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Rugby-Europacup künftig mit südafrikanischen Teams
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 3. Juni 2022

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Der nächste Europacupsieger könnte aus Durban sein und Sharks heißen.

Fünf südafrikanische Teams spielen künftig in den Europacupwettbewerben Champions Cup und Challenge Cup mit. Das wurde gestern offiziell vom Ausrichter EPCR bestätigt. Wie das Turnierformat künftig aussehen wird steht ebenso noch nicht fest, wie ob es bei 24 Teams bleibt. Kritiker sehen darin den nächsten Schritt hin zu einer Aufnahme der Springboks bei den Six Nations.

Als Champions d’Europe, also als bestes Vereinsteam Europas wurden die Rugger von Stade Rochelais letzten Sonntag im Hafen der malerischen Stadt am Atlantik frenetisch gefeiert. Wenn am 20. Mai kommenden Jahres der nächste Sieger des Champions Cup im Finalort Dublin gekrönt wird, könnte dieser durchaus Stormers heißen und aus Kapstadt kommen.

Seit gestern steht fest, dass die südafrikanischen Teams künftig an den beiden Eupacups teilnehmen. Die Bulls aus Pretoria, die Sharks aus Durban, sowie die Kapstädter Stormers werden dann im Champions Cup vertreten sein. Die Johannesburger Lions wiederum spielen als schlechtestes aller südafrikanischen Teams in der URC dann im Challenge Cup.

Künftig auch im einstigen Europacup: Duelle zwischen südafrikanischen und europäischen Teams

Kurioserweise nehmen künftig sogar die Cheetahs aus Bloemfontein am einstigen Europacup teil, obwohl sie nicht Teil der URC sind – sie waren gemeinsam mit den Kings Teil der Guiness Pro 14, bevor diese zur URC wurde. Mit diesem Schritt hatte man die beiden vermeintlich schwächeren Teams aus dem Wettbewerb gekegelt und durch die Top-Teams ersetzt.

Es sei schon immer das Ziel gewesen, in den EPCR-Wettbewerben mitzuspielen, so der Chef von Rugby Südafrika, Jurie Roux. Tatsächlich ist dieser Schritt nur logisch, angesichts der Tatsache, dass die südafrikanischen Teams sowieso schon in einer europäischen Liga spielen, die Teilnehmer beim Champions Cup stellt.

Kommerziell dürften beide Seiten profitieren, da es mehr hochklassige Spiele im TV zu sehen gibt - Dank der geringen Zeitverschiebung zu fernsehfreundlichen Zeiten. Der sportliche Wert des Turniers wird mit Stars, wie den Springboks Siya Kolisi oder Lukhanyo Am allemal steigen. Auch sind die Distanzen für die südafrikanischen Teams im Vergleich zum Super Rugby mit Australien und Neuseeland beherrschbarer.

Sind damit alle Seiten zufrieden? Keineswegs! Dass im 28. Jahr seines Bestehens nun plötzlich südafrikanische Teams im einstigen Europacup mitspielen, misfällt nicht nur den größten Puristen, die auf die Bezeichnung Europacup verweisen. Zumal es als Signal für eine mögliche Erweiterung der Six Nations um Südafrika gesehen wird. Kapitalgeber CVC soll Medienberichten zufolge bereits seit längerem darauf drängen, wobei die Widerstände hier deutlich höher sein dürften

Während den Georgiern, Spaniern und Rumänen sprichwörtlich die Tür vor der Nase zugeschlagen wird, teilen sich die Top-Nationen immer größere Geldtöpfe. Damit dürfte die Lücke zwischen der Weltspitze und dem Rest nicht kleiner werden.

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