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TotalRugby-Vorschau Rugby-Bundesliga: Die Mutter aller Derbys
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 8. November 2019

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Wenn Angler und Erdbeerpflücker aufeinandertreffen, ist immer viel Feuer im Spiel.

Ein vorletztes Mal wird das ovale Leder am Wochenende vor der langen Winterpause in der ganzen Republik rollen. Dabei wartet das Rugby-Oberhaus an diesem Wochenende mit einem besonderen Highlight auf - mit dem Wiederaufstieg des Neuenheimer Sportclubs kehrt auch die Mutter aller Derbys nach 1,5 Jahren Abstinenz in Deutschlands Eliteklasse zurück. Tabellenführer TSV Handschuhsheim will gegen den Erzrivalen natürlich glänzen. Im Norden will Germania List mit einem Sieg beim RC Leipzig dem Rivalen 78 auf die Pelle rücken.

Süd/West

Tabelle

Rang Team Spiele Punkte Differenz
1 TSV Handschuhsheim 6 24 +159
2 SC
6
24 +138
3 RG Heidelberg 6 23 +90
4 SC Neuenheim 6 20 +63
5 Heidelberger RK 6 11 -38
6 Rugby Pforzheim
6 8 -64
7 RC Luxembourg 6 4 -187
8 RK Heusenstamm 6 4 -161

TSV Handschuhsheim - SC Neuenheim
Samstag 7. November, 16 Uhr

Die Rivalität dieser beiden alten Konkurrenten und ehemals direkten Nachbarn aus dem Heidelberger Norden ist legendär - die Erdbeerpflücker und Angler sind sich, gelinde gesagt, nicht grün, für beide Seiten ist es aber das Spiel des Jahres, die Mutter aller Derbys wie man zu sagen pflegt. Seit dem Frühjahr 2018 mussten die Fans der Anhänger beider Teams nun allerdings auf das vermeintlich wichtigste Spiel der Saison verpasst. Die Königsblauen hatten bekanntlich im Sommer 2018 den bitteren Gang in die zweite Liga antreten müssen. Nicht jedoch, ohne den Löwen auf dem Weg ins Unterhaus noch einen einzuschenken. Das letzte Derby zwischen den beiden Rivalen endete, ebenso im Lions Park, mit 25-24 für die Königsblauen.

Der amtierende Vizemeister und Tabellenführer Handschuhsheim wird wie im letzten Aufeinandertreffen erneut als Favorit in dieses Derby gehen. Dabei ist man sich bei den Löwen jedoch der Stärke des Aufsteigers bewusst. „Der SCN spielt eine sehr gute Saison und wird alles daran setzen uns zu schlagen“, so Löwen-Trainer Mark Kuhlmann, frisch zurück von der erfolgreichen Nationalmannschaftsreise nach Polen. Sein Co-Trainer in der Vorwoche, Alexander Widiker, wird nun sein Widersacher sein.


Mit den Ausfällen der Schlüsselspieler Coetzee und Katoa lamentiert man bei den Löwen, aber beim Derby sind alle noch ein wenig mehr auf Sieg gepolt. „Das Spiel ist sicherlich kein normales Spiel sondern etwas Besonderes“, so Coach Kohlmann, der von seinen Spielern erwartet „möglichst konzentriert“ und dabei „diszipliniert“ aufzutreten. Die Atmosphäre und Emotionen werde man versuchen zu den eigenen Gunsten zu nutzen und dementsprechend positiv aufzutreten, jedoch ohne vom eigenen Gameplan abzuweichen.

SCN-Coach Alexander Widiker betont seinerseits, dass er die Chancen seines Teams vor einem „schwierigen Spiel“ bei 50:50 sehe. Widiker wird sich gut an das letzte Derby erinnern, das der SCN trotz des späteren Abstiegs für sich entscheiden konnte. Genau deshalb komme es nicht nur auf die Spielstärke an in einem derart emotionalen Spiel. Darüber hinaus werde das Duell auch eine Art Test für die weiteren Ambitionen des Sportclubs: „Wir sind unter Druck, wollen den Anschluss nach oben halten und die Mannschaft spürt den auch. Wenn wir nach oben wollen, müssen wir da gewinnen“, so die klare Vorgabe des Rekord-Nationalspielers der DRV XV, der in den Farben des Sportclubs zwei Meistertitel und einen Pokalsieg feiern durfte.

