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Wolfpack-Trainer in Quarantäne: McGrath spricht von Generationenwechsel im Team
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Donnerstag, 7. Mai 2020

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Gleich in seinem ersten Turnier als Wolfpack-Coach in Chile feierte McGrath den ersten Erfolg. Foto (c) Booth

Damien McGrath übernahm im letzten Herbst das Wolfpack und führte die DRV-Auswahl in Chile zum Turniersieg bei der World Rugby Challenger Series. Aktuell befindet sich der Engländer in einer 14-tägigen strikten Quarantäne, nachdem er im März zwischenzeitlich für einige Wochen zu seiner Familie nach England geflogen war. In einem einstündigen Gespräch mit dem Rugby-Podcast Eierköpfe erklärte der ehemalige Coach von Samoa und Kanada seine Trainingsphilosophie, sprach mit Blick auf sein aktuelles Team aber auch von einem anstehenden Generationswechsel.

„Es ist faszinierend, wie viel Müll man im Internet findet“, so Damien McGrath, den aktuell die Langeweile erfasst hat. Schon zum zweiten Mal innerhalb zweier Monate muss er in eine 14-tägige Quarantäne. Seit zehn Tagen darf er seine Wohnung in Heidelberg unter keinen Umständen verlassen, da er zuletzt aus Großbritannien zurückgekehrt ist. Seine Zeit vertreibt sich McGrath, wie er den Eierköpfen Jan Lüdeke und Simon Jung im einstündigen Gespräch erzählt, mit alten Spielen und Coaching-Literatur sowie der Versorgung der DRV-Spieler mit Motivations- und Trainings-Videos.

McGrath im Interview mit dem Rugby-Podcast Eierköpfe

Info-Box Damien McGrath: Geboren 1958 in Bradford (England), studierter Sportlehrer
Trainerstationen: Leeds Rhinos (1997-2000), Assistenztrainer England Rugby-League-Nationalmannschaft (1998-2000), England Sevens Skills & Defence (2001-2002), Leicester Tigers Skills Coach (2002-2004), England Sevens Skills Coach (2004-2006), Spanien Assistenztrainer Skills (2006-2009), England Sevens Assistenztrainer (2013-2015), Cheftrainer Samoa Sevens (2015-2016), Cheftrainer Kanada (2016-2019)

Im Gespräch mit Deutschlands populärsten Rugby-Podcast hat der einstige Rugby-League-Profi, der auf eine lange Coaching-Karriere mit dem englischen, samoanischen und kanadischen Nationalteam und zuvor im Rugby League zurückblicken kann, einige interessante Einblicke gegeben:

  • Für den Fall, dass ihm Angela Merkel morgen 10 Millionen Euro überweisen würde für die Förderung des deutschen Rugbys, würde er den Großteil nicht etwa in Infrastruktur oder Spielergehälter investieren, sondern in Trainer. In Deutschland, so McGraths Einschätzung, brauche man viel mehr qualifizierte Trainer. Das würde sich bereits in drei bis fünf Jahren auszahlen.
  • Bei seinem ersten Training ist ihm sofort klar geworden, dass Carlos Soteras Merz sein Kapitän werden wird. Er habe einfach die nötigen Führungsqualitäten auf und neben dem Platz.
  • Er hat sich für den deutschen Trainerjob entschieden, weil er "Herausforderungen" liebt und an das Potenzial des Teams glaubt. Außerdem sei er nun endlich nah an der Familie in Nord-England.
  • Das deutsche Team hat das Potenzial sich auf der World Series zu etablieren, das hätten unter anderem die Spiele bei den O7s gegen Neuseeland und Südafrika gezeigt. Schon jetzt sei man auf dem Niveau des unteren Drittels der 15 Kernteams der World Series. Spaniens Entwicklung nach dem Aufstieg 2017 könnte als Vorbild dienen.
  • Seine Trainingsphilosophie zieht er aus dem Rubgy Leauge, wo er einst als Spieler und Trainer angestellt war: Konzentration auf die Basics - Passen, Laufen, Tacklen. Selbst im deutschen Team habe er Spieler vorgefunden, die nach 10 Jahren auf hohem Niveau nicht richtig passen können.
  • Aktuell sieht er das größte Potenzial des deutschen Teams im Game Management, also der taktisch intelligenten Spielführung - im Hongkong-Halbfinale 2019 gegen Irland, das sich McGrath dieser Tage noch Mal angeschaut hat, sieht er genau darin das Problem. Zwei Minuten vor Ende hatte sich das Team in Führung liegend dazu entschieden einen Straftritt per Dropkick auf die Stangen zu setzen, anstatt den Ball in der Hand zu behalten. Diese Szene wertet der erfahrene McGrath als Wendepunkt.
  • Die "goldene Generation" des deutschen Siebeners sei nun um die 30 und müsse mittelfristig ersetzt werden. Deshalb sei es extrem wichtig, den Kader zu verbreitern und Chancen für den Nachwuchs zu geben, um den Generationswechsel erfolgreich vollziehen zu können.
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