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48 Stunden vor dem Rugby-Klassiker im Heidelberger Wohnzimmer
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Donnerstag, 12. Juli 2018

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Bei hochsommerlichen Temperaturen begann unsere DRV XV heute den Endspurt in der Samoa-Vorbereitung.

Am heutigen Donnerstag waren die Protagonisten beider Teams in Heidelberg im Einsatz. Während die Samoaner auf dem Museumsplatz und im Olympia-Stützpunkt zwei Mal trainierten, feilte die DRV XV auf dem HRK-Kunstrasen an den Feinheiten ihres Spiels. Die Vorfreude in Heidelberg steigt derweil und der Ticket-Vorverkauf ist gut angelaufen.

Wenn man dieser Tage auf den Straßen der Neckarstadt Heidelberg unterwegs ist, kann es durchaus zur Begegnung mit einer Reihe ganz besonderer Gäste kommen. Denn seit dem späten Montag-Abend befindet sich die Rugby-Auswahl des siebenmaligen WM-Teilnehmers Samoa in der Stadt. So sehr man in Heidelberg den Anblick großer kräftiger Rugby-Recken gewohnt ist, der Anblick dieser Gruppe ist dann schon noch einmal eine andere Hausnummer.

Oft angeführt von Mannschafts-DJ Joe Tekori, mit seiner Miniuatur-JBL-Box um die Schulter geschwungen, gehen die Samoaner entspannt, wie man sich Menschen aus dem Pazifik-Paradies nur vorstellen könnte, von Termin zu Termin. Tekori mit seinen 1,99 und weit über 130 kg steht emblematisch dafür, dass die Samoaner selbst im vom Riesen dominierten Profi-Rugby noch einmal hervorstechen. Doch genauso wie Tekori und Co. physisch imposant daherkommen, sind sie gleichwohl auch nahbar und unglaublich zuvorkommend.

Dass die Samoaner aber nicht nur zum Sightseeing in der schönen Romantik-Stadt Heidelberg die extrem lange Anreise auf sich genommen haben, wird ebenso schnell klar. Bei der heutigen Gym-Einheit am Morgen warfen zahlreiche der kantigen Samoaner dreistellige Gewichte nur so um sich, wohlgemerkt bei einer vermeintlich lockeren Einheit. Auf dem Museumsplatz gegen Mittag ging es dann ebenso konzentriert zur Sache - bei ausführlichen Defensiv-Drills bläute das Coaching-Team den Südsee-Ruggern ein ums andere ein: Absprechen, Gegner identifizieren und blitzschnell aufrücken.

Dabei war auch zu hören, dass man der deutschen Mannschaft durchaus mit Respekt entgegentritt. Immerhin hatte Verbinder Chris Hilsenbeck auf Samoa per Inside-Ball die Defensive der Insulaner auseinandernehmen können und den ersten Versuch von Jaco Otto vorbereitet. Während die Samoaner mehr davon verhindern wollen, arbeitete die deutsche Fünfzehn auf dem künstlichen Grün des HRK-Platzes am Gegenteil. Die Angriffs-Struktur, sowie das Verhalten nach Standards waren der Fokus der einstündigen Einheit.

Wohlwissend was auf sie zukommen wird, will die deutsche Mannschaft sich im Rückspiel weitaus besser aus der Affäre ziehen und dem deutschen Publikum mehr bieten. Das wird, so ist jetzt schon klar absehbar, weitaus zahlreicher erscheinen als gegen Portugal. Die Sitzplätze der beiden Tribünen sind schon seit Tagen ausverkauft und im Vorverkauf ist man nun schon nahe an der Zuschauerzahl des Portugal-Spiels.

Neben den Stars aus Samoa, die bei den besten Klubs der Welt wie Toulouse oder den Crusaders spielen oder gespielt haben, wird die Zuschauer in Heidelberg auch ein größeres Rahmenprogramm erwarten. Zwar war die Vorbereitungszeit auch dieses Mal sehr knapp bemessen, doch mehr Verpflegungsoptionen und Live gesungene Hymnen, sowie das im Anschluss stattfindende Pokalspiel zwischen der RGH und dem TV Pforzheim werden auch bei den Zuschauern für einen großartigen Rugby-Tag bei tollem Wetter sorgen.

Nach dutzenden Spielen im nasskalten Winter erwartet die deutschen Fans also ein ein zweites Rugby-Fest mitten im Sommer mit ganz besonderen Gästen. Es wird die letzte Chance sein die deutsche Mannschaft in diesem Jahr daheim anzufeuern. Denn neben dem unwahrscheinlichen Fall einer Quali für die WM am Samstag, ist es vor allem das Repechage-Turnier um den letzten WM-Platz, auf das deutsche Spieler und Fans ihre Augen richten.

Dort wird der letzte WM-Platz vergeben und seit heute steht durch eine Verlautbarung von World Rugby fest: Zwischen dem 11.11. und 23.11. wird in drei Spielen innerhalb von zwölf Tagen unter den vier verbleibenden Aspiranten (Hongkong, Kanada und wahrscheinlich Kenia) der letzte Flug nach Japan ausgespielt.

Spielort wird die südfranzösische Hafen-Metropole Marseille sein, genauer gesagt das 5.000 Zuschauer fassende nagelneue Stade Delort im Schatten des Velodrome  - für deutsche Fans sicherlich auch eine tolle Möglichkeit dem deutschen November-Wetter zu entkommen und dazu noch die DRV XV anzufeuern. Doch zum jetzigen Zeitpunkt wäre das der zweite Schritt vor dem ersten. Samstag gilt es in Heidelberg die deutsche Mannschaft in Heidelberg zu Höchstleistungen anzutreiben.

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Guillaume Rouet (ESP)   3

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Valentin Calafateanu (ROM)   6
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Lasha Khmaladze (GEO)   4

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Ramil Gaysin (RUS)   4
Chris Hilsenbeck (DRV)   4

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Yellow Cards - REC Division 1A

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Zurab Zhvania (GEO)   1
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