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Trotz BuLi-Verschiebung: Rugby-Spielbetrieb startet vielerorts
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Samstag, 22. August 2020

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Das Rhein-Main-Derby - auch wenn die Bundesliga dieses Jahr nicht mehr startet, könnten die Klubs schon bald gegeneinander antreten. Foto (c) Seufert-Chang

Die Verschiebung des Ligastarts ist erst wenige Tage her, doch bereits jetzt zeichnet sich ab: In Deutschland wird bald wieder regelmäßig Rugby auf hohem Niveau gespielt. In Offenbach wurde mit dem „Core Tech Cup“ bereits der erste Wettbewerb aus den Angeln gehoben, in dem sich die besten Rhein-Main-Klubs ab Ende September duellieren. Auch in Hannover sind die Planungen für einen Fahrrad-Cup der Klubs in der niedersächsischen Landeshauptstadt fortgeschritten und in Heidelberg hat der TSV Handschuhsheim die Initiative ergriffen.

CTC - Core Tech Cup - dieser Name geht noch nicht dermaßen locker über die Zunge. Aber im Herbst werden im CTC die drei Top-Klubs der Rhein-Main-Region um ein stattliches Preisgeld von €10.000 antreten - ausgeschrieben vom Offenbach-Hauptsponsor, der CT Core Technologie GmbH. Der noch immer amtierende Meister SC Frankfurt 1880, der RK Heusenstamm, sowie der finanziell gut situierte BSC Offenbach treten ab dem 26. September sechs Wochen lang jeden Samstag gegeneinander an.

Die Bundesliga-Schiedsrichter Sebastian Milgram und Justin Pearson werden die Partien pfeifen - soweit der Planf. Angesichts der ausgeprägten Rivalität der Klubs an Rhein und Main dürfte es einige deftige Derbys geben - zumal der BSC Offenbach unter Beweis stellen will, dass er in die erste Liga gehört. Zuletzt wurde den Lederstädtern zwei Mal ein Aufstieg verwehrt - erst vorletztes Jahr in die zweite Liga und nun dieses Jahr Corona-bedingt ins Oberhaus.

In den letzten Wochen hatte der BSC personell für den Sturm auf Liga eins mächtig aufgerüstet und zahlreiche Profis aus dem Ausland verpflichtet, dieser muss nun aber auf März 2020 verschoben werden. Unter Anleitung von Spielertrainer Wynston Cameron-Dow war der Aufstieg fest eingeplant - bereits letzte Saison hatte Offenbach die West-Staffel des Unterhauses dominiert, doch Corona durchkreuzte die Offenbacher Erstliga-Pläne. Nun soll zumindest mit dem Core Tech Cup ein wenig Erstliga-Flair auf die Offenbacher Rugby-Anlage einkehren.

Doch auch hinter dem Offenbacher Cup steht momentan ein dickes Corona-Fragezeichen. Denn die Stadt Offenbach hat sich in den letzten Wochen zum Corona-Hotspot entwickelt und in dieser Woche die kritische Marke von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohnern überschritten. Im Stadtgebiet darf deshalb überhaupt kein Kontaktsport betrieben werden - lediglich die Kickers Offenbach erhalten aktuell als Berufssportler eine Ausnahme.

Gleichwohl bleibt dem BSC aber noch immer die Möglichkeit aus der Stadt Offenbach in den Kreis Offenbach auszuweichen und die CTC-Heimspiele beispielsweise in Hausen auszutragen. In Frankfurt und Heusenstamm, das sich ebenfalls im Kreis Offenbach befindet, gelten derzeit keine derartigen Beschränkungen.

Da der Wettbewerb der Offenbacher privat und unabhängig vom DRV organisiert wird, kann er mit einer Reihe von experimentellen Regeländerungen abgehalten werden. Darunter, so der Veranstalter, ist ein Zwei-Minuten-Timeout pro Team und Spiel, ein Straftritt-Schießen bei Unentschieden nach 80 Minuten, sowie der sogenannte Power-Try.

Die ersten Begegnungen des CT-Cup ab Ende September

Hannoveraner Fahrrad-Cup im Herbst, Handschuhsheim prescht voran

In Niedersachsen wollen derweil die Hannoveraner Erstligaklubs 78, Germania List, der VfR Döhren, sowie die Zweitligisten Victoria Linden und der DRC Hannover einen eigenen Cup organisieren. Der Start soll, wie die Hannoversche Allgemeine berichtet, schon der 19. September sein. Alle Einnahmen des aufgrund der geringen Distanz untereinander Fahrrad-Cup getauften Wettbewerbs, sollen gepoolt und unter den Teilnehmern aufgeteilt werden.

In Heidelberg hat derweil der TSV Handschuhsheim die Initiative ergriffen und will einen regionalen Spielbetrieb vorantreibe, so eine Pressemitteilung des TSV vom Mittwoch. Darin äußerte auch der TSV sein „Bedauern“ über die Entscheidung zum Abbruch. Der neue sportliche Leiter der Löwen, Alexander Hug, verspricht eine Analyse der pandemischen Situation. Aber am Ende sollen im Lions Park schnellstmöglich wieder Spiele stattfinden: „Der TSV ist bestrebt, Fans und Freunde schnellstmöglich über einen alternativen Spielbetrieb in 2020 zu informieren.“

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