TotalRugby-Prognose: Gerade einmal vier Zähler trennen vor diesem siebten Spieltag den Aufsteiger und Vizemeister. Die Neuenheimer konnten sich bis jetzt im Oberhaus verdammt gut behaupten, mit Ausnahme  der Spiele gegen die absoluten Top-Teams Frankfurt und RG Heidelberg. Alexander Widiker liegt mit seiner Analyse völlig richtig - wenn die Königsblauen in dieser Saison um die Spitzenplätze mitspielen wollen, muss im Derby ein Sieg her. Doch das kommt für die Königsblauen eventuell ein wenig zu früh. Gegen die RGH konnte das Team von Widiker lange gut mithalten, jedoch fehlte in den entscheidenden Momenten die gewisse Reife. Das könnte gegen die gut geölte TSV-Maschine zum Verhängnis werden. Wir sehen den TSV knapp aber verdient mit +7 Zählern vorne.

SC Frankfurt 1880 - RC Luxembourg
Samstag 7. November, 14 Uhr

Zwei Wochen hatte der SC Frankfurt 1880 durch die Länderspielpause Zeit, sich von der Schlappe beim TSV Handschuhsheim, die dem amtierenden Meister die Tabellenführung gekostet hat, zu berappeln. Ein Bonuspunktsieg gegen die Rugger aus dem Großherzogtum dürfte Frankfurt im Normalfall genügen, um wieder den Platz an der Sonne zu erhaschen.

1880-Trainer Byron Schmidt jedoch hat einen ganz anderen Blickwinkel auf das anstehende Match daheim. Er will weiter an der Tiefe des Kaders arbeiten und wird deshalb jungen Spielern eine Chance geben und neue Kombinationen testen. „Unsere Jungs hatten eine großartige Woche in der Vorbereitung, deshalb erwarte ich eine gute Leistung“, so der Südafrikaner gegenüber TR.

Den Gästen wiederum droht das Abrutschen auf den Abstiegsplatz. Trotz einer guten Leistung gegen den HRK, hatten die Himmelblauen schlussendlich nichts Zählbares mitnehmen können. Aktuell punktgleich mit dem Schlusslicht Heusenstamm, zählt für die Luxemburger jeder Punkt. Immerhin konnte ein Großteil des Teams in der Vorwoche einen großen Erfolg einfahren: Auswärts gegen Schweden konnten die Luxemburger sich mit der Nationalmannschaft einen 13-0 Sieg sichern.

TotalRugby-Prognose: Abstiegskandidat Luxemburg gastiert bei Meister 1880, was sich nach einer klaren Angelegenheit anhört, dürfte es auch werden. Selbst wenn der von Byron Schmidt trainierte Meister einige erfahrene Spieler, wie Nationalmannschafts-Debütanten Hassan Rayan schonen sollten, dürften doch am Ende dennoch genug erfahrene Kräfte auf dem Feld sein, um die löchrige Defensive der Gäste zu überwinden. Frankfurt setzt sich daheim souverän durch und gewinnt mit +22 Zählern.

RG Heidelberg - RK Heusenstamm
Samstag 7. November, 14 Uhr

Der RG Heidelberg winkt am siebten Spieltag erstmals die Tabellenführung in dieser Saison. Die Orange Hearts haben sich mit ihren Derbysiegen gegen die Lokalrivalen Neuenheim und Handschuhsheim von der anderen Neckarseite in eine gute Ausgangslage gebracht. Lediglich ein Zähler trennt die Mannschaft von Mustafa Güngör und Tim Kasten vom Platz an der Sonne. Doch gleichwohl fehlt den Heidelbergern wegen DRV-7s-Verpflichtungen der etatmäßige Verbinder in dieser Saison, der junge Benedikt Spieß.

