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DRV VII nach dem 4. Platz von Punta: „Sehr durchwachsenes Turnier“, Blick auf Chile
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Dienstag, 8. Januar 2019

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Basti Himmer und Team-Kollegen waren mit ihrer Leistung in Uruguay nicht gänzlich zufrieden.

Ganz zufrieden war im DRV-Team nach der gestrigen Abreise aus Punta del Este in Uruguay niemand. Der vierte Platz beim ersten der beiden Turniere der Südamerika-Serie war Resultat einer „durchwachsenen Leistung“, wie aus dem DRV-Camp hieß. Einem wichtigen Sieg gegen den Gastgeber Uruguay sowie Paraguay und einem Unentschieden gegen die USA, stehen einen knappe Niederlage gegen Chile sowie zwei deutlichere Pleiten gegen Argentinien und Portugal gegenüber.

Allerdings muss man dieses Turnier auch im Kontext der deutschen Saison, sowie den jeweilige Vorraussetzungen sehen. Die deutsche Mannschaft war erst am Donnerstag, 48 Stunden vor dem Turnier und nach einer fast 24-stündigen Anreise im Urlaubsort an der Küste Uruguays angekommen und hatte am einzigen Vorbereitungstag Außen Marvin Dieckmann verletzungsbedingt verloren. Dieser befindet sich momentan auf der Rückreise nach Deutschland - ein MRT-Scan wird Klarheit über den Grad seiner Verletzung bringen.

Während für das deutsche Wolfpack im südamerikanischen Sommer die heiße Phase der Saison beginnt, geht es für die südamerikanischen Teams bereits um deutlich mehr: Sie müssen sich über diese beiden Turniere für Hongkong qualifizieren und für den Sieger gibt es als Bonus noch die Teilnahme bei den World-Series-Turnieren in Vancouver und Las Vegas. Dementsprechend trainieren sie bereits seit Wochen gezielt auf diese Series hin und natürlich ist auch die Anreise und Anpassung an die Bedingungen bei ihnen kein Thema.

So ging die chilenische Mannschaft, der spätere Sieger des Turniers, gegen unsere DRV-Sieben das Auftaktspiel sehr offensiv an und konnte sich eine frühe Führung sichern. Doch mit viel Kampf und einem gut aufgelegten Debütanten Zani Dembele, der gleich zwei Versuche legen konnte, kämpfte sich Deutschland zurück.

Nur um am Ende doch knapp 21:28 zu verlieren - im Vorjahr hatte die deutsche Mannschaft auf der Südamerika-Serie gegen Chile ebenso einmal verloren und dann in Chile gewonnen und das Ganze dann im Halbfinale von Hongkong wiederholt.

Mit Zani Dembele verletzte sich gleich zu allem Überfluss auch noch der zweiten Außen. Beim Nachwuchs-Spieler von Racing besteht jedoch die Hoffnung, so ist aus dem Trainerteam zu hören, dass er beim zweiten Turnier in Vina del Mar wieder einsatzfähig sein wird. So musste Gedrängehalb Basti Himmer im restlichen Turnierverlauf mangels Alternativen auf Außen aushelfen.

In den letzten beiden Gruppenspielen sicherte sich die deutsche Mannschaft mit einem Unentschieden gegen die USA (26:26), bei dem man eine frühe Führung verspielte, sowie einem klaren Sieg über Paraguay (33:17) das Viertelfinale.

Dort folgte am späten Sonntag Abend deutscher Zeit ein Sieg gegen die Gastgeber, die noch 2018 als Serien-Sieger und damit Gast-Team bei den World-Series-Turnieren in Vancouver und Vegas dabei waren. Durch „Leichtsinnsfehler“, wie es Co-Trainer von Grumbkow beschreibt, hatte man die Uruguayer nach dominanten Auftakt noch einmal ins Spiel kommen lassen, aber schlussendlich mit 19:17 besiegen können.

Leider war das auch bereits die letzte gute Leistung an Tag zwei - denn sowohl gegen Argentinien (0:34) im Semifinale, als auch gegen Portugal (5:14) folgten Niederlagen, wobei das Spiel gegen die Iberer unter den Bedingungen litt. Die Hitze des Tages war am Abend monsunartigen Regenfällen gewichen.

Weder das DRV-Trainerteam noch die Spieler selbst waren schlussendlich mit der Leistung zufrieden. Co-Trainer Clemens von Grumbkow sprach gegenüber TR von einem sehr durchwachsenen Turnier mit Startschwierigkeiten: „Wir sind nicht froh auf allen Ebenen, haben aber jetzt eine ganze Woche in Chile um uns auf das Turnier in Vina del Mar vorzubereiten.“

Bis dahin werde man erst einmal dafür Sorge tragen müssen „die Wunden zu heilen und die angeschlagenen Jungs fit zu bekommen um einen schlagfertigen Kader zu stellen“ und werde dann das zweite Turnier in Viña in Angriff nehmen. Die Gastgeber, schon zwei Mal Deutschlands Halbfinal-Gegner in Hongkong sieht von Grumbkow weiterhin als sich gut entwickelnde Mannschaft, die sich seit Jahren einspielt.

Angesprochen auf die Zielsetzung des deutschen Teams beim zweiten Turnier an der chilenischen Riviera betont von Grumbkow, dass man im Trainerteam einen Sieg nicht als Ziel fordern werde, die Jungs aber selbst Mal so ein Turnier gewinnen wollten. Auf einem anderen Kontinent gegen ein gut besetztes Teilnehmerfeld.

Insgesamt sei die gesamte Vorbereitung auf die Saisonhöhepunkte Hongkong, Olympia-Quali und Oktoberfest 7s aber „ein Prozess“, bei dem sich das Team stetig verbessern soll und Schwächen sukzessive ausgemerzt werden sollen. Die sechs Spiele von Viña werden da der nächste Schritt sein.

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