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TR-Vorschau Rugby-Bundesliga: Verfolgerduell in Leipzig, 1880 vs Neuenheim & Harbigweg-Derby
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 29. November 2019

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Noch einen heißen Tanz wird es auf der Anlage des RCL geben, wenn die Sachsen den RK 03 empfangen. Foto (c) Kirschner

Die Rugby-Bundesliga kehrt nach drei Wochen Länderspielpause am ersten Adventswochenende noch einmal zum nominellen Rückrunden-Auftakt zurück, bevor es endgültig in den mehr als dreimonatigen Winterschlaf geht. Wichtige Entscheidungen stehen an - wer sichert sich im Norden die Rolle als 78-Verfolger Nummer eins? Kann der SC Neuenheim den deutschen Meister 1880 Frankfurt im zweiten Anlauf gefährlich werden, gewinnt die RGH auch das zweite Harbigweg-Derby und wer überwintert im Süden auf dem Platz an der Sonne?

Nord/Ost

Tabelle

Rang Team Spiele Punkte Differenz
1 Hannover 78
7 32 +170
2 RK 03 Berlin
7 25 +69
3 RC Leipzig
7 23 +61
4 SC Germania List
7 20 +70
5 Berliner Rugby Club
7 20 +50
6 Hamburger RC
7 12 -68
7 Berlin Grizzlies 7 10 -56
8 SG Odin/Döhren
7 3 -306

RC Leipzig - RK 03 Berlin
Samstag 30. November, 14 Uhr

Dieses letzte Spiel vor der Winterpause könnte für beide Kontrahenten richtungsweisend werden. Nicht nur sind der Zweitplatzierte RK 03 und die Leipziger Gastgeber direkte Tabellennachbarn - im Hinspiel lieferten sich die beiden Ostklubs auch ein packendes Duell an dessen Ende der Hauptstadtklub mit dem knappstmöglichen Vorsprung von einem einzigen Zähler siegreich vom eigenen Platz zog.

Bei den Leipzigern ist man natürlich daran interessiert, den Spieß dieses Mal umzudrehen und sich damit ganz nebenbei den zweiten Rang und damit die beste Halbserie aller Zeiten zu sichern. Das Spiel gegen die Lister Germania vor drei Wochen war zumindest vor dem Pausentee aus Leipziger Sicht ein hervorragendes. Schlussendlich musste man aber den späten Ausgleich hinnehmen. Wie Teammanager Sven Paukstat im Gespräch mit TR erläutert, hat man bei den Leipzigern vor allem die Gasse als Problemfall erkannt und seit dem Germania-Spiel dementsprechend daran gearbeitet.

Dazu will man erneut wie gegen Germania mit den schnellen Konterspielern im Team punkten, ohne sich vom RK-Sturm überrennen zu lassen, wie Paukstat weiter betont. „Ein Sieg würde das Jahr abrunden“, so die Losung bei den Leipzigern vor dem entscheidenden Duell. Nach dem engen Hinspiel sei man aber durch eine mittlerweile verbesserte Personalsituation besser aufgestellt. „Kleinigkeiten werden das Spiel entscheiden“, so das Fazit des RCL-Offiziellen Paukstat.

Aber auch die Berliner Gäste sehen sich optimal auf diese Partie vorbereitet. „Die drei Wochen haben uns geholfen, Kleien Blessuren auszuheilen - wir wollen mit einem positiven Gefühl und als Zweiter in die Winterpause gehen“, so RK03-Trainer Maxi Bonanno im Gespräch mit TR. Der Argentinier erinnert sich nur zu gerne an das letzte Ligaspiel gegen die Grizzlies, das seine Männer mit 33:8 auf fremden Feld für sich entschieden. „Das vielleicht beste Spiele dieser Saison“, so seine Analyse und wenig überraschend erwartet er nun eine ähnliche Leistung in Leipzig.

Die Chance auf den Sieg sieht Bonanno definitiv als gegeben an, ja vielleicht sogar mit dem Offensiv-Bonus, wie er selbstbewusst unterstreicht. Dass dabei der RK-Sturm wieder Sonderschichten im kalten Matsch von Leipzig-Stahmeln einlegen und die Hintermannschaft sich ergebende Lücken zulaufen muss, ist allen Berlinern bewusst.

