Registrieren
TR-Jahresvorschau 2023: Die wichtigsten ovalen Events des Jahres
Drucken
Geschrieben von TotalRugby Team   
Dienstag, 3. Januar 2023

Image
Wer wird Weltmeister 2023 und beerbt die Springboks?

2023 wird ein großartiges Rugby-Jahr mit vollem Programm und zahlreichen Highlights. Neben der WM vor der eigenen Haustür im Nachbarland Frankreich steht noch die wichtige Olympia-Quali im Siebener an und dazu laufen die Planungen für Deutschlands größtes Rugby-Event in München.

Rugby Europe Championship mit unseren Adlern (ab dem 5. Februar)

Nach vier Jahren Abstinenz feiern unsere Adler schon kommenden Monat Ihre Rückkehr in die höchste EM-Spielklasse. Gleich zum Auftakt der Rugby Europe Championship bekommt es das Team von Kapitän Jörn Schröder M 5.2. mit Georgien zu tun. Das Auftaktspiel gegen den Abo-Europameister, der seit 2011 nur einmal nicht Europameister wurde (2017 schafften es die Rumänen) wird für das deutsche Team ein Härtetest, bei dem es nichts zu verlieren gibt.

Viel wichtiger werden die beiden Heimspiele gegen Spanien in Heidelberg nur sechs Tage später, sowie das wohl entscheidende Duell mit den Niederlanden in Neckarsulm in der darauffolgenden Woche. Gerade am 18.2. braucht das deutsche Team jegliche Unterstützung, wenn es darum geht, die Klasse zu halten und um Rang sechs zu spielen. Denn im neuen System mit acht Teams spielt Deutschland erst in Gruppe A drei Spiele und dann im Duell über Kreuz mit der gleichplatzierten Mannschaft aus Gruppe B die endgültige Platzierung

 

Six Nations (ab dem 4. Februar)

Die 129. Edition der Six Nations wird wieder alles mitbringen, was sich das Rugby-Herz wünscht: Großartiges Rugby, volle Stadien, grandiose Stimmung und wohl wieder Spannung bis zum letzten Spiel. Mit einem verbesserten Italien ist nicht einmal klar, wer am Ende das Turnier mit dem Wooden Spoon beenden wird.

An der Spitze wird es wohl noch spannender zugehen. Frankreich will nach dem Grand Slam letztes Jahr und mit der Heim-WM vor der Brust nachlegen. Doch am zweiten Spieltag wartet bereits der Trip nach Dublin, zur derzeitigen Nummer eins der Welt. Wer sich am Ende durchsetzt ist völlig offen und genau das ist der Reiz dieses Turniers.

Frankreich und Irland sind die großen Titelfavoriten in diesem Jahr - letztes Jahr ging das Duell knapp an les Bleus

Besonders spannend wird es auch zu sehen sein, wie sich England und Wales schlagen. Beide Nationalteams hatten nach den November-Länderspielen die Notbremse gezogen und sich ihrer Übungsleiter entledigt. Ob Wales mit Warren Gatland und England unter Steve Borthwick Titelkandidaten sind, finden wir ab dem ersten Februar-Wochenende heraus. Die wohl beste Nachricht: Alle Spiele laufen gratis, live und legal in Deutschland bei More than Sports TV.

 

Bundesliga A der Frauen (ab dem 18.2.)

Bereits ab Mitte Februar geht es bei den Damen mit der Liga wieder los. Nach einem perfekten Jahr 2022 wollen die HRK-Ladies nun nachlegen. Mit zwei Spielen weniger hat der Titelverteidiger nur einen Rückstand von fünf Zählern. Welches Team mit den besten Karten in die Playoffs im März geht, entscheidet sich auf dem Museumsplatz in Neuenheim, wo es das erneute Re-Match des Bundesliga-Endspiels 2022 gibt.

