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Deutschlands Rugby-Nationalmannschaft vor dem November-Highlight gegen die USA
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Donnerstag, 16. November 2017

Die DRV XV sieht sich bereit für die riesige Herausforderung USA am Samstag in Wiesbaden.
Die DRV XV sieht sich bereit für die riesige Herausforderung USA am Samstag in Wiesbaden.

Für das DRV-XV-Trainerteam um Kobus Potgieter sind die USA von ihrer Spielstärke her mit den europäischen Schwergewichten Georgien und Rumänien vergleichbar. Im Vergleich zum Brasilien-Spiel sieht das Trainerteam noch viel Verbesserungsbedarf. Welch bessere Vorbereitung könnte es also für unsere DRV-Auswahl geben, als gegen einen Gegner vom Format der US Boys anzutreten, bevor im Spät-Winter die letzten vier WM-Quali-Spiele folgen?

Lehren aus dem Brasilien-Spiel

Nach der dominanten und im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigerten Leistung gegen die Brasilianer erwartet Nationaltrainer Potgieter am Samstag dennoch eine klare Leistungssteigerung seiner Jungs: „Wir haben das Brasilien-Spiel ausführlich analysiert und an zwei Dingen müssen wir definitiv noch arbeiten: Nach unseren eigenen Kicks haben wir die Fänger nicht wirklich unter Druck gesetzt, unsere Verteidigung ist nicht schnell genug aufgerückt. Außerdem haben wir wertvolle Turnover-Bälle nicht wirklich genutzt um anzugreifen und haben stattdessen selbst ziellos gekickt.“

Tatsächlich sollte sich die DRV XV dies am Samstag verkneifen - mit Blaine Scully von den Cardiff Blues und Mike Te’o, der jahrelang für die USA auf der Siebener World Series gespielt hat, stehen bei den Amerikanern zwei brandgefährliche Konter-Spieler hinten drin. Die Turnover-Bälle wiederum, die deshalb so wertvoll sind, da die Verteidigung des Gegners zu nach Ballverlusten völlig unorganisiert ist, gilt es Samstag besser zu nutzen. Die amerikanische Defensive wird deutlich sattelfester sein - eine derartige Überlegenheit im Sturm, wie im Brasilien-Spiel, wäre absolut utopisch. Viele Gelegenheiten zu Punkten zu kommen werden die Amerikaner unseren Jungs nicht bieten.

Wenig überraschend zeigte sich Potgieter mit der Leistung seiner Stürmer am vergangenen Wochenende bei den Standards auch nach der Analyse hocherfreut. Die Gedränge seien gut, die Gassen gar sehr gut gewesen. Gegen die erfahrene erste Reihe der Amerikaner - allen voran seien da Prop und Hilsenbeck-Teamkollege bei Vannes Eric Fry, der mit der Erfahrung aus zwei Weltmeisterschaften äußerst erfahren ist, sowie der explosive Worcester-Hakler Joe Taufete’e zu nennen - wird der Kampf im Gedränge wohl ausgeglichen sein. Dazu wurd mit dem Zweite/Dritte-Reihe Stürmer Samu Manoa ein absoluter Superstar des Sports in Wiesbaden mit am Start sein, was die Aufgabe des DRV-XV-Sturms nicht einfacher machen wird. Der 2,01 Hüne vom RC Toulon gilt als einer der härtesten Tackler der Welt und räumt auch des öfteren Mal die schweren Jungs des Gegners gnadenlos ab.

Die USA sind ein Top-Gegner, aber nicht unschlagbar!

Insgesamt erwartet das Trainerteam um Potgieter einen harten Gegner - vergleichbar mit den europäischen Top-Teams Rumänien und Georgien. Erstere konnten wir in diesem Jahr bekanntlich bereits sensationell schlagen und tatsächlich stehen die Eichen genannten Rumänen sogar noch zwei Plätze vor den US Boys in der Weltrangliste. Für Potgieter ist es „eine neue, eine andere Herausforderung, an der wir wachsen wollen“ - dabei betont der Südafrikaner speziell die Qualitäten der Amerikaner mit dem Ball in der Hand: „Sie haben sehr gefährliche Ballträger, vor allem im Mittelfeld“. Zudem sei das Spiel der US-Boys auf Geschwindigkeit ausgelegt, blitzschnelle Rucks und Ball-Recycling.

Ein kleiner Vorteil für unsere Jungs könnte die Tatsache sein, dass die Amerikaner seit der 17:21 Niederlage gegen Georgien im Juni nicht mehr zusammen gespielt haben. Die Partie gegen die DRV XV wird ihre ersten seitdem sein. Der deutsche Kader hingegen hat den Amerikanern bereits die Brasilien-Woche inklusive dem Spiel voraus dazu trainierten große Teile der Nationalmannschaft bereits seit Monaten im Wild-Titans-Projekt zusammen. Die aktuelle Trainingswoche orientierte sich am bisher unter dem aktuellen Trainer-Team bekannten Muster. Jeweils zwei Einheiten gestern und vorgestern, heute der Ruhetag, sowie zwei weitere Einheiten morgen. Mit dem Stadion wird sich unsere Mannschaft im Vorfeld nicht vertraut machen können. Da am Freitag noch ein Fußball-Spiel zwischen Wiesbaden und Rostock stattfindet, wird der Captain’s Run in Heidelberg stattfinden, bevor sich die Mannschaft auf in die hessische Landeshauptstadt macht. Unterstützung wird es von den Jungs aus der DRV VII geben, die in der Nacht von Freitag auf Samstag helfen werden die Wiesbadener Arena für das Rugby-Länderspiel herzurichten. Bereits bei den DHL Oktoberfest 7s hatten einige verletzte Siebener-Asse Erfahrungen im Stadion herrichten machen dürfen: Unter anderem hatten sich Phil Szczesny und Nikolai Müller beim Aufbau geholfen.

Am Samstag ist ein Sieg gegen die Amerikaner ist das ausgegebene Ziel und auch wenn die USA laut der Weltrangliste ein ähnliches Kaliber wie Uruguay sind, wäre ein Sieg dennoch eine noch größere Überraschung. Denn gegen Kanada und die USA, wenn diese in voller Stärke angetreten waren, hatten die Südamerikaner zuletzt immer den kürzeren gezogen. Der Vorbereitung auf die Rugby Europe Championship und damit auch die  WM-Quali würde so ein Sieg einen riesigen Schub geben. Denn im Februar und März stehen daheim gegen Russland und auswärts in Spanien zwei extrem schwere Spiele an, die beide jeweils gewonnen werden müssen, um Chancen auf Japan 2019 zu haben. Bereits mit den Siegen gegen Uruguay und Rumänien haben unsere Jungs jedoch bewiesen, dass sie vor vermeintlich größeren Namen nicht allzu viel Respekt haben. Samstag sollte es ihnen hoffentlich noch einmal gelingen.

Die Wiesbadener Brita-Arena ist bereit für das erste Rugby-Spiel

 

Tickets für das Spiel gibt es ab €10 bei AdTicket

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