Coach Güngör bedauert den Ausfall, betont aber trotzdem eine gute Truppe aufbieten zu könne. In Sachen Zielvorgabe für dieses Wochenende lässt der ehemalige DRV-XV-Gedrängehalb im Gespräch mit TR keinerlei Zweifel: „Wir wollen fünf Punkte zuhause holen und werden dafür kämpfen.“ Man habe sich auf das Spiel der Füchse eingestellt und freue sich umso mehr auf ein taktisches Spiel.

Die Füchse sind derweil unter Zugzwang. Nachdem sich das Team von Coach Micheal Ferraris mehrmals hatte klare Führungen gegen die Konkurrenz hatte abnehmen lassen, muss gegen die Orange Hearts eine konstante Leistung über 80 Minuten her, um etwas Zählbares vom Ausflug an den Neckar mitzunehmen. Dass ausgerechnet Zinzan Hees auf Siebener-Diensten fehlt, trifft die Heusenstammer umso härter.

TotalRugby-Prognose: Füchse gegen Orange Hearts, das war in den letzten Jahren immer eine Partie mit viel Spielfreude. Doch die Leistungskurven beider Teams haben sich in letzter Zeit entgegengesetzt entwickelt. Die Füchse müssen am Wochenende mit ihren starken Ballträger dringend Meter machen und auf einen Bonuspunkt oder gar noch mehr hoffen. Es wäre der Befreiungsschlag im Abstiegskampf und ein wichtiges Zeichen vor der Winterpause. Doch aktuell sieht es nicht danach aus, zu routiniert und zu eingespielt wirken die Orange Hearts, um gegen das aktuelle Schlusslicht zu unterliegen. Wir sehen die RGH am Ende komfortabel mit +15 Punkten vorne.

Rugby Pforzheim - Heidelberger RK
Samstag 7. November, 14 Uhr

Diese Paarung war noch vor gut drei Jahren das Endspiel der Rugby-Bundesliga, beide Teams waren das Maß aller Dinge im deutschen Rugby. Heute ist es „nur“ noch das Duell zweier Teams im unteren Mittelfeld der Südstaffel der Rugby-Bundesliga, wobei die Pforzheimer Gastgeber in dieser Saison noch kein Spiel sportlich gewinnen konnten und ihnen die rote Laterne nur durch eine Spielabsage erspart bleibt. Immerhin konnten sich die Rhinos aber im direkten Duell mit dem RK Heusenstamm nach einer furiosen Aufholjagd zum 31-31 Unentschieden einen direkten Konkurrenten vom Leib halten. Spielertrainer Fabian Broughton sieht das Spiel gegen die Füchse gar als „Wendepunkt“ dieser Saison. Wenn man nun noch einen besseren Start erwische, sei auch gegen den alten Erzrivalen etwas drin, so die Überzeugung in der Goldstadt. Ein Sieg würde die eigene Ausgangslage verbessern und den HRK in den Abstiegskampf verwickeln.

Nach anfänglichen Problemen bei den Standards sei man im stürm mittlerweile deutlich besser aufgestellt, auch wenn sich Prop Agape Mauafu verletzt hat. Man will sich vorm HRK-Sturm nicht verstecken, zumal es ja auch in Pforzheim bekannt ist, dass HRK-Sturmtank Jörn Schröder sich im Einsatz für die schwarzen Adler am Oberschenkel verletzt hat. Doch das wird nicht der einzige Ausfall, wie der HRK im Vorfeld verlauten lässt. Man werde wegen Verletzungen und Ausfällen nur 17 fitte Spieler gegen Pforzheim aufbieten können. Allen voran der langzeitverletzte Sean Armstrong und der für die Siebener-Nationalmannschaft abgestellte Niklas Hohl werden dem Klub schmerzlich fehlen. Mit einigen Spielern, die aus dem Reserveteam hochgezogen werden, soll es gegen Pforzheim zum Sieg reichen. Dabei gilt es aus Klub-Sicht vor allem einen Einbruch, wie im zweiten Durchgang gegen Luxemburg zu vermeiden.

