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Am Vorabend der Hong Kong 7s: Den Traum endlich verwirklichen
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Donnerstag, 4. April 2019

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Der DRV schickt eine noch bessere Mannschaft als 2018 bei den Hong Kong 7s ins Rennen. Davon ist Nationaltrainer Zangqa überzeugt. Foto (c) Perlich

Die deutsche Siebener-Nationalmannschaft startet morgen früh um 5:30 deutscher Zeit ihren fünften Anlauf auf die World-Series-Qualifikation. Im spektakulären Hong Kong Stadium stehen beim bekanntesten Siebener-Turnier der Welt die ersten beiden Gruppenspiele auf dem Plan. Gegen Uganda und die Cook Inseln wird sich noch nicht entscheiden, ob sich das Wolfpack den langgehegten Traum von einem Platz unter den Top 15 Teams der Welt erfüllen kann, aber ein guter Start wäre ein erster wichtiger Schritt dorthin.

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Für elf der zwölf Spieler im DRV-Kader ist es die Rückkehr in die Arena, in der es zuletzt zwei Mal ganz knapp nicht zum letzten Schritt reichte. Doch Coach Vuyo Zangqa sieht seine Jungs, trotz der Erfahrung von Erfolg und Scheitern an diesem fürs Siebener mystischen Ort, besser vorbereitet denn je: „Wir sind noch besser präpariert als letztes Jahr“, so die Einschätzung des Südafrikaners, der 2018 erstmals die DRV-Auswahl als Cheftrainer in Hongkong betreute.

Zangqa kennt die in die spektakuläre Häuserschluchten-Landschaft Hongkongs eingepferchte Arena nur zu gut selbst. 2007 gab er hier sein Debüt für die Blitzbokke, 2008 und 2009 scheiterte er mit Südafrika jeweils im Finale - genau vor zehn Jahren hieß der Finalgegner Fidschi und am Ende trennte beide Teams beim 24:26 nur zwei Zähler. Südafrika war in den 43 bisherigen Ausgaben der Hong Kong Sevens nicht ein Mal näher am Triumph beim wichtigsten Siebener-Turnier der Welt - denn auf der langen illustren Siegerliste der Hong Kong 7s fehlt Südafrika bisher.

Auch für Zangqa wäre es also ein Stück weit Erfüllung, wie er selbst einräumt: „Es wäre ein ganz besonderer Moment für mich, eines meiner absoluten Karriere-Highlights - aber am Ende geht es um unsere Jungs, um ihre Erfahrung und dass sie nächstes Jahr hierhin zurückkommen können und zwar als Core Team der World Series.“

Der erste Schritt auf dem dreitägigen Weg dahin wäre ein Sieg gegen Uganda im Auftaktspiel (Morgen früh 5:30 deutscher Zeit, live bei DAZN). Nach dem heutigen Captain’s Run bei noch relativ kühlen 22 Grad - morgen und über den gesamten Turnierverlauf soll es trocken und um die 25 Grad warm sein - fühle man sich bereit. In den letzten Tagen sei es so gut gelaufen, dass man sich fast schon wieder die Nervosität vergangener Jahre zurückwünsche, so der Wolfpack-Coach scherzend.

 

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Diese absolute Ruhe, dass alle Rädchen ineinander greifen, das gelte es nun auf dem Platz umzusetzen. Insgesamt, so ist man im Trainerteam überzeugt, sei der Kader noch ein Mal besser, als der des Vorjahres. Die Ausgewogenheit im Ensemble sei dieses Mal die ganz große Stärke, wie Zangqa gegenüber TR weiter betont: „Jeder kann ein Spiel beginnen, in unserer Gruppe sind wirklich alle Jungs auf dem gleichen hohen Niveau.“

Uganda auf keinen Fall unterschätzen

Zuerst ein Mal gilt es jedoch die Pflicht erledigen, bevor es an die Kür geht. Morgen steht mit Uganda ein äußerst unangenehmer Gegner auf dem Plan, wie wir bereits in unserer Gegner-Analyse herausgestellt haben (http://www.totalrugby.de/content/view/9812/38/). Der souveräne 26:0 Sieg im Vorjahr sei aber noch nicht der Maßstab, wie Vuyo Zangqa am Vorabend des Turniers verrät: „Ich habe mir unser letztjähriges Spiel gegen sie wieder und wieder angeschaut - 2018 haben wir nicht so toll gespielt, wir haben ihnen zu viele Möglichkeiten gegeben. Dieses Mal müssen wir dafür sorgen, dass sie keinen Ball haben und sie ständig unter Druck setzen.“

Gleichfalls dürfe man Uganda keinesfalls unterschätzen und müsse konzentriert an diese Aufgabe rangehen. Die Tatsache, dass man bereits vor zwölf Monaten gegen die Ostafrikaner gespielt habe, sei dabei ein großer Vorteil. Auch wenn Uganda seitdem bei der Siebener-WM am Start war, dort gute Leistungen zeigen konnte und sich durchaus spielerisch weiterentwickelt haben dürfte. Aber schlussendlich visiert man im deutschen Team den Gruppensieg an und wird dementsprechend mit breiter Brust in das Auftaktspiel gegen Uganda gehen.

Die große Unbekannte Cook Islands

Was danach folgt, weiß man selbst im deutschen Trainerteam nicht so richtig. Von den Cook Inseln (Morgen früh 8:35 deutscher Zeit) gibt es kaum aktuelles Film-Material - beim Blick auf die letztjährigen Spiele des Teams von den Pazifik-Inseln in Hongkong gegen Irland, Uruguay und Jamaika bekommt jedoch einen soliden Eindruck von der Spielweise der Mannschaft: Im Team sind durchaus einige starke Individualisten dabei, besonders einige sehr harte Tackler. Doch das Spiel der Cook Inseln ist taktisch nicht sonderlich ausgereift und außerdem mangelt es dem Team an Endgeschwindigkeit.

Für das deutsche Team muss es also heißen, den Cook Inseln früh den Wind aus den Segeln zu nehmen, den Pflichtsieg zu holen und dabei hoffentlich ohne größere Kratzer durch die Partie zu kommen. Und das erreicht man am besten, indem man den Gegner laufen lässt und ihm das schnelle deutsche Tempo diktiert. Mit Robert Haase, Jarrod Saul und Tim Biniak sind drei Spieler im Kader, die besonders gut Bälle aus der Luft fischen können und den Ball so auch nach den Ankicks in den deutschen Reihen halten können.

Für die deutschen Fans heißt es indes morgen früh aufzustehen. 5:30 geht das deutsche Spiel los und die Kollegen von DAZN übertragen die gesamten Sevens - also auch das parallel stattfindende World-Series-Turnier. Vor Ort werden auch wieder zahlreiche deutsche Fans sein, darunter auch einige nicht nominierte Spieler um Carlos Soteras-Merz. Diese stehen, genauso wie der Rest von Rugby-Deutschland, hinter den zwölf Spielern, die es an den kommenden drei Tagen mit dem Adler auf der Brust richten sollen.

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