Nach der überdeutlichen Abreibung sinnen die Neuenheimerinnen auf Revanche und nach der Winterpause dürfte die Personaldecke auch nicht mehr derart dünn sein, wie zu Ende der Hinserie. Für die Fans in Heidelberg bedeutet dies ein spannendes Derby, bevor es um die Playoffs und den Abstieg aus der A-Gruppe geht.

 

Bundesliga-Rückrunde (ab dem 25.3.)

Die Bundesliga war eigentlich schon mit dem letzten Spiel des Vorjahres in die Rückrunde gestartet. Somit bleiben noch sechs Spieltage bis zum 20. Mai, um ein paar wichtige Fragen zu klären. Welche beiden Teams müssen den direkten Abstieg hinnehmen - aktuell sieht es für den FC St. Pauli und den Heidelberger RK schlecht aus, die acht bzw. neun Zähler Rückstand auf den Relegationsrang haben.

An der Spitze muss sich derweil klären, wer die acht Playoff-Teilnehmer sind, die nach der Anpassung im Sommer nunmehr um den Titel kämpfen. Besonders auf den Vierten im Norden - das dürfte Stand heute am ehesten Germania List, der Hamburger RC, oder die Hannoveraner Victoria sein - wartet ein schweres Duell bei einem der drei Süd-Topklubs.

Nach den Eindrücken aus dem Herbst ist Frankfurt 1880 der klare Titelfavorit. Doch gegen Heusenstamm, sowie in den Topspielen gegen die Heidelberger Topklubs trat der Titelverteidiger bei weitem nicht so dominant auf, wie vorige Saison. Im Norden wird es spannend zu sehen sein, ob der BRC Rang eins halten kann, oder ob Hannover 78 in Berlin gewinnen kann und so als Nord 1 in die Playoffs gehen wird. Erst im Juli entscheidet sich dann im Bundesliga-Endspiel (1.7.) wer sich deutscher Meister im Fünfzehner-Rugby der Herren nennen darf.

 

Die European Games in Krakau - die erste Chance aufs Olympia-Ticket (ab 21.6.)

Die dritten European Games sind so etwas wie die olympischen Spiele für Europa, um es verkürzt darzustellen. Aus Rugby-Sicht ist das Event im Sommer in Krakau, genauer gesagt im schmucken 33.000 Zuschauer fassenden Stadion Miejski, deshalb besonders spannend, da das Turnier als Olympia-Quali für Paris 2024 fungiert. Wie hart die Konkurrenz um die europäischen Olympia-Tickets sein wird, steht allerdings erst am Ende der World-Series-Saison fest.

Denn neben Frankreich als Gastgeber könnten sich theoretisch noch drei europäische World-Series-Teams über die laufende SWS-Endabrechnung qualifizieren - sollten es Spanien, Irland und Großbritannien unter die besten vier Teams schaffen, was jedoch utopisch ist. Derzeit sieht es nicht gut aus, um die Chancen der europäischen Mannschaften: Nach drei von elf Turnieren liegt Irland als bestes europäisches Team auf Rang neun, jedoch mit einem noch überschaubaren Rückstand auf die viertplatzierten Amerikaner.

Für das Wolfpack wird es so oder so um das eine direkte Ticket für Paris, oder die beiden Repechage-Tickets gehen, mit denen das Team von Clemens von Grumbkow und António Aguilar immerhin noch im Turnier um das allerletzte Olympia-Ticket antreten dürfte. Bei den Damen wird es für das Team von Cieran Anderson mindestens genauso hart - als Achter der Rugby-Europe-Series der Vorsaison und mit reichlich Konkurrenz aus der World Series.

Doch der Preis, um den es geht, könnte kaum größer sein: Ein Auftritt bei Olympia vor 80.000 Zuschauern im Stade de France beim größten Sport-Event der Welt. Der Erfolg würde dem deutschen Rugby enorme Aufmerksamkeit verleihen.

