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Frankfurt erkämpft sich Derbysieg & kehrt an die Bundesliga-Spitze zurück
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Sonntag, 6. November 2022

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Nach 80 Minuten Rugby-Schlacht in Frankfurt ging der SC 1880 als Derbysieger hervor. Foto (c) Seufert-Chang

Es war ein hartes Stück Arbeit für die Frankfurter, doch am Ende stand das erwünschte Resultat. Der deutsche Meister ist zurück an der Spitze der Rugby-Bundesliga und hat den Lokalrivalen Offenbach mit 29-16 besiegt. Es war ein gutes Derby, trotz schwieriger Bedingungen in der Bankenmetropole.

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Süd/West

Tabelle

Rang Team Spiele Punkte Differenz
1 SC Frankfurt 1880 6 28 +115
2 Sportclub Neuenheim 6 25 +123
3 TSV Handschuhsheim 6 20 +326
4 München RFC 6 14 -124
5 Offenbacher SCR 5 12 +3
6 RK Heusenstamm 6 11 -153
7 RG Heidelberg 6 7 -161
8 Heidelberger RK 6 1 -188

SC Frankfurt 1880 29-12 Offenbacher SCR

Dass die Gäste die kurze Anreise nicht nur gemacht hatten, um als Statisten an der Feldgerichtsstraße der 1880-Rückkehr an die Spitze beizuwohnen, machten sie nach wenigen Minuten klar. Aus einer Gasse an der Frankfurter 22 schoben die schweren Offenbacher Jungs mit viel Dampf ein Paket an, aus dem ausgerechnet der Ex-Frankfurter Lutho Kote aufbrach und sich durch mehrere Tackles zum Versuch durchtankte.

Frankfurt versuchte die direkte Antwort, wurde aber zuerst mit einem eigenen Paket im Malfeld hochgehalten und scheiterte beim nächsten Anlauf, als der Ball nach mehreren Phasen kurz vor dem Offenbacher Malfeld verloren ging. Erst im dritten Anlauf, wieder mit Strafgasse an der Fünf-Meter-Linie Offenbachs, schaffte Frankfurt ein Paket erfolgreich über die Linie zu schieben, an dessen Ende Hakler Elias Haase für den 5:5 Ausgleich sorgte.

Nur wenige Minuten später gingen die Gäste dann aber erneut in Front: Neuner Cheslin Arendse ließ sich vom Tee nicht zwei Mal bitten und sorgte nach einem Ruck-Vergehen für das 8:5 - ganz zur Freude der aus der Lederstadt mitgereisten Offenbach-Anhänger. Frankfurts nächste gute Einlaufgelegenheit wiederum wurde durch ein hartes Offenbach-Tackle zunichte gemacht - Star-Neuzugang Halaifonua verlor das Leder wenige Meter vorm Malfeld im Kontakt.

Offenbach versemmelte ebenso eine hervorragende Konterchance bevor die nächsten Punkte fielen. Nach einem Gäste-Vorwurf spielte Liae Tuilagi mit dem Vorteil im Rücken einen punktgenauen Cross-Kick, den Tim Biniak trotz einsetzenden Regens fangen und unter Druck von zwei Verteidigern zum Offload an Edo Stella verwerten konnte, welcher mit dem Leder unter dem Arm zum zweiten 1880-Versuch einlief.

Der neuerdings wasserstoffblonde Italiener erhöhte seinen eigenen Versuch dann von außen und sorgte für die erste Führung Frankfurts. Nach dem 12:8 durch den schönsten Versuch des Tages punkteten beide Teams jeweils noch einmal dreifach, so dass es mit 15:11 für die Hausherren in die Pause ging. In dieser wurde der Regen fast schon monsunartig, was jedoch die Frankfurter Spielfreude nicht trübte.

Auf dem Weg zum schönsten Versuch des Tages: Edo Stella

Der nächste Versuch war eine Co-Produktion aus Sturm und Hintermannschaft. Nach einem Offenbacher Ballverlust an der Mittellinie konnte sich Frankfurt dank der unsortiert stehenden Gäste-Defensive bis tief in die 22 vorarbeiten. Zehner Connor Dever lief dann mit viel Dampf in eine Lücke, setzte den riesigen Achter Jeremiah Skelton in Szene, der wiederum auf Flanker John-Martin Stewart zum Versuch ablegte.

Nach rund 20 Minuten Leerlauf bei immer schwereren Bedingungen schickte sich Offenbach noch einmal an die Partie spannend zu machen. Ein Paket führte zunächst nicht zum Erfolg, da Frankfurt den Vormarsch stoppte, jedoch löste sich Offenbachs Hakler David Upton dynamisch und hatte aus 10 Metern keinerlei Probleme bis ins Malfeld einzulaufen.

Mit gut 15 Minuten auf der Uhr und nunmehr sechs Zählern Rückstand wuchs die Hoffnung bei den Gästen noch einmal beim Meister und Lokalrivalen die Sensation zu schaffen. Daraus wurde aber nichts - stattdessen übernahm Frankfurt aber wieder die Initiative und interpretierte Offenbachs dritten Versuch als Weckruf. Der erste Sturmlauf endete, als sich Frankfurt-Flanker Stewart im Malfeld nach einem Pick and Go hochhalten ließ. Dann sorgte ein Gedränge gegen den Einwurf für die Entscheidung: Frankfurts Sturm schob die Gäste im Eiltempo nach hinten, der Ball kam auf Frankfurts Seite heraus, wo Achter Skelton nur noch wenige Meter zur Linie überwinden musste - kein Problem für den XXL-Australier.

Wenige Minuten vor dem Ende war dies die Entscheidung. Frankfurt hatte sich den Derbysieg geholt, aber musste dafür weitaus härter kämpfen, als so manch einer dies erwartet hätte. Die Tabellenführung hat der Titelverteidiger damit erstmals in dieser Saison inne und daran sollte sich kommende Woche gegen Aufsteiger München nichts ändern. Offenbach wiederum zeigte sich nach den Schlappen gegen die RGH und Heusenstamm stark verbessert, muss nun aber bis zur Winterpause noch gegen den TSV Handschuhsheim und erneut gegen 1880 ran.

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