Johannes Laule
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... Lieber Mathias, deine Meinung zum Pokal und zur Ligastruktur hast du nun oft genug Kund getan... Beim TSV Handschuhsheim haben die U18 und U16 Trainer im DRV Pokal übrigens auch nicht gespielt. Ich halte das Frankfurter Konzept übrigens für super und beglückwünsche die Spieler und Trainer zu dem tollen Erfolg! Das Konzept steht und fällt allerdings mit den 11 angestellten Trainern. Fast alle Vereine haben nur ehrenamtliche Trainer (evtl FSJler). Und mit den ehrenamtlichen Strukturen ist es nur schwer möglich, so eine so große Anzahl an Schulpartnerschaften usw. aufzubauen. Die Idee von Frankfurt ist somit nichts Neues, sondern die Möglichkeit und der Wille diese umzusetzen. Andere Clubs würden das bestimmt auch gerne tun. Viele Grüße Johannes |
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Nicht schwarz oder weiß Vielleicht dazu auch nochmal was von unserer Seite. Natürlich gibt es in verschiedenen Clubs (und verschiedenen Orten) unterschiedliche Voraussetzungen. Finanziell, logistisch, beim Einzugsgebiet - da haben wir sicherlich Vorteile. Nachteile haben wir aber auch - nur wenige andere Vereine in der Region, eine beinahe abgebrochene Tradition im Club, kaum rugbykundige Leute in der Elterngeneration (wer den Text von TotalRugby wirklich gelesen hat, der müsste mitbekommen haben, dass der Einsatz der Trainer vor allem diese Lücke schließt). Ich könnte auch noch ein wenig ausführen, wie viel unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit und freiwilliges Engagement gerade auch bei uns geleistet werden. Team Manager, Helfer beim Festival, auf eigene Kosten mitreisende Eltern... und nicht zuletzt viele viele einzelne Spenden für den Förderverein. Aber was bringt es jetzt eigentlich, haarklein zu analysieren, ob das nun alles neu oder doch nicht so neu ist, wer und was nun welche Anteile an den aktuellen Erfolgen hat, und diese Erfolge im Ergebnis zu relativieren? Es sei jedem unbenommen, der das für sich braucht. Wenn man aber nach vorne denkt, geleitet von der Frage, wie dieser Sport in Deutschland insgesamt Fortschritte machen kann, dann geht es doch gar nicht hauptsächlich darum, ob ein Konzept 1:1 übertragen werden kann. Das wäre eine billige und oberflächliche Verkürzung mit absehbarem Ausgang. Sondern es geht vor allem um den Geist, aus den jeweiligen Möglichkeiten das Beste zu machen und die - unterschiedlich ausgeprägten - Ressourcen optimal einzusetzen. Und optimal heißt halt langfristig ausgerichtet, und das wiederum bedeutet konsequente Priorisierung der Jugendarbeit. Da gibt es einige Vereine, die das schon seit Jahren leben, viel in den Nachwuchs investieren und sich konstant oben in den Ergebnislisten der Jugendmeisterschaften finden. Denen wird der SC Frankfurt 1880 nicht erzählen, dass sie das noch viel toller machen könnten - nein, denen zollen wir den allerhöchsten Respekt (und die wissen das auch schon). Aber es gibt eben auch Vereine, die die Nachwuchsarbeit bestenfalls mit halber Kraft betreiben - und dennoch gerne klagen, dass Rugby eine Randsportart bleibt, Verbände unzureichend ausgestattet und organisiert sind, Sponsoren ausbleiben und das öffentliche Image nicht vorankommt. Lasst uns ins Gespräch kommen, auch gerne 1:1 statt per Kommentarfunktion. |
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Nur Jugendarbeit zählt um Rugby voranzubringen Gratulation an Frankfurt80. Meine Jungs spielen in der U16 des Berliner Rugby Clubs und boten den Frankfurtern am Wochenende ein Endspiel "auf Augenhöhe" mit einem verdienten Frankfurter Sieg. Das Geschimpfe, dass Jugendarbeit mit Geld alleine einfach sei, ist falsch. Zuersteinmal muß sich im Verein der Gedanke durchsetzen, dass Jugendarbeit wichtig ist. Dann muß diese angefangen werden, man braucht einen langen Atem. Der BRC hat auch nicht das Geld für 11 festangestellte Jugendtrainer, trotzdem stellt der BRC als einziger Verein neben den Frankfurtern Schüler- und Jugendmannschaften bei allen Deutschen Meisterschaften. Die Kinder müssen bei der hohen Belastung, der sie ausgesetzt sind, in der Schule abgeholt werden, Rugby-Arbeitsgemeinschaften und gemeinsam mit den Sportlehrern erarbeitete "Rugby-Lehrpläne" bieten hier Möglichkeiten. Ich bin jedenfalls froh, dass Uli sein Geld in den Jugendbereich und damit in die Zukunft des deutschen Rugbys steckt und nicht eine weitere Herrenmannschaft mit deutsch-australiern finanziert oder auf Mallorca versäuft. Ich kann nur alle Vereine in Deutschland aufrufen, auch in die Jugendarbeit zu investieren. Wir brauchen dringend mehr Jugendmannschaften in Deutschland. Bei den Qualifikationsturnieren im Norden für die DM war es ja schon schwierig überhaupt Teilnehmer zu generieren. In diesem Bereich wartet auf uns alle viel Arbeit. |