Rugby World Cup 2023 (8. September bis 28. Oktober)

Gleich zum Auftakt wartet auf die Rugbywelt ein Klassiker. Ebenfalls im Stade de France, wo das Eröffnungsspiel und das Endspiel dieses Rugby World Cup stattfinden, treffen Frankreich und Neuseeland aufeinander. Der Gastgeber gegen den dreimaligen Weltmeister - Rugby-Herz, was willst du mehr?

Wenn es nach den Frankreich-Fans geht, sollen les Bleus auch sechs Wochen später an gleicher Stelle erneut spielen, dann um den WM-Titel. Es wäre das vierte für Frankreich und dabei soll dann natürlich der erste Titel herausspringen, was in Rugby in unserem Nachbarland einen weiteren Schub geben würde.

Das Eröffnungsspiel der WM wird zwischen Gastgeber Frankreich und dem dreimaligen Weltmeister Neuseeland ausgetragen

Schon jetzt steht fest, dass über 2,6 Millionen Fans beim Turnier vor Ort in den Stadien dabei sein werden. Der Ausgang scheint offener denn je, denn mit Irland und Frankreich sind zwei Teams favorisiert, die beim letzten Mal niemand auf der Rechnung gehabt hätte. Dazu hat Argentinien zuletzt bewiesen, an einem guten Tag jeden schlagen zu können.

Für Spannung und einen großen Rahmen ist also gesorgt - aus deutscher Sicht fehlt da lediglich noch ein TV-Sender, der sich dem World Cup annimmt. 2019 waren die Quoten bei den Kollegen von ProSieben Maxx mehr als ansprechend. Es bleibt zu hoffen, dass die WM auch in diesem Jahr in ähnlichen Maße gezeigt wird - immerhin sind die Spielzeiten ohne Zeitverschiebung für deutsche TV-Zuschauer optimal.

 

Oktoberfest 7s (30. September & 1. Oktober)

Das einzige Event, das in unserer Liste mit einem leichten Fragezeichen versehen ist. Die Planungen für Deutschlands größtes Rugby-Event laufen, doch noch will man sich bei den Organisatoren nicht zu genau in die Karten schauen lassen. Die laufende Reform der World Series im Siebener, sowie die parallel zum Oktoberfest stattfindenden WM in Frankreich verkomplizieren die Planungen in München. Deutsche Rugby-Fans sollten sich dennoch das letzte Wiesn-Wochenende frei halten - denn besonders die knapp 30.000, die 2019 im Olympiastadion dabei waren wissen: Ein besseres Rugby-Event gab es auf deutschem Boden bisher nicht.

2019 feierten 30.000 Zuschauer das größte Rugbyfest in der deutschen Geschichte

Artikel empfehlen
Kommentare (0)add comment

Kommentar schreiben
Du mußt angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.

busy
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 3. Januar 2023 )
 
< vorheriger Artikel   nächster Artikel >

Top Try Scorer - REC Division 1A

Julen Goia Iriberri (ESP)   4
Zurab Zhvania (GEO)   3
Adrian Apostol (ROM)   3
Guillaume Rouet (ESP)   3
Kehoma Brenner (DRV)   3

gesamte Tabelle

Conversions - REC Division 1A

Valentin Calafateanu (ROM)   6
Bradley Linklater (ESP)   6
Ramil Gaysin (RUS)   4
Lasha Khmaladze (GEO)   4
Dan Snee (ESP)   4

gesamte Tabelle

Penalties - REC Division 1A

Merab Kvirikashvili (GEO)   9
Pedro Bettencourt Avila (POR)   8
Valentin Calafateanu (ROM)   5
Ramil Gaysin (RUS)   4
Chris Hilsenbeck (DRV)   4

gesamte Tabelle

Yellow Cards - REC Division 1A

Dorin Manole (ROM)   1
Julius Nostadt (DRV)   1
Levan Datunashvili (GEO)   1
Mark Sztyndera (DRV)   1
Bruno Rocha (POR)   1

gesamte Tabelle

Red Cards - REC Division 1A

honeypot@totalrugby.de
Advertisement
Advertisement