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Fünf Spieler im Fokus für die Six Nations
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Donnerstag, 23. Januar 2020

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Fünf Namen, die ihr euch für die diesjährigen Six Nations merken solltet.

Noch gut eine Woche bis zum Start der Six Nations. Das älteste Rugby-Turnier der Welt elektrisiert die Fans auch in Deutschland, speziell seitdem feststeht, dass ProSieben Maxx das gesamte Turnier im Free TV übertragt (TR berichtete). In dieser Woche haben alle Teams ihre Kader für die Six Nations veröffentlicht und wir haben für euch die fünf interessantesten Namen zusammengestellt, die ihr im Kopf behalten solltet. Allesamt Spieler, die bei der WM nicht dabei waren, aber in den kommenden Wochen eine große Rolle spielen dürften.

Louis Rees Zammit (Außendreiviertel, Wales, 18 Jahre alt)

Selten war der Hype um einen blutjungen Spieler derart groß. Der junge Waliser war erst vor einem Jahr aus seiner Heimat bei Cardiff zur Gloucester-Akademie gewechselt. Der 1,91 m große schlaksige Außen wurde dann aber bereits in diesem Herbst vorzeitig in die Herren-Mannschaft des Premiership-Vereins berufen, als jüngster Gloucester-Spieler jemals. Was Rees Zammit seitdem auf den Rasen des Kingsholm-Stadions gezaubert hat, macht ihn zum wohl aufregendsten Debütanten seit langem.

Zehn Versuche in nur 13 Spielen in den Farben Gloucesters, ein atemberaubendes Tempo und ein Riecher für Versuche, der für einen Mann seines Alters bemerkenswert ist. Rees Zammit weckte damit auch das Interesse von Englands-Trainer Eddie Jones, der sich aber eine öffentliche Absage einhandelte. Denn das Herz des jungen Außen schlägt lediglich für seine Heimat Wales. Auch wenn der Six-Nations-Titelverteidiger mit Josh Adams, George North und Liam Williams bereits drei Weltklasse-Winter im Kader hat, ist die Vorfreude auf Rees Zammit in Wales riesig.

Der Hype um den 18-jährigen Rees Zammit kennt keine Grenzen

John Cooney (Gedrängehalb, Irland, 29 Jahre alt)

Anders als Rees Zammit hat Ulsters Gedrängehalb Cooney deutlich länger für den Durchbruch gebraucht. Sowohl bei seinem ersten Klub Leinster, als auch in Connacht konnte sich der 1,78 m große Neuner nie so richtig durchsetzen. Doch der entscheidenden Karriereschritt erfolgte vor gut zwei Jahren, als er nach Belfast ging, um bei Ulster den Südafrikaner Ruan Pienaar zu ersetzen. Seitdem spielt Cooney wie von einem anderen Stern - im vergangenen Sommer noch die große Enttäuschung für Cooney: Er verpasste die Nominierung für den Rugby World Cup. Viele Beobachter sahen Joe Schmidts Entscheidung damals bereits äußerst kritisch.

Nach einem überragenden Herbst im Trikot von Ulster kommt der neue Irland-Trainer Andy Farrell aber nicht an Cooney vorbei. Der Neuner der Nordiren erzielte nicht nur einige spektakuläre Solo-Versuche, wie gegen Clermont oder Bath. Er bewies weiter auch ein großartiger Ballverteiler und sicherer Kicker vom Tee zu sein. Seine Leistungen waren derart überragend, dass in Irland aktuell spekuliert wird, ob Cooney den seit fast zehn Jahren quasi mit dem Neuner-Trikot verwachsenen Conor Murray als Start-Gedrängehalb ablösen könnte.

Versuche wie dieser haben Cooney zum Kandidaten für das irischer Neuner-Shirt gemacht

Teddy Thomas (Außendreiviertel, Frankreich, 26 Jahre alt)

Teddy Thomas ist im Frankreich-Team alles andere als ein Unbekannter. Der pfeilschnelle und trickreiche Außen war in den letzten Jahren einer der spektakulärsten Winger, den die XV de France zur Verfügung hatte. Doch bei Frankreichs letztem Trainer, Jacques Brunel, war Thomas vor zwei Jahren in Ungnade gefallen. Der Racing-Spieler war Teil einer Gruppe von Nationalspielern, die sich nach einem Spiel gegen Schottland betrunken daneben benommen hatten. So verpasste Thomas auch die Frankreich-Nominierung im Sommer zum Rugby World Cup.

Brunels Nachfolger Fabian Galthié hat Thomas nun aber wieder in den Frankreich-Kader berufen. Kein Wunder nach einer bisher spektakulären Saison mit dem Pariser Topklub Racing - im Heineken Champions Cup legte Thomas gleich zwei Mal den Versuch des Spieltags. Bei den diesjährigen Six Nations wird Thomas gleich zum Auftakt gegen England am Samstag kommender Woche die Chance haben, seine großartige Form unter Beweis zu stellen.