TotalRugby-Prognose: Sich langsam aber sicher findende Rhinos empfangen am Wochenende den Klub. Das Duell mag nicht mehr den Glanz alter Tage haben, wird aber dennoch für den restlichen Saisonverlauf unglaublich wichtig. Die Pforzheimer wollen sich aus dem Allergröbsten im Keller raushalten und gleichzeitig den HRK nicht davonziehen lassen. Die Chancen auf einen Platztausch stehen angesichts von drei Zählern Abstand gar nicht Mal schlecht. Zumal der HRK quasi mit dem letzten Aufgebot die nicht allzu lange Fahrt in die Goldstadt aufnehmen wird. Wir sehen die Pforzheimer am Wochenende erstmals in dieser Saison siegreich vom Feld ziehen. Die Rhinos gewinn mit +4 Punkten.

Nord/Ost

Tabelle

Rang Team Spiele Punkte Differenz
1 Hannover 78
5 22 +77
2 RC Leipzig 6 21 +61
3 RK 03 Berlin
6 20 +54
4 SC Germania List
6 18 +7
5 Berliner Rugby Club
5 13 +70
6 Hamburger RC
6 12 -33
7 Berlin Grizzlies 6 10 -31
8 SG Odin/Döhren
6 3 -219

RC Leipzig - SC Germania List
Samstag 7. November, 14 Uhr

Es ist das Verfolgerduell der Nordstaffel. Der Tabellenzweite Leipzig empfängt in für die Sachsen noch ungewohnter Position den SC Germania List. Es geht darum, wer der engste Verfolger von Nord-Primus Hannover 78 ist. Beide Teams waren vor zwei Wochen zuletzt siegreich, sind jeweils jedoch nicht gänzlich zufrieden mit ihrem Abschneiden. Leipzig schrammte beim HRC nur knapp an der Pleite vorbei und profitierte von der individuellen Brillanz einiger seiner Starspieler. Germania wiederum hatte gegen die Berliner Grizzlies lange zu kämpfen und konnte am Ende zwar deutlich mit 33-7 gewinnen, verpasste dabei aber den Offensiv-Bonus.

Die Leipziger, so Teammanager Sven Paukstat im Gespräch mit TR, wollen auf die gute Moral gegen den HRC verzichten, aber mlfihcst einen Fehlstart wie in der Hansestadt verzichten. Gerade an der Gasse habe man hart gearbeitet, nachdem es hier zuletzt Probleme gegeben hatte. Denn schlussendlich will man bei den Sachsen unbedingt Rang zwei in der Tabelle halten. Dass nun ausgerechnet der in dieser Saison großartig aufspielende Sibiya fehlt, kommt da eher ungelegen. Immerhin ist Gedrängehalb Engelbrecht wieder im Kader und dürfte dem Spiel der Sachen so einiges an Schnelligkeit verleihen.

Nach dem Kantersieg über den BRC mit breiter Brust gegen Germania: Der RC Leipzig

Germania List ist derweil nach einem schwierigen Start aber einer zuletzt anhaltenden Siegesserie ebenso bis in die Haarspitzen motiviert, um hoffentlich von Platz vier vorzurücken. Coach Danny Stephens mit Blick auf den Gegner: „Sie sind ein ungewöhnliches Team, das gefährlich sein kann, nicht zuletzt wegen ihrer südafrikanischen Spitzenspieler.“ In der Vorsaison hatte es für die Germania in Leipzig eine empfindliche Niederlage gehagelt, das wolle man nun wieder gut machen. „Wir wissen um ihre Stärken und ihre Art zu spielen, das dürfen wir aber nicht zulassen und müssen sie zwingen anders zu spielen“, so Germanias walisischer Trainer weiter im Gespräch mit TR.

