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Rugby-Bundesliga startet am Wochenende in ihre 45. Saison - Spielmodus erneut reformiert
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Geschrieben von DRV Pressemitteilung   
Donnerstag, 27. August 2015

Der Heidelberger RK um Sean Armstrong (r.) gilt auch in der Saison 2015/16 als Topfavorit auf den Titel (c) Tobias Keil
Der Heidelberger RK um Sean Armstrong (r.) gilt auch in der Saison 2015/16 als Topfavorit auf den Titel (c) Tobias Keil

Das Warten hat ein Ende: Am Wochenende (29./30. August) startet die Rugby-Bundesliga in die Spielzeit 2015/16. Das Oberhaus des deutschen Rugbys geht dann in seine 45. Auflage. Neu ist dabei der geänderte Ligamodus. Drei Jahre nach der umfassenden Ligareform gab es auf Initiative des Bundesliga-Ausschusses eine erneute Modifikation: Statt vier regionale Gruppen mit 24 Mannschaften gibt es nur noch zwei Gruppen mit 16 Teams.

Die 1. Bundesliga teilt sich nun in die beiden Gruppen Nord/Ost und Süd/West mit jeweils acht Mannschaften auf. Nach der Hauptrunde mit Hin- und Rückspielen in jeder Division spielen die jeweils beiden Erstplatzierten in Über-Kreuz-Spielen im K.o.-System den deutschen Meister aus. Die restlichen Mannschaften kämpfen dagegen um den DRV-Pokal, wobei die Dritt- und Viertplatzierten jeder Gruppe in der ersten Runde ein Freilos haben. Gleichzeitig stehen die Mannschaften auf Platz acht in beiden Gruppen zudem als direkter Absteiger fest, während die Teams auf Rang sieben in der Relegation um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga gegen die Verlierer der Zweitligaendspiele (Süd vs. West, Nord vs. Ost) antreten. Doch trotz der Reform der Ligareform – an den Kräfteverhältnissen im deutschen Rugby ändert sich nichts.

Mit vier Teams in der Gruppe Süd/West generiert sich Heidelberg als deutsche Rugby-Hochburg. Für alle anderen Mannschaften gilt daher, dass der Titel nur über die Neckar-Metropole geht. Als Topfavorit auf den Gewinn der Meisterschaft geht dabei Titelverteidiger Heidelberger RK ins Rennen. Der HRK ist Serienmeister der vergangenen sechs Jahre und hat den Meisterkranz insgesamt bereits zwölf Mal gewonnen. Um den zweiten Platz, und den damit verbundenen Einzug in das DM-Halbfinale, werden aller Voraussicht nach der TV Pforzheim, die RG Heidelberg und der SC Neuenheim kämpfen. In der Gruppe Nord/Ost läuft es dagegen auf einen Dreikampf zwischen Hannover 78, RK 03 Berlin und Germania List um die begehrten beiden vorderen Tabellenplatz hinaus.

1. Bundesliga Nord/Ost:

Hannover 78
SC Germania List
RK 03 Berlin
Berliner RC
Hamburger RC
FC St. Pauli
Rugbyunion Hohen Neuendorf
RC Leipzig

1. Bundesliga Süd/West

Heidelberger RK
RG Heidelberg
SC Neuenheim
TSV Handschuhsheim
TV Pforzheim
RK Heusenstamm
SC Frankfurt 1880
ASV Köln

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Kommentare (1)add comment

Peter Hoffmann said:

3470
Und "jährlich" grüßt das Murmeltier
Schön, dass wir einmal wieder eine Liga-Reform haben und zu einem alten System kommen. Damals in den 80 und 90er Jahren haben dann die ersten 4 Mannschaften aus dem Norden gegen die ersten 4 Mannschaften gespielt. Also heute eine kleine Variante!
Hilft das dem deutschen Rugby weiter?
Ich denke nicht!
Wir benötigen hier eine viel größere Basis mit mehreren tausend Schülern und Jugendlichen die Rugby spielen wollen, damit wir dann endliche eine ausgeglichene und leistungsstarke Bundesliga bekommen.
Um diese tausend Spieler zu bekommen, ist aus meiner Sicht nicht vorrangig die Werbung an neuen Spielern von Nöten, sondern fachlich taugliche Trainer, die diese interessierten Kinder auffangen, betreuen und modernes Rugby beibringen. Diese zur Zeit ehrenamtlichen Trainer fehlen an allen Ecken und Enden.
Mein Traum wäre, wenn jeder Sportlehrer in Deutschland Rugby und dessen Regeln kennen würde, dass er es gelegentlich im Sportunterricht mit einfließen lassen könnten, Schulmannschaften gründet, u.v.m.
Ich habe zwar viele Ideen, die wir beim BRC auch umsetzten, um Kinder für Rugby zu begeistern, aber zur Zeit habe ich keine Idee, wie ich an Lehrer und somit potentielle Trainer komme, um Ihnen die Grundideen von Rugby zu zeigen.
Wie sollen Lehrer "get into rugby" umsetzten, wenn sie noch nicht einmal damit in Berührung kommen oder sich dafür interessieren?
Hier würde ich mir Unterstützung von der DRV/ DRJ wünschen und auch Erfahrungsberichte aus den anderen Landesverbänden erhalten, damit wir einen nächsten Schritt nach vorne machen können.
Da Rugby immer professioneller wird, müssen wir in Deutschland auch anfangen in den Vereinen professioneller zu arbeiten, doch hier fehlt vor allem Geld, um Hauptamtliche Manager, Trainer, etc. zu bezahlen, die den Groh der Arbeit im Verein übernehmen.
Als "ehrenamtlicher Rugby-Verrückter" fehlt mir die Zeit.
Wie findet man aber Sponsoren? Was kann ein Amateurverein bieten, dass Sponsoren sich für ihn interessieren?
Vielleicht hat der DRV ja das Potential einen Liga-Sponsor zu finden, der nach dem Modell aus Italien flächendeckend Vereine in die Lage versetzt Rugby in Deutschland zu verbreitern und voranzubringen.
Ich hoffe, wir alle schauen einmal über den Tellerrand des Heimatvereins und suchen nach Lösungen und Strategien, um das Rugby in Deutschland voranzubringen.
Rugby hat das Potential dem König Fußball Paroli zu bieten.
August 27, 2015

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