Billy Burns (Irland, Verbinder, 25 Jahre alt)

Irlands Johnny Sexton wurde vom neuen Coach Andy Farrell zum neun Kapitän des Teams ernannt. Für viele Beobachter kam dieser Schritt ein wenig überraschend, wird Sexton doch diesen Sommer seinen 35. Geburtstag feiern. Für einen Hintermannschaftsspieler im internationalen Rugby ein durchaus fortgeschrittenes Alter, zumal Sexton als verletzungsanfällig gilt. Ian Madigan und Paddy Jackson waren einst als Sexton-Nachfolger prädestiniert, sind aber mittlerweile gar nicht mehr auf der Gehaltsliste des irischen Verbands. Die Eigengewächse Joey Carbery und Jack Carty galten zuletzt als die Kandidaten.

Doch nun drängt sich ein englischer Import mit irischen Wurzeln plötzlich auf und könnte die Rolle als Sexton-Erbe ausfüllen. Billy Burns hat nach eigener Darstellung immer davon geträumt einmal für England zu spielen und wurde mit der U20 Englands gar Weltmeister. Doch jüngere Bruder von Freddie, der es bisher auf sechs Spiele für England gebracht hat, bekam danach nie die Chance sich im Trikot mit der Rose auf der Brust zu beweisen. Stattdessen wurde ihm bei seinem damaligen Verein Gloucester Danny Cipriani quasi vor die Nase gesetzt. Burns wählte die Flucht und schloss sich im Sommer 2018 last Minute Ulster an, die damals dringend einen Zehner benötigten.

Der nordirische Klub erlebt seitdem mit Burns als Verbinder und Cooney als Gedrängehalb einen Aufschwung, der bis ins Viertelfinale des Champions Cup führte. Burns Qualitäten als Spielmacher sind dabei ein entscheidender Faktor und nach seiner Nominierung für den Kader dürfte Burns zunächst als Sexton-Backup auf der Bank sitzen. Als knapp zehn Jahre jüngerer Verbinder ist er der nächste Kandidat, der den großen Johnny bald ablösen könnte.

Ben Earl (England, Dritte-Reihe-Stürmer, 22 Jahre alt)

Englands Coach Eddie Jones überrascht Beobachter und Experten gerne Mal mit seinen Nominierungen. Als der Trainer des Vizeweltmeisters vor drei Tagen seinen England-Kader für die Six Nations bekanntgab, überraschte der Japans-Australier vor allem mit seiner Wahl der dritten Sturmreihe. Nachdem sich Billy Vunipola zum wiederholten Male den Arm gebrochen hat, wurde gemeinhin erwartet, dass Harlequins Alex Dombrandt, Bristols Nathan Hughes oder Exeter Sam Simmonds die Rolle als England-Achter übernehmen dürften. Doch keiner der drei schaffte es überhaupt in den Kader.

Der einzige gelernte Achter ist Vunipolas Team-Kollege Ben Earl, der meist auf Flanker ausweichen musste, wenn Big Billy fit war. Nun darf der 22-jährige Saracen Billy allem Anschein nach auch im England-Shirt beerben. Dabei interpretiert der gut 30 kg leichtere Earl die Rolle des Achters gänzlich anders. Earl hat nicht die Wucht Vunipolas, ist dafür aber explosiver und taucht immer wieder als Support-Spieler auf. Zusammen mit den Flankern Sam Underhill und Tom Curry dürfte England wohl die dynamischste dritte Sturmreihe des Turniers haben. Ein gewagtes Experiment auf Seiten von Jones, doch viele seiner Vabanque-Spiele haben sich bisher ausgezahlt. Warum nicht auch dieser?

Ben Earl ist als Dritte-Reihe-Stürmer explosiv und dynamisch

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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23. Januar 2020 )
 
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Tabelle Six Nations 2014

   SP
Irland Irland58
England England58
Wales Wales56
Frankreich Frankreich56
Schottland Schottland52
Italien Italien50

Ergebnisse Six Nations 2014

Sa, 15. Mär 2014
18:00 Uhr
Frankreich
Frankreich
20:22 Irland
Irland
Spielbericht

15:45 Uhr
Wales
Wales
51:3 Schottland
Schottland
Spielbericht

13:30 Uhr
Italien
Italien
11:52 England
England
Spielbericht

Top Try Scorer Six Nations 2014

Yoann Huget (FRA)   2
Luther Burrell (ENG)   2
Michele Campagnaro (ITA)   2
Mike Brown (ENG)   2
George North (WAL)   1

gesamte Tabelle

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