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Löwen-Sieg in Luxemburg: Schwerstarbeit bei stürmischen Bedingungen
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Montag, 10. Dezember 2018

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Sebastian Kössler konnte sich in die lange Liste der Löwen-Scorer eintragen. Foto (c) Contin

Es sollte ein weitaus härteres Stück Arbeit werden, als angenommen. Die Handschuhsheimer Löwen sicherten sich am Samstag einen am Ende klaren 51:3 Sieg beim Aufsteiger aus Luxemburg, doch der Weg dahin war für die Gäste aus der Neckarstadt ein absolut beschwerlicher. In einem wahrhaften Herbst-Sturm mussten die Kontrahenten über 80 Minuten nicht nur dem Gegner, sondern auch den Bedingungen trotzen.

Im ersten Durchgang favorisierten die Bedingungen die Gastgeber. Luxemburg spielte sprichwörtlich mit Rückenwind, während den Löwen Böen mit bis zu 65 km/h ins Gesicht wehten. An einen Befreiungsskick oder taktische Kicks war dabei nicht zu denken. Dadurch, dass der Ball durch die starken Regenfälle - TSV-Coach Gordon Hanlon: „Der Regen ist fast horizontal gefallen“ - war der Ball glitschig. Passstaffeten wurden dadurch ebenso schwer. Immerhin verfügt die Anlage der RC Luxemburg über einen Kunstrasen, sonst wäre bei diesen Bedingungen auch noch eine wahrhafte Schlammschlacht draus geworden.

Unter diesen Bedingungen erwischten die himmelblauen Gastgeber, gegen die im ungewohnten Auswärts-Dunkelblau antretenden Löwen, den besseren Start. Mit dem Wind im Rücken setzte sich Luxemburg früh in der Löwen-Hälfte fest, während die Gäste anfangs keinen Ausweg aus der RLC-Umklammerung fanden. Die logische Folge: Nach einem Ruck-Vergehen setzten die Gastgeber einen Straftritt genau vor den Stangen auf diese und punkteten zum 3:0.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte bot sich ein ähnliches Bild, nur wollte es dem RC Luxembourg schlicht nicht gelingen die Löwen-Defensive zu überwinden. Zu aufmerksam und zupackend zeigten sich die Heidelberger Gäste. Die Wende kam dann schließlich nur fünf Zeigerumdrehungen vor der Pause auf für die Gastgeber tragische Weise. Ein Luxemburger stürzte unglücklich und brach sich dabei das Bein. Gute 20 Minuten wurde das Spielgeschehen unterbrochen, bis ein Krankenwagen den Luxemburger Spieler unter dem Applaus des Heimanhangs abholen konnte.

In der Zwischenzeit hatte sich das Wetter aber deutlich gebessert. Der Regen hatte nahezu aufgehört und auch die Windböen waren weitaus weniger stark. Der TSV nutzte diese Pause um sich neu zu ordnen, während die Luxemburger scheinbar noch ein wenig unter Schock standen. Zwei Versuche von Atu Katoa Innerhalb von wenigen Minuten, einer davon ein sehenswertes Solo von der Mittellinie aus an gleich mehreren Luxemburgern vorbei, brachte den TSV Handschuhsheim bereits zur Pause in eine komfortable Ausgangsposition.

Nach der Pause dann ein einseitiges Duell draus: Die Löwen dominierten fortan in allen Belangen und fanden plötzlich auch ihre Spielfreude wieder. Ein ums andere Mal konnten die Gäste die Defensiv-Linie der zunehmend ermüdenden Luxemburger durchbrechen. Rob May und Jaco Otto sicherten sich dabei jeweils zwei Versuche, während Marcel Coetzee, Sebastian Kössler und Pietro Contin erhöhten für den TSV im Minutentakt.

Mit dem 51:3 setzte der TSV damit, kurz vor dem richtungsweisenden Duell mit der RGH in der kommenden Woche, noch einmal eine Duftmarke. Coach Gordon Hanlon zeigte sich im Nachgang, wenig überraschend, hochzufrieden mit der Leistung seines Teams: „Mit unserer Defensiv-Leistung war ich zufrieden, auch wenn wir nur zu 70% gezeigt haben, was wir drauf haben. Das Wetter und die Unterbrechungen haben es uns nicht einfach gemacht, weswegen es im Angriff schwer war, aber zeitweise haben ordentlich nach vorne gespielt.“

Für den TSV war es ein wichtiger Auswärtserfolg, der den Löwen am kommenden Wochenende eine Chance gibt, Platz zwei vom Lokalrivalen RGH zu erobern und mit sechs Zählern Rückstand auf Frankfurt 1880 zu überwintern. Luxemburg dagegen hat daheim gegen den HRK eine weitere Chance seinen Heim-Anhang am dritten Advents-Wochenende zu bescheren und die rote Laterne abzugeben, wenn der HRK zu Gast im Großherzogtum ist.

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