TotalRugby-Prognose: Leipzigs Überfallkonter gegen Berlins Stärke im Sturm. Das Duell der beiden ärgsten Verfolger von Hannover 78 ist auch eines der Systeme. Welches setzt sich am Samstag-Nachmittag in Sachsen durch? Bei kalten, voraussichtlich trockenen Bedingungen, aber nach den letzten Tagen sicherlich noch tiefem Geläuf, könnte man meinen die Berliner haben einen leichten Vorteil. Doch treten die Sachsen daheim auf, wo sie traditionell stark agieren. Am Ende einer hochdramatischen Partie setzt sich unseres Erachtens nach der der RK03 hauchdünn mit +3 Zählern durch.

Berliner Rugby Club - SC Germania List
Samstag 30. November, 14 Uhr

Das zweite vielversprechende Duell dieses letzten Spieltags des Jahres 2019 im Oberhaus - der Berliner Rugby Club empfängt die Germania aus List samt Ex-BRC-Trainer Danny Stephens. Zwei spielfreudige Teams mit Ambitionen Richtung Playoff-Plätze, die beide bei aktuell 20 Zählern stehen - aber Samstag gegen 16 Uhr wird sich realistisch nur noch einer der beiden Kontrahenten Hoffnungen auf die Qualifikation für das Halbfinale der Rugby-Bundesliga im kommenden Sommer machen können.

Das Hinspiel Anfang September hatte Germania List knapp für sich entscheiden können. Danach hatten beide Teams sportlich ihre Durchhänger und haben sich jeweils zuletzt stark verbessert gezeigt, trotz einiger Rückschläge. Der BRC zeigte sich gegen die Nord-Übermannschaft Hannover 78 lange wettbewerbsfähig und bekam als Lohn für das 32:38 zwei Bonuspunkte, während Germania den Leipzigern auf deren Platz ein Unentschieden abtrotzte.


Zum Rückrunden-Auftakt, der gefühlt noch Teil der Hinrunden ist, hat der gastgebende BRC laut Auskunft von Coach Uwe Maaser noch mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Weiter betont Maaser, der den BRC in der letzten Saison bis ins Halbfinale der Bundesliga führte: „Die Breite unseres Kaders ermöglicht es aber am Wochenende eine sehr spielstarke und hoch motivierte Truppe auf den Platz zu schicken.“

Die Niederlage im Hinspiel gegen Germania sei selbstverschuldet und dementsprechend gedenke man an der heimischen Sachtlebenstraße diese Kerbe auszuwetzen. Denn beim BRC sieht man sich mittlerweile deutlich verbessert im Vergleich zum mageren Hinrunden-Auftakt: „ Über die Saison haben wir unsere Baustellen in den Griff bekommen und gehen zuversichtlich und hochmotiviert das Spiel an!“

Gäste-Coach Stephens sieht dieses Spiel als vorentscheidend im Kampf um die Playoff-Plätze an. Gleichwohl machte der Waliser gegenüber TR seinem Ärger gegenüber dem Verband Luft - mit den anstehenden Dubai 7s am kommenden Wochenende stehen den Germanen einige ihrer Siebener-Asse laut Stephens nicht zur Verfügung. Auch wenn der BRC in einer ähnlichen Situation ist, wolle man doch lieber ein derart wichtiges Bundesliga-Spiel mit vollem Kader absolvieren.

TotalRugby-Prognose: Germania zu Gast beim BRC - ein für beide Teams wichtiges Duell, nicht nur weil es darum geht, ob man in die lange Winterpause mit einem guten Gefühl geht. Auch die Tabellensituation spricht eine deutliche Sprache, der Verlierer dieses letzten Spiels des Jahres 2019 könnte den Anschluss auf Rang zwei verpassen. Daheim bei kalten aber trockenen Bedingungen wird der BRC versuchen mit seinen starken Sturmläufen Lücken in die zuletzt verbesserte Germania-Defensive zu reißen, während man sich bei den Gäste auf die schnellen Konterspieler im Kader verlassen will. Wir sehen die Gastgeber aktuell hauchdünn vorne und prognostizieren einen BRC-Sieg mit +5 Punkten.

