte für Hakler Santamaria für wiederholte Vergehen am Offenen. Parkinson verwandelte den fälligen Strafkick und so ging es mit 13:5 aus Klub-Sicht in die Pause.

 

 

 



Durchgang zwei begann mit einem weiteren Straftritt von Parkinson, nur Minuten später jedoch konnte Petrarcas starker Sturm in Form von Flanker Lamaro einen erhöhten Versuch zum 12:16 Anschluss für die Italiener legen. Ein weiterer Straftritt vom perfekt aufgelegten Parkinson schraubte die Lücke auf sieben Punkte hoch. Der Klub schwächte sich in der Folge, da Top-Spieler Jaco Otto sich eine gelbe Karte einfing. Durch einen Straftritt des eingewechselten Verbinders Ippolito wurde es beim Stand von 19:15 für die Gastgeber noch einmal verdammt eng. Die letzten Minuten wurden zu einer absoluten Defensiv-Schlacht. Der HRK konnte sein Malfeld aber sauber halten und feierte damit den zweiten extrem wichtigen Heim-Sieg gegen einen italienischen Top-Klub.

In der kommenden Woche steht für den HRK mit dem Auswärtstrip zum portugiesischen Vertreter CDUL das extrem wichtige abschließende Gruppenspiel an. Zum Weiterkommen ist ein Bonuspunkt-Sieg in Lissabon fast schon Pflicht. Momentan ist der HRK mit zwei Siegen und der Auswärts-Pleite in Georgien Dritter mit drei Punkten Rückstand auf Rovigo aus Italien. Doch durch das sehr eigene System, in dem die Teams aus Gruppe A lediglich auf Teams auf Gruppe B treffen, garantiert selbst ein dritter Sieg im vierten Spiel kein Weiterkommen. Durch das Überkreuz-Spielen wäre es theoretisch gar denkbar mit vier Siegen auszuscheiden oder mit vier Niederlagen weiterzukommen. Rovigo tritt bei Italiens Meister Calvisano an und würde im Falle eines Sieges definitiv vor dem Klub bleiben.

 

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Kommentare (1)add comment

TotalRugby Team said:

366
...
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Dezember 11, 2017

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