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Strukturen Nur über den Aufbau von Strukturen im Nachwuchsbereich auf allen Ebenen (Vereine, LV, DRV) kann sich Rugby in Deutschland weiterentwickeln. Dabei schließt in meinen Augen Elitenförderung die Nachwuchsarbeit nicht automatisch aus, außer beiden Bereiche müssen um die Aufteilung von Ressourcen konkurrieren. Meiner Meinung nach sind die Ansatzpunkte von SC80, und anderen Vereinen, genau die richtigen. Zugang zum Rugby ermöglichen, Bekanntheit durch Öffentlichkeitsarbeit erzeugen, qualitativ gutes Trainingsangebot anbieten, regelmäßige Wettkämpfe ermöglichen,Partizipation der Beteiligten, Perspektiven schaffen. Um Rugby in Deutschland wirklich weiterzubringen, müssen wir anfangen vereins- und verbandsübergreifend zu denken und zu handeln. Wir müssen Erfahrungen und Wissen austausche und regional gemeinsame Projekte starten. Ich sehe gerade in der regionalen Zusammenarbeit ein Riesenpotential für uns als Randsportart. Wir können Synergieeffekte erzielen und dadurch Ressourcen bündeln. Und wieso beginnen wir nicht mit einer Regionalauswahl von unten? |
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Rugby in der Schule Um Kindern den Zugang zu meinem Verein in Dreieich zu ermöglichen, also mit Rugby in Berührung zu kommen, plane ich für das kommende Schuljahr ein Grundschulprojekt. Hierfür habe ich schon einen Privatsponsor gewinnen können. Sollte es Interessierte geben, die mich dabei personell oder auch mit Fachwissen unterstützen wollen, dann könnt ihr euch gerne an mich wenden. Mein Ziel ist es das Projekt nach und nach auszuweiten. Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit in anderen Regionen ähnliches zu etablieren. |
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Mikro Jugendarbeit @Andreas Gleitze Dein Lob mein Freund tut besonders gut. Wie oft haben wir schon nicht zuletzt Deiner Soehne wegen verloren? Was waeren die Spiele gegen Berlin ohne Deine beiden Jungs? Hart und schwer, aber eben nicht so hart und schwer wie mit den beiden auf dem Platz. Da wir beide bereits in der DRJ zusammen gespielt haben, ist es besonders schoen fuer mich zu sehen, was Deine Jungs auf dem Feld leisten und zu welchen Persönlichkeiten sie sich entwickeln. Hier sieht man, dass gute Jugendarbeit sicherlich auch etwas mit Geld zu tun hat, vor allem aber mit Detailarbeit, Enthusiasmus, Zielorientierung, Liebe zum Sport, Teamarbeit und Verrücktheit. Gute Jugendarbeit faengt vor allem am Zugang zu und im Umgang mit dem einzelnen Spieler an. Einen grossen Teil der Spieler der jetzigen U16 habe ich noch selbst angesprochen sowie deren Eltern oft in Kleinarbeit überredet ihren Kindern das "brutale" Rugby zu erlauben. Das muss ich heute nach Stadtteilen Aufklaerungsarbeit nicht mehr so oft machen. Was in Deinem Kopf vorgeht, lieber Andy, weiss ich jetzt schon: wir sehen uns nächstes Jahr bei der U-18 Meisterschaft. Ich denke das Gleiche. Und das Beste daran: es wird wieder spannend werden! Auf bald, Dein Uli |
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... Lieber Johannes, die Jugendarbeit des TSVH ist löblich und auch vorbildhaft. Aber das Konzept von 1880 geht eben noch ein stückweit darüber hinaus, ist ganzheitlicher angelegt, wie ich es mit dem Vier-Säulen-Modell versucht habe, zu beschreiben. Das macht es für mich neuartig und auch einzigartig. Zu wenig Vereine machen eben Öffentlichkeitsarbeit, um ihre gute Arbeit auch zu präsentieren. Und die Arbeit an der Basis ist einfacher, wenn in der Spitze eben diese "Leuchtraketen" gezündet werden. Kein Konzept der Welt ist zudem immer 1:1 zu übertragen. Aber wieso nicht hier und dort was abschauen und es für seine Zwecke/an seine Rahmenbedingungen anpassen? |
