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TR-Vorschau Pokal-Halbfinale: SCN tritt beim Meister an? Kann 78 den SC 80 rauskegeln?
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Geschrieben von TotalRugby Team   
Freitag, 24. März 2017

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Nico Müller und seine 78er wollen morgen den nächsten Süd-Vertreter rauskegeln.

Im DRV-Pokal geht es durch den neuen Modus Schlag auf Schlag. Nur eine Woche nach den Viertelfinalpartien wird nun an diesem Wochenende ermittelt wer sich in bereits einer Woche Pokalsieger nennen darf. Dabei kommt es an diesem Wochenende im Pforzheimer Südwest-Energie-Stadion zum direkten Duell Meister-Pokalsieger. Dabei muss der Titelverteidiger Neuenheim auf dem Feld des amtierende. deutschen Meisters TVP antreten. Über 500 km nördlich der Goldstadt erwartet die Fans des Traditionsklubs Hannover 78 ein weiterer heißer Tanz am schnellen Graben. Nach dem hauchdünnen Sieg über die RGH will man bei 78 den nächsten Süd-Vertreter aus dem Wettbewerb kegeln und sich damit den Weg ins Finale ebnen.


TV Pforzheim - Sportclub Neuenheim
Samstag 25.03.2017; 14:00

Für den am Samstag gastgebenden TV Pforzheim wäre es die Vollendung der Titelsammlung. Nachdem die Rhinos aus Goldstadt bereits deutscher Meister im Fünfzehner- und Siebener-Rugby waren strebt das Team von John Willis den letzten verbliebenen nationalen Titel an. Der DRV-Pokalsieg wäre für die ambitionierten Pforzheimer eine Premiere - das gibt Team-Manager Jens Poff unumwunden zu und gibt damit zugleich die Marschrichtung vor: „Wir hätten gerne den Pokaltitel in unserer Sammlung!“ Zugleich erwartet Poff aber auch einen „harten Kampf“ in einem „leidenschaftlichen und hochspannenden Spiel.“

TVP-Trainer John Willis erwartet mehr Gegenwehr als in der Vorwoche in Berlin. Da hatte der amtierende Meister nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte nach dem Pausentee freie Bahn und feierte einen Kantersieg. Der TVP müsse sich laut dem neuseeländischen Trainer „auf eine heftige Schlacht einstellen.“ Seine Mannschaft stellt er besonders auf die „gnadenlos zupackenden und vorwärtsdrängenden Stürmer“ des SCN ein. Erneut den Auftakt in die Partie zu verschlafen könnte dieses Mal bittere Konsequenzen haben.

Neuenheim dagegen geht zwar als Titelverteidiger, aber in der eigenen Wahrnehmung ebenso als Außenseiter in die Partie. Im direkten Duell mit dem TV Pforzheim in der Vorrunde der Rugby-Bundesliga musste sich der Sportclub mit 3:39 geschlagen geben. SCN-Coach Lars Eckert gibt seinen Männern das Ziel mit auf den Weg, das Spiel dieses Mal enger zu gestalten. „Für einen Sieg in Pforzheim müssten wir schon einen sehr sehr guten Tag erwischen“ so der ehemalige Verbinder der Königsblauen gegenüber TotalRugby.

Beim Personal muss man beim SCN dafür aber einige Abstriche machen, denn zum Duell beim Meister muss Eckert auf einige Akteure verzichten, die aufgrund von privater Verpflichtungen fehlen werden. Sollte es für den erneuten Final-Einzug nicht reichen, so hat man immerhin eine perfekte Generalprobe für die Bundesliga-Rückrunde ist man sich beim SCN sicher.


Hannover 78 - SC Frankfurt 1880
Samstag 25.03.2017; 15:00

Nach dem dramatischen Sieg gegen eine spät aber dafür stark aufkommende RG Heidelberg im Pokal-Viertelfinale ist die Moral bei Hannover 78 auf einem absoluten Höhepunkt. Die Mannschaft aus der niedersächsischen Landeshauptstadt muss zwar weiterhin auf ihren Talisman Phil Sczcesny verzichten, der so kurz vor der World Series Quali in Hongkong gesperrt ist. Auch das Innen-Duo aus Guillermo Cattaneo und Benjamin Simm wird nach Verletzungen gegen die RGH ausfallen. Dennoch geht man bei 78 optimistisch in die Partie, denn die anderen Siebener-Cracks der 78er werden morgen mit an Bord sein.

Coach Benjamin Krause gibt die Zielsetzung beim Rekord-Pokalsieger vor: „Wir wollen ins Pokalfinale.“ Das war dem Hannoveraner Verein zuletzt 2000 gelungen, als man sich dem Lokalrivalen Germania List geschlagen geben musste. Nunmehr stehen nur noch 80 Minuten Rugby gegen den Vertreter aus der Bankenmetropole Frankfurt bevor. Das letzte Aufeinandertreffen mit 1880 liegt nunmehr bereits fünf Jahre zurück, als die beiden morgigen Gegner vor der letzten Bundesligareform an gleicher Stelle aufeinandergetroffen waren. Damals behielt Frankfurt beim 12:59 klar die Oberhand.

Bei perfekten äußeren Bedingungen erwartet der Hannover-Trainer ein schnelles Spiel. Mit seinem mobilen Sturm hat man bei den 78ern nichts gegen ein schnelles Spiel, sieht sich aber dennoch als Außenseiter. Es gelte, so Trainer Krause, vor allem den starken Sturm der 1880er unter Kontrolle zu bekommen. Bei einer guten Leistung dürften die Chancen, wie bereits in der Vorwoche, bei 50/50 stehen.

Der SC 1880 will derweil seinen spielerischen Aufschwung auch im Pokal fortsetzen. Mit dem RK Heusenstamm hatte man in der Vorwoche den Lokalrivalen im Viertelfinale besiegt und geht das Duell in Hannover mit dementsprechend breiter Brust an. Die knapp vierstündige Anreise dürfte für den SC 80 nicht zu einem allzugroßen Problem werden. Verbinder Cameron-Dow wird hinter einem körperlich überlegenen Sturm versuchen werden, das Spiel seiner Mannschaft aufzuziehen. Bei 78 wird man versuchen müssen die cleveren taktischen Kicks des Südafrikaners zu unterbinden, ihm aber auch nicht den Raum zu geben, selbst die Linie anzugreifen.

 

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