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Eine Dekade für das Wolfpack: Heimpel & Dieckmann feiern 30. Geburtstag
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Montag, 24. August 2020

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Zwei Spieler, die die letzte Dekade im DRV-VII-Trikot geprägt haben. Fotos (c) Perlich

Sie sind zwei der bekanntesten deutschen Rugby-Spieler und haben die letzte Dekade im DRV-Wolfpack geprägt. Freitag feierten Fabian Heimpel und Marvin Dieckmann ihren 30. Geburtstag - wir bei TR haben nicht nur artig gratuliert, sondern uns auch mit den beiden unterhalten. Wir blicken mit ihnen auf kombinierte 20 Jahre im Wolfpack-Trikot und die Pläne der Jungs für die Zeit nach Corona.

Selten standen sich Fabian Heimpel und Marvin Dieckmann Mal auf dem Rugbyplatz gegenüber. Seit Dieckmanns Wechsel von Hannover 78 zur RGH im Jahr 2012 waren Spielmacher Heimpel und Außen/Schluss Dieckmann immer im selben Team - ob im Orange der RGH in der Bundesliga, oder auf internationaler Bühne im weißen bzw. schwarzen Trikot der Siebener-Nationalmannschaft. Es sollte bis zu ihrem dreißigsten Geburtstag dauern, bis die beiden am exakt selben Tag geborenen DRV-Asse einmal aufeinander treffen würden.

Die Nord-Süd-Duelle des Siebener-Nationalteams waren der Anlass und auch wenn das Nord-Team personell aus dem Süden aufgefüllt werden musste, war die Rivalität doch gegeben. Obwohl das Duell gegen die eigenen Kollegen „komisch“ war, betont Fabian Heimpel im Gespräch mit TR: „Ja, es war mal wieder schön nach all der Zeit wieder Rugby zu spielen, da merkt man schon, was einem gefehlt hat.“

Heimpel ist seit 2009 nicht mehr aus der Siebener-Nationalmannschaft wegzudenken, als er nach einer Verletzung seines heutigen Trainers Mustafa Güngör in allerletzter Minute in den Kader für das damalige EM-Turnier in Split gerutscht war. Kurz darauf folgten die Hannover 7s, bei denen er als 18-jähriger in einem der größten deutschen Stadien erstmals auf der EM-Bühne auflaufen durfte.

Bis heute ein Moment, den Heimpel nicht vergisst, wie er gegenüber TR erklärt. „Das war als 18-jähriger ein unglaublich prägender Moment, bis heute - vor allem da Rainer Kumm mir damals das Vertrauen geschenkt hat. Dafür bin ich ihm bis heute sehr dankbar.“

Auf das Turnier in Hannover, bei dem Heimpel als Debütant spielerisch herausragte, folgten mehr als zehn Jahre in Diensten des DRV - vier Hongkong-Teilnahmen und der EM-Titel letztes Jahr. Heimpel ist bis heute als Strippenzieher und Kicker eines der Gesichter des Teams. Mit dreißig steuert er nun auf die letzten Jahre im Wolfpack-Trikot zu, auch wenn auf der World Series Spieler wie Tim Mikkelson und DJ Forbes Spieler mit Mitte dreißig noch zu den Leistungsträgern zählen und gezählt haben.

Heimpel und Dieckmann mit einem kongenialen Versuch in Hongkong

Die Corona-Krise macht die Planung aber schwierig. „Ich denke die Pandemie hat alle unsere Pläne ein bisschen durchkreuz mit und keiner weiß, wie es genau weiter geht“, so Heimpel. Turniere wie die Hong Kong 7s motivieren den Heidelberger aber weiter - „ich denke, das ist schwer zu beschreiben und das muss man selbst miterleben.“ Bis darüber Klarheit herrscht wann und wie es weitergeht, will Heimpel die kommenden Monate nehmen, wie sie kommen.

Der Spaß mit den Jungs zusammenzuspielen sei immer noch riesig, auch wenn der anstehende personelle Umbruch im Team absehbar sei. Gleiches gilt für Heimpels ehemaligen Mitbewohner Marvin Dieckmann. Der pfeilschnelle Außen gab sein EM-Debüt 2013, punktete gleich in seinem allerersten Spiel gegen Russland und sorgte im Team mit seinen schnellen Antritten und Steps immer wieder für Highlights. Sein persönliches Highlight, wie er im Gespräch mit TR erläutert, war der EM-Titel 2018.

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Der emotionalste Moment, so Dieckmann heute gegenüber TR, sei aber der Moment vor dem Hongkong-Qualifier-Finale 2018 gewesen. Der gebürtige Hannoveraner hatte das Turnier über einen Versuch nach dem anderen gelegt und gegen Japan ging es um den Aufstieg auf die World Series.

„Mein emotionales Highlight war ganz klar der Moment im Spielertunnel vor dem Finale in Hong Kong gegen Japan 2018. Die Energie von jedem Einzelnen, die Ansprache von Vuyo und Clemi und das extrem laute Stadion mit 45.000 Zuschauern! Abgesehen von dem wirklich schlimmen Ausgang, habe ich jede Sekunde auf dem Feld mit den Jungs genossen und bin extrem dankbar, dass mir so viel Vertrauen vom Trainerstab geschenkt wurde.“

Dieckmann hatte sich zuletzt wieder von einer Verletzung zurückgekämpft und hat für die kommenden Jahre noch immer ein großes Ziel vor Augen: „Meine Ziele und warum ich weiter spielen möchte, trotz meiner langen Verletzungshistorie und meines Alters, waren vor Corona klar definiert : Dabei zu sein, wenn wir es endlich schaffen, uns für die World Series zu qualifizieren und dort eine Saison zu spielen! Aber das ist ja nun leider in der Schwebe.“

Jeder deutsche Rugby-Fan würde es den beiden Jungs gönnen, die eine großartige Generation deutscher Siebener-Nationalspieler geprägt haben. Die Ungewissheit wird Dieckmann und Heimpel aber in den kommenden Monaten weiter begleiten - nach der Absage der Dubai und Kapstadt 7s ist aktuell noch nicht absehbar, wann wieder Siebener auf allerhöchstem Niveau gespielt wird.

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