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TotalRugby-Review: Luxemburg gelingt die Sensation gegen den SCN
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Sonntag, 16. April 2017

Stolze Luxemburger nach dem ersten Sieg in der Bundesliga! Foto (c) RCL Facebook
Stolze Luxemburger nach dem ersten Sieg in der Bundesliga! Foto (c) RCL Facebook

Der Abstiegskampf ist offener denn je! Denn der RCL sichert sich zu Gast beim SCN den ersten Saisonsieg und ist nun dicht am RK Heusenstamm und TSV Handschuhsheim dran. Selbst Neuenheim muss nach der Niederlage nun mit etwas mehr Sorge auf die Tabelle schauen.


Süd/West
SC Neuenheim 14 - 25 RC Luxemburg


Für die bisher sieglosen Rugger aus dem Großherzogtum war es die langersehnte Erlösung. Im neunten Spiel seit dem sensationellen Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse gelang dem RCL der erste Saisonsieg und das ausgerechnet auswärts. Beim Pokalsieger des Vorjahres Sportclub Neuenheim drehten die Himmelblauen nach schwieriger Anfangsphase - wie bereits in der Vorwoche bei der unglücklichen Niederlage gegen Frankfurt - nach der Pause mächtig auf und holten sich den verdienten ersten Sieg. RCL-Coach Alex van Zealand zeigte sich zufrieden mit dem Sieg und sah zugleich den Beweis erbracht: „Wir können mit den Teams der unteren Tabellenhälfte mithalten.“

Dabei hatte Luxemburg am Neuenheimer Museumsplatz erneut den schlechteren Start erwischt. Die erfahrenen Männer in Königsblau spielten in den ersten dreißig Minuten der Begegnung souverän ihren Stiefel herunter und verwandelten jede Möglichkeit in Punkte. SCN-Kicker Jonathan Katona war gut aufgelegt - der Nationalspieler Ungarns verwandelte seine ersten drei Möglichkeiten vom Tee zur 9:0 Führung der Gastgeber. Luxemburg Coach van Zealand bestätigte, dass seine Mannschaft zu lange gebraucht habe um ins Spiel zu kommen. Zugleich lobte van Zealand Katona persönlich, der ein sehr guter Spieler sei. Auch SCN-Trainer Lars Eckert zeigte sich durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Männer über die ersten 35. Minuten hinweg. Doch mit einer gelben Karte für Sebastian Robl wegen absichtlichen Ballwegschlagens erfolgte ein Bruch im Spiel. Luxemburg nutzte die sich bietende Gelegenheit zu den ersten drei Punkten und war nun voll im Spiel.

Bis zur Pause machten die Gäste mit dem neu gefundenen Glauben an den Sieg nun unvermindert Druck und wurden mit der letzten Aktion der Hälfte belohnt. Ein Durchbruch über Außen bescherte den Luxemburgern den ersten eigenen Versuch. Durch die verpasste Erhöhung lag der RCL zur Pause beim Stand von 9:8 weiterhin hinten, hatte das Momentum eindeutig auf der eigenen Seite. Dies sollte sich direkt mit dem Wiederanpfiff fortsetzen, als der Luxemburger Innendreiviertel sein Gegenüber recht alt aussehen ließ und nach einem Step den Weg über die Linie fand und damit für die erstmalige Gästeführung sorgte.

In einer packende Partie waren es aber dann königsblauen Gastgeber, die sich wieder in die Partie kämpften. Als Luxemburgs Nummer acht sein Team mit einer Undiszipliniertheit und einer daraus resultierenden gelben Karte schwächte, schlug der SCN zu. Nach einer Gasse in der Luxemburger 22 war es Shalva Didebashvili, der aus kurzer Distanz zuschlug. Katona verpasste den Kick dieses Mal, so dass beim Stand von 14:15 weiterhin die Gäste vorne lagen.

Die Fans des SCN hatten zu diesem Zeitpunkt mit einer Schlussoffensive ihrer Königsblauen gerechnet. Doch stattdessen folgten nun „zu viele einfache Fehler“ wie es SCN-Trainer nach der Partie analysierte. Zahlreiche Straftritte gegen den etablierten Bundesligisten erstickten jegliches Momentum im Keim. Stattdessen musste Neuenheim viel zu häufig die eigene Linie verteidigen. Ein Straftritt zum 15:18 sicherte die Gästeführung bevor der RC Luxemburg mit der letzten Aktion seinen dritten Versuch nachlegte. Der 25:14 Auswärtssieg war gesichert und der Jubel auf Seiten der Luxemburger kannte keine Grenzen.

Coach van Zealand lobte nach der Partie vor allem die bessere Chancenverwertung seiner Mannschaft, „die zu einigem schönen Versuchen geführt hat.“ Ein Trauerfall bei einem Spieler am Vorabend des Spiels habe die Luxemburger noch enger zusammengeschweißt. Insgesamt glaubt man bei Luxemburg aus diesem Sieg viel Selbstbewusstsein ziehen zu können. In den nächsten Wochen stehe freilich noch viel Arbeit und man wolle sich die Möglichkeit in der ersten Bundesliga zu spielen nicht nehmen lassen. Das sei das Ziel, ohne wenn und aber. In bereits zwei Wochen steht das wichtigste Spiel im Abstiegskampf an - dann empfängt der RK Heusenstamm die Luxemburg. Beide Mannschaften trennt nur ein einziger Punkt. 

Auf Neuenheimer Seite gab man sich sportlich und Trainer Lars Eckert gab unumwunden zu: „Luxemburg hat verdient gewonnen.“ Beim SCN geht es nach dem spielfreien nächsten Wochenende weiter mit einem Gastspiel beim Frankfurter SC 1880. Mit nur noch sechs Punkten Vorsprung wird man beim SCN nun auch den Blick nach unten in der Tabelle machen müssen.

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