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Sevens World Series: World Rugby erklärt Japan zum Aufsteiger, Wolfpack verpasst Aufstieg
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Dienstag, 30. Juni 2020

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Nachdem das deutsche Team zuletzt drei Mal in Hongkong sportlich denkbar knapp am Aufstieg gescheitert ist, wird dem DRV-Team nun am grünen Tisch der Aufstieg verwehrt. Foto (c) Perlich

Das DRV-Wolfpack verpasst den Aufstieg in die Sevens World Series erneut. Nach den denkbar knappen Ergebnissen bei den Hong Kong 7s in den letzten drei Jahren, scheitert das DRV-Team dieses Mal am grünen Tisch. World Rugby gab am heutigen Morgen bekannt: Die laufende Saison wird abgebrochen und Japan zum Sieger der Challenger Series erklärt, deren ersten beiden Turniere im Februar in Südamerika ausgetragen wurden. Da es keinen Absteiger geben wird, darf Wales trotz massiven Rückstands in der Series verbleiben - für das deutsche Team bedeutet dies, dass man trotz sportlicher Quali nicht in Paris und London als Gast-Team antreten darf.

Für unser DRV-Wolfpack begann der heutige Tag mit denkbar schlechten Nachrichten. Nur zwei Stunden vor einer Pressemeldung durch World Rugby, wurde das deutsche Siebener-Team am frühen Morgen über eine Reihe von Entscheidungen informiert, die aus deutscher Sicht einer Hiobsbotschaft gleichkommen:

  • Die laufenden Saison der Sevens World Series wird beendet, Neuseeland wird zum Sieger erklärt
  • Es wird keinen Absteiger geben, obwohl Wales mit 20 Punkten Rückstand bei vier ausstehenden Events hoffnungslos abgeschlagen war
  • Dennoch wird es einen Aufsteiger geben: Japan wird als „Sieger“ der Challenger Series deklariert und in der kommenden SWS-Saison als 16. Kernteam dabei sein
  • Einladungsteams entfallen im kommenden Jahr, damit wird das deutsche Team trotz sportlicher Qualifikation nicht in Paris und London antreten
  • Noch steht kein Aufstiegsmodus für kommende Saison fest

Für das deutsche Team ist dies ein dreifacher Tiefschlag. Nicht nur wurde das Team um seine Chance auf den Aufstieg in die Sevens World Series beraubt. Trotz sportlicher Qualifikation als Europameister, wird das DRV-Wolfpack nicht auf den europäischen World-Series-Turnieren als Gast-Team antreten können. Dazu bleibt die Perspektive in Sachen Aufstieg weiterhin völlig unklar.

Für Coach Damian McGrath, wie er soeben auf Twitter erklärt, ein absolutes Unding: „Ein massiver Tiefschlag für aufstrebenden (Rugby)-Nationen. {World Rugby} hat seinen Willen bekommen, Japan wird aufsteigen, obwohl uns versichert wurde, dass der Aufstiegsprozess nicht beendet sei. Jetzt niemanden absteigen zu lassen klingt, als schaffe man eine geschlossene Gesellschaft - nicht einmal die Einladungsteams gibt es mehr, die für die vermeintliche Entwicklung sorgen sollen, der sich World Rugby verschrieben hat“.

Tatsächlich sollte der Aufstieg in die Sevens World Series eigentlich über die sogenannte Challenger Series entschieden werden. Die ersten beiden Turniere in Vina del Mar und Montevideo dienten demnach eigentlich nur als Vorqualifikation für die Hong Kong 7s, wo unter den besten acht Teams der beiden Südamerika-Turniere der Aufstieg entschieden werden sollte.

Dementsprechend schonte man im DRV-Team einige angeschlagene Spieler, die hätten auflaufen können, da das Ziel lediglich war, unter die Top acht Teams zu kommen. Dennoch gewann das deutsche Team das erste Challenger-Turnier in Chile und schlug dabei im Halbfinale als einziges Team über die zwei Turniere hinweg die Japaner, nur um dann äußerst unglücklich und nach einer Reihe von fragwürdigen Entscheidungen im Viertelfinale von Montevideo gegen Chile die einzige Pleite der Serie zu kassieren.

Eigentlich kein Problem, da die endgültige Aufstiegs-Entscheidung in Hongkong fallen sollte - doch schon damals kursierten Gerüchte, dass man bei World Rugby mit dem Ausgang zufrieden sei und die Wertung der eigentlich als Quali-Turniere gedachten Events in Südamerika als Endwertung nehmen würde. Noch im März versicherte World Rugby, dass man sich intensiv um die Austragung eines Entscheidungsturniers bemühe.

Die Hong Kong 7s waren Corona-bedingt ursprünglich auf Oktober verlegt worden. Mit der heutigen Absage der restlichen Saison wird es dazu aber nicht kommen.

Wie der Quali-Prozess in der kommenden Saison aussehen soll, kann heute noch niemand sagen - World Rugby verliert in der Verlautbarung kein einziges Wort darüber. Schon im Vorjahr war die Challenger Series nur drei Monate vor Beginn verkündet worden. Da aber auch beim Weltverband die Einnahmen im Zuge der weltweiten Rezession durch die Corona-Pandemie knapper werden dürften, ist eine Absage der Challenger Series denkbar. Dann könnte der Aufstieg, wie zuvor auch, in einem einzigen Turnier in Hongkong entschieden werden.

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