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Trainerwechsel in der Bundesliga: Danny Stephens und Germania gehen getrennte Wege
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 2. April 2021

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Der Sieg über den RK 03 in der Hinrunde 19/20 war aufgrund der Pandemie einer der letzten Erfolge Stephens als SCG-Coach. Foto (c) Janus

Auch so kann ein Trainerwechsel im Rugby-Oberhaus über die Bühne gehen. Der SC Germania List und sein bisheriger walisischer Trainer Danny Stephens gehen vorzeitig getrennte Wege. Dabei gibt es keinerlei böses Blut zwischen dem Übungsleiter und seinem jetzigen Ex-Verein, was nicht selbstverständlich ist (siehe Hamburg & Handschuhsheim). Bei den Hannoveranern macht man sich derweil auf die Suche nach einem Nachfolger.

2,5 Jahre ist es her, da heuerte ein bekanntes Gesicht aus der Rugby-Bundesliga bei Germania List an, um den nach Polen abgewanderten Ex-Trainer Duiane Lindsay zu ersetzen. Der Hannoveraner Spitzenklub entschied sich damals für den Bundesliga-erfahrenen Berlin-Waliser Danny Stephens.

Es war alles andere als eine Zweckehe, wie Stephens nun gegenüber TR betont. „Mangelnden Einsatz kann man mir definitiv nicht vorwerfen“, so Stephens, der weiterhin in der Hauptstadt residierte, aber auf der ICE-Schnellfahrstrecke Berlin-Hannover Tausende Kilometer jeden Monat abspulte um bei Training und Spielen in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu sein.

Dabei betont Stephens, dass die vorzeitige Vertragsauflösung im beiderseitigen Einvernehmen vonstatten gegangen sei. Sein Vertrag wäre sowieso im August dieses Jahres ausgelaufen und ohne Aussicht auf Bundesliga-Rugby bis dahin, habe er den Germanen bares Geld sparen wollen.

Germania und Coach Stephens (unten links im Bild) gehen getrennte Wege

Denn die Vorstellungen beider Seiten seien auseinandergegangen. Während man sich bei Germania einen Sportdirektor mit Kompetenzen über den Trainerbereich hinaus wünsche, der sich auch um Jugend-Belange und die Vereinsentwicklung kümmern kann, ist Stephens privat und beruflich mehr denn je in Berlin gebunden.

Auf die Frage, ob man Stephens künftig vielleicht an der Seitenlinie eines Berliner Bundesligisten sehe, verneint Stephens. Er könne die Auszeit ganz gut gebrauchen - „außerdem stand das mit dem Rugby irgendwann dem Rugby im Weg“, wie er mit einem Augenzwinkern erklärt.

Stephens ist ein waschechter Rugby-Nerd, der sich auch Spiele aus den unteren Ligen in voller Länge anschaut, um daraus seine Schlüsse zu ziehen. Mit den Trainings-Verpflichtungen und regelmäßigen Spielen sei dies zuletzt zu kurz gekommen - jetzt könne er sich auf andere Art und Weise seiner ovalen Leidenschaft widmen, so Stephens im Gespräch mit TR.

Auch bei den Germanen vollzieht man diese Trennung im Guten. Kapitän Stefan Mau attestiert Stephens „viel gute Arbeit“ gemacht zu haben. Dabei gab es in den beiden Spielzeiten unter dem Waliser viele Höhen und Tiefen.

Die letzte reguläre Vorrunde im Herbst 2019 beinhaltete Highlights, wie den 24-22 Sieg über Stephens Ex-Klubs Berliner RC sowie das 26-20 gegen den RK 03 Berlin, aber auch die unerwartete 13-27 Pleite gegen den Hamburger RC.

Bei Germania wird Ex-Siebener-Nationaltrainer Kumm weiter im Trainerteam bleiben, will dem Vernehmen nach aber die Cheftrainerrolle nicht übernehmen. Immerhin sind die Germanen in der komfortablen Situation ohne Eile suchen zu können, angesichts der fortdauernden Pandemie-Pause im Oberhaus.

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