RC Berlin Grizzlies - SG Odin/Döhren
Samstag 30. November, 14 Uhr

„Ein Pflichtsieg, absolut“, so die Einschätzung von Grizzlies-Coach Ian Fowler vor dem Duell seiner Männer gegen die SG Odin/Döhren. Im Hinspiel hatte das Team des Australiers Fowler in Hannover einen ungefährdeten 52:22 Sieg in Hannover eingefahren, danach aber nur noch einen einzigen Sieg gegen den HRC feiern können. So stehen die Grizzlies, entgegen den eigenen Ansprüchen, nur einen Rang vor dem Aufsteiger, jedoch aktuell mit einem weitestgehend beruhigenden Polster von sieben Zählern.

Doch damit dies so bleibt, brauchen die Grizzlies nun dringend einen Sieg. „Wir müssen den Job zu Ende bringen“, so die Losung von Coach Fowler, nachdem man im Hinrunden-Verlauf Zwei Mal Führungen abgegeben hatte und am Ende mit acht Punkten Rückstand gegen Leipzig und 78 nicht Mal den Defensiv-Bonus einheimsen konnte. Deshalb gelte es über 80 Minuten Leistung zu zeigen und sich keine Durchhänger zu erlauben.

Die Hannoveraner Gäste mit dem jungen Trainer Veit Börß wissen, dass dieses Spiel wohl die letzte Chance sein könnte, sich noch Mal Richtung Relegationsplatz zu orientieren. Dies unterstreicht Odin-Abteilungsleiter de Riva gegenüber TR. Man habe zwar weiterhin mit Verletzungssorgen zu kämpfen, wolle den Kampf aber annehmen. „Die Mannschaft ist nicht tot und hat für das Wochenende große Ambitionen“, wie de Riva weiter unterstreicht.

TotalRugby-Prognose: Die SG hat in der Hinrunde riesige Probleme das eigene Malfeld sauber zu halten, aber gleichwohl gelang es den Hannoveranern immerhin zwei Mal den Bonuspunkt für vier gelegte Versuche zu erzielen. Im Schnitt machte die SG pro Spiel etwa 17 Punkte - sollten es die Hannoveraner schaffen, ihre Defensivlinie an diesem Wochenende zu halten und den Grizzlies damit Probleme zu bereiten, hat das Schlusslicht in der Hauptstadt durchaus eine Chance. Insgesamt sehen wir bei TR den Gastgeber als klar favorisiert an - die Grizzlies gewinnen mit +11 Punkten.

Hamburger RC - Hannover 78
Samstag 30. November, 14 Uhr

Ob am Samstag in Hamburg gespielt werden kann, entscheidet sich wohl erst in allerletzter Minuten. Die Regenfälle der letzten Tage haben dem grünen Geläuf an der Saarlandstraße schwer zugesetzt und die Hamburger Behörden sperren die Anlage schneller, als dies anderswo geschehen würde. Doch der letzte Stand vom HRC ist: Es wird gespielt.

Für die Hanseaten gilt es sich im letzten Spiel des Kalenderjahres von den beiden am Tabellenende rangierenden Teams abzusetzen - ein Grizzlies-Sieg im Parallel-Spiel würde den HRC auf den Relegationsrang abrutschen lassen. Platz sechs ist in dem Fall aber nur zu halten, wenn man nach dem überraschenden Sieg gegen Germania im September auch den zweiten Hannoveraner Topklub daheim besiegt. Das tiefe Geläuf und die Bedingungen jedenfalls sind wie für die Hamburger gemacht. Der HRC lässt gegenüber TR verlauten, dass man in dieses Match noch einmal alles werfen werde.

Bei 78 weiß man, was einen in Hamburg erwartet, so Coach Benjamin Krause. Hamburgs Trainer Carsten Segert hatte immerhin einst selbst die Hannoveraner trainiert. Dabei muss 78 mit einem dezimierten Kader antreten - krankheits-, berufsbedingt, aber auch, weil beispielsweise Außen Jarrod Saul am kommenden Wochenende für das deutsche Wolfpack in Dubai antreten wird. So muss sich 78 mit Spielern der eigenen Reserve aushelfen, auch wenn Krause betont, dass der Sturm sehr gut aufgestellt sei.

