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Klarheit für Niedersachsens Rugby-Klubs: Corona-Verordnung wird gelockert
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Samstag, 1. August 2020

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In Niedersachsen darf ab heute wieder vollwertig trainiert und gespielt werden - die Teilnehmerzahl auf dem Platz wurde auf 50 erhöht.

Es ist gerade Mal eine Woche her, da hatte sich Victoria-Linden-Präsident Oliver Gust per Brief an Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius gewandt - seine Bitte: Man möge die aktuelle Obergrenze von 30 Teilnehmern bei Kontaktsportarten lockern, um einen richtigen Wettkampf im Rugby zu ermöglichen (TR berichtete). Nach einer verständnisvollen aber doch negativen Antwort eines Ministeriums-Mitarbeiters nun doch der schnelle Sinneswandel bei den Verantwortlichen in Hannover.

Im niedersächsischen Gesetz- und Verordnungsblatt 5321, veröffentlicht am gestrigen Freitag, heißt es gut versteckt im Paragraphendickicht: „In §26 Abs. 1 Satz 2 wird die Zahl „30“ durch die Zahl „50“ ersetzt.“ Was zunächst als sehr unspektakulärer Satz in klassischem Behördendeutsch daherkommt, hat für die 19 Rugby-Klubs in Niedersachsen weitreichende Folgen. Denn „diese Verordnung tritt am 1. August 2020 in Kraft“ und bedeutet eine signifikante Verbesserung für die Klubs im Norden.

Seit heute dürfen damit in Niedersachsen 50 Aktive im Kontaktsport bei einem Wettkampf auf dem Platz involviert sein, nachdem die Obergrenze zuvor bei 30 lag - nicht genug für zwei Teams und Unparteiische. Noch Anfang dieser Woche hat der niedersächsische Minister die Vereine im Land auf eine wahrscheinliche Neuregelung zum ersten September vertröstet. Jetzt ging alles schneller, als zunächst angenommen. Victoria-Präsident Gust gegenüber TR: „Wir danken unserer Landesregierung für ihr Vertrauen in die Niedersächsischen Sportvereine.“

Weiterhin müssen alle Kontaktdetails nachgehalten werden, um im Infektionsfall die Involvierten kontaktieren und gegebenenfalls in Quarantäne schicken zu können. Angesichts der zuletzt bundesweit wieder steigenden Infektionszahlen kommt der Schritt zumindest ein wenig überraschend. Für den gestrigen Freitag vermeldete das Robert-Koch-Institut heute 69 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus.

Damit steht Niedersachsen in Sachen Corona-Geschehen mit seinen acht Millionen Einwohnern jedoch deutlich besser da, als Luxemburg, das lediglich gut 600.000 Einwohner zählt. Das Großherzogtum hatte vorgestern 158 und gestern 83 neue Corona-Infektionen vermeldet.

Angesichts dieser Zahlen bleibt Luxemburg im Hinblick auf den Bundesliga-Start Mitte September eines der Sorgenkinder. Solange das kleine Nachbarland auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts steht, ist eine Teilnahme des RC Luxembourg in der Bundesliga unrealistisch.

Weiterhin wartet man in Hamburg auf eine Lockerung - denn in der Hansestadt gilt weiterhin die Obergrenze von zehn Spielern im Training. Sollte sich dies nicht bald ändern, droht Klubs wie dem Hamburger RC ein echter Wettbewerbsnachteil in der Vorbereitung. Ein vollwertiges Rugby-Training mit zehn Spielern ist unrealistisch. Während also die HRC-Konkurrenz ab Montag normal vorbereiten kann, wartet man in Deutschlands zweitgrößter Stadt auf eine Neuregelung der Verantwortlichen.

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