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Drei TR-Thesen zum Georgien-Spiel in Offenbach
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Samstag, 17. Februar 2018

Oftmals konnten unsere DRV-XV-Jungs nur noch mit letzten Kräften dagegenhalten, doch das taten sie mit Bravour. Foto (c) Seufert-Chang
Oftmals konnten unsere DRV-XV-Jungs nur noch mit letzten Kräften dagegenhalten, doch das taten sie mit Bravour. Foto (c) Seufert-Chang

Am Ende sprach die Anzeigetafel im Offenbacher Sparda-Bank-Hessen-Stadion eine deutliche Sprache. Die georgische Nationalmannschaft kam als die alles überragende Mannschaft dieses Wettbewerbs nach Offenbach und wurde auch heute ihrer Favoritenrolle gerecht: Am Ende waren es ganze zehn Versuche, die die Lelos der DRV XV in Offenbach einschenken konnten. Doch zuvor sahen gut 2200 Zuschauer auf dem Bieberer Berg 60 sehr engagierte Minuten einer deutschen Mannschaft, die deutlich mehr zeigen konnte, als noch vor Wochenfrist in Rumänien. Größter Wermutstropfen war jedoch, dass das vielversprechende DRV-XV-Debüt von Zani Dembele nach nur zehn Minuten beendet war.

Gegen Georgien war sportlich nichts zu holen, doch das war so zu erwarten

Nach der überdeutlichen Niederlage in Rumänien und den schlechten Neuigkeiten zu Anfang der Woche, dass Julius Nostadt und Tim Menzel nicht von ihren französischen Klubs freigegeben worden waren, hatten viele Rugby-Fans hierzulande gegen Georgien ein absolutes Debakel erwartet. Bereits das letzte Duell mit den Lelos im Vorjahr, als die Georgier daheim gegen die DRV XV zahlreiche Top-Spieler geschont hatten, stand am Ende ein klares 6:50 - und das mit allen WRA-Spielern an Bord.

Nun sah sich eine deutsche Mannschaft mit gleich drei Teenagern im Kader dem Weltranglisten-Zwölften gegenüber, der heute keinen seiner zahlreichen Top-Stürmer aus Frankreich und England schonte. Noch unter der Woche hatte Georgien auf Einladung der RFU mit der von Eddie Jones trainierten Nationalmannschaft Englands Gedränge trainiert - Weltmeister-Trainer Jones bezeichnete die schweren Männer aus dem Kaukasus nicht ohne Grund als den besten Sturm der Welt.

Doch der fast ausschließlich aus Bundesliga-Spielern bestehende DRV-Sturm schlug sich erstaunlich gut gegen diese Georgier. In den Standard-Situationen war die Überlegenheit der Georgier freilich überwältigend - die Gedränge der beiden TSV-Handschuhsheim-Props Bender und Martel gegen ihre Kontrahenten vom RC Toulon und dem französischen Tabellenführer Montpelier gingen fast ausnahmslos nach hinten und die Gassen wurden zu oft von Georgiens Turm in der zweiten Reihe Nemsadze abgefangen -  das kostete die DRV-Auswahl in Halbzeit eins ein ums um andere Mal wertvolle Feldposition und Ballbesitz. Doch während Rumäniens Stürmer im offenen Spiel mit ihren deutschen Gegenspielern über 80 Minuten lang Katz und Maus spielten und eine Kontaktsituation nach der anderen gewannen, sah das heute schon bedeutend besser aus.

Georgien konnte sich nicht wie Rumänien quasi nach Belieben über die Vorteilslinie wuchten. Ein Faktor wird dabei sicherlich die Tatsache sein, dass Coach Pablo Lemoine mit seinen Spielern eine weitere gemeinsame Trainings-Woche hatte und diese vor allem zur Defensiv-Arbeit und Koordination genutzt hatte. Dazu legten die DRV-Stürmer gegen die körperlich klar überlegenen Lelos auch eine viel bessere Moral an den Tag und gaben sich nicht auf. Georgien-Trainer Milton Haig betonte nach dem Spiel gegenüber TotalRugby den Kampfgeist der deutschen Jungs: „Die deutschen Spieler haben heute einen unglaublichen Willen an den Tag gelegt.“

 

 

 



Anders als die Rumänen gelang es den Georgiern nicht im offenen Spiel mit ihrem Sturm dermaßen zu dominieren. Die Folge: Oftmals blieb