TotalRugby-Prognose: Ein Blick auf die Tabelle verrät - als souveräner Tabellenführer mit sieben Zählern Vorsprung könnte sich Hannover 78 durchaus einen Ausrutscher erlauben und würde weiterhin im Norden an der Spitze bleiben. Doch genau das will man bei 78 vermeiden, auch wenn in Hamburg mit einigen Personalsorgen tatsächlich Stolperpotenzial besteht. Das 50:13 aus dem Hinspiel unterstreicht aber auch, wie weit beide Teams in dieser Saison auseinander sind. Wir bei TR gehen von einem knapperen Duell aus, sehen 78 aber nach 80 Minuten mit +14 Punkten vorne.

Süd/West

RG Heidelberg - Heidelberger RK
Samstag 30. November, 13 Uhr

Es das Nachbarschaftsduell schlechthin - vom Trainingsplatz der RG Heidelberg braucht es nicht einmal einen versierten Kicker, um das ovale Leder auf die andere Seite des Harbigwegs auf das künstliche Grün des Lokalrivalen HRK zu bugsieren. Orange Hearts vs Klub lautet das Duell an diesem Samstag. Eine Woche nach dem Länderspiel gegen die Niederlande erwartet beide Kontrahenten ein sehr tiefer Platz bei sonst immerhin trockenen Bedingungen. Nicht unbedingt die Bedingungen, die sich die flinken Hausherren normalerweise wünschen.

Zumal die Gastgeber wie so viele Teams am Ende einer anspruchsvollen Halbserie so ihre lieben Sorgen haben: „Die Saison hat auch bei uns Spuren hinterlassen so werden wir eine andere Mannschaft aufbieten wie noch im Hinspiel“, so RGH-Trainer Mustafa Güngör im Gespräch mit TR. An der Zielvorgabe in diesem Derby ändere dies aber rein gar nichts. „Dennoch spielen wir auf Sieg und wollen eine erfolgreiche Hinrunde mit einem Auftaktsieg in der Rückrunde krönen“, wie Güngör weiter erklärt.

Die Gäste wollen indes die ansteigende Formkurve mit nunmehr drei Siegen aus vier Spielen fortführen und so auch die 7:36 Auftaktniederlage gegen den Nachbarn vergessen machen. In der HRK-Pressemeldung heißt es man wolle die „Machtverhältnisse am Harbigweg“ wieder geraderücken. Genau pünktlich kehren mit DRV-XV-Kapitän Jörn Schröder und dessen Vorgänger bei den Adlern Sean Armstrong zwei Schlüsselspieler zurück für das Derby. Jedoch wiegt der Ausfall von Co-Kapitän Steffen Liebig nach einem Gesichtsbruch schwer, sowie der Ausfall von Niklas Hohl, der mit der Siebener-Nationalmannschaft nach Dubai reisen wird, schwer.

TotalRugby-Prognose: Es wird sicher nicht das gleiche Hochgeschwindigkeits-Duell wie im September zum Hinrunden-Auftakt werden. Die äußeren Bedingungen werden das Spielgeschehen dominieren, wie schon im Länderspiel Deutschland-Niederlande an gleicher Stelle. Wer dafür besser gewappnet sein wird, bleibt abzusehen. Für Verbinder Benedikt Spieß von der RGH wird es eine weitere Prüfung als Start-Zehner der Orangenen. Wir von TR glauben, dass die Gastgeber von der RGH der Herausforderung HRK auch bei schwierigen Bedingungen gewachsen sind und am Ende mit +9 Punkte vorne liegen werden.