In Leipzig werde sich eine riesige Chance bieten und die wolle man nutzen, um in der Rückrunde Richtung Playoffs gehen zu können. Lediglich die Ausfälle einiger Top-Kräfte macht den Germanen zu schaffen. Maurice Riege ist in Diensten der Siebener-Nationalmannschaft unterwegs und Henrik Meyer hat sich das Kreuzband gerissen.

TotalRugby-Prognose: Zwei sehr spielfreudige Teams auf nicht gerade optimalen Untergrund. Dennoch verspricht das Verfolgerduell in Sachsens größter Stadt ein verdammt enges zu werden. Es dürfte auch ein Fingerzeig dahingehend sein, wer der größte Herausforderer von Hannover 78 wird. Leipzig hat in dieser Saison, ebenso wie die Germania eine schwankende Form gezeigt. Aber während Germania sich von Spiel zu Spiel gesteigert hat, war Leipzig in Hamburg alles andere als überragend. Mit der aktuell besseren Form sehen wir die Germania mit +3 Punkten hauchdünn vorne.

RC Berlin Grizzlies - RK 03 Berlin
Samstag 7. November, 14 Uhr

Grizzlies gegen den RK 03, es ist das Ostberliner Derby und während der RK nach zwei mageren Jahren nun wieder an der Spitze im Norden mitmischt, rangieren die Grizzlies aktuell nur auf dem Relegationsplatz. Während der RK den Anschluss an Spitzenreiter Hannover 78 halten will, gilt es für die Grizzlies endlich vom Relegationsplatz wegzukommen.

Die Grizzlies, die besonders gerne daheim für die größeren Teams zum Stolperstein werden, gehen voller Vorfreude in dieses Derby. „Wir wollen endlich Kapital schlagen aus unseren guten Leistungen, die wir zu selten in Siege umgemünzt haben“, so Trainer Ian Fowler. Der Australier betont gegenüber TR weiterhin, dass er mit einem sturmstarken RK 03 rechne und man lediglich dann eine Siegchance habe, wenn man diszipliniert und aufmerksam verteidige. „Dann können wir den Sieg holen, den wir anstreben“, so Fowler abschließend.

Sein Gegenspieler, RK-Trainer Maxi Bonnano, hatte nach einem 77-19 Sieg gegen Aufsteiger Odin/Döhren vor zwei Wochen am Ende wenig zu nörgeln, bemängelte aber den Leistungsabfall in der Schlussphase. Das dürfe so nicht noch einmal geschehen. Denn insgesamt befinde man sich aktuell in der besten Form der bisherigen Saison und strebe gegen die Grizzlies und Leipzig zwei Siege an. In den letzten zwei Wochen habe man intensiv an der Fitness des Teams gearbeitet und werde dies nun auf dem Platz in Vorteile ummünzen wollen.

TotalRugby-Prognose: Im April hatten beide Teams zuletzt an gleicher Stelle gespielt, und beim 19-22 hatte damals der Gast knapp die Nase vorne. Doch seitdem hat sich der RK klar besser entwickelt, als die Gastgeber morgen. Die Frage ist, können die Männer von Coach Ian Fowler dem RK ein Bein stellen? Dazu müsste man zunächst die Standard-Stärke der Gelb-Schwarzen neutralisieren und allein dies ist schon eine Mammutaufgabe. Wir sehen den Gast morgen vorne, der RK 03 gewinnt mit +9 Punkten.

Berliner Rugby Club - Hamburger RC
Samstag 7. November, 14 Uhr

Es ist das Duell zweier Tabellennachbarn, die es so eigentlich nicht hätten sein sollen. Vorjahres-Playoffteilnehmer BRC hatte einen mäßigen Start in die Saison hingelegt und könnte nun vom direkten Verfolger HRC überholt werden. Sollten die Grizzlies parallel gegen den RK etwas mitnehmen, könnte sich der BRC gar nach diesem Wochenende auf dem Relegationsplatz wiederfinden. Ungewohnt für den gerade in der Vorsaison derart starken Westberliner Club.