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... Ich finde es schade, dass keiner die Kernaussage meines Kommentars verstanden hat. Es geht mir darum, dass es genügend andere Vereine gibt, die all diese Ansätze auch haben. Zudem schreiben die meisten in ihren Kommentaren von Vereinen, welche ihr Geld nur in die Herren stecken und nicht in die Jugend. Es gibt aber auch genügend Vereine, die gute Jugendarbeit machen und trotz einiger Sponsoren, nicht mal ein ausreichendes Budget für ihre Herrenmannschaft haben. Das Budget ist nicht knapp, weil es in die Herrenmannschaft gesteckt wird, sondern es ist generell knapp. Deshalb war meine Überschrift auch: Kein Hexenwerk! Denn nochmal... Dieses Konzept und die dort genannten Ideen haben viele Vereine, die gute Jugendarbeit machen. Doch der Unterschied zwischen SC 1880 Frankfurt und ihnen ist, dass sie keine angestellten Trainer haben, welche in Schulen gehen und gezielt die Jugendlichen für Rugby begeistern. Außerdem haben diese Vereine nicht das Budget, um ihre Jugendmannschaften ständig ins Ausland zu schicken. Genau diese beiden Punkte machen aber den Unterschied zwischen SC 1880 Frankfurt und Vereinen, wie z.B. die RGH, dem TSV Handschuhsheim dem TSV Victoria Linden und SC Germania List aus. (Ich denke, dass diese Vereine auch alle sehr gute Jugendarbeit und Öffentlichkeitsarbeit machen). |
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... @Matthias Hase Wieso geht das Konzept von SC 1880 Frankfurt noch über das vom TSVH hinaus? Vielleicht weil sie, wie schon so oft geschrieben, ganz andere Möglichkeiten haben?! Ich sehe dieses Konzept auch nicht als einzigartig und neuartig an... Wegen der vier Säulen? Ich kann dir spontan 6 Vereine nennen, welche diese vier Punkte ebenfalls erfüllen. Jedoch bei der 2. Säule (Genau geplanter und langfristiger Einsatz finanzieller Mittel) Probleme haben, da sie schlicht weg zu wenig finanzielle Mittel haben! Oder was macht SC 1880 Frankfurt noch anders, was andere Vereine bis jetzt noch nicht gemacht haben?Zudem gibt es genügend Vereine, die genauso viel Öffentlichkeitsarbeit, wie SC 1880 Frankfurt, machen. |
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... @Ulrich Byszio und Tilo Barz Ein toller Erfolg, da U12 und U14 Meisterschaft sicherlich auch noch folgen. Zu diesem „Frankfurter Modell“ gibt es aber ein paar Fragen. Finanzierung? Wir wird das ganze Konzept finanziert und welche Summe wird dafür aufgewendet? Soweit man das erkennen kann, sind es mehr Profijugendtrainer („elf angestellte Trainer“) als der Fußball-Bundesligist in unserem Nachbardorf hat. Gehalt?. Wie viel kostet ein Wochenende für eine U16 Mannschaft (Flug und Unterkunft für ca. 20 Spieler plus Trainer) in London. € 5,000? Wie soll das ein „normaler“ Rugbyverein in Deutschland finanzieren und diesem Vorbild folgen? 15 Profispieler = „erkaufte Meistertitel“, 11 Profitrainer = erkaufte Meistertitel? Jugendtrainer? Wenn es ein lang angelegtes Konzept ist und seit 10 Jahren existiert warum wird dann erst jetzt „intensiv“ in die Ausbildung eigener Trainer investiert? Warum nicht schon vorher? Wo sind die ursprünglichen einheimischen Trainer, die man früher noch bei SAS Turnieren, Meisterschaften etc. an der Seitenlinie gesehen hat? Die Profijugendtrainer gibt es in ihrer Form laut dem Artikel erst offiziell seit 2013. Schon erstaunlich, dass ein so großer Verein und mit so einem Konzept kaum Trainer aus den eigenen Reihen über einen Zeitraum von 10 Jahre halten oder rekrutieren konnte. Warum wird erst jetzt „eine sich fortführende Tradition begründet“? Also doch kein langfristiges Konzept? Wenn „die Entwicklung des Rugbysports in Deutschland insgesamt ein wichtiges Ziel des Vereins ist“ warum werden dann nicht lokale bzw. deutsche Trainer mit entsprechender Ausbildung angestellt? Warum nur „Know-how“ aus dem Ausland? Übergang zur Bundesligamannschaft? Im Artikel wird beschrieben, „wie sehr sich der Fokus bei den Frankfurtern mittlerweile in Richtung Jugendarbeit verschoben hat“. Was passiert aber mit den Jugendlichen wenn sich nicht mehr U18 Spieler sind? Was ist mit den vielen U18 Spielern der letzten Jahre passiert? Waren bzw. sind sie dann nicht mehr im Fokus? Da tun einem die Eigengewächse leid, dass sie nicht auch im Fokus sind. Oder sind bzw. waren sie „den beiden Männern hinter dem Erfolg“ egal? Ein überlegtes, langfristiges Konzept würde auch diesen Übergang in Betracht ziehen und „Kinder zu selbstbewussten Erwachsenen formen“ ist kein Konzept sondern ein Selbstverständlichkeit jeder Jugendarbeit. Das ist bewusst kein 1:1 Gespräch, da dies Fragen sind die man immer wieder bei Jugendturnieren in Deutschland hört und diskutiert und die Antworten sicherlich einige interessieren. |
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... Hallo Max, haben uns leider offenbar bisher nicht kennengelernt "am Rande von Jugendturnieren" - ist das denn dein echter Name? |