Rugby Pforzheim - RC Luxemburg
Samstag 30. November, 14 Uhr

Ein Blick auf die Tabelle verrät: Für beide Kontrahenten am Pforzheimer Rattachweg ist dieses Duell das wohl wichtigste der Hinrunde. Die Gäste aus dem Großherzogtum haben die Chance die Rhinos auf deren Platz zu überholen und auf den Relegationsrang zu verbannen. Nachdem die Luxemburger das Hinspiel noch hatten absagen müssen, wird es dieses Mal sicherlich keine einfachen Punkte für Pforzheim geben. 

Spielertrainer Fabian Broughton erklärt deshalb im Vorfeld: „Ein Sieg in diesem Spiel ist ungeheuer wichtig - Meine Jungs sind sich der Situation bewusst und wir müssen uns weiter steigern, denn wenn die Luxemburger einen Lauf haben, sind sie ein gutes Team.“ Broughtons Rezept für einen Sieg ist deshalb: Konzentration über 80 Minuten, das Spiel breit machen und dem Gast den eigenen Stil aufzwängen. Über allem soll aber dieses Mal die Disziplin stehen - zu oft hatten die Rhinos in dieser Hinrunde in Unterzahl agieren müssen. Deshalb habe man zuletzt auch im Training mit Referees gearbeitet, um etwaige Unklarheiten in Sachen Reglement zu beheben.

Spielertrainer Broughton kommt indes sehr gelegen, auf keinerlei Schlüsselspieler verzichten zu müssen. Ähnlich ergeht es Luxemburgs Trainer Philip Potgieter, der noch gegen Frankfurt auf zehn luxemburgische Nationalspieler verzichten musste. So ging sein Team mit 123:0 unter, doch diesen Samstag will man eine gänzlich andere Rolle spielen. Für Frankfurt habe schlicht die Tiefe im Kader gefehlt, wie Potgieter gegenüber TR erklärt. Gegen Pforzheim wolle man die Chance beim Schopfe packen und den Befreiungsschlag schaffen.

TotalRugby-Prognose: Luxemburgs dreistellige Abreibung in Frankfurt hat man in Pforzheim nicht zum Anlass genommen, mit zu viel Selbstbewusstsein in dieses entscheidende Duell zu gehen. Stattdessen hat man sich gewissenhaft vorbereitet und gar an den eigenen Regelverstößen gearbeitet. Denn am Rattachweg weiß man - im Falle einer Niederlage stehen im Stadtteil Eutingen harte Monate mit reichlich Abstiegssorgen bevor. Gleiches gilt aber auch für Luxemburg, wenngleich die Gäste mit einer klar schlechteren Ausgangslage die gut 3,5-stündige Anreise antreten werden. Wir sehen Pforzheim mit seinen schnellen Dreivierteln um Siebener-Star Chitokwindo vorne - die Rhinos holen sich ihren ersten richtigen Sieg in dieser Saison und gewinnen mit +10 Punkten.

TSV Handschuhsheim - RK Heusenstamm
Samstag 30. November, 15 Uhr

Noch ein Spiel, dann ist endlich Winterpause. Noch einmal 80 Minuten und hoffentlich ein weiterer Sieg - so die Hoffnung und Maßgabe bei den Löwen vor dem Abschluss des Kalender-Jahres im Oberhaus. Diese hatten zuletzt schon mit Verletzungssorgen zu kämpfen und sich im Derby mit letzter Kraft über die Ziellinie retten können und den Erzrivalen SC Neuenheim besiegt. Nun fällt mit Verbinder Nikolai Klewinghaus, der sich im Länderspiel vergangenes Wochenende einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zuzog, auch noch der Strippenzieher im Spiel des Vizemeisters aus. Kein Wunder, dass Löwen-Trainer Mark Kuhlmann gegenüber TR betont: „Wir freuen uns auf die Winterpause, um danach endlich wieder auf die Langzeitverletzten zugreifen zu können. Wir benötigen unbedingt einen Sieg, um in der Spitzengruppe zu bleiben.“

