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Kann Australien in der All-Blacks-Festung Geschichte schreiben
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 16. August 2019

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Verdammt lang her - 1986 konnte Australien zuletzt gegen Neuseeland gewinnen. Gelingt ihnen das Kunststück morgen noch Mal?

Die beste Nachricht nach der Rekord-Niederlage von Perth war für die All Blacks, dass sie sich schon eine Woche danach revanchieren würden können. Morgen ist es soweit:  9:35 deutscher Zeit empfangen die Neuseeländer in ihrer Festung Eden Park Australien. Es droht der erstmalige Verlust des Bledisloe Cup seit 2002. Während die Neuseeländer mit panischen Wechseln reagieren, schottete sich die Wallabies-Mannschaft komplett ab.

„Wir haben lediglich das Ticket für Auckland gelöst, mehr nicht.“ Das zumindest war die Einschätzung von Australien-Trainer Micheal Cheika nach dem historischen Sieg in der Vorwoche gegen die All Blacks. Worauf der Wallabies-Coach anspielt, ist die Tatsache, dass den Australiern ein weiterer Sieg fehlt, um nach 17 langen Jahren endlich wieder den Bledisloe Cup stemmen zu dürfen. Dieser Pokal, der seit 1932 zwischen beiden Ländern ausgespielt wird, bedeutet beiden Teams unglaublich viel. So hatte selbst All-Blacks-Trainer Steve Hansen vor ein paar Jahren unterstrichen, dass diese Trophäe die wichtigste im prall gefüllten Kabinett der Neuseeländer sei.

Es dürfte spannend zu sehen sein, wie der dreifache Weltmeister auf die Schmach von Perth reagiert. Mit Tighthead-Prop Owen Franks, Schluss Ben Smith und Star-Außen Rieko Ioane sind gleich drei prominente Namen aus dem Kader geflogen - explizit wegen schlechter Leistungen wie der Coach insistiert. Es sei die dramatischste Reaktion auf eine Pleite in der Ära Hansen, so das Urteil Neuseelands größter Zeitung Herald. Mit Prop Nepo Laulala, sowie dem Crusaders Außen-Duo George Bridge und Sevu Reece kommen drei formstarke aber auf diesem Niveau unerfahrene Spieler in das Neuseeland-Team. Es könnte eine Art Feuerprobe sein und wenn das Trio sie besteht, stünde es schlecht um die WM-Chancen der Alteingesessenen.

Australien überrollte die All Blacks letzte Woche - gelingt das noch Mal

Denn zwar werden die Neuseeländer fast alle unter den 50.000 Zuschauer in der Festung Eden Park hinter sich wissen, doch der Druck ist so groß wie schon lange nicht mehr. Immerhin wäre dieses Team das erste seit 1986, das im größten Stadion des Landes gegen den Erzrivalen verliert und das erste, das die begehrte Trophäe nach 17 Jahren aus den Händen gibt. Immerhin kommt mit Sonny Bill Williams ein erfahrener Mann in den Kader zurück und wird von der Zwölfer-Position aus dem Team über die Vorteilslinie verhelfen sollen. Genau das gelang dem Neuseeland-Sturm am vergangenen Wochenende nicht.

Die Australier dagegen haben einen ganz eigenen Weg gesucht sich auf dieses so wichtige Spiel vorzubereiten. Im Kader gibt es nur einen verletzungsbedingten Wechsel - Adam Coleman rückt für Rory Arnold in den Kader. Sonst hat Micheal Cheika keinerlei Änderungen vorgenommen - kaum verwunderlich nach der Leistung gegen den Erzrivalen. Völlig ungewöhnlich ist jedoch der Umgang mit der Öffentlichkeit. Das Team reiste erst am gestrigen Abend nach Auckland, kein Spieler redete auch nur ein Wort mit der neuseeländischen Presse, das Captains Photo wurde abgesagt und zur Pressekonferenz erschien lediglich der australische Sturmtrainer - der jedoch ist Fidschianer und hatte zum Spiel wenig zu sagen.

Australiens Coach Cheika, der für seine ungewöhnlichen Methoden bekannt ist, wollte die als besonders bissig geltende Neuseeland-Presse wohl von seinen Spielern fernhalten. Ob dieser Trick funktioniert, wird man am Samstag Abend sehen. Zwei Spieler, die für die Wallabies geglänzt haben, waren die England Rückkehrer Nick White und James O’Connor. Beide konnten bei ihrer Rückkehr direkt wichtige Impulse setzen und gerade Gedrängehalb White wurde mit seiner Leistung zum Man of the Match. Beide haben noch bis zum Mai in der englischen Premiership gespielt und das könnte nun morgen zum Vorteil werden. Denn in Auckland sind Dauerregen und kühle 10 Grad vorhergesagt. In Neuseeland nennt man das dann Winter. Wenn die Australier tatsächlich Geschichte schreiben und die Dämonen besiegen, dürfte ihnen das Wetter herzlich egal sein.

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