Dem BRC kam die Länderspielpause gerade so gelegen, hatten die Jungs von Coach Uwe Maaser zuletzt doch eine empfindliche Schlappe gegen den RC Leipzig mit 12-50 kassieren müssen. Diese sieht Coach Maaser „auch in der Höhe wirklich verdient an“, da man „wirklich schlecht gespielt“ habe, wie der Coach gegenüber TR erklärt.

Damit war der Anschluss an die Spitzenplätze vorerst verloren und gegen die Grizzlies heißt es jetzt dafür zu sorgen, nicht noch in den Abstiegskampf gezogen zu werden, denn aktuell liegen die Grizzlies auf dem Relegationsplatz. Die drei Wochen seitdem haben man genutzt um intensiv an den Fehlern des Leipzig-Spiels zu arbeiten, so bleibt Maaser weiterhin positiv: „Das Gute an wirklich schlechten Spielen ist ja, dass man an vielen Punkten ansetzen und arbeiten kann. Das haben wir getan!“

Der HRC hatte vor zwei Wochen gegen die Leipziger eine mit offenem Visier geführte Partie am Ende knapp verloren, konnte aber viel Positives und zwei Bonuspunkte mitnehmen. Doch seitdem war die Trainingsarbeit für die Hanseaten alles andere als einfach. Aufgrund einer Platzsperre der Stadt mussten die Männer von Coach Carsten Segert auf einen Ausweichplatz, unter den Spielern nur bekannt als Acker, umsatteln. Der Tenor beim HRC lautet aber, dass man so genau auf das Spiel in Berlin, bei Hamburger Wetter, vorbereitet sei.

TotalRugby-Prognose: Ein einziges Pünktchen trennt den BRC vom HRC, doch vom Potenzial der beiden Mannschaften her, sowie vom Anspruch, müsste diese Lücke größer sein. Sollten die Männer von Uwe Maaser die Schlappe von Leipzig einigermaßen verdaut haben, müsste das Spiel gegen traditionell auswärtsschwache Hanseaten eigentlich eine klare Sache für den BRC werden. Wir von TR jedenfalls, sehen den BRC mit +11 Zählern vorn.

SG Odin/Döhren - Hannover 78
Samstag 7. November, 14 Uhr

Für den Aufsteiger ist eines der Saison-Highlights: Im Hannoveraner Derby kommt der Nordmeister der Vorsaison und Tabellenführer zu Gast. Dass dies alles andere, als eine leichte Aufgabe ist, weiß man bei der SG genau. Odin-Abteilungsleiter de Riva erklärt gegenüber TR, dass man aktuell noch nicht auf Bundesliga-Niveau angelangt sei, aber jedes harte Duell im Oberhaus für die junge Mannschaft eine wichtige Erfahrung sei. Gegen die beste Mannschaft im Norden rechnet man sich bei der SG dementsprechend wenig aus.

Auch bei 78 heißt die Devise eher Pflichterfüllung. Nachdem die 78er unter anderem mit Talisman Pascal Fischer nun wieder ein Kontingent der Nationalmannschaft gestellt haben, ist man eventuell gewillt, ein paar Spieler zu schonen. Ohne jedoch das Ziel eines Bonuspunktsieges aus den Augen zu verlieren. Denn durch das noch auszutragende Spiel gegen den BRC vom vorletzten Wochenende ist der Abstand auf die Verfolger merklich knapper geworden - die Tabellenführung ist aus 78-Sicht nichts, was man so leichtfertig hergeben möchte.

TotalRugby-Prognose: Wer nach 80 Minuten in Hannover als Sieger vom Platz geht, zieht niemand aktuell wirklich in Zweifel, auch nicht wir von TR. Denn das aktuell beste Team im Norden trifft aus das schwächste. Hannover 78 setzt sich souverän durch und gewinnt mit +40 Punkten.

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 8. November 2019 )
 
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