Für den RK Heusenstamm lief in der Hinrunde nicht viel zusammen

Um dies zu erreichen sei vor allem eine konzentrierte Leistung von Nöten. Denn auch wenn der RK Heusenstamm in der Hinrunde nicht einen einzigen Sieg einfahren konnte, weiß man im Lions Park, dass dennoch Vorsicht geboten ist. Die Gäste befinden sich am anderen Tabellenende ebenso unter Zugzwang. Im direkten Duell der beiden Konkurrenten Pforzheim-Luxemburg wird einer, wenn nicht sogar beide punkten. Umso wichtiger wäre ein Resultat, um eventuell gar die rote Laterne vor der Winterpause abgeben zu können. „Es ist bei uns in Heusenstamm nicht einfacher geworden“, erklärt Trainer Micheal Ferraris. Gegen die RGH war man beim 21:33 nicht weit davon Punkte mitzunehmen, scheiterte aber schlussendlich. Auch deshalb gehe man nun mit „gemischten Gefühlen“, wie der Südafrikaner im Gespräch mit TR erklärt, nach Handschuhsheim.

TotalRugby-Prognose: Gegen geschwächte Löwen dürften die Füchse nicht völlig chancenlos sein, so viel steht fest. Doch in dieser Spielzeit war es den Heusenstammern bisher nicht einmal gelungen, über 80 Minuten ihren Stiefel solide runterzuspielen. Vielleicht könnte es auf dem künstlichen Grün des TSV gelingen, einen Bonuspunkt mitzunehmen. Doch am Ende der 80 Minuten im Lions Park sehen wir den TSV mit +13 Punkten vorne.

SC Neuenheim - SC Frankfurt 1880
Sonntag 1. Dezember, 14 Uhr

Das Hinspiel im September auf dem Platz von Meister 1880 war die sehnlichst erwartete Rückkehr in das Oberhaus für die Königsblauen. Doch diese endete für den SCN in einer ernüchternden 5:45 Pleite. In der Zwischenzeit jedoch ist der Aufsteiger endgültig im Oberhaus angekommen und könnte sich mit einem Sieg noch an die Spitzengruppe heranpirschen. Natürlich hat da die Pleite gegen den Erzrivalen Handschuhsheim geschmerzt, denn für die Königsblauen war vor drei Wochen im Derby deutlich mehr drin mehr drin.

Jetzt müssen die Gastgeber am Wochenende aber ohne ihren Kapitän auskommen. Oliver Paine hatte sich ausgerechnet gegen die Löwen das Kreuzband angerissen und wird nun schmerzlich vermisst. Coach Alexander Widiker will seine Männer „ohne Druck“ in dieses Spiel schicken, wie er gegenüber TR erklärt, betont jedoch gleichzeitig, dass dies die letzte Chance sei den Anschluss an die Spitze zu halten. „Wir wollen auf jeden Fall punkten“, so der Rekordnationalspieler der DRV XV weiter. Dafür jedoch, müssen man „ein anderes Gesicht als im Hinspiel zeigen“.

Die Frankfurter kommen als Tabellenführer an den Museumsplatz und haben den Luxus, schon zu wissen, ob die RGH und der TSV am Vortag vorgelegt haben. 1880-Coach Byron Schmidt erklärt gegenüber TR: „Bei uns sieht es gut aus für Samstag - wir freuen uns nach der Pause wieder spielen zu kommen und haben diese genutzt, um hart zu arbeiten.“ Das erste Spiel der Saison will man dabei explizit nicht als Referenz nehmen, da der SCN mittlerweile „stark verbessert“ sei, wie Coach Byron Schmidt betont. Dennoch wolle man natürlich die Tabellenführung verteidigen und positiv in die Winterpause gehen.

TotalRugby-Prognose: Dass dieses Duell, mit dem sich die Bundesliga in den langen Winterschlaf begibt, deutlich enger wird, als der Auftakt vor knapp drei Monaten, ist so ziemlich jedem klar. Der SCN ist in der Liga angekommen und hatte jenen TSV, der Frankfurt zuletzt besiegen konnte, am Rande einer Niederlage. Natürlich sind solche Quervergleiche immer schwierig und Frankfurt dürfte gewarnt sein, vor der Gefahr des SCN. Immerhin dürfte es aber für die Fans des Sportclubs eine spannende Partie zu sehen geben. Am Ende dieser sehen wir den eingespielteren und sturmstärkeren SC 1880 mit +6 Punkten vorne.

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 29. November 2019 )
 
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